BMW 9er: Adrian van Hooydonk spricht über Maybach-Rivalen

Gerüchte | 24.08.2018 von 16

Man könnte meinen, dass die Einführung von gleich zwei neuen Baureihen am obersten Ende des Produktportfolios einer Marke diversen Gerüchten den Wind aus den Segeln …

Man könnte meinen, dass die Einführung von gleich zwei neuen Baureihen am obersten Ende des Produktportfolios einer Marke diversen Gerüchten den Wind aus den Segeln nimmt, aber im Fall von BMW ist es offenbar anders. Den Stoff dafür liefert kein geringerer als Design-Chef Adrian van Hooydonk, der im Gespräch mit AutoCar offen über einen BMW 9er nachdenkt. Obwohl mit BMW 8er und X7 zwei neue Luxus-Automobile für die nächste Zukunft angekündigt sind, haben der Designer und sein Team offenbar noch nicht genug.

Der Zeithorizont ist dabei allerdings auch etwas weiter gesteckt, denn laut van Hooydonk arbeitet sein Team derzeit an der Zeit-Periode von 2021 bis 2030. Einige endgültige Entscheidungen zu den Fahrzeugen dieser Zeit sind mit Sicherheit noch nicht gefallen, aber natürlich müssen die Designer ihre Kreativität auf viele verschiedene Projekte übertragen: “Unser Job ist es natürlich, mehr Ideen zu haben als das Unternehmen bauen kann, umgekehrt wäre es sehr schlecht.”

Der von Adrian van Hooydonk angesprochene BMW 9er wäre ein luxuriöses, viertüriges Coupé weit oberhalb des neuen BMW 8er Gran Coupé. Damit würden die Münchner einerseits die Positionierung der 8er-Reihe als vorwiegend sportlich und nicht vorwiegend luxuriös unterstreichen, andererseits aber auch einen neuen Rivalen ins Visier nehmen: Ein weit oberhalb der 7er Limousine positioniertes BMW 9er Gran Coupé könnte man durchaus als spannende Alternative zu einer Mercedes-Maybach S-Klasse sehen.

Gegen die teuren Mercedes-Derivate mit Maybach-Logo tritt die BMW Group bisher eher mit den Einstiegsmodellen der ausgewiesenen Luxus-Marke Rolls-Royce an, wirklich im gleichen Segment sind die auf extreme Exklusivität setzenden Fahrzeuge aus Goodwood aber nicht unterwegs. Während die Maybach-Modelle klar als Mitglieder der Mercedes-Familie erkennbar sind, ist ein Rolls-Royce ein unübersehbares Statement für ultimativen Erfolg weit jenseits klassischer Premium-Automobile. Genau hier könnte der BMW 9er ins Spiel kommen und dabei die im Vergleich zu Mercedes und Maybach deutlich sportlichere Rolle der BMW Group unterstreichen, ohne bei Platz und Luxus Kompromisse zu verlangen.

Während hinter den denkbaren Varianten eines 9ers noch diverse Fragezeichen stehen, ist eines ganz sicher: Um Gerüchten den Wind aus den Segeln zu nehmen, waren Adrian van Hooydonks Aussagen nicht geeignet. Auf die direkte Frage nach einem möglichen BMW 9er antwortete er sinngemäß: “Sagen wir so: Wir werden an dieser Stelle nicht aufhören.”

16 responses to “BMW 9er: Adrian van Hooydonk spricht über Maybach-Rivalen”

  1. Mini-Fan says:

    Der Krüger hat vor ca. 2 Jahren den BMW 9er definitiv angekündigt bzw. bestätigt.

    • Stefan says:

      hoffentlich läufts nciht so wie bei Audi wo schon so einiges angekündigt wurde und dann nicht kam 😀

      • Mini-Fan says:

        Die bei Audi hatten sogar vor ein paar Jahren angekündigt, dass sie aus der Elektromobilität aussteigen.
        Was juckt mich mein Geschwätz von gestern…

        Aber der Krüger gefällt mir persönlich auch nicht so 100%ig. Erscheint einem manchmal wie eine Marionette. Und die Gerüchte kürzlich, daß der Fröhlich zu Audi wechselt – find’ ich auch nicht so soll. Zumal der sein gesamtes Arbeitsleben bei BMW verbracht hat.

        • Gregorij Jerkov says:

          Leistung wird belohnt. Nicht Gemaecker.

        • Bricko says:

          ” Eine Marionette ”

          Wie Pischetsrieder damals?

          Geht deswegen jetzt ( wie Reitzle damals ) Fröhlich?

          BMW hat damals einen Top-Manager , einen Car-guy, verloren , aber der ging mit seinem ganzen Know-how zumindest nicht zum direkten Konkurentten.

          Wie sagt man schon , eine Marionette ist sich ihrer Fäden (meistens) nicht bewusst…

  2. timbo76 says:

    Der 9er müsste aber ein viertüriges Modell sein. Ist ja eine ungerade Zahl, die geraden Zahlen stellen die Coupes und Cabrios mit zwei Türen dar…

  3. Meo says:

    Oh bitte, lasst doch diesen Schwachsinn BMW und baut lieber einen vollelektrischen Supersportler… Oder einen Pick-Up abgeleitet vom Toyota Hilux – mit den beiden ließen sich wenigstens vernünftige Renditen (Beiträge) erzielen – aber gut, überlassen wir das mal dem kompetenten Marketing-Team bzw. -Managern in München, die brauchen Zeit um gewisse Trends zu verstehen bzw. immer erst Beweise von anderen Konzernen, indem diese damit Erfolg haben. Also defacto wird BMW wieder mal zu spät kommen.

    • Coyote says:

      Da wacht man ganz entspannt am Sonntag auf, trinkt gemütlich einen Kaffee mit etwas Bimmertoday Lektüre und muss dann lesen:

      PICK-UP, vollelektrischen Supersportler.

      Meine Güte, jeder hat seine Meinung und Vorlieben, aber bist du sicher, dass du nicht bei der falschen Marke gelandet bist?

      • Meo says:

        Ich hoffe doch nicht, dass ich bei der falschen Marke gelandet bin 😉 Aber ernsthaft, BMW ist verständlicherweise immer auf der Suche nach Markttrends, die gute (Modell-)Renditen versprechen – nachweislich ist das aber mit so einigen Sparten kaum realisierbar – wie z. B. mit den kompakten Vans. Da fände ich persönlich eben, dass Pick-Ups eine interessantere Alternative dazu wären (wie im Übrigen auch ein Angebot von SUV-Varianten der Tourings – vgl. Allroad – sinnvoll sein könnte, beim immer sich weiterentwickelnden SUV-Trend). Für welche Sparte wärst du denn bzw. was würde deiner Meinung nach noch passender für BMW sein? Nur die Limo/Kombi/SUV-Palette reicht ja offenbar nicht ganz aus für die Konzernziele.

        • Coyote says:

          Also meiner Ansicht nach sollte man sich mal überlegen, ob immer fortwährendes Wachstum dieser Marke tatsächlich gut tut. In Davos komme ich vom Berg und mich begrüßt ein 2er GT auf einem Podest. Da kann man nur noch lachen. Muss man wirklich jede Nische voll besetzen? Sind 3000000 Autos im Jahr wichtiger als das Herz der Marke, das für mich Sportlichkeit ist.

          Dazu kommt kein M Kombi, auf den i8 Roadster wartet man gefühlt eine Dekade, kein Z4 Coupé und die Handschalterproblematik wurde ja bereits hier diskutiert. Mir ist klar, dass das alles betriebswirtschaftliche Gründe hat und nicht alles schlecht ist. Dementsprechend muss man abwägen wie weit man gehen möchte.

          Die i Initiative finde ich super und hat BMW viele Sympathien eingebracht. Eine klare Konzentration auf die Kernkompetenzen und Innovationen sind für mich der richtige Weg. Aber Nutzfahrzeuge?

          • driv3r says:

            Ich bin mir sehr sicher, dass ein reines M-Modell (wie ein AMG GT bspw.) oder auch ein M3/M5-Kombi ausreichend Rendite einfahren würden, aufgrund Gleichteile mit der jeweiligen Limousine und dem bei diesen Modellen typischen enormen Deckungsbeitrag.
            Mit X3 M und X4 M zieht man jetzt ja einige Lücken wieder glatt. Völlige Fehlentscheidung ist jedoch bei einem Sportmodell, wie es der neue Z4 ja wieder sein soll, kein reines M-Modell anzubieten. Insbesondere da es ja auch keine Konkurrenz durch ein M2-Cabriolet gibt. Es ist schier unglaublich wie sehr das Controlling jedes attraktive M-Modell totrechnet bis auf die SUV-Derivate.

            Und das Argument seitens M, dass man ja aufpassen müsse nicht den “Markenkern” zu verlieren, halte ich für sehr schwach, wenn man schon an alle SUVs ein M klebt, dann kann ich auch locker einen Z4 M, ein M2 Cabriolet, ein M4 GranCoupé, einen M5 touring oder einen M1 mit 1er-Basis verantworten. Die haben allesamt einen fahrdynamisch tieferen Schwerpunkt als jedes X-Modell.

    • der_medicus says:

      Bin ich absolut bei Dir. Mercedes hat mit der X-Klasse sicher Erfolg. Ich kenne schon zwei Bekannte die von einem SUV auf die X-Klasse umsteigen. Man sieht auch genug Ranger und Amarok in Vollausstattung. Pick ups genießen für Selbstständige in vielen Ländern steuerliche Vorteile. Bei BMW gibt es aber mangels NFZ Schiene keine Tradition und keinen Vertrieb für Nutzfahrzeuge.

  4. driv3r says:

    Ich denke ein BMW 9er wird nicht vor 2025 spruchreif werden, dazu muss BMW erst einmal die wirklichen Marktzahlen der gesamten 8er-Reihe und des 8er GC abwarten. Auch insbesondere, wie sich das 8er GC im Verhältnis zum 7er entwickelt.
    Sofern man wirklich zu einem 9er greift (weil 8er GC so viele Neukunden gewinnt und eben nicht nur Kunden vom 7er jetzt auf den 8er wechseln), dann braucht BMW aus meiner Sicht eine weitere Sub-Marke um den Luxusgedanken in klarer Abgrenzung zu 7er/8er spielen zu können.

    Ich bin angesichts der verhaltenen Verkaufszahlen für Limousinen in dem Bereich zwischen 150-200k€ so oder so nicht sehr optimistisch was einen 9er angeht. Die Kunden scheinen entweder sich in dem Bereich bis 150/160k zu bewegen oder dann deutlich darüber, ansonsten gäbe es bereits ein deutlich breiteres Angebot an Fahrzeugen in diesem Segment. Bis auf Bentley und einen Aston Martin Rapide kann man dort keine Marke gänzlich zu ordnen, die Mercedes-Maybachs eben noch aber das war es.

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