BMW Werk Dingolfing: Brexit als Bedrohung für Arbeitsplätze

Sonstiges | 11.02.2019 von 2

Ein ungeordneter, harter Brexit bedroht auch in Deutschland zahlreiche Arbeitsplätze. Zu den potenziell am stärksten betroffenen Branchen zählt laut den Ökonomen des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung …

Ein ungeordneter, harter Brexit bedroht auch in Deutschland zahlreiche Arbeitsplätze. Zu den potenziell am stärksten betroffenen Branchen zählt laut den Ökonomen des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle die Automobilindustrie, die in vielen Bereichen eng mit Großbritannien verknüpft ist. Daher zählen auch Orte wie Dingolfing oder Wolfsburg mit starker Abhängigkeit von der Autoindustrie zu den potenziell größten Verlierern eines harten Brexit.

Sowohl der Volkswagen-Konzern als auch die BMW Group haben dank ihrer britischen Marken seit vielen Jahren eine besonders starke Bindung an Großbritannien. Beide Unternehmen stehen vor entsprechend großen Herausforderungen und beobachten die zähen Brexit-Verhandlungen mit großem Interesse und wachsender Sorge. Besonders belastend ist dabei die Frage, wie der Warenverkehr zwischen England und der EU künftig geregelt werden soll. Lange Staus und große Verzögerungen sind in Zeiten der Just-in-Sequence-Produktion ein kaum zu bewältigendes Problem.

Die BMW Group verfügt momentan über vier Produktions-Standorte in Großbritannien: In Hams Hall werden Drei- und Vierzylinder-Motoren für BMW und MINI gebaut, im Presswerk Swindon entstehen zahlreiche Teile für den in Oxford montierten MINI und in Goodwood erfolgt die finale Montage jedes einzelnen Rolls-Royce.

Neben den Standorten in England selbst bedroht ein harter Brexit laut den Ökonomen des Leibniz-Instituts vor allem Orte mit besonders vielen Beschäftigten im Automobilsektor. Dingolfing drängt sich daher geradezu auf, denn im dortigen BMW Werk sind derzeit nicht weniger als 18.000 Mitarbeiter und 800 Auszubildende beschäftigt. Das Werk ist der mit Abstand größte Arbeitgeber der Region, auch viele Arbeitsplätze bei Zulieferern sind direkt oder indirekt von einer laufenden Produktion bei BMW abhängig.

Da der Ausstieg der Engländer aus der Europäischen Union noch immer nicht klar geregelt ist, lassen sich auch die Folgen für Produktion und Arbeitsplätze nicht klar absehen. Auch wenn im BMW Werk Dingolfing unzählige Autos gebaut werden, die auf den ersten Blick nichts mit dem britischen Markt zu tun haben, lassen sich negative Auswirkungen leider keineswegs ausschließen.

2 responses to “BMW Werk Dingolfing: Brexit als Bedrohung für Arbeitsplätze”

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  2. Moo says:

    Sorry, aber das ist doch schon ein komischer Artikel!? Inwiefern ist Dingolfing gefährdeter als Leipzig, Regensburg, München, etc? Größer OK… Aber die Voraussetzungen sind die gleichen

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