Dass Dynamik und Fahrspaß auch für die Käufer eines Rolls-Royce eine Rolle spielen, kann eigentlich niemanden überraschen. Dennoch fand die Entwicklung bis vor 10 Jahren unter anderen Vorzeichen statt, denn traditionell waren die meisten Rolls-Royce nicht als Fahrerautos konzipiert, sondern sollten in erster Linie den häufig im Fond reisenden Besitzerinnen und Besitzern ein unvergleichliches Luxus-Erlebnis mit enormem Komfort und nahezu vollständiger Abschottung von der Außenwelt bieten. Erst im Jahr 2016 debütierte der erste moderne Rolls-Royce Black Badge und brachte zusammen, was für viele BMW-Fahrer seit jeher untrennbar ist – von nun an gab es endlich auch Optionen für jene, die auch in einem Rolls-Royce selbst fahren und dabei dynamischen Fahrspaß erleben wollten.
Die große Herausforderung dabei war, die Kernwerte der Marke nicht aus dem Blick zu verlieren: Ein Rolls-Royce sollte auch als Black Badge niemals wirklich hart abrollen oder gar den überragenden Luxus vermissen lassen, für den die Käufer gerne auch sechsstellige Aufpreise gegenüber Luxuslimousinen von klassischen Premiummarken zahlen. Dennoch erhielten die Black Badge-Modelle eine spürbare Dynamik-Aufwertung mit etwas sportlicherem Fahrwerk, etwas direkterer Lenkung und natürlich auch etwas mehr Leistung, um in Summe ein wohldosiertes Plus an Freude vermitteln zu können.

Als historische Inspiration für die feine optische Veredelung diente und dient ein 1928 gebauter Rolls-Royce 20 H.P. Brewster Brougham, der schon damals mit schwarz lackiertem Kühlergrill und schwarzer Spirit of Ecstasy ausgeliefert wurde – und das in einer Zeit, als poliertes Metall und glänzendes Chrom das Maß aller Dinge zu sein schienen. Eine ähnliche Ästhetik zelebrierte auch der 1964 realisierte Rolls-Royce Phantom V für Beatles-Legende John Lennon, der seine Limousine innen und außen komplett in Schwarz bestellte.
10 Jahre nach Markteinführung der ersten Black Badge-Modelle sind diese für viele Kunden nicht mehr wegzudenken. Denn egal ob Ghost, Spectre oder Cullinan – etwas mehr Dynamik hat noch niemandem wirklich geschadet.































