Umweltbonus in Deutschland: BMW baut Elektro-Vorsprung aus

BMW i | 7.01.2019 von 7

Nach den jüngsten Zahlen des für den Umweltbonus zuständigen Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) konnte BMW seinen Vorsprung auf dem deutschen Markt für elektrifizierte …

Nach den jüngsten Zahlen des für den Umweltbonus zuständigen Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) konnte BMW seinen Vorsprung auf dem deutschen Markt für elektrifizierte Fahrzeuge zuletzt weiter ausbauen. Der Förderstand zum 31. Dezember 2018 weist insgesamt 15.663 Anträge für BMW und 13.189 Anträge für Volkswagen aus.

Das bestätigt nicht nur die Führungsrolle der Münchner bei Elektroautos und Plug-in-Hybriden, sondern bedeutet sogar eine Vergrößerung des Abstands auf Verfolger VW. In der Praxis ist der Vorsprung sogar noch größer, weil BMW mehr Plug-in-Hybride mit zu hohem Grundpreis für die staatliche Förderung im Programm hat: BMW X5 xDrive45e, BMW 740e / 740Le und BMW i8 sind zu teuer, um vom Umweltbonus profitieren zu dürfen.

Auf den weiteren Rängen der Hersteller folgen Renault, Smart und der in vielen Fällen mit i3-Technik arbeitende Lieferwagen-Spezialist StreetScooter. Mit Audi auf dem sechsten Rang ist der erste echte BMW-Wettbewerber bereits weit abgeschlagen, Mercedes schafft es erst gar nicht in die Top-10. Noch größer wird der Vorsprung, wenn man auch die 732 geförderten MINI Countryman mit Plug-in-Hybrid-Antrieb berücksichtigt.

Beim Blick auf die geförderten Modelle sind die verschiedenen Varianten des BMW i3 das eindeutig gefragteste Produkt aus München. Herstellerübergreifend liege die vielen Varianten des deutlich günstigeren Renault Zoe in Summe knapp vor den i3-Varianten, was mit Blick auf die Preise aber keine Überraschung ist. Innerhalb der Umweltbonus-geförderten BMW steht der i3 mit insgesamt 8.792 Einheiten für mehr als 56 Prozent der geförderten Fahrzeuge. Auf den weiteren Rängen des markeninternen Rankings folgen der BMW 225xe Active Tourer (5.252), der BMW 530e (1.589) und der BMW 330e (732).

Die zur Hälfte vom Staat und zur anderen Hälfte vom jeweiligen Autobauer getragene Förderung soll Autofahrern den Umstieg auf elektrifizierte Antriebe erleichtern. Der Umweltbonus reduziert den Kaufpreis im Fall von Elektroautos um 4.000 Euro, für Plug-in-Hybriden gibt es immerhin 3.000 Euro Rabatt.

(Grafik & Infos: BAFA)

7 responses to “Umweltbonus in Deutschland: BMW baut Elektro-Vorsprung aus”

  1. DanielS says:

    Wenn man sich die Verkaufszahlen so anschaut, dann sieht man, daß der angebliche Hype um die e-Mobilität gar nicht so groß sein kann. Zumindest nicht auf Seiten der Verbraucher.

    Warum verkauft sich der eigentlich schon preisgünstige 225xe nicht besser – trotz Neuwagenrabatten von bis zu 25%?
    Und vom 330e konnten sogar nur 732 Stück abgesetzt werden – obwohl auch der preislich interessant. Sofern man nichts gegen 4-Zylinder hat. Aber der bleibt einem ja auch im 330i nicht erspart.

    PS.
    Was ist eigentlich mit dem 140.000 – Jahresziel für 2018?
    Ziel verfehlt? Man hört so garnichts.

    • Pro_Four says:

      …sehe ich auch so, fakt ist doch, dass die Infrastruktur noch gänzlich fehlt, bis das mal ausgebaut wird vergehen noch 3-5 Jahre, bis dahin hat auch BMW seine Strategie Next auf dem Markt.

      Also alles nur halb so schlimm, auch die Aufregerei, dass BMW zu spät ist, ist nicht nötig.

    • Quer says:

      Immer etwas zum Nörgeln, wieviel hat VW, Audi oder Mercedes jetzt noch mal verkauft.

      • DanielS says:

        Wenn du meinen Post aufmerksam liest, dann wirst du keine Kritik an BMW erkennen können.
        Ich habe lediglich festgestellt, das der Markt für E-Automobile immer noch nicht vorhanden ist.
        Da drückt BMW den 225xe dermaßen günstig in den Markt – und die Kunden ziehen trotzdem nicht.

        Ich weiß sehr wohl, daß BMW auf der BAFA-Liste – immer noch – an erster Stelle steht (ja, Tesla wird wohl in 2019 überholen, und 2020 übernimmt VW die Führung).

        PS.
        Und jetzt komm’ mir bloß niemand mit dem Renault Zoe – der in der Werbung genannte Kaufpreis von rd. 22.000 EUR ist ohne Batterie.

        • Quer says:

          Mit Tesla würde ich an deiner Stelle nicht so euphorisch sein, ob VW die Führung übernimmt werden wir mal sehen, übrigens die e-Mobilität ist auch nicht gerade so effizient

          Hier ein Filmbericht von einem BMW mit Brennstoffzellen.

          https://youtu.be/G-PLlxpgIFs

          • DanielS says:

            Na ja, das Tesla Model 3 wird – wenn es dann mal auf dem deutschen Markt erhältlich sein wird – selbst bei einem Grundpreis von 60.000 EUR eine Zeitlang konkurrenzlos sein.
            Wem es egal ist, daß die Kiste nach 3 Liegestützen den Hintern nicht mehr hochkriegt, der wird damit vielleicht glücklich. Ein Ausdauersportler wie der echte M3 (von BMW) wird der nie.
            D.h. Tesla wird den noch zu 5/6 gefüllten BAFA-Topf erstmal leergrasen – sofern die Frist verlängert wird (was ich insgeheim nicht hoffe). Was doch irgendwie paradox ist: ausgerechnet dem Trump einen Absatzmarkt schmackhaft machen.

            Mit VW sehe ich die Sache so:
            WENN sich die e-Mobilität plötzlich auf breiter Front durchsetzt, DANN ist VW auf der Gewinnerseite. Wehedem, wenn nicht: dann sieht’s böse aus für VW – BMW hat mit seiner flexiblen Produktion dann die besseren Karten. VW kann bei ausbleibender Nachfrage ganze Werke stillegen.

            Das Problem ist:
            Die Hersteller sind dringend darauf angewiesen, daß sich die e-Mobilität durchsetzt – wegen der drohenden CO2-Strafzahlungen. Was aber, wenn der Kunde (ich auch nicht)! die Fahrzeuge weiterhin nicht annimmt?

    • gesellschaftlicherGroßkonflikt says:

      „Was ist eigentlich mit dem 140.000 – Jahresziel für 2018?
      Ziel verfehlt?“

      Ich war – im Frühjahr – als BMW sein Mini-Facelift für den 2er AT in Serie brachte – und der 225xe wegen der WLTP-Umstellung vorübergehend nicht BAFA-förderfähig war (2018er 225 xe gibt es meines Wissens mit 3 verschiedenen Schlüsselnummern – der mittlere, für 1 Monat, war das Problem) auch skeptisch.

      ABER es war ja „Chefsache“. Also keine Zweifel.

      Also waren es wohl – trotz des dieses Jahr an Feier- und Bankarbeitstagen sowie Verkaufstagen extrem reichen Dezembers – so um die ca. 144.000 Stück im Gesamtjahr 2018.
      Und nächstes Jahr werden es – bei Weitem – über 200.000 werden. Und damit in der Summe deutlich über 500.000 bisher.

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