Euro-5-Diesel: BMW verspricht Nachrüstung für saubere Abgase

News | 29.06.2017 von 29

Per Software-Update sollen ältere Euro-5-Diesel zu mehr Sauberkeit erzogen werden. BMW und Audi planen entsprechende Nachrüst-Lösungen für ihre Autos.

Bei einem Spitzengespräch von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), den führenden Köpfen der bayerischen Autobauer BMW und Audi sowie dem MAN-Vorstandsvorsitzenden Joachim Drees haben sich die Beteiligten auf ein Programm zur Nachrüstung älterer Fahrzeuge mit Diesel-Motor geeinigt. Dabei geht es ausdrücklich nicht um etwaige Nachbesserungen, weil zuvor gültige Gesetze nicht eingehalten wurden. Ziel ist es vielmehr, die vor einigen Jahren gesetzeskonformen Euro-5-Diesel mit Hilfe heutiger Technik auf einen noch saubereren Stand zu bringen und so die große Bestandsflotte nachträglich zu optimieren.

Neben dem Software-Update (Details siehe unten) für ältere Euro-5-Diesel schreibt die gemeinsame Erklärung auch fest, dass die bayerische Staatsregierung noch im Juli Vorschläge für ein zeitlich befristetes Programm mit Kaufanreizen für aktuelle Euro-6-Diesel machen soll. Insbesondere alte Diesel mit den Abgasnormen Euro 3 und Euro 4 sollen so aus dem Stadtbild verschwinden und durch aktuelle, erheblich sauberere Modelle abgelöst werden.

Zum Thema Nachrüstung und Software-Update für ältere Diesel führt die “Gemeinsame Erklärung der Bayerischen Staatsregierung und der bayerischen Fahrzeugindustrie zur Luftreinhaltung” aus:

Ertüchtigung von Euro-5-Diesel-Pkw
Audi und BMW sagen zu, dass mindestens 50 Prozent ihrer Euro-5-Diesel-Pkw-Flotte ein für die Absenkung der Stickstoffoxid-Emissionen im innerstädtischen Bereich relevantes Niveau erreichen können. Würde dies bundesweit und markenübergreifend in gleicher Weise umgesetzt werden, könnten rund 20 Prozent Absenkung der Stickstoffoxide im Euro-5-Bestand in den kommenden fünf Jahren erreicht werden. Dazu bietet ein von der TU Graz entwickeltes Konzept eine sehr gute Basis. Dieses Konzept könnte laut Audi und BMW Grundlage für eine bundesweit einheitliche Regelung sein. Die bayerische Automobilindustrie empfiehlt, dieses Konzept und die dort genannten technischen Randbedingungen zur Erreichung der Optimierung von Euro-5-Dieselfahrzeugen anzuwenden. Die bayerische Automobilindustrie startet umgehend die Vorbereitungen und kann die hierfür nötige Software-Entwicklung und Bereitstellung im Service ab Festlegung aller wesentlichen Rahmenbedingungen im Dialog mit den zuständigen Bundesbehörden binnen Jahresfrist zusagen.
Die für diesen Software-Upgrade geeigneten Diesel-Pkw mit Euro-5-Standard werden damit auf den modernsten Stand gebracht. Die Bayerische Staatsregierung setzt sich für eine zügige Definition einer bundeseinheitlichen Regelung für einen Software-Upgrade bei Euro-5-Diesel-Pkw ein. Diese soll im Einklang mit der bestehenden Zertifizierung erfolgen, soll also keine negativen Auswirkungen auf die zertifizierten Eigenschaften zu Verbrauch, CO2-Ausstoß sowie Geräuschen oder auf die Haltbarkeit eines Fahrzeugs haben. Die bayerische Automobilindustrie regt an, den Nachweis der Schadstoffreduzierung durch eine erweiterte Prüfstandmessung auf Basis eines auf innerstädtischen Verkehr modifizierten WLTC-Zyklus zu erbringen. Das Messprogramm soll durch eine unabhängige Stelle begutachtet werden. Die bayerische Automobilindustrie verpflichtet sich, die Kosten für die Umrüstung hinsichtlich der Entwicklung und Zertifizierung zu übernehmen und in den Werkstätten zum Selbstkostenpreis anzubieten. Vorbehaltlich einer bundeseinheitlichen Regelung wird eine Kostenneutralität für die Kunden angestrebt.

Horst Seehofer (Bayerischer Ministerpräsident): “Unser gemeinsames Ziel ist es, die Stickstoffoxidbelastung zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung in den besonders betroffenen größeren Städten Bayerns schnell, wirksam und nachhaltig zu senken. Wir wollen dabei aber auch dem Mobilitätsbedürfnis der Menschen und der Wirtschaft Rechnung tragen, die Funktionsfähigkeit unserer Städte gewährleisten und die Attraktivität Bayerns als führendem Automobilstandort erhalten. Es gilt, Mobilität, Gesundheitsschutz und Ökologie miteinander zu vereinen und pauschale Fahrverbote in Innenstädten zu vermeiden.
Die heutige gemeinsame Erklärung ist Grundlage für die weiteren Gespräche mit Kommunen und Wirtschaft. Sie kann ein Vorbild sein für den angekündigten nationalen Autogipfel für ganz Deutschland. Als weltweit führender Automobilstandort werden wir auch die Aufgabe der Luftreinhaltung gemeinsam und im engen Schulterschluss mit den Fahrzeugherstellern bewältigen.”

Harald Krüger (Vorstandsvorsitzender der BMW Group): “Unsere Kunden verlassen sich zu Recht darauf, dass BMW-Dieselfahrzeuge alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Sie haben deshalb einen Anspruch auf stabile Rahmenbedingungen. Wir meinen, es gibt intelligentere Optionen als Fahrverbote. Schon die Diskussion darüber verunsichert Millionen von Autofahrern. Deshalb unterstützen wir die Initiative der Bayerischen Staatsregierung für eine umfassende und nachhaltige Verbesserung der Luftqualität in unseren Städten.”

Prof. Rupert Stadler (Vorstandsvorsitzender der Audi AG): “Wir werden gemeinsam an vielen Stellschrauben drehen müssen. Dazu gehört neben der Optimierung älterer Diesel-Aggregate auch eine intelligente Verkehrssteuerung, der Ausbau der Elektromobilität aber auch der Ausbau des Erdgasantriebs. Wir haben mit unserer Pilotanlage, die synthetisches Methangas mit Hilfe regenerativer Energie erzeugt, dazu eine vielversprechende Technologie entwickelt.”

Joachim Drees (Vorstandsvorsitzender der MAN SE und der MAN Truck & Bus AG): “Auch wenn mancher noch ein anderes Bild im Kopf haben mag – moderne Lkw- und Busdieselmotoren sind heute schon sehr sauber. Seit Ende 2012 wird die Einhaltung der niedrigen Abgaswerte im realen Straßenbetrieb überprüft. Trotzdem ist der Weg für MAN klar: Die Zukunft des städtischen Personennahverkehrs und des Lieferverkehrs in der Stadt ist elektrisch. Wir starten darum Ende 2019 mit der Serienproduktion eines vollelektrischen Stadtbusses. Öffentliche Verkehrsmittel – am besten mit Elektromotor angetrieben – spielen für uns die entscheidende Rolle zur Bewältigung städtischer Verkehrsprobleme. Die Erklärung, die wir heute unterzeichnet haben, und die Unterstützung, die uns die Bayrische Regierung für die Flottenerneuerung zugesagt hat, ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.”

29 responses to “Euro-5-Diesel: BMW verspricht Nachrüstung für saubere Abgase”

  1. simons700 says:

    Ganz schlechtes Timing mit de News.
    Leist man ja zur Zeit überall: “BMW und Audi versprechen Nachrüstung für saubere Abgase”
    Liest sich als ob es um vom Dieselskandal betroffene Fahrzeuge geht und BMW da nachbessern müsste.
    Dass es aber eigentlich um die EU5 Diesel geht die wegen des Fahrverbots auf EU6 angehoben werden können wird bei den meisten Leuten untergehen 🙁

    • Kommentator says:

      “Dass es aber eigentlich um die EU5 Diesel geht die wegen des Fahrverbots auf EU6 angehoben werden können wird bei den meisten Leuten untergehen”

      > aber irgendwas müssen sie ja TUN(EN) …
      sonst bricht der Diesel-Absatz weiter ein …
      … einfach den Diesel (etwas) aus dem Gerede bringen …
      … nur TESLAsieren (d.h. labern + ankündigen) reicht nicht …

      ABER:
      die Euro-4-Diesel aus dem Alltag verbannen ??
      > wieder mal Vernichtung von Volkseigentum
      … und Ankurbelung der Neuwagenkäufe

      ? Verschrottungsprämie ?
      Hat die BAFA wieder Geld zu viel?

    • M54B25 says:

      Naja ich würde das schon nach den beiden beteiligten Firmen unterscheiden. Bei Audi sind die EA189 Motoren ja genau die Euro-5-Motoren die vom Dieselskandal betroffen sind. Bei BMW nach dem aktuellen Sachstand nicht. Daher ist die Meldung auch klar in diese Richtung interpretierbar!

      Was ich mir in dieser Meldung allerdings nicht mal ansatzweise erklären kann, ist die Software-Updatevariante. Wir sprechen hier ja z.T. von der 10fachen Menge an zu verringernden Schadstoffe – wie das nur mit Software gehen soll, möchte ich wirklich gerne mal nachlesen.

      Ende der 90er Jahre im Windows Fieber gab es ja auch eine Firma (Softram) die durch einen Softwaretreiber versprichen hat den Arbeitspeicher (RAM) von PC’s zu verdoppeln. 1 Jahr lang haben die Werbung gemacht, sich dann beim Erstverkauf eine goldene Nase verdient und als dann der erste seriöse Test des Heise-Verlages kam, der das als komplette Verblendung/Verlödung darstellte (was auch nicht anders zu erwarten war) wurde es ganz still. Ich erwarte hier ähnliches in diesem “Software-Updatze” Ansatz der beiden Hersteller.

      Ich glaube aber auch das in der neuen Legislaturperiode Diesel-5 Nachrüstaktionen stattlich gefördert werden, die dann mit Hardware (Harnstoffeinspritzung) auf Euro-6 kommen könnten. – Vom bis dato Diesel-vergifteten Steuerzahler finanziert…

      • Mini-Fan says:

        “Software-Update” –

        dieses Mal für die Steuergeräte von ABS und ESP bei VW.

        Eine “thermomechanische Überlastung” in diesen beiden Steuergeräten behebt der VW-Konzern bei allein 385.000 Fahrzeugen in der BRD mal wieder “per Software-Update”.

        Tut mir leid, aber das übersteigt meinen Horizont. Wird das Steuergerät vielleicht wegen zuvieler Rechenoperationen heiß? Und das will man per Software beheben? Also vielleicht die Anzahl der Rechenoperationen verringern?
        Vielleicht hilft mir ein anderer User hier mal auf die Sprünge …

        (Quelle: Die Welt, von heute abend 30.06.17)

        • M54B25 says:

          Kann gut und gerne sein, dass das Steuergerät sinnlos Rechenoperationen ausführt obwohl es gar nichts zu regeln gilt. Oder das mit einem Compiler gearbeitet wurde der einen schlechten Code erzeugt und die registerspezifische Programmierung der CPU nicht optimal ausnutzt. Seitdem Pentium Zeitalter wird ja bei PC’s zwar immer noch CISC Code angeliefert obwohl die Kisten in Wirklichkeit RISC CPUs sind.

          Habe gerade mal nachgelesen welche Modelle und Baujahre betroffen sind, da der Regierungswagen auch ein VW ist… Und jetzt kommt der Hammer zur Funktionsweise des Software-Updates, Zita VW: “Diese Software überprüft die Funktion des ABS/ESP-Steuergerätes regelmäßig und zeigt einen Fehler durch die ABS-Warnlampe an.” – WTF? Da wird gar nichts korrigiert oder gar behoben – da wird einfach nur der Fehler angezeigt und gut ist!

          Das müssen die gleichen Jungs sein, die den neuen LMM beim EA189 programmiert haben, nachdem ein 10€ Luftstromberuhiger-Kästchen eingebaut wurde – die haben auch nur die Versionsnummer des Updates hochgezählt und an der Funktionalität der Emmissionsverringerung nichts, aber auch gar nichts gemacht!

          • Mini-Fan says:

            Vielleicht darf man noch wenigstens auf einen Qualitätsjournalismus beim “Spiegel” hoffen, der die Sache soweit hinterfragt, daß auch die im Bereich IT/ Maschinenbau etc. vorgebildete Leserschaft intellektuell einigermaßen nachvollziehen kann, was bei den diversen Software-Updates “korrigiert” wird – und vor allem, warum erst jetzt. Wenigstens plausibel sollte eine Erklärung sein.
            Die Herren Dobrindt und Seehofer jedenfalls haben auch ohne Aufklärung anscheinend schon “verstanden” – wozu ich mich außerstande sehe.

            • Mini-Fan says:

              Warum geht man nicht einfach hin und ist ehrlich und sagt:
              Gut, die Abgasgesetze bei Euro 4 und Euro 5 waren untauglich bzw. zu leicht zu umgehen. Nun werden halt Autos einfach weitergefahren (irgendwann sie sie eh Schrott) und wir fördern jetzt den Export dieser Fahrzeuge in den Ostblock, in den Nahen Osten oder nach Afrika, die sind froh drum. Aber den ganzen Umrüstungsquatsch, vor allem per Hardware, lassen wir bleiben.
              Und diese Exportprämie finanzieren wir durch eine Mineralölsteuererhöhung auf Dieselkraftstoff. Damit die Leute jetzt vermehrt Benzin-Hybriden kaufen, das Angebot ist ja mittlerweile groß.

            • M54B25 says:

              Beim Spiegel ist Tom Grünweg für Autos zuständig – da kannst Du ja mal nachschauen wer das ist bzw. wie viele Artikel pro Tag der liebe Tom so ind er gesamten Printlandschaft produziert. Da müsste der Tag schon 72h haben damit das auch wirklich eine Person wäre.

              Die von Dir genannte CSU Autofraktion ist jenseits von Gut und Böse im Bösen angesiedelt – was der Herr Verkehrsminister in dieser Wahlperiode abgeliefert hat, wären Abmahnungen und Kündigungen am laufenden Band – EA189 ist da nur der Höhepunkt, die Maut die Kür!

              Ich bin da auch sehr gespannt wie dieses ja nun definitiv sicherheitsrelevante Thema weiter geht. Aber das ist ja vielleicht auch die VW-Fahrzeugzukunft – ach da geht was nicht am Auto – na dann lassen wir mal die Lampen leuchten. Das freut den TÜVer – denn bei einer leuchteten ABS-Lampe wird die HU versagt – Danke für DIESES Update VW!

              • Mini-Fan says:

                “ABS-Lampe = ein”

                Horch(t), horch(t), bei Audi (lat.) und VW:

                Ist doch die klassische Anwendung für ein Defeat Device – also kein Problem für die (kostenpflichtige Fehlerbehebung nach der 1. TÜV-Termin, in der VW-Werkstatt):

                Zeile im Programm-Kot:

                “If ABS-Leuchte == on” then “set ABS-Leuchte = 0”

                • M54B25 says:

                  Hihi – genau so nach dem kostenfreien “Sicherheits-Update” kommt dann das kostenpflichtige HU-Update.

                  Kot=Code -> ymmd!!!

  2. Polaron says:

    Ich frage mich, wie das nur mit einem Software-Update funktionieren soll.

    Gäbe es tatsächlich eine derartige Lösung, die ohne Nachteile (Leistungseinbußen, Verbrauchserhöhung, etc.) die Schadstoffemissionen reduziert, warum hat man dann den Kunden nicht schon vor dem Dieselgate entsprechende Verbesserungen (z. B. im Rahmen des Kundendienstes) zumindest mal angeboten?

    Klar, den Kunden oder der Umwelt zuliebe kommt dieser Vorstoß in erster Linie nicht – es geht mal wieder um wirtschaftliche Eigeninteressen (den Ruf des Diesels nicht noch weiter ramponieren zu lassen und Kunden durch evtl. Fahrverbote zu verärgern bzw. zu verlieren). Sich jetzt auch noch mit Audi in ein Boot zu setzen und in diesem Zuge auch noch das Wort ‘Software’ überhaupt zu erwähnen, halte ich auch für keine gute Idee.

    • Mini-Fan says:

      Nein, BMW und Audi gemeinsam in einem Satz zu erwähnen – ist wirklich keine gute Idee.
      An BMW’s Stelle würde ich mich mit denen nicht mal an einen Tisch setzen.

      Und dieser Seehofer (ist der Physiker, Chemiker? Oder auch Taxifahrer oder was?) läßt sich wieder mal die Sacke vollmachen (am Schlimmsten ist: BMW spielt dieses Spiel nun auch mit!)

      Einfache Frage:
      Wenn man durch reine Software (das ist keine “neue Technik”: “mithilfe heutiger Technik” heißt es oben im Text!) die Emissionen verringern kann:

      Warum hat man dies nicht schon vor Jahren getan – also als diese Euro 5-Autos das Fließband verließen???

      Tut mir leid, BMW und BT, diese Absichtserklärungen und dieses Vorgehen ist eine Beleidigung unserer Intelligenz.

      • Kommentator says:

        “Oder will man uns seiten BMW/ Audi/ VW weismachen, die Programmierer seien vor 10 Jahren “dümmer” gewesen?”
        >> … könnte doch schon sein … oder? … oder eher andersherum?

        In D. nimmt die Dummheit (siehe PISA-Studien) seit der ausufernden Zunahme der Abiturientenquoten (auf politisch verordnete 50 %) zu.
        … mit der Folge von massiver finanzieller Abwertung entsprechender Arbeitsstellen sowie fast schon standardmäßig nur noch eine Befristung von Stellen – wie bei prekären Arbeitsverhältnissen
        … und selbstverständlich eine Minderqualifizierung auf breiter Front
        … mit massivem Ansteigen von notwendigem “Anlernen” erst am Arbeitsplatz, in den ersten beiden Berufsjahren
        ALSO:
        Seither ist D. nicht klüger geworden.
        Und die USA schon mal gar nicht.

        • Mini-Fan says:

          Jetzt hat BMW den Salat!
          Durch – man muß wohl sagen: wie üblich – schlechten Journalismus:

          focus.de titelt heute morgen:

          “Auch BMW und Audi Euro 5 und Euro 6 Diesel: Diesel-Rückruf aller Hersteller betrifft 12 Mio. Autofahrer”

          Die Überschrift suggeriert, als würde es sich dabei um eine behördlich angeordnete Rückrufanordnung (oder aber zumindest um einen Mangel) handeln.

          Beides aber liegt – bei BMW – nicht vor. Da die Fahrzeuge das Zulassungsverfahren ohne “Schummeln” durchlaufen haben. BMW will lediglich vermeiden, daß ihre Kunden mit ihren z.T. noch neuwertigen Fahrzeugen bei manchen Städten zukünftig “außen vor” bleiben könnten – also quasi enteignet würden – entschädigungslos.

  3. Coyote says:

    Ich bin fest davon überzeugt, dass wir nach der Bundestagswahl einen Zuschuss für die Nachrüstung von AdBlue etc. von der Bundesregierung bekommen und die Diskussion dann vom Tisch ist. Aber mal abgesehen davon: Natürlich kündigen BMW Audi und co. jetzt Maßnahmen an, denn ohne den Diesel werden sie nie die Co2 Grenze der EU einhalten können und Strafzahlungen in Milliardenhöhe drohen. Dann besser umrüsten und die Stimmungsmache gegen den Diesel beenden.

    Wenn die Fahrverbote kommen sollten, dann müssten übrigens auch Benziner wie z. B. Ford Ecoboost 1.0 draußen bleiben und ich bin mir sicher, dass es Klagen diesbezüglich geben wird. Warten wir es ab…

    • M54B25 says:

      Deine Aussage zum Fahrverbot von Benzin-Mototren musst Du ganz fein differenzieren, anhand welcher Schadstoffe nun die Grenze für die Überschreitung verantwortlich sind: CO2, Stickstoff oder Russpartikel.

      Vielleicht gelingt es der Politik ja mal die dazu vorhandenen Fehlinformationen und Missverständnisse bei den Verbrauchern zu beseitigen. Leider werfen das viele immernoch in einen Topf – so wie Du mit deinem Post ja auch.

      • Polaron says:

        Bei aufgeladenen Benzin-Direkteinspritzern sind es die hohen Feinstaubwerte, die Gegenstand von evtl. Fahrverboten sein könnten. Da gab es in den letzten 1-2 Jahren immer wieder mal entsprechende Tests und Berichte in der Presse. Durch Dieselgate ist auch dieses Thema wieder stärker in den Fokus gerückt.

        Bei den modernen Benzinern fehlen bislang flächendeckend Partikelfilter, um die Feinstaub-Emissionen in den Griff zu bekommen. Neue Modelle werden jetzt aber wohl Zug um Zug damit ausgerüstet. Manche Hersteller haben bei gewissen Modellen bzw. Motorvarianten damit schon angefangen. Es würde mich nicht wundern, wenn es für relativ neue Fahrzeuge entsprechende Nachrüstmöglichkeiten in Kürze gäbe.

        Das alles erinnert frappierend an Dieselpartikelfiltepflicht bzw. die geförderte Nachrüstung von Altfahrzeugen. Nach der Geschichte wundert es mich allerdings schon, dass Politik und Konzerne auch hier wieder so blauäugig waren und vermutlich jetzt die Allgemeinheit für dieses Versagen aufkommen ‘darf’. Eigentlich muss man schon fast Vorsatz unterstellen.

        • M54B25 says:

          Danke für die Ausführunge an dieser Stelle – mir waren diese Informationen bekannt 😉 deswegen habe ich das ja auch so hinterfragt…

          Was das KBA und Co macht? Jetzt auf alle Fälle zittern, den deren Chef der allmächtige (all-umnächtigte?) Minister möchte doch jetzt eine neue Abgaskontroll-Behörde gründen! “Deutsches Institut für Verbrauchs- und Emissionsmessungen” und zwar als Verein! Und wer wird dann Mitglied und im Vorstand sitzen – genau der VAG Konzern, entweder direkt oder über einen Strohmann, Infos hier http://www.zeit.de/mobilitaet/2017-06/alexander-dobrindt-abgas-transparenz-co2-ausstoss-opel-smart

          Zu TÜV und DEKRA glaube ich die warten nur drauf da mitmischen zu dürfen, würde ja ihre Existens weiterhin legalisieren. Schau mal auf Spiegel Online nach, da gibt es ein Video von der Überführung des Porsche SUV der eigentlich Euro-6 können sollte, es aber nicht kann, das hat der TÜV schön belegen und nachweisen können.

          • Polaron says:

            Danke für den Link!

            Das Video kenn ich auch. Dem TÜV ist ja vor dem besagten Test nicht aufgefallen, dass die Software während des Prüfstand-Tests in einen anderen Modus schaltet – m. A. n. ein klassischer Fall von ‘Defeat Device’. Es war wieder mal nötig, dass ein Insider die notwendigen Infos leakt. Ein Armutszeugnis für alle Prüf- und Zulassungseinrichtungen.

          • Kommentator says:

            Was d

        • Uwe says:

          “Was machen denn die Leute des KBA, des UBA und TÜV & Konsorten den ganzen Tag?” Wahrscheinlich das Gleiche wie unsere Richter.

          • Kommentator says:

            “Was machen denn die Leute des KBA, des UBA und TÜV
            & Konsorten den ganzen Tag?”

            > Gute Frage!

            Und WAS – an wirklich sehr wichtigen Dingen – machen irgendwelche Philologen + unsere Politiker noch schnell vor der Sommerpause ?

            > am 29.06.2017 hat der Deutsche Rechtschreibrat tatsächlich einen neuen Buchstaben eingeführt, das GROSSE scharfe S

            > sieht SO aus: ẞ statt ß

            Damit es überhaupt ein einziges Wort gibt, welches mit GRO ẞ EM “scharfem S” anfängt, Vorschlag: “eine ẞaudummheit” ist diese Idee, “saudumm” wird künftig SO geschrieben: “ßaudumm”

            > am 30.06.2017 stimmen unsere Abgeordneten – in einer
            Eil-!-Abstimmung über die Rechte von “Hinterlader-Ehen” ab

            Gute Nacht, Deutschland.

        • Kommentator says:

          Was das KBA und Co macht? Jetzt auf alle Fälle zittern, den
          deren Chef der allmächtige (all-umnächtigte?) Minister möchte doch jetzt eine
          neue Abgaskontroll-Behörde gründen!

          “Was machen denn die Leute des KBA, des UBA und TÜV
          & Konsorten den ganzen Tag?” Wahrscheinlich das Gleiche wie unsere
          Richter.

          @manuelf
          … oder wie unsere Abgeordneten:

          >> eine Eil-!-Abstimmung über die Rechte von
          “Hinterlader-Ehen”

          RICHTG! … denn schon 2 Tage später, am 01.07.2017

          … kündigt die Bundesumweltministerin an, eine HOMO-Ehe eingehen
          zu wollen.

          Hat NICHTS Wichtigeres zu tun.

          https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/hendricks-k%C3%BCndigt-nach-homoehe-beschluss-heiratsantrag-an/ar-BBDu88M

          hendricks-k%C3%BCndigt-nach-homoehe-beschluss-heiratsantrag-an

          • Mini-Fan says:

            Um die Abgase eines alten VW-Käfers Baujahr 1952 auf Null zu reduzieren, dafür genügt es, diesem

            2 handelübliche Korken “hintenrein zu schieben” –

            wir reden hier doch davon, daß das, was jemand ab- oder aussondert, sauber ist? (ja, der Käfer hatte schon einen Doppelrohrauspuff, aber ohne Klappen, wie der Jaguar V12)

            Im Falle Hendricks vielleicht zusätzlich noch vorne einen wassergetränkten Waschlappen reinstopfen. Oder aber Ohropax für meine Ohren:

            Ich kann es nämlich nicht mehr hören, was die zum Dieselverbot in Städten zu sagen hat. Dabei haben die Dieselkäufer sich doch nur teure, den gültigen Abgasgesetzen genügende Fahrzeuge gekauft…
            Derer sie nun vielleicht enteignet werden sollen.

            PS.

            Hast du schon gelesen?

            Als Nächstes wollen die dann nunmehr verheirateten Lesben die Insamination auf Kosten der gesetzlichen KV einklagen. Frage mich nur: wie sieht es dann mit der Gleichberechtigung von schwulen Männern aus? Bekommen die dann eine Gebärmutter implantiert?

      • Coyote says:

        Da hast du vollkommen Recht, man sollte genau differenzieren wovon man redet. Ich bezog mich auf den NOx Vergleich der AMS. http://www.kfz-betrieb.vogel.de/nox-test-vw-diesel-hat-die-besten-werte-a-514062/ weiter unten auf der Seite kann man die Ergebnisse der AMS als Übersichtsgrafik sehen.

    • Mini-Fan says:

      Es geht hier nicht um AdBlue-Nachrüstungen, es geht um reine (“kostenlose”) Softwarelösungen.
      Und – ganz bestimmt, klar doch – ohne irgendwelche Einbußen bei der Haltbarbeit von Kat, Rußfilter, Einspitzsystem, Turbolader, des Motors insgesamt.

    • Dequiallo says:

      Noch mehr Steuergeschenke an Leute, die sich nach Dieselgate noch einen Diesel gekauft haben, um damit in der Stadt rumzupesten?? No way!

      • Mini-Fan says:

        Warum so böse?
        Die Käufer haben doch z.T. sehr viel Geld in die Hand genommen, um sich einen Diesel anzuschaffen, der die neusten Abgasgesetze einhält. Norm-konform.
        Bestrafen – nur weil’s ein “Diesel” ist?

        Dieselgate 1.0 steht für VW, Audi und Porsche – und nicht für Diesel!

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