Lexus Südafrika wirbt für umfangreiche Serienausstattung

Sonstiges | 27.07.2010 von 9

In Deutschland bleibt vergleichende Werbung nach wie vor die große Ausnahme, auch wenn sie vor einiger Zeit formal legalisiert wurde. Anders sieht das in weiten …

In Deutschland bleibt vergleichende Werbung nach wie vor die große Ausnahme, auch wenn sie vor einiger Zeit formal legalisiert wurde. Anders sieht das in weiten Teilen der Welt aus und ein weiteres Beispiel für diese besonders kreative Spielart der Werbung gibt es nun aus Südafrika. Dort bewirbt Lexus derzeit seine Modellpalette, die mit besonders viel serienmäßiger Ausstattung aus dem Werk kommt und dem Kunden somit jede Menge Geld spart – denn einige der serienmäßiges Features kosten bei der Premium-Konkurrenz von BMW, Audi und Mercedes teure Aufpreise.

Mit drei anschaulichen Diagrammen verdeutlicht Lexus, wieviel Aufpreis man bei den Wettbewerbern zahlen muss, um das Niveau eines serienmäßigen Lexus zu erreichen. In diesem Zusammenhang stellt Lexus die provokante Frage, ob man überhaupt ein Premium-Fahrzeug kaufen würde, wenn man für alle Premium-Erweiterungen Aufpreis zahlen muss. Zusammengefasst und mit Blick auf den Marketing-Slogan “Freude ist BMW” stellt Lexus fest, dass es eben keine Freude ist, für selbstverständliche Ausstattungen Aufpreise zahlen zu müssen.

Lexus-vs-BMW-Audi-Mercedes-1

Lexus-vs-BMW-Audi-Mercedes-2

Wie immer bei Werbung sind die Aussagen von Lexus mit einer gewissen Skepsis zu betrachten, denn naturgemäß kosten bestimmte Sonderausstattungen wie ein Festplattennavigationssystem auch beim Toyota-Ableger Lexus einen Aufpreis – zumindest in Deutschland. Andere Sonderausstattungen, die man beispielsweise bei BMW optional erhalten, gibt es bei Lexus auch gegen Aufpreis nicht – zum Beispiel das Nachtsichtsystem Night Vision oder das Head Up-Display (HUD). Andererseits gibt es auch Sonderausstattungen wie Knie-Airbags, die BMW und die anderen deutschen Premiummarken nicht anbieten.

Letztlich bleibt es also eine Geschmacksfrage, wie man die Werbung bewertet. Auf jeden Fall ist sie interessant und wir hoffen, dass den Kritisierten eine ansprechende Replik einfällt. Wer die Werbung im Original betrachten möchte, muss lediglich die Webseite von Lexus Südafrika besuchen.

(gefunden über BMWblog.com)

9 responses to “Lexus Südafrika wirbt für umfangreiche Serienausstattung”

  1. 20cm says:

    deutsche arroganz….gut, dass hier nicht mit porsche verlichen wurde. dann wäre es richtig peinlich geworden.

  2. Duron says:

    Oh ja, Lexus mal wieder.
    Komisch wenn Lexus in dieser Werbung behauptet, dass “Joy” kein “Joy” sei, wieso ist dann BMW Weltführer und Lexus nicht? Das sagt doch schon alles oder?! ; )

    Und dass man weniger fürs Auto zahlt wenn alles Serie ist, ist doch bloß Marketing. Irgendwo muss das Geld ja wieder rein und somit wird der Basispreis einfach angehoben.

    BMW FTW!

  3. Südstaatler says:

    Wie sagte es Richard Hammond so schön: “Usually, on a BMW, standard equipment covers the windscreen and all the air that’s inside the car.”

    Lexus ist ähnlich wie Toyota in der Hinsicht, dass sie sinnvolle Pakete anbieten. Insbesondere Toyota könnte man sich durchaus zum Vorbild nehmen. Hat es wirklich Sinn, dass jeder Kunde sich seinen BMW ganz individuell zusammenstellt? Wäre es nicht besser (und für beide Seiten billiger) einfach 3-4 Ausstattungspakete anzubieten?

    Eine Überlegung wäre es wert…

    • TheRealDaniel says:

      Für wichtige Sachen gibts doch auch bei BMW schon lange Pakete. Und Individualisierung bei der Ausstattung gehört meiner Meinung nach zum Premiumanspruch dazu, ein BMW-Käufer hat im Normalfall das Geld und will kein Auto von der Stange.
      Und insbesondere keinen Lexus. Kein Wunder, dass Lexus bei uns nur als Randerscheinung existiert.

  4. Everlast says:

    Bei Lexus gibt es sehr wohl ein HUD, siehe RX.

  5. Fabian says:

    Habe schon ein paar Mal für BMW auf – sagen wir, “großen Ausstellungen” – gearbeitet und durfte in diesem Rahmen diverse Fahrzeuge inkl. X6 ActiveHybrid, den neuen 5er, 7er mit Integral-Aktivlenkung und sogar den M6 fahren. Mein Vater fährt Lexus und so tat es auch mein Gastvater in Amerika.

    Nachdem ich nun viele Fahrzeuge beider Marken gefahren habe, kann ich nur sagen: Unterschätzt nicht BMW. Unterschätzt nicht LEXUS.

    Zunächst zu BMW: Wie viele BMWs sind denn WIRKLICH individualisiert? Wenn ich mich auf der Straße so umschaue, sind die meisten BMWs silber, schwarz, grau und haben eine mittelmäßige Ausstattung – meist hat sich der Besitzer das Navi Business gegönnt, ein bisschen Lichtpaket hier, ein bisschen Einparkhilfe dort, eventuell Leder, Felgen, Xenon und Automatik. Aber wäre jetzt nicht so, als wären die meisten BMWs sorgsam ausgesuchte Kreationen die alle UNGLAUBLICH individuell daher kämen. So viel zum Thema “Auto von der Stange”.

    Das man es kann ist schön; Aber – wer macht das, außer “uns paar” Fans mit evtl. nötigem Kleingeld WIRKLICH? Und wie viele Kunden sind in Wirklichkeit damit nicht überfordert (ich kenne aus Erfahrung genügend, die einfach nicht wissen, welches Holz/Aluschliffmuster mit welchem Leder, Dachhimmel und dann noch welcher Außenfarbe!).

    Man bedenke außerdem den größten Markt für BMW: Die USA. Hier wollen die Leute zum Händler, Geld da lassen, Auto aussuchen und SOFORT mit dem auf dem Hof stehenden Wagen los. Hierzu auch die kleine Geschichte meines Gastvaters während meines USA-Aufenthaltes vor mehr als 5 Jahren. Es sollte ein neuer Wagen her, um den Lexus SC 400 abzulösen. Ich drängte mal zum “Blick auf ein deutsches Auto”, und da hieß es BMW.

    Meine Gasteltern waren recht wohlhabend – Geld spielte in der Liga BMW keine Rolle (RollsRoyce ist schon etwas anderes, aber ob 5er oder 7er, ob voll oder nicht voll ausgestattet war vollkommen egal). Als mein Gastvater allerdings sah, dass der “Garage Door Opener” im 5er $273 kosten sollte, war der Spaß vorbei. Das sah er einfach nicht ein, war er doch im 94er Lexus SC 400 schon 11 Jahre vorher serienmäßig!

    Ab zu ACURA, dort den RL sofort mitgenommen. Siehe da, es gab nur zwei Wahlmöglichkeiten: Außenfarbe und Innenfarbe. Navi, Schiebedach, 12-fach Ledersitze, el. Heckrollo, 305 PS V6, SH-AWD (ähnlich X6-Allrad mit Querverteilung der Antriebskräfte an der Hinterachse) etc., etc, war einfach ALLES drin. Kein Stress. Günstiger. Und nicht wirklich “weniger Wert”.

    Nun zu meinem “wirklichen” Vater: Die Rechnung war einfach. “Sohn, soll ich mir einen vollausgestatteten BMW kaufen und dir kein Auto. Oder einen vollausgestatteten Lexus und einen 17.000 € Kleinwagen (Peugeot 207 mit dem 120 VTi) dazu zum gleichen Preis?”

    Jetzt ratet mal, welches Auto in der Öffentlichkeit mehr Blicke erntet und exklusiver weil seltener ist? Manche wissen sofort, was ein LEXUS ist und finden ihn klasse, manche kennen ihn nicht und deklarieren ihn als “das ist aber ein ausgesprochen eleganter, sportlicher und schöner Hyundai” und für manche ist es ein “Reiskocher” und Möchtegern-Benz (die kennen dann das Design wirklich nicht gut – betrachtet man die Geschichte, so sah die “dicke S-Klasse” W140 von ’91 eher aus, wie der Lexus LS 400 von ’89 und nicht andersrum – und heute hat auch Lexus ein radikal eigenes Design das sich deutlich von den anderen Abhebt).

    Naja, aber ein BMW kann ja auch klasse, wunderschön oder eine Prollschleuder sein – hängt vom Geschmack des Betrachters ab.

    Es hat beides Vor- und Nachteile (den Lexus bspw. gibt es als Diesel nicht mit Automatik, wir haben Holz obwohl wir keins möchten und auch die Räder sind halt die, die im “Executive”-Paket mit dabei waren – wobei sie recht ansehnlich sind).

    Ich finde, für wen Geld keine Rolle spielt und wer auf sein Auto warten kann, für den das Auto eine Passion ist der soll sich im BMW-Konfigurator austoben dürfen (in wie weit sich DER Aufwand für BMW wirklich lohnt – zumindest in diesem Umfang – wäre wirklich mal interessant).

    Für alle anderen 316d-Fahrer, gebrauchte 325i-Fahrer oder 530i/d – wie auch immer – bei Lexus gibt’s einfach viel mehr für’s Geld mit teilweise auch SEHR stylischen Produkten (der IS z.B. ist in Wirklichkeit sicher nicht hässlicher als ein 3er oder der GS (seit 2005) unförmiger als der alte 5er – 7er und LS sehen sich sogar recht ähnlich und gut – der Geländewagen ist nicht mein Fall, aber das ist jedem selbst überlassen) und unglaublicher Ausstattung.

    Noch ein Wort zum “Weltführer BMW”:

    Sales have fallen for both brands since a record year in 2007. Lexus, which belongs to Toyota (TM), sold 329,177 cars and trucks in the United States in 2007, versus BMW with 293,795. […] In 2009, the BMW Group at 218,419 units is already outselling Lexus by about 31,000 units through November. That makes the BMW Group what it calls the No. 1 “premium” manufacturer.
    (Quelle: http://industry.bnet.com/auto/10003045/bmw-versus-lexus-for-2009-us-luxury-sales-title/ )

    Klar, BMW hat Lexus überholt und dazu beglückwünsche ich eine meiner Lieblingsmarken sehr herzlich. Aber nach “Weltführer” sieht das jetzt nicht gerade aus…Leute, im Fahrzeugschein steht Toyota – DAS ist ein “Weltführer” 😉

    • Hannes says:

      Naja, diese Zahlen handeln allerdings nur vom US-Markt, und dieser dürfte der stärkste Lexus-Markt sein. In Europa sind die ja überall nur eine Randerscheinung und insofern weltweit keineswegs auf Augenhöhe mit den deutschen Premiummarken. Der Bezug zu Toyota macht nur eingeschränkt Sinn, so gesehen müsste man bei Audi ja auch stets den VW Konzern hinzuziehen.

  6. Harry says:

    Bei dem ganzen Blabla bleibt eins immer außer Acht; bei allen 3 Deutschen Herstellern – persönliche Vorlieben mal ganz außen vor – bekommt man immerhin das Wichtigste serienmäßig, das es bei Lexus nicht mal als Extra gibt; zuverlässige, funktionstüchtige Bremsen, die auch das Stilfser Joch überstehen.
    Die Lexus Bremse schafft noch nicht mal den 10 mal Vollgas Stopp von AMS.

    Ich kaufe mir niemals einen Lexus. Sollen die reinklatschen, was sie wollen. Vollausstattung bieten die sowieso nur, weil ihnen persönlich konfigurierte Fahrzeuge zu teuer sind und die die Logistik für Millionen von Kombinationen gar nicht leisten können und WOLLEN. Deshalb Vollausstattung für Alle.

  7. Fabian says:

    Die Superbremse SBC vom Daimler war auch ein genialer Wurf, genau wie die berühmten Hinterachsen des BMW 3er oder aber auch die im Winter unter Salzeinfluss versagenden Bremsen des Audi A4…von der kippenden A-Klasse mal ganz zu schweigen.

    Solche Aufwiegungen sind kleinkariert. JEDER Hersteller macht Fehler; Da mit EINEM sechs Jahre alten Test anzutanzen, langweilt.

    Und niemand hat gesagt, bei Audi dürfe man den VW-Konzern nicht hinzuziehen. Ein A4 ist mehr Passat als ein Lexus IS Toyota Avensis…oO

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