BMW M2 Competition 2018 mit 410 PS: Alle Bilder und Infos

BMW M2 | 18.04.2018 von 38

410 PS, steiferer Vorderwagen, neue Abstimmung für Fahrwerk und Lenkung: Der neue BMW M2 Competition 2018 ist ein rasendes Ausrufezeichen der M GmbH!

Lange mussten die Fans warten, nun zieht die M GmbH endlich das Tuch vom neuen BMW M2 Competition 2018 und enthüllt damit den vermutlich heißesten Kompaktsportler des Jahres. Kein geringerer als der bisherige Fahrspaß-Champion M2 ist die Basis für den neuen Einstieg in die High-Performance-Automobile aus Garching – und dennoch wurde alles getan, um den Nachfolger in jeder Disziplin weiter zu verbessern und die Mundwinkel im Gesicht des Fahrers noch ein Stück weiter nach oben zu drücken.

Abgesehen von den bewährten technischen Eckpunkten bleibt so gut wie kein Stein auf dem anderen, dennoch stellen sie die Grundlage für die Performance des BMW M2 Competition dar und sollen daher nicht unerwähnt bleiben: Die Gewichtsverteilung bleibt annähernd ausgeglichen, unter der Motorhaube arbeitet ein aufgeladener Reihensechszylinder und der Antrieb erfolgt ausschließlich über die Hinterräder. Was zunächst nach wenig Verbesserungspotenzial klingt, hat die Techniker in Garching offenbar zu einem Rundumschlag motiviert, der in Summe für spürbar gesteigerte Performance sorgen soll.

BMW M2 Competition: 410 PS und noch mehr Performance

Die wichtigsten Änderungen finden dabei zweifellos im Vorderwagen statt, denn der BMW M2 Competition kommt wie angekündigt mit einer völlig neuen Ausbaustufe des aus M3 und M4 bestens bekannten Biturbo-Reihensechszylinders S55. Mit 410 PS und 550 Newtonmeter Drehmoment ist der Motor eindeutig stärker als die bisher genutzte N55-Variante, mindestens so wichtig wie der Zuwachs bei den Maximalwerten sind aber das verbesserte Ansprechverhalten und die noch größere Drehfreude des von zwei Turboladern unter Druck gesetzten Triebwerks.

Bei Ölversorgung und Kühlung orientiert sich der 410-PS-S55 eng an der 450-PS-Variante von M3 und M4 mit Competition Paket, das soll den Motor des BMW M2 Competition Rennstrecken-tauglich machen. Der große Kühlluftbedarf bei Dauer-Beansprachung ist auch der Grund für das modifizierte Front-Design, das mit einer größeren Niere und einer neuen Frontschürzen-Gestaltung noch mehr Luftdurchsatz ermöglicht.

Von M3 und M4 übernimmt der neue M2 auch die Carbon-Strebe im Motorraum, die neben der sportlichen Optik auch die Steifigkeit des Vorderwagens optimiert. Sie trägt so zu einer noch präziseren Lenkung bei, woran auch eine neue Abstimmung der Lenkungskennlinien ihren Anteil hat. Ebenfalls neu abgestimmt wurde die Software des Aktiven M Differenzials an der Hinterachse und des DSC, auch bei diesen Maßnahmen standen weitere Steigerungen von Fahrdynamik und Fahrspaß im Fokus des Interesses.

Im Innenraum wird die nochmals gesteigerte Nähe zu M3 und M4 auch an den Knöpfen neben dem Getriebe-Wählhebel deutlich: Genau wie bei den großen Brüdern kann die Abstimmung von Lenkung und Motor nun auch im BMW M2 Competition mit separaten Schaltern angepasst werden. Wer sich für das optionale 7-Gang M DKG entscheidet, kann auch dessen Charakteristik per Wippe unterhalb des Wählhebels anpassen – während Puristen auch weiterhin zum manuellen 6-Gang-Getriebe greifen und die Gänge selbst sortieren dürfen.

Neu an Bord des BMW M2 Competition sind außerdem die Knöpfe M1 und M2 auf der linken Lenkrad-Speiche, diese können genau wie in M3 und M4 zum Aufrufen von zwei individuellen Lieblings-Setups genutzt werden. Den roten Startknopf teilt sich der M2 ebenfalls mit anderen M-Modellen der jüngeren Vergangenheit. Neu an Bord des M2, aber nicht neu in der Welt von BMW M sind außerdem die optionalen Performance-Sitze mit beleuchtetem M2-Logo, die neben dem Seitenhalt auch die Exklusivität des Interieurs verbessern.

Farbige Kontrastnähte in Blau oder Orange erlauben einigen Kunden das Aufgreifen der Exterieur-Farbe im Innenraum, denn mit dem BMW M2 Competition wird die Farbpalette um Sunset Orange erweitert. Wer einen noch exklusiveren Auftritt wünscht, kann zur völlig neuen Lackierung in Hockenheim Silber Metallic greifen, die auch auf den ersten offiziellen Fotos die Hauptrolle spielt.

Unabhängig von der gewählten Farbe erhalten alle M2 Competition serienmäßig die Shadow Line mit erweiterten Umfängen, die unter anderem für schwarze Nieren und Kiemen sorgt. Weitere Hingucker sind die aerodynamisch optimierten M Außenspiegel mit integrierten LED-Blinkern und die Abgasanlage mit vier neu gestalteten Endrohren. Optional kann das Design mit neuen 19 Zoll-Felgen im Y-Speichen-Design weiter aufgewertet werden.

Für alle Freunde von klassischen Messwerten sei außerdem gesagt, dass die Zeit für den Sprint von 0 auf 100 km/h im Vergleich zum bisherigen M2 leicht verbessert werden konnte: Mit 410 PS und 550 Newtonmeter dringt die Tachonadel mit 7-Gang-DKG im Optimalfall nach 4,2 Sekunden in den dreistelligen Bereich vor, der Handschalter benötigt 4,4 Sekunden. Die serienmäßig auf 250 km/h limitierte Höchstgeschwindigkeit kann auf Wunsch per M Driver’s Package auf 280 km/h angehoben werden. Ebenso optional wie die Vmax-Anhebung ist auch die M Sportbremse mit größeren Bremsscheiben und grau lackierten Bremssätteln, die sich vor allem für regelmäßige Rennstrecken-Besucher empfiehlt.

Eine schlechte Nachricht gibt es übrigens doch, aber die dürfte dem Fahrspaß an Bord des BMW M2 Competition hoffentlich nicht spürbar schaden: Das Gewicht klettert im Vergleich zum Vorgänger um 55 auf mindestens 1.550 Kilogramm gemäß DIN-Norm, inklusive 75 Kilogramm für Fahrer und Gepäck sind es im Handschalter 1.625 Kilogramm. Mit dem optionalen 7-Gang M DKG sind es weitere 25 Kilogramm mehr. Einer der Hauptverantwortlichen für das Zusatzgewicht ist der Otto-Partikelfilter, der zur Erfüllung der schärferen Abgasvorschriften gemäß WLTP an Bord sein muss – zumindest in Europa.

Zum Preis des neuen BMW M2 Competition äußert sich die M GmbH derzeit noch nicht, der Aufpreis zum bisherigen M2 soll aber geringer ausfallen als man anhand der Performance-Steigerung erwarten müsste. Die ersten Kunden sollen das Competition-Modell Anfang September erhalten.

38 responses to “BMW M2 Competition 2018 mit 410 PS: Alle Bilder und Infos”

  1. Kommentator says:

    OMG OPF!

    + 55 kg
    dafür wenigstens mit nochmals tieferem Schwerpunkt!(?)

    • Mini-Fan says:

      Ein Carbondach würde das alles wieder aufwiegen. Ganz bestimmt.
      Und senkt den Schwerpunkt um weitere 0.2 mm.
      Und erleichtert den Geldbeutel.

  2. Fagballs says:

    Träumchen

  3. M54B25 says:

    Fat Boy mit kastriertem Antrieb 🙁 Die Tuner wird’s freuen, der 450PS Tweak für 25€ Zeitaufwand wird gut und gerne für 799,-€ an den Mann oder die Frau gebracht werden können…

    • Daniel Förderer says:

      Ist nichts Neues. Honda hat damals den Civic EJ9 mit 75 und 90 PS verkauft. Der einzige Unterschied war eine 5 € Plastik-Scheibe in der Ansaugbrücke, welche die Luftzufuhr gedrosselt hat. Die Mehrleistung hat damals 3.000 DM Aufpreis gekostet.
      Ähnlich wird es hier sein. Ein paar Regler im Steuergerät und schon hat das Ding deutlich mehr Leistung. Ist beim N54 ja auch so (MHD sei Dank!).

      • M54B25 says:

        Da braucht es keine Regler im Steuergerät – schau Dir mal das Leistungsdiagramm an – da siehst du, wie die eine klare Kennline bei Turbodruck und Spritzufuhr eingeprogrammiert haben die ein astreines Plateau erzeugt, welches weit unter den Möglichkeiten des Motors ist.

        VW hat z.B. im MK3 auch die 90PS 1.8Liter Maschine als 75PSer angeboten – nur um diese damals nach PS gestaffelte Versicherung runterzuhandeln – gab es aber nur im Automatik-Fahrzeug – Drehmoment war identisch zum 90PSer nur eben die Leistung wurde auf 75 PS kastriert.

        • Daniel Förderer says:

          Die künstlichen Grenzen im Leistungsdiagramm sind mir ebenfalls aufgefallen. Und mit “Regler im Steuergerät” meine ich, dass simple Anpassungen der Software (im Steuergerät) diese Drosselungen aufheben können. Du meinst das gleiche wie ich, hast mich nur nicht verstanden ;-).

  4. Dancing Bear says:

    10kg weniger als ein M4? Das ist ein Skandal vergleichbar mit Dieselgate…was fett aussieht, ist nun auch endlich fett. Vermutlich kaufe ich mir das Scheiss Ding trotzdem irgendwann, denn die automobile Zukunft hat noch viel krassere Albträume für uns parat. Muss ich halt mit nem fast leeren Tank durch die gegend ballern und die ganzen sinnlosen apps rauswerfen, damit das Leistungsgewicht wieder passt. Obwohl…passen würde es mit 1500kg.

  5. M. Power says:

    Ich finde optisch ist der M2 aufgewertet worden, sieht toll aus. Auch super das man den noch mit Schaltgetriebe bekommt, danke BMW.
    Hingegen finde ich sehr schade das der schwerer geworden ist, von einem Competition hätte ich eigentlich eine Gewichtsreduktion erwartet. Nun ja, man kann nicht alles haben…
    Bin echt gespannt wie der Sound ist.

    • Dailybimmer says:

      Also der neue M2C mag zwar besser und
      schneller sein als der M2, aber schöner ist er deswegen nicht geworden, m.M.n . Dieser Skoda Grill trägt eindeutig die Handschrift Kaban’s, wie das geschulte Auge unschwer erkennen kann.

      • Dariama says:

        Der neue Designchef, Herr Kaban, hat damit wohl noch nicht viel zu tun, weil das erstens ein Prozess der letzten Jahre ist, die Nieren immer weiter zusammenzuführen, und weil der Wechsel des Designchefs whrsl erst ab 2020/21 sein Früchte tragen wird (siehe Audi mit Mark Lichte, hat auch 4 Jahre gedauert)

    • Kommentator says:

      „Auch super das man den noch mit Schaltgetriebe bekommt, danke BMW.“

      >> JA!

      (und wagt es JA nicht, dem nächsten M2 oder dem Z4 irgendwann doch noch das Schaltgetriebe wegzunehmen)

      FORD jedenfalls will daran festhalten, auch und gerade bei den potenten ST-Modellen, selbst wenn diese elektrifiziert werden.

      Dann kommt eben nach der „Generation Golf“ die „Generation Ford“
      – und BMW ist für die Jugend verloren, für immer.

      Der neue Fiesta ST mit 200-PS-3-Zylinder & ausschließlich!! Handschalter IST jedenfalls eine „geile Sau“. Sogar vom Sound her, wie zu hören. Trotz Zylinderabschaltung von 3 auf 2.

      Auch vom Frontantriebsfahrwerk her. DA ist nämlich Ford seit Jahren DER Freude-am-Fahren-Maßstab (was bitte nicht so bleiben sollte!)
      … BMW-Mini-„Anspruchsdenken“ hin oder her!

      WO bleibt der puristische & starke & preisattraktive 1er für BMW-Einsteiger?
      (also ein 120i-3-Zylinder-Handschalter mit mindestens 177 PS)

    • Mini-Fan says:

      Wenn man den Tesla-Fans und den Freaks auf ecomento.de zuhört – dann spielen ein paar hundert kg keine Rolle…

      Und wenn alle Benziner demnächst mindestens zum Mildhybriden mutieren (bzw. ein zusätzliches 48V-System bekommen) – spätestens dann ist das Schaltgetriebe endgültig: tot!

      • M. Power says:

        Ja ganz klar, sobald Elektroantriebe ins Spiel kommen (voll E oder Hybrid) kannst du die Diskussion über Gewicht eh kippen.
        Darum interessieren mich diese Antriebe gar nicht, für mich macht das keine Sinn. Und die Fahrdynamik wird durch das hohe Gewicht spürbar schlechter.
        Sieht man ja auch im Test vom aktuellen sport auto, der Hybrid Porsche hat keine Chance gegen M5 und Co.

    • Pro_Four says:

      …in Anbedracht der Zeit, die der 2er noch haben wird und den Aufwand den man betreiben müsste um den “alten” 2er abzusprecken, stand sicher nicht in Relation mit den Kosten die dann der Kunde bezahlen hätte sollen/müssen.

      Der alte M2 wird dann sicher auch dieses Jahr eingestellt werden -01.06-, Dank dem Brüssel-Müll und auf Zwang eingeführten neuen Relegungen der BenzinFilter. Auch mein ins Auge gefasster M240i wird per Juni eingestellt, heißt, ich muss mit Sixt eine Lösung finden, damit ich meinen jetzigen X1 etwas eher abgeben kann/könnte. Will ja nun komplett zur BMW NL, Angebot liegt vor.

      • M. Power says:

        Ja das wird wohl so sein, leider!
        Ich wünsche dir das es mit dem M240i klappt.

        • Pro_Four says:

          …ich bin mit Sixt in Gesprächen, ein Wertgutachten muss ich mir einholen. Dann muss ich aber dieses selber bezahlen und auch die Differenz zwischen Buchwert und Wertermittlung, was auch blöd laufen könnte. Es nervt mich einfach, sich mit solchen Sachen auseinander zu setzen, nur, weil Brüssel da diesen Mist auftischt.

  6. earni01 says:

    Schwerer und schwächer als der M4, läuft…

    • Mini-Fan says:

      Damit der (Gewichts-) “Abstand” zum nächsten M4 gewahrt bleibt, wird dieser wohl zumindest ein Mildhybrid werden.
      E-Motor aus dem i8 mit 130 PS, Startergenerator als Anlasser, Li-Ion-Batterie, vielleicht sogar elektrischer Frontantrieb, Leergewicht nackt mindestens 1700 kg, Systemleistung 510 PS.
      Dann sind sie bei BMW “so gut” wie bei Mercedes-AMG mit ihrem 4.0 ltr-V8.

      • Dailybimmer says:

        500 PS + E Motor mit 140 PS= 640 PS und somit wäre der künftige M4 gut gerüstet gegen Alfa Romeo Giulia Coupe Hybrid mit 640 PS.

        • Max Mayerhofer says:

          Systemleistung kannst du nicht 1:1 addieren, da die Spitzenleistung bei der E-Maschine anders liegt als beim Verbrennungsmotor.

      • M3-Dreamer says:

        Ich würde eher den MB AMG 53 als Vorbild nehmen, d.h. zusätzliches 48V Bordnetz, serienmäßiges AT8 mit integriertem E-Motor, Allradantrieb aus dem neuen M5, S58 ungefähr in der Leistungsklasse des S55 CP … Mehrleistung dann über den Mildhybrid -> Systemleistung ab 480PS !?

      • Fagballs says:

        Meinste? 1700kg mit 510 PS schafft die Giulia auch mit nem V6 ohne elektrischen Klimmbimm. Das kann nicht BMWs Anspruch sein.

  7. Kommentator says:

    HIER die neuen Verbrauchswerte – zum Nachlesen:

    BMW M2 Competition

    10,0 – 9,9 l/100 km [9,2]

    228-225 g/km [210-209]

    … somit z.B. in Frankreich nicht mehr zulassungsfähig ??

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