Heckgetriebener BMW M440i: Für US-Kunden ab März 2021

BMW 4er | 7.07.2020 von 1

Das heckgetriebene BMW M440i Coupé wird immer konkreter. Obwohl der M Performance-4er zunächst nur mit Allradantrieb xDrive auf den Markt kommt, ist eine Variante mit …

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Das heckgetriebene BMW M440i Coupé wird immer konkreter. Obwohl der M Performance-4er zunächst nur mit Allradantrieb xDrive auf den Markt kommt, ist eine Variante mit Hinterradantrieb alles andere als ausgeschlossen. Laut Informationen von BMWblog.com wird der leichtere und puristischere M440i in den USA bereits ab März 2021 erhältlich sein, später könnten auch andere Märkte folgen. Aus europäischer und deutscher Sicht sollte man den US-Launch nicht überbewerten, schließlich gibt es in Nordamerika auch den M340i ohne xDrive und ein ähnliches Angebot auf unserem Kontinent ist definitiv nicht in Sicht.

Aber wie wir bereits vor ein paar Wochen berichtet haben, sieht die Situation im Fall des BMW 4er G22 etwas anders aus. Weil die Zielgruppe hier generell spitzer, extrovertierter und noch Fahrspaß-fokussierter ist, rechnen sich die Verantwortlichen in München auch einen größeren Markt für einen heckgetriebenen M440i aus. Hinzu kommt sicher, dass der M440i sDrive praktisch konkurrenzlos auf dem Markt wäre, schließlich gibt es die Wettbewerber aus Ingolstadt und Stuttgart ausschließlich in Verbindung mit Allradantrieb.

Durch den Verzicht auf den Allradantrieb xDrive und damit auf alle Komponenten zum Antrieb der Vorderräder könnte das Gewicht des neuen BMW M440i Coupé um rund 70 Kilogramm sinken. Noch wichtiger dürfte für viele Kunden das Wissen darum sein, dass die Lenkung komplett von Antriebseinflüssen befreit ist und sie das Heck maßgeblich mit dem rechten Fuß steuern können. Das geht in den sportlichsten Fahrmodi zwar auch mit xDrive, aber der fahrerische Anspruch und die resultierende Glückshormon-Ausschüttung sind für viele langjährige BMW-Kunden bei einem heckgetriebenen Fahrzeug einfach höher.

Die zwangsläufig schlechtere Traktion macht sich im Gegenzug nicht nur auf winterlichen Straßen bemerkbar, sondern natürlich auch bei der Beschleunigung aus dem Stand. Dass die Sprint-Zeit von 0 auf 100 rund zwei Zehntel schlechter als beim xDrive-Modell ausfallen wird, dürfte die Kunden eines heckgetriebenen BMW M440i sDrive aber nur ein müdes Lächeln kosten.

Abgesehen von der fehlenden Antriebsachse wird sich der Antrieb der beiden M440i-Varianten nicht unterscheiden. Auch der heckgetriebene M Performance-4er erhält folglich den Reihensechszylinder B58 mit 48-Volt-Bordnetz und einer Leistung von 374 PS. Die 8 kW oder 11 PS des elektrischen Startergenerators können dabei nicht zur Spitzenleistung addiert werden, weil sie nicht zeitgleich mit der Nennleistung des Verbrenners anliegen und nur zum Überbrücken des Turbolochs bei niedrigen Drehzahlen genutzt werden.

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