Mercedes X-Klasse 2018: Der Pickup mit Stern wird Realität

Sonstiges | 19.07.2017 von 32

Auf der Suche nach neuen Segmenten und Lücken im eigenen Portfolio ist Daimler erneut fündig geworden. Mit der neuen Mercedes X-Klasse wollen die Schwaben nicht …

Auf der Suche nach neuen Segmenten und Lücken im eigenen Portfolio ist Daimler erneut fündig geworden. Mit der neuen Mercedes X-Klasse wollen die Schwaben nicht weniger als den Lifestyle-Pickup erfunden haben, schon in der Überschrift wird die neue Baureihe als “der erste Pickup eines Premiumherstellers” einsortiert. Die selbstbewusste Positionierung wird auch optisch sofort deutlich, denn der Mercedes-Stern prangt prominent an Front und Heck des vielseitig nutzbaren Pickup-Trucks.

Nur in der Seitenansicht könnte es zu Verwechslungen kommen, denn die technische Basis des jüngsten Gemeinschafts-Projekts von Renault-Nissan und Mercedes-Benz ist aus dieser Perspektive unübersehbar: Unter dem Blech der neuen Mercedes X-Klasse steckt der seit 2015 angebotene Nissan Navara. Und mit dem Renault Alaskan gibt es sogar noch einen “dritten Zwilling”, der ebenfalls die gleiche Technik nutzt.

Auf der Leiterrahmen-Architektur lässt sich problemlos eine Euro-Palette transportieren, rund eine Tonne Zuladung setzen im Alltag so gut wie keine Grenzen. Die 5,34 Meter lange und 1,92 Meter breite Mercedes X-Klasse qualifiziert sich so durchaus zum Lastesel, grenzt sich aber auch nicht von den günstigeren Modellen der Renault-Nissan-Allianz ab. Das passiert hingegen im Innenraum, der in den beiden teuren Ausstattungslinien Progressive und Power etwas hochwertiger ausgestattet werden kann. Diverse Assistenzsysteme und das vernetzte Infotainmentsystem COMAND sprechen ebenfalls die Sprache von Mercedes-Benz.

Die Motoren sind von Renault und Nissan bereits bestens bekannt, zum Marktstart Ende 2017 kommen je nach Region zwei 2,3-Liter-Diesel mit 163 und 190 PS sowie ein 165-PS-Benziner zum Einsatz. Erst Mitte 2018 folgt mit dem bewährten, aber kurz vor der Ablösung durch die neuen Reihensechszylinder stehenden V6-Diesel ein Motor aus dem Mercedes-Regal.

In Deutschland wird die Mercedes X-Klasse zu einem Preis von mindestens 37.294 Euro verkauft, ab November sollen die ersten europäischen Kunden den Pickup fahren können. In den folgenden Monaten folgt die Einführung in Südafrika, Australien, Argentinien und Brasilien – allesamt Märkte, in denen sich die sogenannten Midsize-Pickups seit Jahrzehnten großer Beliebtheit erfreuen und entsprechend eindrucksvolle Stückzahlen möglich sind.

Dr. Dieter Zetsche (Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars): “Das Segment der Midsize-Pickups ist reif für ein Premiumfahrzeug. Mit der X-Klasse werden wir dieses Segment für neue Kundengruppen öffnen, so wie wir vor über 20 Jahren mit der M-Klasse das Offroad-Segment neu definiert haben. Unser Pickup überzeugt als Arbeitstier genauso wie als Familien- und Lifestylefahrzeug. Kurz gesagt: Die X-Klasse ist der Mercedes unter den Pickups.”

Wilfried Porth (Vorstandsmitglied der Daimler AG, Personal und Arbeitsdirektor, Mercedes-Benz Vans): “Mit der X-Klasse schließen wir eine Lücke im Portfolio, an der Schnittstelle zwischen Pkw und Nutzfahrzeugen. Mit dem Vito und der V-Klasse ist Mercedes-Benz Vans dort bereits international sehr erfolgreich. Auch mit dem Pickup haben wir unterschiedliche Märkte auf der Welt im Blick. Mercedes-Benz Vans richtet sich dadurch noch internationaler aus.”

Volker Mornhinweg (Leiter Mercedes-Benz Vans): “Die X-Klasse ist der erste echte Pickup, der mit Pkw-Eigenschaften überzeugt. Robust, belastbar und geländegängig, wie es ein Pickup sein muss. Ästhetisch, fahrdynamisch, komfortabel, sicher, vernetzt und individuell, wie man es von einem Mercedes erwartet. Damit verschiebt die X-Klasse die Grenzen der klassischen Pickup-Welt und macht diese Fahrzeugklasse auch für die private Nutzung attraktiv. Mit drei Ausstattungslinien und einem umfassenden Individualisierungsprogramm bieten wir für unterschiedliche Kundengruppen und ihre Bedürfnisse das optimale Fahrzeug.”

Gorden Wagener (Chief Design Officer Daimler AG): “Wie kein anderer Pickup schafft die X-Klasse die Balance zwischen tough und elegant und ist somit hot und cool zugleich. Mit ihrem puristischen und gleichzeitig extrem emotionalen Design verfolgt die X-Klasse einen radikal neuen Ansatz für Pickups.”

32 responses to “Mercedes X-Klasse 2018: Der Pickup mit Stern wird Realität”

  1. captainbmw says:

    Da werden sich die bekloppten im nahen Osten und Afrika aber freuen.
    Ausstattungslinie “MG-Line”.

    • Mini-Fan says:

      Oder “IS-Edition”.

      Da sind die Leasing-Raten allerdings komplett im Voraus zu zahlen. Wegen der 100%-igen Wahrscheinlichkeit von Selbstmordattentaten.

  2. Fagballs says:

    Wenn die anderen Nutzfahrzeuge nicht reichen, um in der Zulassungsstatistik vor BMW zu liegen, muss halt noch ne Kategorie her :p

  3. Polaron says:

    Wo bleibt das BMW-Pendant?

    Wenn es schon Vans und Mini-Vans im Modellangebot gibt, sollte man auch hier dem Mitbewerber nicht nachstehen…

    Auch über Konkurrenten zum Sprinter und Citan sollte man nachdenken. 😉

  4. DropsInc. says:

    Ich bin ein Freund von solchen Brummern, jedoch war die Studie um einiges besser. Von der Seite Typisch Nissan, von vorn nen GLE und von hinten der VITO. So richtig haut er mich nicht um, habe mich auf das Fahrzeug X gefreut. Demnach sollte das X bei BMW bleiben. Ansonsten mutiger Schritt, kann aber nachvollziehen das er für den europäischen Markt gebaut wird, für die Amis wird er nix besonderes sein, Pickups bauen se definitiv besser.

  5. Torsten Windbeutel says:

    Auf der Suche nach neuen Segmenten und Lücken im Portfolio ist Daimler endlich fündig geworden.

    Die Zielgruppe wird es Zetsche ewig danken, mit der X-Klasse demnächst durch die Schorfheide zu fahren, schließlich müssen noch
    1.375 Gemälde, 250 Skulpturen, 108 Wandteppiche, 200 Stück wertvoller Möbel, 60 persische und französische Teppiche, 75 farbige Fenster und 150 andere Kunstgegenstände zum “Hort der Kunst” chauffiert werden.

    Nur die Seitenfenster der X-Klasse sind doch ein wenig mickrig ausgefallen, eben kein Vergleich mit Carinhall.

  6. Dailybimmer says:

    Alle reden vom hochautomatisierten Fahren und von Elektroautos wie den Bmw i Next usw, die Zukunft gehört aber auch einer ganz anderen Fahrzeuggattung, nämlich den fliegenden Autos. Dieses Segment darf sich Bmw auf keinen Fall entgehen lassen. Wer weiss vielleicht schafft es Bmw noch vor Ende diesen Jahrhunderts als erster Premium Massenhersteller der Welt fliegende Autos aus Carbon mit Tarnkappen- und Luft und Raumfahrtechnik zur Großserienreife zu bringen, so wie Bmw einst mit Turbinenbau für Flugzeuge angefangen hatte. Klingt nach Utopie könnte aber bald in Zukunft im Jahr 2100 oder vorher durchaus Realität werden.

    https://www.google.de/amp/m.bild.de/auto/auto-news/auto-messen/fliegendes-auto-51390388,view=amp.bildMobile.html

  7. Mini-Fan says:

    Was macht BMW nur falsch?

    Die geben weit über 2 Mrd. EUR aus – nur, um einen i3 zu entwickeln.

    Und die Daimler AG stampft für schlappe 300 Mio. EUR “Terra X” aus dem Boden!
    Ist zwar nur ein Renault-Datsun.
    Und wird auf deren Bändern gebaut.
    Aber mit Umlabeln kennt man sich ja aus: Clio – Smart, Kangoo – Citan, Original-Renault-Diesel in der A-Klasse …

    Fairerweise muss man bei Daimler intern noch die Kosten i.H.v. 210 Mio. EUR für Dieselgate 2.0 hinzurechnen – macht dann summa summarum Kosten von 0.5 Mrd. EUR für den “X” – schließlich muss man ja schnell den Diesel rehabilitieren, denn der X dürfte ja ausschließlich mit Dieselmaschinen verkäuflich sein. Deshalb also der “freiwillige” Rückruf sämtlicher in der EU verkaufter EU5- und EU6-Diesel.

    Ja, es IST (auch) bei Mercedes eine Abschalteinrichtung, die erkennt, ob Prüfstand ja/ nein !!!

    • Frank Schmidt says:

      “Ja, es IST (auch) bei Mercedes eine Abschalteinrichtung, die erkennt, ob Prüfstand ja/ nein !!!”

      Dann wissen Sie allerdings mehr als bislang öffentlich bekannt. Dort ist ja (wie bei anderen Herstellern) “nur” von der Thermofenster-Problematik die Rede, also der Frage wie der Ausnahmetatbestand für Motorschutz in den einschlägigen Vorschriften richtig zu interpretieren ist bzw. bei welchen Außentemperaturen abgeschaltet werden darf. Eine Software zur Erkennung von Prüfläufen ist bislang mW nur bei VW und Fiat identifiziert worden. Woher haben Sie diese Erkenntnisse?

      • Mini-Fan says:

        Ich habe das definitiv (!) gelesen, und zwar mehrfach. Nicht in der sog. (Auto-) Fachpresse, sondern in irgendwelchen Wirtschaftsnachrichtenmagazinen
        (DerSpiegel, Manager Magazin? – tut mir leid, ich habe es mir nicht gemerkt).
        Mir (!) ist der Unterschied zwischen Thermofenster-basierter Abschaltung und Prüfstandserkennung so klar wie einem Herrn Stadler + was man leider vermutlich aber noch lange nicht von jedem Journalisten behaupten kann.

        PS.
        Wenn mein Post bei BT eine Doktorarbeit wäre, dann hätte ich mir die Quelle gemerkt und richtig zitiert.
        Jedenfalls stammt die Erkenntnis des Blattes aus einem Untersuchungsbericht der StA anlässlich der Razzia bei der Daimler AG, der dem Blatt vorliegen würde (wie die da ran kommen, ist mir schleierhaft – es sei denn, die StA hat es selbst kommuniziert).

      • Mini-Fan says:

        Auch was den Opel Zafira Diesel anbetraf, hatte ich (vor vielen Monaten) im Spiegel Auszüge aus dem (decomplierten) Programmcode gesehen, wo man “nachlesen” konnte, dass es dort sinngemäß Abfragen gab à la “if Abgasmessdauer > 22 min” oder “if v > 120 km/h”.
        Restriktionen, die beide im europäischen Abgastestzyklus nicht greifen können, weil der nur 20 min dauert und 120 km/h dort nicht erreicht werden.

  8. Mini-Fan says:

    Höher- “Positionierung” –

    ein alter Hut, bei Daimler.
    Kennen wir alles, z.B. an ein C-Klasse-Coupé einfach ein “E” dranpappen, den Premium-Aufschlag in der Preisliste nicht vergessen, fertig!

    Dto. bei Clio und Kangoo.

    Die neueste Gleichung lautet:

    Stern + Nissan Navarra = X.

    • Quer says:

      Hey Mini-Fan, du kannst mir sicherlich weiterhelfen. Fahre zur Zeit noch ein 435d xDrive GC heute habe ich die Vin für mein neues 430i xDrive GC erhalten.
      Wenn ich jetzt die Nummer in den VinDecoder eingebe werden auch die ganzen SA’s aufgelistet.
      Was ist der “CO2 Umfang” und “Blow-by-heizer”

  9. Dailybimmer says:

    Auf Basis des nächsten X5, oder in Kooperation mit Toyota als Kompetzenpartner, ließe sich so etwas innerhalb kürzester Zeit mühelos auf die Beine stellen. Allerdings müsste der US Werk in Spartanburg vorher stärker ausgebaut werden wie ursprünglich geplant.

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