Elektro-Förderung: BMW-Chef Krüger wirbt für flexible Strategie

BMW i, News | 17.05.2019 von 0

BMW-Chef Harald Krüger hat im Rahmen der Hauptversammlung für eine Fortsetzung der Technologieoffenheit geworben. Er widerspricht damit erneut VW-Chef Herbert Diess, der sich für eine …

BMW-Chef Harald Krüger hat im Rahmen der Hauptversammlung für eine Fortsetzung der Technologieoffenheit geworben. Er widerspricht damit erneut VW-Chef Herbert Diess, der sich für eine alleinige Förderung von batterieelektrischen Autos stark macht. Aus Sicht der BMW Group wäre eine solche Konzentration auf eine einzige Technologie der falsche Weg – nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für den Wohlstand in Deutschland.

Die BMW Group hat schon heute über 150.000 i3 produziert, legt in diesem Jahr mit dem rein elektrischen MINI Cooper S E nach und schickt ab 2020 das elektrische Mittelklasse-SUV iX3 ins Rennen. 2021 folgen mit dem iNext und dem i4 zwei weitere Elektroautos. Hinzu kommen zahlreiche Plug-in-Hybride auf Basis fast aller Baureihen. Dennoch will sich das Unternehmen die Optionen offenhalten, die mit anderen Konzepten wie der Brennstoffzelle verbunden sind und lehnt eine einseitige Förderung für ein einziges Konzept ab.

Harald Krüger (Vorsitzender des Vorstands der BMW AG):
Unser Markt ist global und wir wollen Menschen auf der ganzen Welt mit unseren Produkten begeistern – nicht bevormunden. Unsere flexible Elektrostrategie, mit der wir die unterschiedlichsten Regionen bedienen können, unterstreicht diesen Ansatz. Denn die Einführung alternativer Antriebe vollzieht sich auch in den verschiedenen Weltregionen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Technologische Offenheit ist entscheidend, um auf die regulatorischen Anforderungen und Kundenwünsche in den verschiedenen Märkten vorbereitet zu sein.

Technologieoffenheit heißt auch, dass wir unsere bereits sparsamen Verbrennungsmotoren noch weiter verbessern. Zudem treiben wir konsequent die E-Mobilität mit vollelektrischen Fahrzeugen wie auch Plug-in-Hybriden voran und investieren in neue Technologien wie die Brennstoffzelle. Technologisch alles auf eine Karte zu setzen, ist nach unserer Ansicht der falsche Weg und für den Wohlstand in Deutschland gefährlich.

Es liegt an uns allen, unseren Kindern eine lebenswerte Welt zu übergeben. Wir bringen dafür die richtigen Produkte auf den Markt und haben uns zum Ziel gesetzt, ab dem Jahr 2020 für unsere Standorte weltweit ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen einzukaufen. Bis 2020 wollen wir außerdem die CO2-Emissionen unserer Neufahrzeugflotte in Europa um mindestens 50 Prozent gegenüber 1995 reduzieren. Bis Ende 2018 hatten wir bereits 42 Prozent erreicht.

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