BMW X5 xDrive45e: Plug-in-Hybrid mit 394 PS schafft 80 km

BMW X5 | 7.09.2018 von 31

Der neue X5 G05 erhält seine erste elektrifizierte Variante: Der Plug-in-Hybrid BMW X5 xDrive45e iPerformance kommt mit Reihensechszylinder-Benziner und Elektromotor und kombiniert zwei Antriebe, auf …

Der neue X5 G05 erhält seine erste elektrifizierte Variante: Der Plug-in-Hybrid BMW X5 xDrive45e iPerformance kommt mit Reihensechszylinder-Benziner und Elektromotor und kombiniert zwei Antriebe, auf die man in München besonders stolz ist. Wichtiger als die Systemleistung von 394 PS ist die im Vergleich zum Vorgänger nahezu verdreifachte Elektro-Reichweite, die gemäß des alten NEFZ bei rund 80 Kilometern liegen würde. Damit wird der Plug-in-Hybrid für noch mehr Menschen zu einer Alternative, die sich mehrere Tage am Stück ohne lokale Emissionen fahren lässt.

Der insgesamt deutlich stärkere Antrieb sorgt auch für bessere Fahrleistungen: Beim Sprint von 0 auf 100 km/h nimmt der neue BMW X5 xDrive45e seinem Vorgänger über eine Sekunde ab, denn Landstraßentempo ist bereits nach 5,6 Sekunden erreicht. Rein elektrisch fährt der Plug-in-Hybrid bis zu 140 km/h schnell, mit beiden Antrieben sind bis zu 235 km/h möglich. Gleichzeitig sinken der Normverbrauch auf 100 Kilometer und die CO2-Emissionen pro Kilometer gemäß NEFZ auf 2,1 Liter beziehungsweise 49 Gramm.

Hinter der blauen Doppelniere des BMW X5 xDrive45e iPerformance arbeitet ein 3,0 Liter Reihensechszylinder mit 286 PS, dieser wird von einem 82 kW / 112 PS starken E-Motor unterstützt. Gemeinsam sorgen die beiden Antriebe für 394 PS und 600 Newtonmeter Drehmoment, wobei sich die Kraftentfaltung dank des spontan ansprechenden Elektromotors meist noch souveräner anfühlt als bei vergleichbar starken Verbrennern. Die Kraft wird unabhängig davon, welche Motoren gerade in Betrieb sind, stets an alle vier Räder geschickt.

Der im Fahrzeug-Boden platzierte Lithium-Ionen-Akku reduziert das Kofferraum-Volumen des BMW X5 xDrive45e im Vergleich zu den konventionell angetriebenen Varianten um bis zu 150 Liter. Mit 500 bis 1.716 Liter steht allerdings weiterhin ein großer Gepäckraum zur Verfügung, der im Alltag nur selten voll ausgeschöpft werden dürfte.

Zweiachs-Luftfederung und geregelte Dämpfer sind ebenso serienmäßig an Bord wie der Allradantrieb xDrive, optional sind von der Integral-Aktivlenkung bis hin zu den Fahrerassistenzsystemen alle Sonderausstattungen der gewöhnlichen G05-Varianten erhältlich. Trotz der nun erfolgten Kommunikation ist der Marktstart des nächsten Plug-in-Hybriden von BMW iPerformance erst für 2019 geplant. Zum Preis gibt es derzeit noch keine Angabe.

31 responses to “BMW X5 xDrive45e: Plug-in-Hybrid mit 394 PS schafft 80 km”

  1. Hans Wurst says:

    “Gleichzeitig sinken der Normverbrauch auf 100 Kilometer und die CO2-Emissionen pro Kilometer gemäß NEFZ auf 2,1 Liter beziehungsweise 49 Gramm.”
    Ihr meint nicht wirkliche NEFZ, oder? Das sind doch mit Sicherheit WLTP-Werte.

    Ich finde es toll, dass es nun auch mal den R6 zusammen mit einem E-Antrieb gibt und nicht immer nur Vierzylinder. Lässt auch darauf hoffem dass der kommende 745e ebenfalls mit dem R6 daher kommt.

    • FrohesNeues says:

      Immer ruhig bleiben. Das ist kein Quatsch und auch keine bewusste Täuschung oder sonst eine Verschwörung, sondern wirklich zur Vergleichbarkeit. Zurzeit gibt es noch eine Mischsituation, in der für ältere Fahrzeuge NEFZ-Werte ermittelt und angegeben werden, weil für diese keine WLTP-Werte ermittelt und angegeben werden müssen, während für neuere Fahrzeug WLTP-Werte vorliegen müssen, aber nicht angegeben werden müssen, sondern können. Um nun ältere Fahrzeuge mit neueren vergleichen zu können, werden eben die WLTP-Werte auf die NEFZ-Werte umgerechnet. Das erfolgt sicher auch, weil die NEFZ-Werte besser aussehen als die WLTP-Werte. Daher könnte man meinen, alte Fahrzeuge seien sparsamer als neue. Dem ist aber nicht so. Das ist ungefähr so, wie wenn man die Punkte heutiger Formel-1-Weltmeister mit denen frührer Weltmeister vergleicht. Früher gab es 10 Punkte pro Sieg, heute 2,5-mal so viel. Um diese Fahrer zu vergleichen kann man die alten Fahrer nach der neuen Regel berechnen oder aber eben die neuen Fahrer nach der alten Regel berechnen. Irgendwann wird es nur noch nach WLTP-zertifzizierte bzw. geprüfte Fahrzeuge geben, dann ist wieder alles einheitlich.

      • Hans Wurst says:

        Warum gibt man dann nicht beides an? Für mich riecht das nach Schönrechnerei, egal wie man sich das zurechtargumentiert. Dass der NEFZ für die meisten Autofahrer realitätsfremde Werte liefert, ist hinlänglich bekannt. Warum kann man nicht beides angeben?

        • FrohesNeues says:

          Das ist keine Zurechtatgumentiererei, sondern der Versuch einer nüchternen, unemotionalen Begründung. Man kann die Sache rational (unemotional), übermäßig wohlwollend oder irrational/emotional und dabei bewusst und übermäßig negativ betrachten und hinter allem Lug und Betrug und Verschwörung vermuten. Letzteres geschieht leider leider überwiegend und ist die Regel. Schade. Wieso nicht auch die WLTP-Werte angegeben wurden, weiß ich nicht. Auch an die Beantwortung dieser Frage kann man wie oben beschrieben herangehen. Wahrscheinlich lesen sich die WLTP-Werte einfach nicht so gut wie die NEFZ-Werte, die Angabe der WLTP-Werte ist nicht Pflicht, die NEFZ-Werte können auch angegeben werden und eine Pressmeldung ist sicherlich nicht dazu da, um sich selbst schlecht zu machen, sondern um die eigenen Produkte anzupreisen. Daher sucht man sich den “schöneren” Wert aus. Man versucht sich eben, gut zu verkaufen und die positiven Aspekte zu nennen. Nichts anderes machen andere Auto-Firmen auch, allen voran Tesla. Komischerweise werden deren Meldungen wesentlich weniger kritisch als die Meldungen anderer Firmen betrachtet von der Öffentlichkeit. Die preisen ihre wahnwitzige Beschleunigung an, aber keiner fragt, ob man denn dann immer noch auf die angegebene Reichweite kommt (natürlich nicht). Die preisen ihren Autopiloten an als Wunderwerk an, und keiner ist skeptisch, ob der wirklich so gut funktioniert (funktioniert er nicht!). Von Fahrwerks- und damit Sicherheitsproblemen ganz zu schweigen, Stichwort Königszapfen.

          • Hans Wurst says:

            Im Gegensatz zu anderen Usern verkneife ich mir persönliche Angriffe und bin auch beim besten Willen kein Verschwörungstheoretiker. Aber gerade beim Thema Auto kann ich – zugegebener Maßen – nicht immer nüchtern und unemotional agieren und lass mich gern auch dazu hinreißen, kritische Äußerungen zu tätigen.

            Deine Ausführungen sind zutreffend, mit meinem Vorwurf der “Schönrechnerei” warst nicht Du angegriffen. Ich kritisiere vielmehr den aktuell gepflegten Umgang mit Verbrauchsangaben seitens der Hersteller. Obwohl der WLTP ab September 2018 für Neufahrzeuge verbindlich ist, reden wir nicht über die tatsächlichen Werte rechnen sie “zur besseren Vergleichbarkeit” auf NEFZ zurück. In meinen Augen eine Lachnummer. Transparenz wäre hier richtig, aber die versucht man zu vermeiden. Machen alle, ich weiß. Gerade deshalb erwarte ich von meinem “Lieblingshersteller” BMW, dass er anders, insbesondere eben besser und fortschrittlicher auftritt als die Konkurrenz. Zumindest in dieser Sache erwarte ich aber offenbar zu viel.

            • FrohesNeues says:

              Passt schon. Ich rechne Ihnen wirklich hoch an, mit meinen Postings reational umzugehen und nicht persönlich zu werden. Auch das ist leider nicht die Regel. Ich hätte auch gerne, dass gerade in Zeiten des Abgasskandals die deutschen Unternehmen noch stärker umdenken und volle Transparenz bieten und im Zuge dessen beispielsweise beide Werte angeben. Es wäre ohne weitere möglich gewesen, in die Fußnote noch die WLTP-Werte aufzunehmen. Aber ich kann es auch verstehen. Andere machen es auch nicht und dann heißt es: Ui, BMW verbraucht mehr. Ich finde es schon gut, dass überhaupt der Vermerk bezüglich des Umrechnen gemacht wurde.

    • DanielS says:

      Ja.
      Quatsch!

      Das kann man nicht “einfach auf NEFZ zurückrechnen”, also z.B. mit einem bestimmten Faktor ( <1 ) multiplizieren.
      Wenn das ginge, dann könnte man auch den "alten" NEFZ-Wert mit dem reziproken Wert multiplizieren – und hätte dann den WLTP

      • quickjohn says:

        Ersteres wird Praxis sein – z.B. um auch die CO2-Ziele nicht korrigieren zu müssen.
        Zweiteres funktioniert eben nicht, da der WLTP ja je Typ und „Ausstattungsvariante“ zertifiziert wird.

        • DanielS says:

          & @benny:

          Ich habe da was gefunden:

          Das “CO2MPAS”-Tool des Joint Research Centre – im Auftrag der EU entwickelt.
          Das ist zwar keine direkte/ korrekte Umrechnung (wie gesagt; das funktioniert ja auch gar nicht!), sondern nur eine Korrelation: die errechneten Werte stimmen also nur näherungsweise.
          Ist aber die amtliche Formel für die sog. “Umrechnung”.

          Es bleibt also bei meiner Feststellung oben:

          “Quatsch”.
          Es KANN KEINE korrekte Umrechnung zwischen den beiden Zyklen geben!

  2. Cjkologe . says:

    Hmm macht das nicht das nutzen des I8s obsolet? ?mehr Power, mehr Raum und Luxus und mehr mehr elektro Reichweite + reihensechszylinder

    • DanielS says:

      Der Nutzen eines i8s läßt sich steigern: Einfach diesen Motor dort verbauen.
      Ersatzweise den der K 1600 GT nehmen.

  3. Thorsten Reitz says:

    Sieht ja ganz schick aus, auch im Vergleich zum iX3 und dem, was man bisher vom iNext vision erahnen kann. Schade, dass doch recht viel Kofferraumvolumen verschwindet – wir haben uns grade an die 570L vom G31 gewöhnt…

  4. DanielS says:

    Das läßt ja hoffen. Auf einen 760e.
    Mit einem 4.4ltr. V8 – Plug-in-Hybriden. Hätte bei gleicher Literleistung 578 PS.
    So könnte auch Rolls-Royce wieder zu einem V8 kommen….

  5. mb81 says:

    286PS riecht nach neuer Ausbaustufe des R6 🙂 Hoffentlich gibt es den auch ohne E-Motor in weiteren Modelle. Vielleicht kommen mit dem WLTP wieder kleinere R6 zurück statt der aufgeblasenen R4

  6. gesellschaftlicherGroßkonflikt says:

    „3,0 Liter Reihensechszylinder mit 286 PS
    …….. 82 kW / 112 PS starken E-Motor

    Gemeinsam sorgen die beiden Antriebe für 394 PS und 600 Newtonmeter Drehmoment“

    Gratulation an B M W !

    ENDLICH mal wieder richtig !! gute Nachrichten aus dem Hause bmw.
    Mein VOLLES Lob.

    (der letzte begeisternde & hochdrehende 3.0-R6-Sauger hatte im X3 3.0si 272 PS;
    DAS war die benchmark, welcher nachzueifern war)

    Motto:
    „Genug“ ist BESSER als „zu viel“ ! = uraltes Schwabenmotto.

    • mb81 says:

      Meinst du, es handelt sich tatsächlich um einen reinen Sauger?? ?

      • gesellschaftlicherGroßkonflikt says:

        “Meinst du, es handelt sich tatsächlich um einen reinen Sauger??”

        NEIN, natürlich nicht (die wird es definitiv NIE mehr geben – aus unendlich vielen Gründen, z.B. der inzwischen evolutionären Weiterentwicklung; selbst der Mini 1.2 mit 75 PS ist ein Softturbo) – sondern um einen “besonders soften” “Softturbo”
        – also um einen, der mindestens so haltbar ist, wie das bei B M W mal üblich war und wie man das erwarten darf – aber nicht so schlapp
        – der aber in wirklich jeder Beziehung besser ist (abgesehen von der Drehfreudigkeit oder besser Drehmöglichkeit)

        Aber: Lautstärke ist auch nicht mehr zeitgemäß, nur noch bei A(ffen)M(uschkoten)G(esocks)

      • Mini-Fan says:

        Sauger

        machen zusammen mit einem e-Motor durchaus Sinn – dh. die Hybriden von Toyota. Da reicht einfache Motorentechnik, um die 95g-Grenze der EU zu knacken. Oder als Plug-in-Hybrid die von der BAFA geforderten Werte.

  7. Oliver Beyer says:

    Weshalb ist denn der 3 Liter Reihensechzylinder so schwach auf der Brust?

    • Mini-Fan says:

      Du meinst, warum sie nicht die 340 oder gar 360 PS-Version des B58 als Basis genommen haben?
      Vielleicht ist die “neue” 286 PS-Version des B58 auf minimalen Verbrauch hin optimiert. Wer weiß.

      Beim 330e nehmen sie auch die zahmere 184 PS-Version des 320i als Basis. Und nicht die 231 PS-Version des 25i. Oder gar die noch stärkere mit 252 PS des B48 (wie beim 740e).

      Oder es sind schlicht Marketing-Gründe.
      Falls die Konkurrenz (für echte BMW-Fans existiert eine solche natürlich eh nicht) “aufrüstet” – dann hat man noch ein paar Pfeile im Köcher.
      Oder weil der MB-Basis-R6 auch (nur) 286 PS hat.

    • Mini-Fan says:

      riecht nach Soft-turbo à la Saab, vor 30 Jahren.
      Der 2.0 ltr-turbo leistete damals 145 PS. Und war kein großartiger Säufer. Vor allem: er hielt.

  8. DerOssi says:

    Ich persönlich halte generell von Hybrid überhaupt nichts… man schleppt zwei Antriebssysteme mit sich herum und muss natürlich auch beide zunächst mal bezahlen… wer die Kohle für so ein Dickschiff hat, kann auch gleich zum X5 M50d greifen… der Verbrauch und der Spaß werden nicht geringer sein und ich muss die Karre nicht abends noch anstöpseln… sinnlos in meinen Augen… zumindest in der PS-Region und kombiniert mit einem Benziner statt Diesel…

    • Stefan says:

      Meine Rede, zumal der 50d dem 45e auch noch davonfährt und garantiert 3,5 t Anhängelast hat, der 45e vermutlich deutlich weniger (knapp mehr als 1,8 t).

    • gesellschaftlicherGroßkonflikt says:

      Es ist aber (leider!!?) die EINZIGE Chance, den Verbrenner (und die Freude daran) zu erhalten, für die Nachwelt. Für B M W überlebenswichtig.
      Und für Porsche sowieso.

      Der Diesel ist und bleibt geächtet.

      Und bmw als Elektromarke ???? – DA ist VOLVO dem diesbezüglichen Denken seiner Kundschaft VIEL näher.

      Ein Volvo-Fahrer will gemütlich rollen – abgeschirmt von der Außenwelt. Will ein bmw-Fahrer DAS?
      Dasselbe gilt übrigens für das auto-nome Fahren.

      Aber vielleicht wird bmw ja überflüssig. B M W hingegen nicht! – siehe M2 – die Nachfrage wird NICHT gedeckt werden können!

      • Harald Krüügler says:

        Ein BMW-Fahrer ist also in Ihren Augen ein erzreaktionärer Technikfeind?

        • gesellschaftlicherGroßkonflikt says:

          Wohl NICHTS verstanden???

          ICH unterscheide zwischen Automobilen / Automobiltechnik – und anderen „Gimmicks“.

          DAFÜR (für das andere) gibt es – immer schon – den schönen Begriff TAXI:
          „Bring mich da und da hin!“

    • Jonicool1808 Danger says:

      Das Problem ab Januar mit den Verbrennern wird sein, dass die Firmenwagenbesteuerung dann geändert wird. Wenn viele auf Hybrid/Elektro gehen wird die Versteuerung von reinen Verbrennern schnell auf 1,5% vom Bruttolistenpreis gehen, um den Steuerverlust gegenüber den 0,5% zu versteuernden Hybriden, etc. auszugleichen.

      Beim X5 M50 muss man dann halt 1800€ (bei einem NP von 120T€) monatl. versteuern gegenüber 600€ beim X5 45e…

  9. Mini-Fan says:

    745e.

    Erinnert einen unwillkürlich an das “Triebwerk” eines MB A45.
    Der hatte auch so um die 394 PS.
    Eine Lachnummer.

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