Die weltweit hohe Nachfrage nach der Neuen Klasse hat schon Mitte April den Anlauf einer zweiten Produktionslinie für E-Maschinen im BMW Werk Steyr erforderlich gemacht. Nachdem im vergangenen Jahr noch ganze 8.500 Elektromotoren das Werk verließen, wird die Zahl 2026 die Marke von 100.000 Einheiten knacken. in diese Die in Österreich gebauten Motoren werden sowohl in das ungarische Werk Debrecen als auch ins Werk München geliefert. Die größere Produktions-Kapazität für die eDrive-Motoren der Gen6 ist nicht nur für den Anlauf des BMW iX3 (NA5) von Bedeutung, sondern auch für etwas später startende Modelle wie den BMW i3 (NA0), den iX4 (NA7) und den i3 Touring (NA1).

Doch nicht nur das: Auch die noch leistungsfähigeren Motoren für das erste BMW M Elektroauto mit High-Performance-Anspruch, den voraussichtlich 2027 kommenden BMW M3 (ZA0) mit M eDrive, werden schon bald im Werk Steyr gebaut. Während der Gen6-Motor an der Hinterachse des iX3 50 240 kW (oder 326 PS) sowie 435 Newtonmeter Drehmoment liefert, kommt im Hecktriebler BMW iX3 40 eine abgewandelte Variante mit 320 PS und 500 Newtonmeter zum Einsatz. Beim elektrischen BMW M3 werden hingegen gleich vier E-Maschinen verbaut, deren Fokus nicht unbedingt auf der Spitzenleistung der einzelnen Maschine liegen wird – dass jederzeit mehr als genug Kraft verfügbar ist, versteht sich mit Blick auf die Ausgangslage von selbst.

Parallel zur Erweiterung der Kapazitäten für Elektromotoren werden im BMW Werk Steyr auch weiterhin in unveränderter Stückzahl Verbrennungsmotoren gebaut. Hierfür stehen ergänzend zu den zwei Elektro-Produktionslinien weiterhin vier Montagebänder für Benzin- und Diesel-Motoren zur Verfügung. Das Werk kann damit auch künftig flexibel auf Nachfrage-Schwankungen bei einzelnen Antriebskonzepten reagieren und den Bedarf der Werke wie gewohnt bedienen.

Allein in Europa sind seit dem Bestellstart über 50.000 Aufträge für den BMW iX3 eingegangen und auch der i3 mit 900 Kilometern WLTP-Reichweite stößt seit seiner Vorstellung auf enormes Interesse.

Harald Gottsche (Leiter BMW Group Werk Steyr): “Wir freuen uns über die Beliebtheit unserer neuen vollelektrischen Modelle der ‚Neuen Klasse‘. Der BMW iX3 ist bereits jetzt das meistbestellte BMW E-Modell in Österreich. Auch der kürzlich vorgestellte BMW i3 stößt auf große Zustimmung. Mit dem Serienstart der zweiten Produktionslinie werden wir unsere Fahrzeugwerke Debrecen und München mit mehr jener Motoren beliefern, die in diesen Modellen stecken. Das ist unser Beitrag zum Hochlauf der ‚Neuen Klasse‘.
Wir produzieren im Werk Steyr damit ab sofort an sechs Montagelinien Motoren für alle Antriebskonzepte. Damit sind wir flexibel aufgestellt, um die Kundenwünsche in den weltweiten Märkten auch künftig bedienen zu können – egal, wie sich die Nachfrage entwickelt.”

Helmut Hochsteiner (Leiter E-Antriebsproduktion BMW Group Werk Steyr): “Zusätzlich zur Kapazitätssteigerung bietet diese neue Produktionslinie mehr Flexibilität für Antriebsvarianten. Künftig wird an dieser Linie neben dem regulären Elektromotor der sechsten Generation auch eine Sport-Variante für BMW M vom Band laufen. Wir sind damit bestens aufgestellt, um den Wandel zur Elektromobilität auch aus Steyr heraus weiter voranzutreiben.
Aufgrund der langjährigeren Erfahrung vieler unserer Beschäftigten ist entsprechendes Basiswissen zu Produktionsabläufen, Qualitätsmanagement etc. vorhanden. Darüber hinaus lernen wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den neuen E-Motoren-Produktionsbereichen digital über Videos an. Zusätzlich haben wir ein umfangreiches Qualifizierungsangebot in unserem werkseigenen Aus- und Weiterbildungszentrum für die Vermittlung neuer Technologien, den Umgang mit Hochvolt oder auch Digitalisierung.”