Auch im dritten Quartal 2026 präsentiert sich der Absatz der BMW Group regional sehr unterschiedlich. Sorgenkind bleibt dabei weiterhin China, während die Geschäfte in Europa und den USA gut gelaufen sind. Weltweit bleibt die Absatzentwicklung insgesamt leicht rückläufig: Von Januar bis September wurden weltweit 1.707.799 Premium-Automobile der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce ausgeliefert, das entspricht einem Rückgang um 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das dritte Quartal allein liegt das Minus sogar bei 6,3 Prozent, es kann also auch weiterhin nicht von einer Trendwende die Rede sein.
Besonders deutlich fällt der Rückgang in China aus: 114.355 Einheiten im dritten Quartal entsprechen einem erneuten Einbruch um 24,8 Prozent. Die Vertriebsregion China liegt damit nur noch knapp vor den 106.741 Einheiten des US-Markts (+2,5%) und ist weit von ihrer früheren Dominanz entfernt. Drittgrößter Einzelmarkt ist wie gewohnt Deutschland, wo 74.697 Einheiten einer sanften Steigerung um 2,1 Prozent entsprechen. Größte Vertriebsregion ist Europa, wo der Absatz insgesamt um 2,7 Prozent auf 235.628 Einheiten gesteigert werden konnte.

Im bisherigen Gesamtjahr wuchs der Europa-Absatz von BMW und MINI um 4,5 Prozent auf 732.279 Fahrzeuge, wobei sich der Heimatmarkt Deutschland mit einem Plus von 7,5 Prozent auf 224.149 Einheiten besonders positiv entwickelte. In den USA wurden seit Jahresbeginn 307.402 Fahrzeuge ausgeliefert, der Vorjahreszeitraum wird damit um 3,4 Prozent übertroffen. Ganz anders sieht es in China aus: 376.128 Einheiten machen China zwar weiter zum größten Einzelmarkt, mit Blick auf ein Minus von 21,8 Prozent kann sich darüber aber niemand wirklich freuen.
Eine zunehmend wichtige Säule für den weltweiten Absatz sind die Elektroautos. Im dritten Quartal lieferte die BMW Group weltweit 110.257 rein elektrische Fahrzeuge aus, 7,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In Europa wuchs der Absatz der Elektroautos um 37,5 Prozent auf 81.941 Einheiten. Damit war im dritten Quartal bereits mehr als jedes dritte in Europa ausgelieferte Fahrzeug der BMW Group vollelektrisch. Auch Deutschland verzeichnete mit einem Plus von 38,5 Prozent ein besonders starkes Wachstum.

Über die ersten neun Monate betrachtet blieb der weltweite BEV-Absatz mit 314.552 Fahrzeugen zwar noch 2,7 Prozent unter dem Vorjahreswert, allerdings wird die Neue Klasse auf vielen Märkten erst ab dem vierten Quartal Früchte tragen: Die BMW iX3 Langversion (NA6) für China wird erst im November ihren Marktstart feiern – und nicht nur in München wird mit Spannung beobachtet werden, wie sich dieses Debüt auf den Absatz auswirken kann.
Bei den Marken zeigt sich ein unterschiedliches Bild: MINI steigerte seine weltweiten Auslieferungen seit Jahresbeginn um 6,8 Prozent auf 220.247 Fahrzeuge, davon waren 37,2 Prozent vollelektrisch. Die BMW M GmbH kam auf 148.510 Fahrzeuge und lag damit 6,1 Prozent unter dem Vorjahr. Rolls-Royce verzeichnete mit 3.592 Auslieferungen einen Rückgang von 12,4 Prozent. Auch BMW Motorrad musste Federn lassen: Die Auslieferungen von Motorrädern und Scootern sanken um 6,1 Prozent auf 149.452 Einheiten.
Unterm Strich zeigt sich die BMW Group in Europa und den USA widerstandsfähig. Der deutliche Rückgang in China und das weltweite Absatzminus verdeutlichen jedoch, dass sanftes Wachstum in einzelnen Regionen nicht genügt. Die Hoffnungen für das vierte Quartal und den Jahresauftakt 2027 ruhen unter anderem auf der Neuen Klasse, aber auch der neue 3er (G50) und der X5 (G65) haben ohne Frage Potenzial für positive Effekte.
Jochen Goller (Mitglied des Vorstands der BMW AG, zuständig für Kunde, Marken und Vertrieb): “In einem weltweit schwierigen Marktumfeld konnten wir uns in Europa und den USA gut behaupten. Insbesondere die weiterhin starken Auftragseingänge vollelektrischer Fahrzeuge bestätigen unseren Kurs. Der BMW iX3 setzt starke Wachstumsimpulse im Markt, zugleich erleben wir ein hohes Kundeninteresse am neuen BMW 3er und BMW X5. Das Produktmomentum mit Modellen der Neuen Klasse, beziehungsweise mit Neue-Klasse-Technologien, stärkt unsere Position für die kommenden Herausforderungen.”
