BMW Werk München: Neue Lackiererei schont die Umwelt

Sonstiges | 1.06.2017 von 5

Mit einer neuen Lackiererei im BMW Werk München setzt die BMW Group ein weiteres Zeichen für Nachhaltigkeit und saubere Produktion. Das Stammwerk des Unternehmens verfügt …

Mit einer neuen Lackiererei im BMW Werk München setzt die BMW Group ein weiteres Zeichen für Nachhaltigkeit und saubere Produktion. Das Stammwerk des Unternehmens verfügt nun über eine der modernsten Lackierereien der Automobilindustrie. Lackiert wird nun – wie an anderen Standorten der BMW Group schon seit längerer Zeit – mit der IPP-Technologie. Der Integrated Paint Process kommt ohne das früher notwendige Auftragen und Trocknen einer Füllerschicht aus, stattdessen werden zwei Basis-Lackschichten “nass in nass” auf die Oberflächen aufgetragen.

Die Eigenschaften und Funktionen der früher üblichen Füller-Grundierung werden von der ersten Schicht vollständig übernommen, die zweite Schicht sorgt für die optischen Eigenschaften wie Farbe, Effekt und Tiefenwirkung. Im Anschluss wird die Lackierung mit einer Schicht Klarlack überzogen, die für eine erhöhte Beständigkeit gegenüber Chemikalien und Kratzern sorgt. Im Werk München setzt die BMW Group nun erstmalig eine vollautomatisierte Qualitätskontrolle in der Lackiererei ein. Beim Scan der Oberflächen mit Hilfe von Robotern können selbst kleinste Fehler erkannt werden, die das menschliche Auge nicht wahrnehmen kann.

Durch die neue Hightech-Lackiererei sinken auch der Ressourcen-Verbrauch und die Schadstoff-Emissionen des Werks München spürbar. Mit der neuen Technik ist rund ein Viertel weniger Strom als bisher nötig, der Erdgasverbrauch sinkt um die Hälfte und auch die CO2-Emissionen werden halbiert. Die innovative Trockenabscheidung kommt komplett ohne Wasser, Chemie und andere Zusatzstoffe aus und dank neuer Umluft-Technologien konnte auch die emittierte Abluft um rund zwei Drittel reduziert werden.

Diese Sauberkeit zahlt sich aus, denn allein im BMW Werk München werden pro Tag bis zu 1.000 Karosserien von Fahrzeugen der 3er- und 4er-Reihe lackiert. Im Jahr 2016 liefen in München insgesamt 216.761 Fahrzeuge vom Band, hinzu kamen über 560.000 Motoren mit 3 bis 12 Zylindern.

Oliver Zipse (Produktionsvorstand der BMW Group): “Unsere Investition von mehr als 200 Millionen Euro für die neue Lackiererei ist eine der höchsten in der Industrie in Bayern der vergangenen Jahre. Die Lackiererei ist damit nicht nur für unser Werk, sondern auch für die Stadt München ein echter Gewinn. Durch höhere Prozessqualität und Flexibilität können wir künftig die Wünsche unserer Kunden noch besser erfüllen und leisten darüber hinaus einen substantiellen Beitrag zum Umweltschutz.”

Ilse Aigner (Bayerische Wirtschaftsministerin): “BMW beweist mit dieser Investition einmal mehr Weitblick und investiert konsequent in die Zukunft. Das ist wichtig, um Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten – und damit Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Bayern. Für mich ist entscheidend, dass bayerische Unternehmen die Chancen der Digitalisierung nutzen.”

Milan Nedeljkovic (Leiter BMW Group Werk München): “Die Lackierstraßen werden somit noch umweltfreundlicher. Ein Aspekt, dem aufgrund der Lage unseres Werkes inmitten Münchens eine besondere Bedeutung zukommt.”

5 responses to “BMW Werk München: Neue Lackiererei schont die Umwelt”

  1. jogster says:

    Den Grundgedanken finde ich sehr gut und ich bin absolut für nachhaltigere und umweltfreundlichere Produktionsprozesse.
    Allerdings befürchte ich dass hierunter die Lackqualität stark leiden könnte. Wahrscheinlich werden diese nur noch empfindlicher.

    • Pepe says:

      Das glaube ich weniger denn laut dem Text handelt es sich um eine effizientere Technik die einen Haufen Kosten für Energie und Abluftbehandlung einspart. Der Lack selbst ist davon nicht betroffen.

      • jogster says:

        Dort steht “Der Integrated Paint Process kommt ohne das früher notwendige Auftragen und Trocknen einer Füllerschicht aus […]”. Also ist der Lack doch ebenfalls davon betroffen. Die Schichten sind sicherlich dünner und weniger haltbar. Nasslacke sind ja sowieso schon recht empfindlich.

        Aber wie bereits gesagt, ich bin voll und ganz für effizientere Verfahren.

  2. Dailybimmer says:

    Die US Absatz Zahlen sind da.

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