BMW Werk Regensburg: Ende für Zusatz-Nachtschicht naht

News | 6.07.2018 von 12

Im BMW Werk Regensburg soll es ab Oktober wieder längere Pausen in der Produktion geben. Seit Juli 2016 wurde mit einer zusätzlichen Nachtschicht auf die …

Im BMW Werk Regensburg soll es ab Oktober wieder längere Pausen in der Produktion geben. Seit Juli 2016 wurde mit einer zusätzlichen Nachtschicht auf die weltweit hohe Nachfrage nach diversen in Regensburg gebauten BMW-Modellen reagiert, ab Ende Oktober hat die BMW Group aber andere Lösungen im weltweiten Produktionsnetzwerk gefunden. Wie die Mittelbayerische Zeitung berichtet, soll die Nachtschicht am 28. Oktober 2018 vorerst die letzte Zusatz-Schicht im Werk Regensburg sein. Für etwa 1.000 Zeitarbeiter bedeutet das, dass ihre Arbeitskraft vorerst nicht mehr benötigt wird.

Einer der wichtigsten Gründe für die ungeplanten Nachtschichten im BMW Werk Regensburg war der weltweite Erfolg des BMW X1 F48. Das Kompakt-SUV auf Basis der BMW UKL-Architektur gehört seit seinem Marktstart zu den absoluten Bestsellern im Programm der Marke, wird aber inzwischen nicht mehr nur in Regensburg gebaut. Auch im niederländischen Werk Born von VDL NedCar wird der X1 gebaut, außerdem läuft die nur in China erhältliche X1 Langversion direkt in Asien vom Band.

Ab 2021 sollen im BMW Werk Regensburg Elektroautos, Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb per Verbrennungsmotor Seite an Seite vom Band laufen. Die Zahl von derzeit rund 1.400 Fahrzeugen pro Tag – oder einem Auto alle 57 Sekunden – wird zwar ohne Nachtschicht nicht zu halten sein, aber die Produktivität in den übrigen Schichten soll unter der Umstellung auf noch mehr Antriebs-Flexibilität nicht leiden.

Trotz des Entfalls von 1.000 Zeitarbeits-Plätzen ist der Betriebsrat mit dem Ende der Nachtschicht im BMW Werk Regensburg einverstanden. Die Nachtschicht sei von Anfang an als befristeter Bedarf kommuniziert worden, lief deutlich länger als zunächst gedacht und war mit einer guten Bezahlung für die Zeitarbeiter verbunden.

In Regensburg baut BMW nicht nur den X1, sondern auch das neue City-SUV X2 sowie Fahrzeuge der 1er-Reihe (F20, F21), die 3er Limousine (F30) inklusive M3 (F80), das 4er Cabrio (F33) inklusive M4 (F83) sowie den 2er Gran Tourer (F46).

12 responses to “BMW Werk Regensburg: Ende für Zusatz-Nachtschicht naht”

  1. DanielS says:

    Schade, wenn man bereits angelernte Arbeiter aufgibt. Aufgeben muß??
    Was, wenn die Verkaufszahlen des X2 stark anziehen?

    • Henry Walther says:

      werden sie nicht, X2 ist in meinen Augen hässlich und viel zu teuer (60k für 2-Liter diesel mit bisschen Ausstattung, HAHA), und das sage ich als BMW Fahrer. Außerdem zu spät. Technik nicht mehr taufrisch.

      • Pro_Four says:

        …also, du als einzelner behauptest, dass der X2 schlecht laufen wird, nur weil du der Meinung bist, der X2 ist hässlich, aaaahja.

        Ich bin da anderer Meinung. Der schaut Klasse aus, anders, frischer. Jetzt werden die Verkaufszahlen hoch gehen.

        und nun?

        • Moo says:

          Was soll schon passieren.. BMW wird genau das machen, was man bei anderen Modellen auch macht. Das geniale am BMW Produktionssystem ist ja, dass man viele Derivate an unterschiedlichen Standorten baut… Also werden F48 Einheiten nach Born und F20 nach Leipzig verlagert. Zudem kann man noch Pausen durchfahren, Wochenendschichten etc durchführen…

      • gesellschaftlicherGroßkonflikt says:

        „Technik nicht mehr taufrisch.“

        SO ist das auch ansonsten mit aufgetauter, „neu“ umverpackter Ware kurz vor Ablauf des MHD.

        Meiner Meinung nach wird der X4 (da auch optisch gelungen) ein Erfolg, der X2 hingegen NICHT.
        Nur Versuch macht kluch.

  2. bayern-express says:

    BMW verlagert schon seit Jahren seine Produktionen ins Ausland. Siehe 3er Reihe München, wo die US-3er nach Mexico kamen. Und für Regensburg sieht es eher traurig aus, F46 fällt weg, F40 wird ausschließlich in Lepzig gebaut, Z4 ist schon weg, Nachfolger geht nach Österreich, X1-Kapazitäten werden zurück geschraubt, da bleibt dann nur noch ein Bastelladen für kleine unattraktive Sondermodelle übrig, wie M3 und M4. Die Elektrokisten werden sicherlich nicht in Regensburg gefertigt werden, da ist deren Stückzahlen zu gering, dafür ist Magna spezialisiert. Was noch vom G20 übrig bleibt, ist abzuwarten, die Stückzahlen sind ja in Europa stark rückläufig, auch wird er produktionstechnisch immer mehr weltweit verteilt. Ich sehe für dieses Werk keine rosige Zukunft, eher die Schließung und Verlagerung nach Lepzig als UKL-Hochburg.

    • Moo says:

      So viel Schwachsinn in einem Post… Autsch

      • bayern-express says:

        Ist schon gut, heute normal, keine Ahnung aber beleidgen, wohl Generation Y.

        • gesellschaftlicherGroßkonflikt says:

          „Generation Y“

          Warum hat die Bundeswehr ein „Y“ auf dem Kennzeichen?
          Sie ist DAS LETZTE von Germoney.

        • Moo says:

          Wenn man lediglich über Halbwissen verfügt, sollte man halt nicht so auf den Putz hauen!
          Es wird keine Produktion ins Ausland verlagert, sondern das Volumenwachstum findet im Ausland stattt… Ein großer Unterschied! Auch die deutschen Werke wachsen und es wird kräftig investiert. Das von dir angesprochene Werk München hat erst letztes Jahr eine neue Lackiererei für 700(!) Mio erhalten. Zudem wird dort der erste Volumen-BEV gebaut. Dingolfing wächst ebenfalls rasant, vor allem was die GEN5-Fertigung angeht und für das Werk Leipzig hat man erst vor Wochen einen drastischen Ausbau auf 60EH/h kommuniziert… Zudem wird der F40 definitiv nicht exklusiv in Leipzig Herbst, einenso wird auch in Regensburg vom Band kaufen… Also wenn man keine Ahnung hat….

          • Bricko says:

            Eine kleine Korrektur.
            In die Lackiererei ging “nur” 200 Mio , der Rest für Montage , Karosseriebau und neues Hochregallager.

            Aber Du hast natürlich recht , die Produktionsstandorte in Deutschland werden nicht vernachlässigt , sondern es wird viel und kontinuierlich investiert.

            Und das jetzt eine Nachtschicht , die von Anfang an sowieso nur als Übergangslösung gedacht war ,wegfällt , ist noch lange kein Grund zur Panik , so sieht eben eine flexible Produktion aus.
            Gerade BMW ist für eine gute Auslastung seiner Werke , rund um den Globus , bekannt.

    • gesellschaftlicherGroßkonflikt says:

      „BMW verlagert schon seit Jahren seine Produktionen ins Ausland“

      Vielleicht sind denen hier und in Euroland auch nur die „gesellschaftlichen Großkonflikte“ zu heiß.
      Wer weiß??

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