FC Bayern: Uli Hoeneß bestätigt Sponsoren-Gespräche mit BMW

Sonstiges | 3.12.2018 von 17

Die Gespräche zwischen BMW, Audi und dem FC Bayern München sind offenbar komplexer als gedacht. Eine Rolle könnte dabei auch der von BMW zu Volkswagen …

Die Gespräche zwischen BMW, Audi und dem FC Bayern München sind offenbar komplexer als gedacht. Eine Rolle könnte dabei auch der von BMW zu Volkswagen gewechselte Top-Manager Markus Duesmann spielen, der offenbar neuer Audi-Chef werden sollte – der von BMW aber derzeit keine Freigabe erhält und diesen Job daher vorerst nicht antreten kann.

Nun scheint es fast so, als ob Markus Duesmann zum Faustpfand von BMW in den Gesprächen mit dem FC Bayern wird: Denkbar ist, dass Audi seine Anteile am FC Bayern nur dann zeitnah an BMW verkauft, wenn die Münchner im Gegenzug die Freigabe für Markus Duesmann erteilen. Denn klar ist: Der Audi-Vertrag mit dem FC Bayern läuft noch bis 2025, ein früherer Wechsel des Automobilpartners wäre nur mit Zustimmung der Ingolstädter möglich.

Im Rahmen der Fanclub-Weihnachtsfeiern hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß nun offiziell bestätigt, dass es Gespräche zwischen seinem Verein und BMW gibt. Eine Lösung stellt Hoeneß für die nächsten Monate in Aussicht, vielleicht also rechtzeitig vor der Sommerpause und somit auch früh genug, um die nächste Saison mit einem neuen Automobilpartner anzugehen.

Für die BMW Group wäre der Einstieg beim FC Bayern München ein Novum, denn auf größere Engagements im Fußball hat BMW bisher generell verzichtet. Audi verfolgt hier eine völlig andere Strategie und ist als Automobilpartner zahlreicher internationaler Top-Clubs aktiv. Das kostet die Ingolstädter viel Geld – das man zur Bewältigung der Diesel-Krise möglicherweise an anderen Stellen sinnvoller einsetzen kann.

(Fotos: Audi)

17 responses to “FC Bayern: Uli Hoeneß bestätigt Sponsoren-Gespräche mit BMW”

  1. driv3r says:

    Ich verstehe noch immer nicht, was diese FCB-Aktion mit der Brechstange seitens BMW soll. Klar ist der Fußball eine sehr sehr aufmerksamkeitsstarke Veranstaltung, die aus Sponsoringsicht sehr attraktiv ist. Aber hat BMW ein Fußballsponsoring nun plötzlich so dringend nötig? Nach jahrzehntelanger Abstinenz?
    MB hat sich auf einen Preiskampf im DFB-Bieterverfahren gegen VW sinnigerweise auch nicht eingelassen. Und das trotz langer Tradition.
    Sehe beim besten Willen nicht Aufwand vs. Prestige-Gewinn… Aber gut… so ein 118er Frontkratzer als Goal/Cup/Volks.Einser-Billo-Fußball-Edition hat natürlich was… NICHT…

    • Pro_Four says:

      Man sollte die wirksame Werbeplattform im Fußball nicht unterschätzen, schon alleine wegen der Anzahl der Fans Weltweit. Bayern hat ja nicht nur Fans in Deutschland, so wie jeder angesagte und erfolgreiche Club auf der Welt.

      Man verbindet Erfolg mit den jeweiligen Spitzensponsor und das wird dann BMW sicherlich auch werden. Hieß es denn nicht auf der missglückten Hoeneß Konferenz auch, dass der FCB der größte Club weltweit ist? Das ist eine *Plattform*.

      • driv3r says:

        Das habe ich ja selbst bereits geschrieben. Nichtsdestotrotz verwundert es mich, dass BMW nun nach Jahrzehnten, in denen die Konkurrenz schon ewig Fußballsponsoring macht, auf den Trichter kommt, dass man das auch ganz dringend braucht und sich zu einer halb-öffentliche Aktion Hauruck-Aktion einlässt.
        Aber: Beim FCB scheinen ja nicht ganz geräuschlose Aktionen von Spielern, Funktionären bis anscheinend Sponsoren zum “guten” Ton zu gehören. 😉 Dass der FCB natürlich der “größte” und der “beste” und überhaupt ist, gehört doch zum Selbstverständnis des Ladens dazu, oder?
        (Alleine deswegen ist mir der Verein wirklich zuwider und ich bevorzugte es, wenn BMW die Finger von den Spielarten des FCBs ließe…)

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  3. quickjohn says:

    Wieso Brechstange seitens BMW?

    Grundsätzlich bestimmt doch der FCB seine Werbepartner selbst – und die AG als nicht börsennotiertes Unternehmen auch ihre Aktionäre. Und wenn es diese ‘Wohlverhaltensklausel’ für Aktionäre – die angeblich die FCB AG zum Einzug der Audi-Anteile ermächtigt – wirklich geben sollte dann hat Audi ein weiteres unschönes öffentlichkeitswirksames Problem.

    Das es in näherer Zukunft allerdings einige Gelegenheiten gibt die sich für eine Verkündung des BMW Engagements besonders gut eigenen würden –
    z.B. die 200 Mio.-Einkaufstour der FCB in der nächsten Sommerpause
    oder den Auszug aus dem Audi-Dome im Laufe des Jahres 2020
    liegt auch auf der Hand.

    Und die Motive von BMW sind – wenn auch zeitlich ziemlich spät offenkundig werdend – schon plausibel. U.a. bergen zwei gemeinsam auftretende und aus der gleichen Stadt stammende Weltmarken ein sicherlich besonders reizvolles Vermarktungspotential.

    Ich sehe das Problem deshalb eher bei Audi – und hoffe dass BMW Herrn Duesmann schon noch einige Zeit auf Urlaub schickt. Einen gut honorierten im Übrigen und eine durchaus übliche – freiwillig unterzeichnete – Vertragskondition für Top-Führungskräfte.

  4. Florian says:

    Sorry aber das ist in meinen Augen Erpressung!

      • Florian says:

        Also:
        Audi und die Bayern das Thema is durch. Audi ist gebeutelt vom Abgasskandal und muss das zugeben. Dann aber den Duesmann ins Spiel zu bringen bei den Verhandlungen is einfach Platt und wie schon gesagt meiner Meinung nach Erpressung.

        • quickjohn says:

          Das wäre bestenfalls vll. ein – ich benutzte das Wort seit geraumer Zeit nur noch ungern – Deal.

          Wer soll denn hier wen ‘erpressen’ (können)?

          Was Duesmann betrifft ist meine Haltung klar (sh. oben).
          Also: die 3 Beteiligten sollen sich einigen (oder auch nicht) und dann abschließend informieren – positiv ist diese (überflüssige) öffentliche Diskussion für Keinen.

        • B3ernd says:

          Der BT Artikel besteht aus mehreren Konjunktiven und offen kommunizierten Vermutungen seitens BT. Selbst wenn Audi diese Karte spielt, ist das mehr als legitim. BMW pocht auf den mit Duesmann geschlossenen Vertrag und Audi wird auf die Vertragslaufzeit bis 2025 pochen. Wenn sich beide Partein einigen und beide von ihren Verträgen abweichen, nennt man das im Volksmund “Geschäfte machen”. Keine der beiden Parteien hat einen Nachteil – das Gegenteil ist der Fall

    • Florian says:

      dann sollen se halt warten bis 2025 geht ja eh schnell 😀

  5. Lockenfrosch says:

    Audi und Hoeneß passt doch viel besser!

  6. Roger Te says:

    Gleicht fast einer win-win Situation

    Ob Bayern-Fan oder nicht (nein ich bin es nicht)

    Ist es eine Interessante Geschichte für BMW. Ja klar kostet Sponsoring immer Geld (ist übrigens immer einer tolle Variante den Gewinn gegenzurechnen und somit auch Steuern zu sparen), aber den Prestige-Gewinn (Bayern = Erfolg = Siegertyp = Luxus…) und die somit im Unterbewusstsein der Kunden (und potentiellen Kunden) gewonnenen Wertsteigerung der Marke ist halt doch nicht zu verachten! Siehe doch einfach mal bei der Marke “Nike”. Nur im Zusammenhang mit dem super Sponsoring von den erfolgreichen Sportlern konnten Sie (trotz sehr kurzer Firmengeschichte) an Adidas ohne Probleme vorbeiziehen und Weltmarktführer werden! Also unterschätzt bitte niemand das Sponsoring!

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