Kartell-Kronzeuge: BMW fühlt sich von Mercedes hintergangen

News | 27.07.2017 von 73

Die vor wenigen Tagen vom Spiegel aufgedeckten Kartell-Vorwürfe könnten die Beziehung zwischen BMW und Mercedes nachhaltig beschädigen. Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung fühlen sich …

Die vor wenigen Tagen vom Spiegel aufgedeckten Kartell-Vorwürfe könnten die Beziehung zwischen BMW und Mercedes nachhaltig beschädigen. Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung fühlen sich die Verantwortlichen in München durch die offenbar schon 2014 erfolgte Selbstanzeige Daimlers hintergangen und sprechen von einem massiven Vertrauens-Verlust im Verhältnis zu den Stuttgartern. Mercedes erhofft sich von der Selbstanzeige offenbar die Rolle als Kronzeuge in einem möglichen Kartell-Verfahren – so könnte Daimler trotz Beteiligung straffrei ausgehen, während andere Autobauer wie BMW, VW, Audi und Porsche potenziell Milliarden-Strafen ins Haus stehen.

Als erste Konsequenz aus dem Vertrauensbruch hat BMW laut Süddeutscher Zeitung mehrere gemeinsame Projekte mit Mercedes auf Eis gelegt. Die beiden Autobauer kooperieren seit Jahren im Einkauf von Teilen, die nicht kundenrelevant sind. So sicherten sich die Premium-Anbieter Kostenvorteile, die sie gegenüber Konzernen wie Volkswagen mit deutlich größeren Stückzahlen ohne die Kooperation nicht erreichen könnten. Da sich die so generierten Vorteile jährlich im dreistelligen Millionen-Bereich bewegen, wäre ein Ende der Kooperation sehr überraschend und ganz sicher auch nicht im Interesse von Daimler.

In den nächsten Monaten und Jahren sollte die Zusammenarbeit der beiden weltweit erfolgreichsten Anbieter von Premium-Automobilen eigentlich ausgebaut werden. Unter anderem war der gemeinsame Aufbau eines Netzwerks von Strom-Tankstellen geplant, um die Elektromobilität für noch mehr Menschen zu einer attraktiven und alltagstauglichen Option zu machen. Die entsprechenden Gespräche liegen nun offenbar vorerst auf Eis.

Inwiefern die unstrittigen Absprachen zwischen BMW, Mercedes, Audi, VW und Porsche überhaupt illegal waren, steht derzeit noch in den Sternen. Mehrere Manager der beteiligten Unternehmen bezeichnen die Gespräche im sogenannten 5er-Kreis als weltweit völlig normal und branchenübergreifend üblich. Der ehemalige BMW-Chefvolkswirt Helmut Becker sieht eher strategische Gründe als einen Hinweis auf tatäschlich illegale Vorgänge hinter den Selbstanzeigen von Mercedes und VW.

Wie die Wirtschaftswoche gestern berichtet hat, setzt sich BMW seit Anfang des Jahres dafür ein, den bisher recht exklusiven 5er-Kreis zu einer größeren Gesprächsrunde unter dem Dach des VDA zu machen. Inwiefern eine solche Öffnung des 5er-Kreises Sinn ergeben hätte, wenn dort tatsächlich bewusst illegale Absprachen getroffen worden wären, ist zumindest schleierhaft.

73 responses to “Kartell-Kronzeuge: BMW fühlt sich von Mercedes hintergangen”

  1. Thomas says:

    Wahrscheinlich gab es innerhalb dieses Kreises noch einen Kreis. BMW wollte die Öffnung, der kleine Kreis bekam Muffensausen 😉

  2. quickjohn says:

    Was auch immer dran ist – das Thema erzeugt ganz schlechte Stimmung in der Öffentlichkeit. Jedenfalls hat Jemand der sich – für wen und warum auch immer – einen Vorteil verspricht, die Story dem Spiegel gesteckt. Für mich sind noch zu viele Fragezeichen im Spiel – die Spekulationen über Mrd.-Bußen einfach nur noch unerträglich reißerisch.

    BMW sollte eigentlich besser wissen wie Daimler tickt. 2009/2010 gab es schon einmal Zoff als Dr. Z den ausgehandelten Deal mit ZF (Automatikgetriebe) platzen ließ (zugunsten der Eigenfertigung) und damit auch Wettbewerber wie VW-Konz./Jaguar etc. Zugang zum (eigentl. exclusiven) 8-Gang-Automaten erhielten
    .
    Reithofer sprach damals von einem massiv gestörten Vertrauensverhältnis – aber offenbar waren dann die pot. Kostensenkungen aus Pool-Einkäufen doch dominanter. Ob BMW jetzt nochmals mit Daimler kooperiert?

    • Ringrichter says:

      “Jedenfalls hat Jemand der sich – für wen und warum auch immer – einen Vorteil verspricht, die Story dem Spiegel gesteckt.”
      Ja, aber ich denke nicht, dass das Thema aus der Automobilindustrie kam. Sie hätten sich doch damit selbst geschädigt. Ich vermute, dass die Politik, speziell die Grünen im Bund oder in Brüssel dahinter stecken, die im Verbund mit der DUH schon seit geraumer Zeit ein Kesseltreiben gegen den Diesel und den Verbrennungsmotor schlechthin veranstalten.. Die Kartellstory, bisher reine Spekulation, ist nur ein weiterer Baustein um die einst erfolgreiche deutsche Autoindustrie in Misskredit zu bringen und sie im Sinne der eigenen überzogenen Öko-Doktrin gefügig zu machen. Kretschmann spielt sich dabei sogar noch als der Retter auf. Verfolgen auf, was ein wirklicher Witz ist. .

    • Mini-Fan says:

      “Die Strafen über Milliarden-Bußen sind .. unerträglich reißerisch”

      nein, sie stehen so im Gesetz!
      Beim sog. Lkw-Kartell 2011/ 2016 gab es Strafen bis in Höhe von 2.6 Mrd. – u.a. gegen die Daimler AG.
      Also, die Größenordnung stimmt schon …

      Aber man sollte eigentlich denken °gebranntes Kind scheut das Feuer”.
      Selbstanzeige von Daimler – (zu) späte “Reue”? Wohl eher ein Zugeben dessen, was einem sowieso nachgewiesen werden wird?

  3. bayern-express says:

    Ich sehe außer nicht nachgewiesenen Vorwürfen zumindest jetzt noch keine Beweise, hier von einem Kartell zu sprechen. Das Branchen sich unterhalten, wo das ganze die nächsten Jahre hinsteuert, ist völlig normal. Und bitte nicht vergessen, es geht hier nicht nur um den mittlerweile unbedeutende deutschen Markt, sondern um den Weltmarkt, und da erwarte ivh, das sich die deutsche Automobil AG auf den Wettbewerb einstellt, abstimmt und gemeinsame Interessen nützt. Noch sind das u.a. deutsche Arbeitsplätze, die jetzt von deutdchen Politikern und der Presse schlecht geredet werden. Typisvh Deutsch und unsäglich.

  4. Meo says:

    Also meiner Meinung nach kann an der Story nicht viel mehr als hetzender Schall und Rauch sein… Umso komischer, wie sich viele damit überhaupt so ernsthaft meinen auseinandersetzen zu müssen…

    • Mini-Fan says:

      Jeder, der einen Post absetzt, setzt sich damit auseinander.
      Auch du.

      Und für BMW ist die Sache sicherlich “aufreibend”.
      Und damit für BMW-Fans auch.

      Bei focus.de machen die user das sogar über den Wetterbericht, ihn kommentieren.

      .

  5. Thomas Becker says:

    Tja, soviel zum Thema Ganovenehre … man kann noch nicht einmal den anderen Banditen vertrauen … “Polemik off”
    Es ist kein grosses Geheimnis gewesen, dass die OEM untereinander Mauscheln … teilweise ist das ja auch legitim. Nur ist eben doch die Versuchung gross, zum Zwecke der Profitmaximierung die Grenzen des Gesetzes ein wenig zu dehnen. Dumm dann, wenn eine Akteur – die VW Gruppe – insgeheim zum grossangelegten Betrug an Kunden, Behörden und Umwelt ansetzt und es auffliegt. Dann leiden alle, auch die, die – so wie BMW – “nur” alle Grauzonen der Regelungen maximal ausgereizt haben und sich so gerade eben noch auf der sicheren Seite wähnten.
    Nun, mitgefangen, mitgehangen … und zu Recht. Auch BMW hat getrickst und getäuscht wie die Weltmeister, nur eben nicht ganz so dreist und offenkundig illegal wie der VW-Konzern. Und auch BMW knechtet seine Lieferanten bis zur Schmerzgrenze und dann noch ein wenig darüberhinaus … es trifft auch in München nicht die Falschen!

    • Quer says:

      “es trifft auch in München nicht die Falschen”
      haben Sie Beweise das BMW beteiligt war.
      Ach ja BMW und VW haben nur den Autozulieferer Edscha vor der Insolvenz gerettet.

      https://www.google.de/amp/s/amp.focus.de/auto/news/wirtschaft-edscha-bis-2012-gesichert_aid_380538.html

      • Mini-Fan says:

        “dem nichts nachgewiesen werden konnte”

        selbst DAS geht mir noch zu weit!

        Hört sich an wie “Freispruch mangels Beweises”, ein Freispruch II. Klasse.

        Also etwa wie “er hat sie vergewaltigt und umgebracht, aber wir müssen ihn laufen lassen – weil er so geschickt war, dass wir es ihm nicht nachweisen können”.

        Kachelmann ist beruflich und gesellschaftlich auch bis ans Lebensende erledigt.
        Was man rein menschlich von ihm halten mag – das ist eine andere Sache.
        .

    • manuelf says:

      “Auch BMW hat getrickst und getäuscht wie die Weltmeister”. Ganz schön dreist, was Sie hier einfach so niederschreiben! Dann mal her mit den Beweisen für diese Aussage! Unter welchem Stein sind Sie denn hervorgekrochen? Bei einem können Sie sicher sein: BMW hat eine sehr große Schaar an Feinden (viele aus dem links-grünen NGO Lager – aber nicht nur da!)
      Wenn BMW da Dreck am Stecken hätte, hätten die inzwischen schon lange beweisbare Fakten auf den Tisch gelegt … haben die aber nicht…
      “Der Thomas Becker hat doch eh Sex mit Minderjährigen und schlägt gerne seine Frau” … kann ich auch mal so in den Raum stellen, gell – is ja kein Problem, einfach so mit Dreck um sich zu schmeißen.

      • Thomas Becker says:

        BMW hat, wie alle anderen OEM, die Verbrauchswerte gemäss dem NEFZ geschönt bis zum “geht-nicht-mehr “.
        Das ist allgemein bekannt, leider legal aber eben unethisch. In jedem Vergleichstest konnte seit Jahren verfolgt werden, wie BMW und seine Wettbewerber Leistungen nur auf dem Papier erbringen, man hat dem Käufer “5 – Liter Autos” verkauft, die im realen Betrieb nicht unter 7 Liter pro 100km zu fahren waren… Und damit hat BMW die Grundlage dafür gelegt, dass nun niemand zur Kenntnis nehmen möchte, dass die NOx Emissionen neuerdings besser sind als die einiger Wettbewerber. Selbst schuld….seit vielen Jahren ist der Kunde eben daran gewöhnt, dass Verbrauchswerte und damit auch Emissionswerte nur auf dem Papier stehen. Auch bei BMW.
        Und was die Ethik im Einkauf angeht: Wer eine Kartellstrafe zahlen muss wegen des Stahlkartells und wer einen Vorstand hat, der mal so eben ankündigt, von den Lieferanten 1 Milliarde Euro pro Jahr einzusammeln, der braucht über Ethik nicht mehr zu reden.
        Das sind alles öffentlich zugängliche Fakten, leider. Persönlich mag ich die Marke und einige Firmenangehörige sehr gerne, habe auch mehrere BMW gekauft, aber Illusionen mache ich mir schon lange nicht mehr.
        Deswegen….es trifft nicht die falschen.

        • manuelf says:

          Wow. So naiv sind Sie nicht wirklich, oder?
          Der 4 Takt Verbrennungsmotor, den es seit mehr als 100 Jahren gibt, ist so ziemlich das technisch ausgereifteste was es gibt. Jedem, der nur einen Hauch von MINT Bildung hat, ist bewusst, dass diese Technologie bzgl. Effizienz absolut nahe am Optimum ist. Jede minimale Verbesserung, die ich erreichen möchte, erfordert exponentiellen (Kosten)Aufwand. Dann kommen (EU)Politiker daher unter Ignoranz dieser Fakten und haben in regelmäßigen kurzen Abständen die CO2 Flottenverbräuche kräftig per Gesetz nach unten gedrückt unter Androhung von brutalen Strafzahlungen bei Verletzung! Zu wesentlichen Anteilen EU getrieben, da Italiener und Franzosen dachten, die Deutschen Premiumhersteller mit diesen Fantasie-Zielwerten eher zu schädigen… weil Fiat und PSA und Co ja eh großteils Kleinwagen mit LowPower Motoren bauen…
          So, jetzt hält Ihnen als Premiumhersteller jmd. eine Waffe an den Kopf, die da heißt: “Hehe, habe gerade den erlaubten Flottenverbrauch für Dich wieder um 20% gesenkt. Mir doch egal, dass das technisch realistisch nicht erreichbar ist, außer Du baust auch in Deine Luxuslimousine nen 140 PS Dreizylinder ein, aber wenn Du es nicht schaffst, zahlst Du eben Milliardenstrafen!”.
          Wer unter diesen kranken Bedingungen dann einem Hersteller, bei dem es um Milliarden Strafen geht, vorwirft, dass er auf den NEFZ Benchmark, von dem seine finanzielle Zukunft abhängt, optimiert, dem ist nicht mehr zu helfen. Das verstehen übrigens in meinem Umfeld auch sehr einfach gestrickte Menschen, dass hier nicht die Fahrzeughersteller Schuld sind, sondern Politiker und NGO getriebene EU-Ideologen!

          • Thomas Becker says:

            Ach so.
            Nun, Sie haben eine Meinung….bitte behalten Sie diese. Ich möchte sie nicht haben.
            In meiner Welt ist es nicht richtig, auf gesetzliche Auflagen damit zu reagieren, dem Kunden durch geschönte und realitätsferne Leistungsangaben die Erfüllung der Vorgaben nur vorzutäuschen. Man kann es machen, es war legal- aber BMW bezahlt jetzt eben den Preis: Die Glaubwürdigkeit ist verloren. Ob das klug und richtig war?

            • manuelf says:

              BMW hat gar nichts vorgetäuscht. Der Gesetzgeber hat Vorgaben gemacht bzgl. Definition der Messbedingungen (Zyklus) und max. zulässiger Verbrauchswerte unter diesen! Diese hat BMW erfüllt (und andere OEM). Ihre Erwartungshaltung ist nun, dass ein Hersteller DIESSELBEN Werte unter deutlich verschärften Bedingungen einhält?? Und wenn er das nicht macht, hat er den Kunden betrogen? Nicht wirklich, oder?
              Sie haben offensichtlich gar nichts mit Naturwissenschaften oder Technik zu tun? Der ursprüngliche Anspruch des NEFZ war NIE 1:1 reale Kundenverbräuche nachzustellen! Wenn Sie da so rumtönen mit Glaubwürdigkeit und Tricksen: Haben Sie sich mal die Vorgaben des Prüfzyklus angesehen? KEIN Mensch fährt so. Schon gleich nicht mit einem Auto oberhalb eines 45 PS Fiat Panda! Dass also die realen Verbräuche deutlich drüber über den NEFZ Werten liegen müssen, ist also wissenschaftlich klar!
              Was wäre also ihr Vorschlag gewesen? BMW definiert für sich die Anforderungen um und hält die NEFZ CO2 Max Werte auch unter realeren Bedingungen ein??? Was technisch schlichtweg nicht leistbar ist und selbst der Versuch dahin Milliarden kostet.
              Das Kind ist da in den Brunnen gefallen, wo auf der einen Seite der Gesetzgeber die Hersteller verpflichtet hat, die KV01 Verbräuche überall sichtbar anzugeben und Lieschen-Müller mit einem IQ von 5 Meter Feldweg für sich entschieden hat “oh, cool, Verbrauchsangabe, so viel Verbrauche ich also mit dem Auto, egal wie ich fahre”…
              Das ganze ist in keinsterweise ein Verschulden der Hersteller, sondern von Behörden/Gesetzgeber! Inzwischen haben diese auch bemerkt, dass sie sehr unglücklich agiert haben. Genau deswegen haben sie ja jetzt den WLTP eingeführt, damit Lieschen-Müller und Co. Nicht so abgehängt werden!

              • Thomas Becker says:

                Du weisst aber schon, welch abetwitzige “Vorbereitungen” Usus sind beim NEFZ? Das fängt an beim aufpumpen der Reifen auf >4 bar, Abkleben der Karosseriefugen, Einsatz spezieller Öle, durchwärmen des Fz über Stunden, abklemmen des Generators….etc etc. Alles legal, ich betone das. Und wird von allen…..fast allen OEM gemacht.
                Gift für die Glaubwürdigkeit und den Preis dafür bezahlt BMW jetzt.
                Deswegen: Es trifft schon die Richtigen.
                Von Tocotronic gibt es ein schönes Lied dazu: “Pure Vernunft darf niemals siegen” ….passt!

                • manuelf says:

                  Du willst es nicht verstehen, oder? Ist ein Schwimm-Olympionike auch ein Betrüger, weil er sich total unnatürlich die Beine abrasiert, um damit die 50m ne Hundertstel schneller zu schwimmen? Oder warum fährt nen Tour de France Fahrer mit nem 6kg Carbon-Bike?
                  Weil die NORM es zulässt! Du würdest einem Sportler, der das NICHT macht und damit deutlich ins Hintertreffen gerät, nen Vogel zeigen! Genauso würden die Besitzer/Aktionäre es mit einem Hersteller machen, der nicht alle legalen Möglichkeiten ausschöpft, um irrsinnige Strafen zu vermeiden! Die Ursache liegen in der NORM! Das ist doch so wahnsinnig trivial, dass ich es gar nicht fassen kann, dass man das noch ausführen muss!
                  Und Du hast auch nicht begriffen, dass es (bis auf Liesschen-Müller) keinem weh tut, wenn Normverbräuche NICHT realen Verbräuchen entsprechen solange sie zum Vergleich von Fahrzeugen untereinander taugen und einen relativen Bezug zu Realverbräuchen noch zulassen. Und da alle OEM denselben Aufwand bei NEFZ Verbrauch Bestimmung machen, ist das gegeben! Falls der Gesetzgeber feststellt, dass eine Norm auch für relative Aussagen nicht mehr taugt, ist er aufgerufen, die Norm zu ändern. So einfach. Versteht jeder Naturwissenschaftler und Techniker!

                  • Thomas Becker says:

                    Ich verstehe sehr gut.
                    Wenn BMW in seiner Werbung kommunizieren würde, welches die Rahmenbedingungen sind für die Normverbräuche, dann wäre es ja ok.So aber hat sich BMW, wie die anderen deutschen OEM, selbst das Grab geschaufelt. PSA zum Beispiel gibt seit einer Weile parallel die idealtypische realen Verbrauchswerte mit an. So schafft man Glaubwürdigkeit.
                    Hätte BMW ebenfalls machen können….soooo schlecht sind die Testverbräuche nun auch nicht.
                    Nur dann kann man dem Kunden eben nicht mehr erzählen, dass er sich eine F15 Schrankwand für die Autobahn kaufen kann, die unter 7 Sekunden auf 100km/h beschleunigen und gleichzeitig unter 7 Liter pro 100km schluckt….
                    You can fool all people for some time,or some people all the time, but you can’t fool all the people all the time.

                  • manuelf says:

                    Entschuldige, aber ist das jetzt evtl. etwas weltfremd? Der Hersteller soll jetzt noch EXPLIZIT die Normen, die der Gesetzgeber sich ausdenkt, in seiner Werbung in epischer Breite darlegen? Und WELCHEN Realverbrauch soll BMW angeben? Wenn ich mit meinem E92 M3 von mir zu meinen Eltern fahre, brauche ich 14,3 Liter im Schnitt. Meine Frau ca. 12,5. So. Welchen Wert soll BMW jetzt angeben? Soll BMW eine neue klar definierte Norm erfinden??? So die typische BMW Fahrer Norm??? Kann man dann sicher super mit der Audi eigenen Audi-Fahrer Norm vergleichen!
                    Wenn ich Dir folge, sollte BMW am besten den höchsten Verbrauch angeben, den nen Kunde mal so auf ner Probefahrt hinbekommen hat! Ist man auf der sicheren Seite und ist ja sooo fair als Hersteller. Top! Am Besten sollte er noch in seiner Werbung abdrucken: “Achtung – irgendwie umweltbelastend dieses Produkt! Kaufen Sie besser nicht”

                    Ich sag Dir mal, was mündige Kunden/Konsumenten machen (oftmals hat man die sogar bei Premiummarken, da die Kisten relativ teuer sind und wenn diese Kunden das Geld dafür selbst erarbeitet haben, sind sie meistens gar nicht sooo blöd :)):
                    A. Sie machen eine persönliche Probefahrt und finden dabei EXAKT heraus, was sie mit persönlichem Fahrstil mit dem Fahrzeug verbrauchen. Das ist der Königsweg.
                    B. Sie lesen Testberichte. Je nach Zeitschrift wird auch sehr genau beschrieben, wie Fahrprofile gestaltet sind, in denen Realverbräuche gemessen werden.
                    C. Sie haben evtl. im Bekanntenkreis jmd. der das Auto fährt und dessen Fahrprofil sie einschätzen können. Dann fragen sie den.
                    D. Sie informieren sich über Spritmonitor.de. Da haben sie eine große Datenbasis und auch Hinweise zu den Fahrprofilen.

                    Du siehst: Für den mündigen Bürger gibt es bereits nahezu perfekte Möglichkeiten sich ein nahezu perfektes Bild zu verschaffen! Da brauche ich nicht noch 10 mal Nanny Staat mit Vorschriften.

                  • Mini-Fan says:

                    am besten gibt BMW den Normverbrauch an (müssen sie) und schreibt bei allen seinen Fahrzeugen einheitlich dazu “Realverbrauch bis zu 25 ltr/ 100 km und mehr”).
                    Dann weiß niemand nichts – und BMW hat nicht “unethisch” gehandelt und “betrogen”.
                    Und es drohten in den USA auch keine Sammelklagen mit Milliarden-Schadensersatzforderungen.
                    Auch wenn sich jeder verarscht fühlt (hängt vom IQ ab).

                  • Kommentator says:

                    Fazit – Tanke schön!
                    … nach allem, was @disqus_dz26s92F2v:disqus in mühevoller Kleinarbeit hier versucht hat, einem technisch nicht verständigen Menschen wie Dir zu 100 % nachvollziehbar zu erklären,
                    … nach diesen wirklich perfekten und fundierten Erläuterungen,
                    … da bleibt nur, ihm ein Dankeschön dafür zu sagen, seinen halben Samstag geopfert zu haben
                    … er hat anderen und auch mir viel Zeit erspart.
                    >> Was Du – vielleicht – daraus lernen kannst:
                    – am besten Abschaffung der Kraftfahrzeugsteuer und gleich auch der Mautgebühren, die ja vielleicht kommen
                    – alles draufsatteln auf die Mineralölsteuer
                    – dann ist die Verteilung (von was auch immer) verursachungsgerecht verteilt
                    – sofern auch die Stromer, in welcher Form auch immer, für ihren Feinstaubanteil zur Kasse gebeten werden …
                    – aber auch Erhöhung der Pendlerpauschalsätze für die Vielfahrer zu ihrer Arbeitsstätte (nicht jede Stadt hat eine U-Bahn)
                    >> ODER kommen DANN die Sozen – und wollen die Mineralölsteuer ” nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit” – also einkommensabhängig – erheben?
                    Im Übrigen wünsche ich den Stromer-Fetischisten – ganz im Sinne der Evolution – dass sich in ihren künftigen DANN elektromagnetisch verseuchten Kisten ihre heute geschädigte DNA wieder umbaut – und ihnen ein klares Denken gegeben wird.

                  • Mini-Fan says:

                    Kann man per Induktivladung eigentlich auch seinen IQ aufladen?

                  • Kommentator says:

                    “Falls der Gesetzgeber feststellt, dass eine Norm auch für relative Aussagen nicht mehr taugt, ist er aufgerufen, die Norm zu ändern. So einfach. Versteht jeder Naturwissenschaftler und Techniker!”
                    … o.k. soweit …
                    NUR, wenn lange Vollgasetappen – künftig – dann die PS-starken Fahrzeuge klar ! benachteiligen (sodass dann sogar die Norm in der Praxis unterschritten werden kann),
                    … dann schreien – künftig – wieder die Kleinwagen-Besitzer, dass sie – im Verhältnis zu denen “da oben” – mehr verbrauchen, als der relative, d.h. prozentuale Unterschied es hätte erwarten lassen,
                    … weil sie es immer noch nicht schaffen, in der Praxis ebenso weit unter die Norm zu kommen, weil sie im Verkehrsfluss eben öfters Vollgasanteile fahren müssen.

                  • manuelf says:

                    Du bestätigst mich! Ich halte gar nix von einer Norm, die suggeriert, sie würde reale Kundenverbräuche abbilden! Warum? Ganz klar, weil die Spreizung abhängig von Fahrer und Fahrzeug viel zu hoch ist! Was soll da die Norm sein. Beispiel: Typischerweise wird jmd. der einen M3 fährt, ganz anders auf einer Autobahnauffahrt beschleunigen als jmd. mit einem 116d (auch weil es in der Realität sowas wie Fahrspaß gibt!). Was ist jetzt also der “faire” Vergleich hier? Soll ich die typische Beschleunigung zwischen 116d Fahrer und M3 Fahrer mitteln und das zur Norm machen? Dann würde der 116d Fahrer jammern, weil er dann ja unter höherer Last (schlechterer Wirkungsgrad) gemessen wird, was nachteilig für ihn wäre …. der M3 Fahrer würde sagen: Coole Norm, fahr ich locker im Teillastbereich, ist günstig für mich, real verbrauche ich aber viel mehr, weil ich nie so schleiche… wenn jetzt ein Verbohrter linksgrüner auf die Idee kommt: Halt, jeder muss mit seinem Fahrzeug 2/3 der verfügbaren Leistung beim Beschleunigen abrufen, dann ist der M3 Fahrer bei solch einer Norm in Arsch gebissen! Er wird VIEL mehr Normverbrauch als der 116d aufweisen. Ist das fair? Natürlich auch nicht, weil den M3 evtl. Hans-Dieter mit 70 Lenzen bewegt und der das Gaspedal altersbedingt nur zu 10% durchtritt! Eine auf dieser NORM basierenden KFz Steuer würde also z.B. Hans-Dieter unfair behandeln.
                    Lösung? Einfach. Die haben wir bereits. Mineralölsteuer. Die geht nach realem Verbrauch. Das einzige was zählt. Der mündige Bürger entscheidet über Gasfuß und Fahrzeugwahl, was er bereit ist an “Strafen” zu zahlen! Der Markt/Hersteller reagiert dann entsprechend nach Kundenwünschen. Er würde dann aus Eigeninteresse dafür zu sorgen versuchen, reale Fahrprofile seines Kundenklientels möglichst perfekt zu erfüllen. Das wäre die alleinige Priorität!

                  • Mini-Fan says:

                    Die Erhebung und Eintreibung von Kfz.-Steuer und Maut per Mineralölsteuer kostet auch keinen Cent.
                    Und wer (die angeblich umweltfreundlichen) Nahverkehrsmittel nutzt – der zahlt eben keine!

                    Aber bei der Maut geht es nur um Überwachung des Bürgers – und nichts anderes.
                    Stimmt doch, Herr de Maizière, Herr Seehofer und Herr Schäuble, oder?

              • Mini-Fan says:

                “IQ”

                In Staaten, in denen der Hersteller eines Mikrowellenherdes seine Bürger schriftlich daraufhinweisen muss, dass er seine soeben gebadete Katze nicht darin “trocknen” darf (es sei denn, er will sie “garen’) – dort muss der Hersteller eines Autos vielleicht auch garantieren, dass sein Fahrzeug unter allen Umständen den Normverbrauch einhält.

            • Mini-Fan says:

              Vorab mal:
              Darf jemand, wenn er die von deiner Meinung abweichende hat, diese hier im Forum etwa nicht kundtun. Oder haben wir jetzt auch hier schon Zustände wie unter Erdogan?

              Zur Sache:
              Du bist also der Meinung, BMW habe “geschönte, realitätsferne Leistungsangaben” gemacht”?
              Diese deine realitätsverfremdende Behauptung kommt mir doch etwas arg polemisch vor. Oder wie kannst du diese begründen?

              Falls du z.B. auf die Verbrauchsangaben, CO2- und NOx-Emissionen anspielen solltest: diese werden sicherlich bei BMW (wie bei allen anderen Herstellern mormalerweise auch) nach den gültigen und sogar vorgeschriebenen Normen ermittelt – damit sie untereinander vergleichbar sind (das ist deren Sinn!)
              Wenn du sagen willst, die Norm an sich (!) sei realitatsfremd, so hat das nicht BMW zu verantworten (die MÜSSEN sogar Angaben nach dieser Norm machen!) – sondern der Gesetzgeber oder die EU.
              Ich jedefalls fahre dir jedes Auto – bei vernünftiger Fahrweise – annähernd mit dem Normverbrauch.

              “In meiner Welt” bleibt man am besten bei der Wahrheit. Wozu auch gehört, das jemand so lange als “unschuldig” zu gelten hat, als dass seine Schuld nicht zweifelsfrei festgestellt ist.
              Bei der Volkswagen und der Daimler AG gibt es ja wenigstens sowas wie “Geständnisse”, zumindest die Selbstbezichtigung.

              PS.
              Nenne mir bitte EINEN Hersteller, der glaubwürdiger ist als BMW. Ich will dann gerne darüber nachdenken.

            • Mini-Fan says:

              “die Erfüllung von Vorgaben nur vortäuschen”

              Sind “in deiner Welt” “üble Nachrede” und”falsche Verdächtigung” keine Straftatbestände? In meiner schon …
              Vorsicht, sie lösen zivilrechtlich sogar Schadensersatzansprüche aus!

          • Mini-Fan says:

            “Widersinnigerweise” muss man da schon fast sagen, hat sich aber PSA gerne bei der Technologie der Teutonen (Motorenkooperation mit BMW, verbaut in NewMini II und z.B. Peugeot 308) bedient.
            Und Renault und Fiat-Chrysler haben, was die Einhaltung der Emissionen angeht, eher eine graue als eine weiße Weste.

            Das ist halt die “Ethik” der Südländer – die wir dennoch lieben.

            Wie hat mal irgendein Parlamentarier über die EU-Gesetze gesagt; die EU “ersinnt” sie, die Deutschen “machen”, die Italiener “lachen”.
            Oder so ahnlich.

          • Mini-Fan says:

            man kann sogar so weit gehen daß man sagt, *unter Ignoranz der Physik”.
            In so einem Fall sind sog. Lobbyisten die einzigste Rettung der Autokonzerne.
            Weil man das Unmögliche nicht verlangen darf.

            Was ich allerdings nicht verstehe, ist, dass man bei einer (Außenluft-) Temperatur von unter 17 oder 19 Grad C legal abschalten darf. Wie z.B. beim Opel Zafira Diesel.

          • cDorian says:

            An dieser Stelle (Norm) ist m.E. auch die Ursache für die steigenden Schadstoffe (NOx) zu suchen. Wenn gnadenlos auf CO2 Reduzierung geprügelt wird muss zwangsläufig etwas anderes leiden, in diesem Fall die Gesundheit der Menschen in den betroffenen Städten.
            Ums nochmal klar zu stellen: Ich finde die Anforderungen zur CO2 Reduzierung völlig überzogen, aber Stickoxide dürfen gerne in der “Produktion” ausgespart werden.

        • Mini-Fan says:

          “Geschönt” heißt nach meinem Verständnis der deutschen Sprache, “falsche Angaben gemacht” zu haben.

          Statt der erbetenen Quellenangabe/ Beweis schreibst du “ist allgemein bekannt” – so formuliert jemand ublichweise, wenn er gerade eben “nichts weiß”
          Und “legal” – was du, man höre un staune, BMW sogar zugestehst, bedeutet “gesetzeskonform” (kommt von lex, legis (lat.) und heißt “Gesetz” – für den Fall, das du aus einem anderen Kulturkreis kommen solltest).
          Und “unethisch” und “legal” beißt sich eigentlich nur z.B., wenn man die Scharia über das Grundgesetz stellt. Aber selbst diese “Meinung” darf man haben und sogar hier in einem Forum kundtun – man darf nur nicht danach leben.

        • Mini-Fan says:

          Wer als Fahrer (egal ob eines BMW oder sonst was) im Alltagsbetrieb mehr Leistung abfordert als im Norm-Modus vorgesehen, oder auch, wer fährt wie ein Idiot – also erst kräftig beschleunigt, um gleich im Anschluss die gewonnene kinetische Energie in Wärmeenergie umzuwandeln – der verbraucht nun mal mehr Sprit als nach Norm vorgesehen, bzw. dem ist nicht zu helfen.
          Das ist simple Physik. Das perpetuum mobile ist noch nicht erfunden. Und wird auch nicht erfunden werden.

          Ansonsten:
          Billigster BILD-Zeitungsstil:
          “Selber Schuld, BMW, das man dir die niedrigen NOx-Werte nicht glaubt” – weil mein BMW mehr verbraucht als im Norm-Zyklus”. Wie auch die Behauptung, die Verbrauchswerte stünden (nur) auf dem Papier: sie stehen (auch) auf dem Papier (geschrieben).

          Und Leute, die nur in der Lage sind, entweder etwas zu glauben” oder nicht – die sind in der Kirche besser aufgehoben als bei einer sachlichen Diskussion.

        • Mini-Fan says:

          “Ethik”

          oder Moral – das sind Attribute, die -vielleicht- auf einen Menschen zutreffen (können), niemals aber auf ein Unternehmen (dessen Ziel ist immer Gewinnmaximierung) – auch wenn BMW dies selbst behaupten sollte.
          BMW (oder eine politische Partei oder ..) kann einen Verhaltenscodex oder ein Programm oder sowas haben (wenn sie es schon so nennen, müssten sie “Ethik” in Anführungszeichen setzen).

          Im Übrigen sind die Nutznießer von Kostensenkungen (und wenn es durch Ausquetschen eines Lieferanten geschieht) DU und ICH, also der Endverbraucher. Egal, ob wir von der Milch bei ALDI reden oder von einem BMW.
          Dafür sorgt der Wettbewerb, die Konkurrenz.

          Ebenso treffen Kartellstrafen natürlich auch den Endverbraucher – wen sonst?

          Bedenklich finde ich allerdings, dass der VW-Konzern trotz eines über 10 Jahre hinweg begangenen Vergehens nach der einmaligeb Aufwendung von 22 Mrd. nach nur einem halben Jahr in der Verlustzone schon wieder Milliardengewinne ausweist. Also hat sich der “Betrug” (der keiner ist) “gelohnt*.

    • Mini-Fan says:

      Hast du Insiderwissen – weil du schreibst: “Auch BMW hat getrickst und getäuscht wie die Weltmeister .. es trifft auch in München nicht den Falschen”?

      Quelle?

    • Mini-Fan says:

      “nicht so offenkundig illegal”

      will heißen:
      “Illegal, wenn auch verdeckt”

      Das ist gerade eben nicht dasselbe wie “gerade noch so diesseits der Legalität”

      Frechheit, diese Behauptung!

      Ebenso:
      *bis zur Schmerzgrenze und dann noch ein wenig mehr”:

      Das ist so dumm wie die Werbung “bis zu 50% Rabatt und mehr”:
      Was denn nun: unter 50% oder über 50%? Oder beides?

    • Mini-Fan says:

      Seit wann ist eigentlich jemand gezwungen, BMW zu beliefern? Ah, ich verstehe, ein “Knecht” ist ja abhängig von seinem Dienstherrn” (BMW).

  6. Dailybimmer says:

    Fakt ist, auch Bmw muss etliche Diesel Fahrzeuge umrüsten.

    amp/www.sueddeutsche.de/auto/abgasskandal-ein-bisschen-nachruestung-fuer-dieselautos-1.3593209!amp

    • manuelf says:

      Unglückliche Formulierung! Der Staat bestimmt nachträglich!, dass Euro5 konforme Diesel nun nicht mehr in bestimmte Innenstädte sollen. Obwohl diese Fahrzeuge korrekt EU5 erfüllen. Nun haben sich Hersteller und Regierung zusammengesetzt, um zu überlegen, wie man den Besitzern solcher Fahrzeuge trotzdem helfen kann. BMW muss hier also gar nichts, sondern entscheidet im Interesse seiner Kunden (und damit im Eigeninteresse), sich was für diese legalen Bestandsfahrzeuge einfallen zu lassen, damit die Kunden trotzdem in die Innenstädte dürfen.

      • Mini-Fan says:

        Bitte um Entschuldigung, habe soeben Dailybimmer geantwortet – ohne bemerkt zu haben, das Du ihm bereits geschrieben hast.
        Dem ist nichts hinzuzufügen.

        • Dailybimmer says:

          Expert sind sich einig das ein Nachrüsten per Software bei den betroffenen VAG Dieselfahrzeuge die Motoren langfristig schaden würden. Leistungsverlust und Mehrverbrauch nicht ausgeschlossen. Bei nicht befolgen droht die Stilllegung.

          • Mini-Fan says:

            Vom Hersteller (!) können die Autokäufer GAR NICHTS einfordern. Mit dem haben sie nämlich i.d.R. gar keinen Vertrag.

            • Dailybimmer says:

              Zumindest Regressansprüche usw.

              • Mini-Fan says:

                dann muss der (im Prozess unterlegene) VW-Händler gegen die Volkswagen AG klagen – solange er noch nicht pleite gegangen ist.
                Im Falle eines Vergleichs mit dem Kunden allerdings dürfte der Händler leer ausgehen.

      • Dailybimmer says:

        BMW hat sich gegenüber der bayerischen Landesregierung zur Nachrüstung etwa der Hälfte ihrer Dieselautos mit der älteren Norm Euro 5 bereiterklärt.

    • Mini-Fan says:

      MÜSSEN tun sie (vorerst) gar nichts!

      Die Euro5-Autos von BMW erfüllten die Norm, bei Zulassung.

      Wenn die sich jetzt kürzlich mit der Politik (in Bayern) dahingehend verständigt haben, das sie per Softwareeingriff diese Autos die Norm übererfüllen lassen – zum Zwecke der Vermeidung von Diesel-Fahrverboten in München -, so ist das freiwillig – also kein “Müssen”.
      Und soweit ich weiß, machen sie das auch nur unter dem Vorbehalt, das dies markenübergreifend geschieht – also nicht nur BMW und Audi, seit Neuestem auch Mercedes und mal wieder VW – sondern auch andere mitmachen.

      BMW will sich wohl nicht selbst an den Pranger stellen. Und sich mit Audi in einen Topf werfen. Zu recht.

    • Mini-Fan says:

      zu dem Link – der glaube ich auf focus.de verweist:

      Zitat:
      “… haben alle einen zu kleinen AdBlue-Tank verwendet”

      Schwachsinn!

      Es gibt keinen zu kleinen Tank!
      Allenfalls zu wenig eingespritztes AdBlue (aber wohl nicht bei BMW).

      Und bei BMW-Fahrzeugen gilt:
      Wenn der AdBlue-Tank leer ist – dann fährt der BMW nicht mehr weiter!
      Also, was wollen die von BMW??

  7. Dailybimmer says:

    Der auf dem Bild oben gezeigte Mercedes schielt eindeutig Richtung Bmw. Noch nie sah ein Fahrzeug von Mercedes von vorne einem Bmw so ähnlich wie dieser AMG GT. Schmale und scharfgezeichnete Scheinwerfer treffen auf Haifischkühlergrill?. Die Heckansicht dagegen scheint von Porsche kopiert worden zu sein.

    • DropsInc. says:

      Da geb ich dir teilweise recht. Wie die Scheinwerfer zum Grill geführt werden. Die Sicken bzw. Lichtkanten auf der Haube. Und der sogenannte Hundeknochen (Frontlippe) hat in der Tat etwas gemein mit BMW. Wenn du jetzt den Grill zweiteilst, hmmm.

  8. Dailybimmer says:

    @Dropsinc

    Die Rollenverteilung muss wieder klar gegliedert sein. Wie eh und je verkörpert Mercedes das Altherrenauto/Taxiauto mit auf einige Ausnahmen siehe AMG, während Porsche und Bmw grundsätzlich sportliche Autos für den anspruchsvollen und sportlichorientierten Fahrer bauen, mit einige Ausnahme bei Bmw, wenn man den 2er Active Tourer (Pempersbomber) und den 6er GT dazuzählt.

  9. Dailybimmer says:

    Mit dem AMG GT 4 Türer möchte Mercedes offensichtlich den enttäuschten Mercedes Kunden zeigen an welche Automarken sich Mercedes orientiert, bzw wohin die Reise für Mercedes gehen soll. Oder anders ausgedrückt auf welche Automarken Sie umsteigen sollen, nämlich auf Bmw und Porsche.

    • Mini-Fan says:

      das wissen wir ja alles – aber das “Abschalten” ist (wohl aber zu lasch formuliert) an Bedingungen geknüpft, z.B. zum Motor- und Bauteileschutz.
      Ganz bestimmt nicht an die “Bedingung”, dass sich das Auto nicht auf einem Prüfstand befindet oder an die Bedingung, das noch genügend Harnstoff im AdBlue-Tank ist.
      Das ist auch in Europa nicht zulässig.

      Wenn Gesetze nicht schon vom Wortlaut her eindeutig formuliert sind (also wenn da z.B. nicht explizit “Motorschutz” drinsteht, dann sind sie im Ernstfall von den Gerichten “nach Sinn und Zweck der Gesetzesnorm” auszulegen, notfalls wird hierzu sogar die Entstehungsgeschichte der Norm herangezogen (“was wollte der Gesetzgeber mit der Norm erreichen?”)

      Ganz so einfach ist die Sache nicht.

    • Mini-Fan says:

      ja, den Grenzwert (besser: “Normwert”) mus man nur auf dem Prüfstand einhalten.
      Völlig logisch.

    • Wombat says:

      Genau den Artikel hab ich auch gerade gelesen.
      Da fällt mir nur eines zu unserem beliebten Betrügerverein ein: Vorsprung durch Technik!
      😀

    • Dailybimmer says:

      Das kommt einem Dolchstoß gegen sich selbst, also in dem Fall Audi, gleich. Das habe ich schon immer gespürt, nicht nur vermutet, wie mein Bauchgefühl mir schon sagte und der täuscht sich so gut wie nie, Audi ist und war schon immer neidisch auf die Bayerische Motoren Werke mit Stammsitz in der bayerischen Landeshauptstadt, also im Herzen Bayerns für ihren wahren Vorsprung durch Technik und natürlich auf deren Erfolg 🙂

    • cDorian says:

      Zitat: “Wird das Gemisch aus künstlichem Harnstoff und Wasser in den
      Verbrennungsprozess von Diesel eingespritzt, neutralisiert es
      giftige Stickoxide.”
      In den Verbrennungsprozess?
      Streng genommen reden wir hier vom Gegenteil (Selektive katalytische Reduktion) aber davon abgesehen vor allem nicht vom Motor.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Find us on Facebook

Tipp senden