ADAC: Studie bestätigt Wirtschaftlichkeit des BMW i3

BMW i3 | 3.01.2019 von 3

Mit Blick auf die lokalen Emissionen führt für immer mehr Menschen kein Weg am Elektroauto vorbei, aber auch die Kosten werden ein immer besseres Argument. …

Mit Blick auf die lokalen Emissionen führt für immer mehr Menschen kein Weg am Elektroauto vorbei, aber auch die Kosten werden ein immer besseres Argument. Der ADAC hat in einer umfassenden Studie die Kosten von Elektroautos mit denen von vergleichbaren Fahrzeugen mit konventionellem Antrieb verglichen und analysiert, ob sich beispielsweise ein BMW i3 auch aus finanzieller Sicht rechnet.

Für die sogenannte ADAC Vollkosten-Berechnung wurde der BMW i3 mit 218i und 218d Active Tourer verglichen. Die Gesamtkosten des i3 belaufen sich laut ADAC auf 47,8 Cent pro Kilometer, der sportlichere i3s kommt auf 53,6 Cent pro Kilometer. Damit liegen die Kosten für die Nutzung eines i3 rund 20 Prozent unter denen eines 218i Active Tourer (60,6 Cent/km) und auch der 218d Active Tourer kann nicht mithalten (57,4 Cent/km).

In den Kosten pro Kilometer wurden alle für Anschaffung und Betrieb der Fahrzeuge relevanten Ausgaben zusammengefasst: Kaufpreis, Kfz-Steuer, Versicherung, Wertverlust, Kraftstoff- beziehungsweise Energie-Kosten sowie Wartungskosten. Der Schlüssel zum Sieg des BMW i3 sind hohe Energieeffizienz, geringe Werkstattkosten und hohe Wertstabilität.

Auch die “Kraftstoff”-Kosten pro Kilometer sind geringer: Bei einem Stromtarif von 30 Cent pro Kilowattstunde und einem durchschnittlichen Verbrauch von 14,3 Kilowatt pro Stunde kosten 100 Kilometer mit dem i3s nur 4,29 Euro. Der BMW 218d Active Tourer kommt bei einem Kraftstoff-Preis von 1,40 Euro je Liter Diesel auf Spritkosten von 6,30 Euro pro 100 Kilometer.

Weitere Vorteile bringen die geringeren Wartungskosten, weil weder Ölwechsel noch andere Verbrennungsmotor-Komponenten wie die Abgasanlage gewartet werden müssen. Auch die Bremsanlage verschleißt kaum, weil i3 und i3s im Stadtverkehr vor allem per Rekuperation bremsen und dabei Energie sinnvoll nutzen, statt sie lediglich in ungenutzte Wärme umzuwandeln. In Deutschland profitieren i3-Käufer derzeit außerdem von der Umweltprämie, die den Kaufpreis um 4.000 Euro reduziert.

3 responses to “ADAC: Studie bestätigt Wirtschaftlichkeit des BMW i3”

  1. Fagballs says:

    Das ist schön, aber trotzdem keine Lösung für die Masse. Denn wenn plötzlich Millionen von Elektroautos geladen werden wollen, muss der Strom irgendwo herkommen, Atomstrom will ja keiner mehr, Ökostrom kann nicht in den Mengen produziert und transportiert werden und fossile Brennstoffe verstromen zieht die CO2 Bilanz des Elektroauto für immer ins Minus. Solange hier keiner die bahnbrechende Lösung findet, sehe ich Dieselfahrzeuge als das geringste Übel und Elektroautos als Feigenblatt.

  2. Mat Aachtman says:

    Bin absolut für E-Mobilität, aber hier wird ja alles schön gerechnet. Größter Fehler ist der Neupreis, die Verbrenner bekommt man mit locker 20 Rabatt, beim I3 sind es bestenfalls 10. Das ändert schon mal alles. Außerdem sind die Spritpreise wieder stark gesunken (Diesel jetzt nur noch rund 1,20), dann sind die Verbrenner (noch günstiger). Außerdem fährt man im Winter kein E-Auto unter 20 KW, mit Ladeverlusten sind’s dann 25 Kilowatt, dann liegt man bei 7,50 auf 100 Kilometer und ist meilenweit vom Diesel (5 Liter für 1,20=6 Euro entfernt). Aber man sieht hier die mögliche Lösung: Spirtrpeise höher besteuern, dafür den Ökostromtarif fördern, dann lohnen sich die E-Autos ganz schnell……

    • Passarati says:

      Ich möchte die theoretischen Spekulationen an dieser Stelle gerne mit Fakten aus meiner Praxis ergänzen. Hintergrund ist die Bestellung meines i3s 120Ah vergangenen Monat. Dazu sei erwähnt, dass ich seit Anfang 2018 bereits einen i3 94Ah LCI fahre. Der Gesamtrabatt für meinen i3s lag bei rund 39% unter Berücksichtigung aller Förderungen und Prämien. Für jeden Kunden minimal möglich sind 8-10% Händlerrabatt plus die austattungsabhängige Innovationsprämie (1.500€ oder 2.200€ je nach Zusammenstellung der Optionen), dazu kommt die BAFA-Prämie i.H.v. 2.380€ Händleranteil (da hier die 2.000€ netto gelten) und 2.000€ staatlichem Anteil. In meinem persönlichen Fall gab es noch die regionsabhängige 7.140€ Umweltprämie on top (netto 6.000€) auf den Schwacke Händler-EK für die Inzahlungnahme eines BMW EU5-Diesels.

      Fazit: Deutlich über 20% auf den i3 bzw. i3s sind für jeden Käufer problemlos möglich und je nach Berücksichtigung individueller Faktoren sogar noch wesentlich mehr. Der Carbonwürfel hat mich somit knapp über 30.000€ gekostet bei einem Listenpreis von knapp unter 50.000€.

      PS: Ich habe für meine bisher abgespulten knapp 10.000km im i3 maximal 10€ für Strom bezahlt, da ich meist kostenlos mit 50KW per CCS beim Supermarkt auf dem Parkplatz lade und ansonsten meine 2ct/Min. Karte einsetze (wird es so aber nicht mehr lange zu diesem Preis geben).

      PPS: Um einen 218d fahre ich wenn es sein muss in 99% meiner Einsatzszenarien (Pendlerverkehr bis 50km/Tag, Landstraße sowie Autobahn mit Tempolimit) Kreise, schon mit dem normalen i3. Außerdem hat der keinen Heckantrieb und tackert wie ein Traktor.

      Was zum Teufel spricht hier für den 218d (vom geringfügig besseren Platzangebot mal abgesehen), aber die Optik kann es ja bitte auch nicht sein, nichtmal im Vergleich zum i3.

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