DTM 2019: Gemischtes Ergebnis für BMW-Piloten in Brands Hatch

Motorsport | 11.08.2019 von 0

Wie schon an den ersten Wochenenden der DTM 2019 teilten sich Audi und BMW auch in Brands Hatch brüderlich in die Siege: Auf den Erfolg …

Wie schon an den ersten Wochenenden der DTM 2019 teilten sich Audi und BMW auch in Brands Hatch brüderlich in die Siege: Auf den Erfolg von Marco Wittmann am Samstag folgte ein weiterer Sieg von René Rast am Sonntag. Weil es den Ingolstädtern und insbesondere Rast dabei deutlich besser als Marco Wittmann gelingt, konstant und auch in den von BMW gewonnenen Rennen viele Punkte zu holen, sieht die Sache in der Gesamtwertung deutlich klarer aus als man beim reinen Blick auf die Anzahl der Siege vermuten könnte.

Wozu der BMW M4 DTM 2019 in der Lage ist, konnte Marco Wittmann am Samstag unter Beweis stellen: Auf die Pole Position folgte der Sieg. Doch mit dem zweiten Platz für René Rast war schon klar, dass auch mit Audi zu rechnen ist. Das zeigten die Ingolstädter am Sonntag nochmals deutlich, als Rast zum Sieg fuhr und Wittmann nur auf dem zehnten Rang ins Ziel fuhr.

In der Gesamtwertung hat René Rast nun schon 206 Punkte und befindet sich voll auf Kurs in Richtung Meisterscharf. Sein schärfster Verfolger ist Teamkollege Nico Müller mit 169 Punkten, Marco Wittmann liegt mit 147 Punkten auf dem dritten Rang. Auch in der Herstellerwertung liegt Audi mit 710 Punkten klar vor BMW: Die Münchner konnten bisher lediglich 426 Punkte sammeln. Aston Martin ist mit 44 Punkten abgeschlagen dritter.

Jens Marquardt (BMW Group Motorsport Direktor): „Nach dem großartigen Sieg von Marco Wittmann gestern war uns nach dem ernüchternden Qualifying klar, dass es nicht leicht werden würde, noch ganz nach vorn zu kommen. Unsere Jungs haben aber im Rennen sowohl auf der Strecke als auch strategisch einen tollen Job gemacht. Kompliment an Philipp Eng, dass er es unter diesen Voraussetzungen dank einer sehr guten Rennpace noch auf Platz fünf geschafft hat. Auch mit Sheldon van der Linde und Marco Wittmann konnten wir zumindest noch in die Punkteränge fahren. Letztlich ist das trotzdem keine gute Ausbeute. Wir waren im Rennen vielleicht sogar etwas schneller als Audi, aber man hat heute deutlich gesehen, dass man sich weiter vorne qualifizieren muss, um den Rennspeed dann auch umsetzen zu können. Warum uns das diesmal nicht gelungen ist, müssen wir uns genau anschauen und bis zum nächsten Rennwochenende am Lausitzring abstellen. Glückwunsch an René Rast zum Sieg.“

Bart Mampaey (Teamchef BMW Team RBM): „Wir hatten uns vorgenommen, uns besser zu qualifizieren als gestern, was uns leider nicht gelungen ist. Im Rennen hätten wir die Pace und die Strategie gehabt, um aufs Podium zu kommen, aber wenn man auf einer Strecke wie in Brands Hatch, wo man schwer überholen kann, so viele Konkurrenten vor sich hat, dann ist es extrem schwer, noch ganz nach vorn zu kommen. Dennoch haben Philipp Eng und Sheldon van der Linde vor allem im ersten Stint fantastischen Speed gezeigt. Leider gab es bei Joel Eriksson erneut ein technisches Problem. Das tut mir sehr leid für ihn.“

Philipp Eng (#25 ZF BMW M4 DTM, BMW Team RMR, Startplatz: 9., Rennergebnis: 5., Fahrerwertung: 4., 129 Pkt.): „Gemessen an unserem Startplatz war es ein ganz gutes Rennen. Ich war happy mit dem Paket in beiden Stints, speziell im ersten. Im zweiten bin ich einfach nicht an Loic Duval vorbeigekommen. Irgendwann war dann der Vorteil der frischen Reifen dahin. Trotzdem ein gutes Ergebnis.“

Joel Eriksson (#47 CATL BMW M4 DTM, BMW Team RBM, Startplatz: 14., Rennergebnis: Ausfall, Fahrerwertung: 10., 43 Pkt.): „Wir mussten heute aufgrund eines technischen Problems das Auto frühzeitig abstellen. Ich denke, die Elektronik ist ausgefallen. Ich konnte nicht wirklich etwas dagegen tun. Das ist Racing. Wir müssen konzentriert bleiben und uns auf die kommenden Aufgaben konzentrieren.“

Sheldon van der Linde (#31 Shell BMW M4 DTM, BMW Team RBM, Startplatz: 13., Rennergebnis: 7., Fahrerwertung: 12., 36 Pkt.): „Platz sieben hört sich vielleicht nicht so gut an. Aber man muss bedenken, von wo wir gestartet sind – nämlich Rang 13. Das Qualifying war schwierig. Ich bin froh, in beiden Rennen des Wochenendes in den Punkten gelandet zu sein. Wir haben einen guten Rhythmus gefunden und gewöhnen uns immer besser an die DTM. Jetzt freue ich mich auf den Lausitzring.“

Stefan Reinhold (Teamchef BMW Team RMG): „Man hat heute vor allem im Qualifying gesehen, dass uns die Performance gefehlt hat. Wir sind dann bei Marco Wittmann im Rennen bei der Strategie voll auf Risiko gegangen, was sich letztlich nicht ausgezahlt hat. Deshalb ist die Punkteausbeute heute etwas geringer.“

Marco Wittmann (#11 Schaeffler BMW M4 DTM, BMW Team RMG, Startplatz: 12., Rennergebnis: 10., Fahrerwertung: 3., 147 Pkt.): „Es hat schon im Qualifying schlecht angefangen. Wir hatten im Vergleich zu Audi eine zu schlechte Pace. Es ist natürlich ein großes Handicap, wenn acht Audis auf den ersten acht Plätzen stehen. Im Prinzip ist es im Rennen dann ähnlich gelaufen. Sie konnten uns covern, egal, welche Strategie wir auch gefahren sind. Mein zweiter Stopp war sicher eine Fehlentscheidung. Davor lagen wir auf Platz sechs, am Ende ist es nur der zehnte Rang geworden. Wir konnten die Zeit nicht mehr gutmachen. Es war ein Versuch, aber wir haben letztlich doch einige Punkte liegen gelassen. Das ist enttäuschend.“

Bruno Spengler (#7 BMW Bank M4 DTM, BMW Team RMG, Startplatz: 16., Rennergebnis: Ausfall, Fahrerwertung: 8., 77 Pkt.): „Wir haben uns von gestern auf heute mit dem Auto ein wenig verbessert. Unser Fokus lag eher auf dem Rennen, weniger auf dem Qualifying. Das hat auch geklappt. Wir hatten eine gute Pace und eine aggressive Strategie. Leider hatte ich ein Problem mit dem Motor und musste das Auto in der Garage abstellen. Das ist ärgerlich, denn vielleicht wären Punkte drin gewesen. Wir müssen das Wochenende analysieren und versuchen, als Team noch stärker zurückzukommen.“

Timo Glock (#16 BMW M4 DTM, BMW Team RMR, Startplatz: 11., Rennergebnis: 12., Fahrerwertung: 13., 33 Pkt.): „Wir hatten eigentlich eine ganz gute Pace, aber leider hing ich im Verkehr fest. Dann haben wir uns entschieden, noch einmal auf einen frischen Satz Reifen zu gehen und auf ein Safety Car zu hoffen. Aber das war leider nicht der Fall. Das war wieder ein Wochenende, das nicht so lief, wie wir es wollten.“

Nach Sieg am Samstag klangen die Stimmen wie folgt:

Jens Marquardt (BMW Group Motorsport Direktor): „Das war wirklich ein super Rennen von Marco Wittmann. Er hat schon im Qualifying unter schwierigen Bedingungen eine tolle Runde hingelegt und sich die Poleposition gesichert. Dann hat er auch nach dem Blitzstart von Paul di Resta auf Platz eins die Ruhe behalten und sich früh entschieden, die Reifen zu schonen. Nachdem wir seinen Boxenstopp etwas vorgezogen haben, ist er ohne Verkehr fantastisch gefahren und hat sich einen Vorsprung herausgearbeitet, den er am Ende souverän verteidigen konnte. So kommt er langsam aber sicher näher an die Spitze in der Fahrerwertung heran. Auch Philipp Eng und Sheldon van der Linde haben gut gefightet und wertvolle Punkte geholt. Mit Blick auf den Sonntag gilt es nun, noch mehr aus unseren Möglichkeiten zu machen und mit noch mehr Autos zu punkten. Für Joel Eriksson tut es mir leid, dass er heute nicht starten konnte. Für morgen sollten wir sein Fahrzeug aber wieder optimal vorbereiten können.“

Stefan Reinhold (Teamchef BMW Team RMG): „Wir hatten schon wieder einen Wahnsinns-Marco im Auto. Schon das Qualifying heute Morgen war aufgrund der wechselnden Wetterbedingungen sehr spannend. Die Jungs haben alle einen super Job gemacht. Beim Rennstart hatten Bruno Spengler und Timo Glock dann leider ein wenig Pech. Es gab Berührungen, ohne die sie sicher weiter vorne gelandet wären. Die Boxenstopps waren perfekt und die Rennstrategie hat mal wieder super gepasst. Morgen wollen wir noch mal vorne sein, aber mit allen drei Autos.“

Marco Wittmann (#11 Schaeffler BMW M4 DTM, BMW Team RMG, Startplatz: 1., Rennergebnis: 1., Fahrerwertung: 3., 146 Pkt.): „Für mich war es wieder ein perfekter Samstag. Pole, Sieg und volle Punktzahl – das ist grandios und eher eine Seltenheit. Heute ging es bei den Bedingungen zwischen nass und trocken schon im Qualifying darum, einfach das Beste daraus zu machen. Auch kurz vor dem Rennstart regnete es wieder leicht. Aber wir haben die Nerven bewahrt und den richtigen Job gemacht. Wir konnten einen Vorsprung herausfahren, diesen dann verwalten und den Sieg holen. Ich bin überglücklich.“

Bruno Spengler (#7 BMW Bank M4 DTM, BMW Team RMG, Startplatz: 14., Rennergebnis: 12., Fahrerwertung: 6., 77 Pkt.): „Wir hatten heute im Qualifying schon ein bisschen mit der Balance des Autos zu kämpfen. Das hat mich viel Zeit gekostet. Im Rennen hatten wir ein ähnliches Problem. Deshalb ging es einfach nicht weiter nach vorne. Herzlichen Glückwunsch an Marco Wittmann. Jetzt hoffen wir auf einen besseren Tag morgen.“

Timo Glock (#16 BMW M4 DTM, BMW Team RMR, Startplatz: 9., Rennergebnis: 13., Fahrerwertung: 12., 33 Pkt.): „Was soll ich sagen. Es soll einfach nicht sein. Ich hatte eigentlich einen guten Start, dann hat es links und rechts gescheppert. Mein Auto war auf der rechten Seite stark beschädigt, von da an konnte ich nichts mehr machen. Es ist momentan einfach nur frustrierend, dass immer irgendwas ist und es einfach nicht zusammenläuft. Jetzt müssen wir einmal mehr hoffen, dass es morgen besser wird.“

Bart Mampaey (Teamchef BMW Team RBM): „Glückwunsch an Marco Wittmann. Was für ein tolles Ergebnis. Wir selbst haben am Ende Philipp Eng noch in die Top-10 gebracht, was nicht einfach ist in der DTM. Danke an das Team für einen guten Job und eine Strategie, die sich in diesem Fall ausgezahlt hat. Mit Sheldon van der Linde hatten wir eine gute Ausgangsposition nach dem Qualifying, aber der Start war nicht so gut. Dadurch haben wir früh Plätze verloren, aber das ist Teil des Lernprozesses. Hier müssen wir uns für morgen verbessern. Es ist natürlich enttäuschend für uns, dass wir Joel Eriksson nicht an den Start gebracht haben. Wir haben etwas Arbeit vor uns. Wir müssen mit Philipp bessere Qualifying-Ergebnisse erzielen und alles dafür tun, dass Sheldon und Joel wieder in die Top-10 kommen, denn da gehören sie hin.“

Philipp Eng (#25 ZF BMW M4 DTM, BMW Team RMR, Startplatz: 11., Rennergebnis: 6., Fahrerwertung: 4., 119 Pkt.): „Wir haben gute Punkte gesammelt, aber in der Fahrerwertung trotzdem Federn lassen müssen. Ich bin mit der zweiten Rennhälfte sehr zufrieden, mit der ersten nicht ganz. Da habe ich mich nicht wirklich wohlgefühlt. Dann war ich in einem guten Rhythmus. Unsere Strategie war in jedem Fall richtig, die zweite Rennhälfte super. Glückwunsch an Marco Wittmann zum Sieg. Nach der Poleposition war das die volle Punktzahl für ihn heute. Ich hoffe, das gelingt mir morgen auch.“

Joel Eriksson (#47 CATL BMW M4 DTM, BMW Team RBM, Startplatz: 15., Rennergebnis: DNS, Fahrerwertung: 10., 43 Pkt.): „Natürlich ist es extrem schade, dass ich das Rennen nicht starten konnte. Aber so etwas kann im Rennsport leider passieren. Jetzt geht es darum, dass das Auto für das Rennen am Sonntag wieder perfekt vorbereitet ist. Dann greifen wir wieder an.“

Sheldon van der Linde (#31 Shell BMW M4 DTM, BMW Team RBM, Startplatz: 6., Rennergebnis: 8., Fahrerwertung: 13., 30 Pkt.): „Es fühlt sich sehr gut an, zurück in den Punkten zu sein. Vier Punkte für Platz acht sind gut. Es war bisher ein hartes Wochenende, aber das Qualifying lief ganz gut. Ich bin hier zuvor noch nie gefahren, und die Strecke ist nicht gerade einfach. Mein Start war nicht gut, und ich bin bis auf Platz zehn zurückgefallen, konnte mich schließlich aber noch bis auf Rang acht vorkämpfen. Ich bin optimistisch für morgen, weil das Auto gut läuft.“

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