Produktions-Stopp: BMW wartet auf Lenkgetriebe von Bosch

Sonstiges | 30.05.2017 von 45

Aufgrund von Problemen beim Zulieferer Bosch steht die Produktion in manchen BMW-Werken seit Tagen still. Offenbar fehlen Lenkgetriebe für die BMW 1er-, 2er-, 3er- und …

Aufgrund von Problemen beim Zulieferer Bosch steht die Produktion in manchen BMW-Werken seit Tagen still. Offenbar fehlen Lenkgetriebe für die BMW 1er-, 2er-, 3er- und 4er-Reihe, weshalb die entsprechenden Fahrzeuge nicht wie geplant gebaut werden können. Bosch selbst hat allem Anschein nach Probleme mit einem Zulieferer von Gussteilen, weshalb die vertraglich vereinbarte Lieferung von Lenkgetrieben nicht planmäßig erfolgen kann und ein Produktions-Stopp unvermeidlich ist.

Das Resultat ist klar: In den Werken München, Leipzig, Tiexi und Rosslyn ist die Produktion stark eingeschränkt, tausende Fahrzeuge pro Tag können nicht gebaut werden. Darunter leiden eventuell auch die Kunden, deren bestellte Fahrzeuge nicht zum vereinbarten Termin ausgeliefert werden können – je nach Dauer des Zulieferer-Ausfalls lassen sich die Probleme der letzten Tage aber eventuell über einen Zeitraum mehrerer Wochen auch wieder aufholen, ohne dass tausende Kunden auf einen späteren Termin vertröstet werden müssen.

Einkaufsvorstand Markus Duesmann geht davon aus, dass Bosch für den vom Produktions-Ausfall entstandenen Schaden – die Rede ist von mehreren Millionen Euro – aufkommt und die BMW Group entsprechend entschädigt. Wie hoch die Schadenssumme letztlich ausfällt, hängt natürlich von der weiteren Dauer des Ausfalls ab und lässt sich derzeit noch nicht sagen.

Da in der Automobil-Produktion seit Jahren auf große Teilelager vor Ort verzichtet und stattdessen nach den deutlich effizienteren Konzepten just-in-time oder just-in-sequence gearbeitet wird, wirken sich Ausfälle bei einzelnen Zulieferern schnell auf die Arbeitsfähigkeit ganzer Werke aus. Fällt ein wichtiges Bauteil wie das Lenkgetriebe aus, kann das auch andere Zulieferer betreffen: Wenn sie ihre planmäßig gelieferten Teile nicht im Werk des Kunden abliefern können, müssen auch sie auf den Produktions-Stopp reagieren und ihre Fertigung entsprechend anpassen oder kurzfristig Lagerkapazitäten organisieren.

45 responses to “Produktions-Stopp: BMW wartet auf Lenkgetriebe von Bosch”

  1. captainbmw says:

    Der “just in time” Wahnsinn …

    • Quer says:

      Und wo sollen die Autobauer alle Teile nach deinen Vorstellungen lagern??

      • DropsInc. says:

        sehe ich auch so!!! just in time kommt eher dem endverbraucher zu gute…dem hersteller entsprechend auch. was läuft sinnvollerweise heute nicht just in time ab?! es wird verbraucht was benötigt wird, wirtschaftlich und ökologisch der beste schritt.

        • Mini-Fan says:

          das okologisch vergiss’ mal lieber:
          Die Teile werden “auf der Autobahn” zwischgelagert, notfalls mittels ein paar Extrarunden. Sie müssen ja “just in time” ankommen, nicht zu früh.

          • DropsInc. says:

            wieso?! ökologisch bleibt die sache dennoch. denn wenn der grossteil, so funktionieren würde wie du beschreibst, hätte BMW jetzt dieses Problem nicht^^ mag sein das es ab und an so vorkommt, dennoch ist die wertschöpfungskette nur so gegeben…nachteile hat jedes vorgehen (siehe dato BMW). aber diese lagerlogistik als schlecht zu bezeichnen, kommt mir nicht in den sinn^^ der kunde macht profit = geringe kapitalbindung durch reduzierte lagerhaltung

            • B3ernd says:

              Es macht auch keinen Sinn. Fakt ist, just in Time ist für die Autoindustrie günstiger als die klassische Lagerhaltung – ist auch nur logisch, den transportiert werden die Güter ohnehin.

              Es gibt immer Menschen die nur meckern und sich an negativen Dingen hochziehen. Wenn’s Spaß macht^/

            • Mini-Fan says:

              Wer hat “diese Lagerlogistik” als schlecht bezeichnet?
              Als schlecht für den Waren Empfänger.

              Schlecht für “Andere”?
              Für den Lieferanten, für die Volkswirtschaft, die Umwelt.
              Schon eher.

              • DropsInc. says:

                Nochmal, die Teile müssen so und auch so zum Verbraucher. Extrarunden wird niemand drehen, die Speditionen haben kein Gefallen daran. (Sprit) jetzt gab es mal diesen Engpass, deswegen sollte man es nicht von grundauf anzweifeln. Das sind eben die Nachteile bei JIT.

          • Wombat says:

            ökologisch:
            Transportiert werden müssen die Teile ja so und so vom Zulieferer zum Autohersteller, ob mit oder ohne Lager dazwischen. Unterhält der Hersteller nochmal eigene Zentrallager, könnte es ökologisch sogar noch schlechter aussehen, da diese Zentrallager nicht zwingend immer direkt neben dem entsprechenden Werk stehen würden, also: Fahrt 1: Zulieferer – Zentrallager, Fahrt 2: Zentrallager – Werk.

            Mit dem Begriff “Extrarunden” disqualifizierst du dich aber:
            Daß eine Lieferung nicht zu früh ankommen darf / kann, stimmt natürlich. Du glaubst aber doch wohl nicht ernsthaft, daß die Speditionen mit dem LKW dann “Extrarunden” drehen. Ein paar Mal um den Block, oder wie…?
            Der LKW parkt halt dann irgendwo, bis er abladen kann. Auch nicht optimal, aber zumindest ökologisch keine Katastrophe. Und er ist in der Zeit des Wartens / Parkens wenigstens weg von dem Autobahn…

            • Mini-Fan says:

              “disqualifiziert” habe ich mich hier mit Sicherheit nicht – dafür ist das Auto-Thema viel zu banal.

              Aber es ist auch eine Banalität, dass (fast) immer sämtliche Lkw-Parkplätze an der Autobahn “belegt” sind. Ach ja, die halten alle nur ihre Lenkzeiten ein, selbstverständlich.

            • Kommentator says:

              Schade nur, dass der polnische Scania-LKW-Fahrer, welcher in Berlin pausiert hatte, vollbeladen mit Brückenteilen (?), zur Weiterfahrt nach Bayern, (zunächst mal sein) sein Leben lassen musste; er war zu früh dran.
              WER ist – laut “mini-fan” jetzt schuld? – auch noch daran?

              • M54B25 says:

                Die Bayern – Warum bestellen die Brückenteile in Polen und nicht in der ach so tollen und wirtschaftlich starken Heimat?

                Es gibt ja echt dämliche Vergleiche, aber das Ding hier ist unterhalb der Gürtellinie eines Beinlosen!

                • Kommentator says:

                  schade, Du hast meine Ironie (und weitere logische Schlussfolgerungen anderer, die hier ständig andere beschimpfen) nicht verstanden … aber interessante Formulierung von Dir.
                  MEINE Intension war es keineswegs, “just in time” zu verteufeln, im Gegenteil.

                  “Warum bestellen die Brückenteile in Polen und nicht in der ach so tollen und wirtschaftlich starken Heimat?”
                  … dürfen nur die Deutschen etwas exportieren ?? – und einen Exportüberschuss haben?

                  warum? – vielleicht weil Schweißnähte in D. zu teuer sind – oder weil Schweißer mit Top-Qualifikation seit sehr Langem schlichtweg Mangelware sind in D.?

                  Außerdem:
                  Die Polen sind doch bekannt für ihre Künste in der Metallverarbeitung, im Zerlegen z.B. – Bekanntermaßen bestehen doch …
                  – skandinavische Autos aus Schwedenstahl
                  – deutsche aus Krupp-Stahl
                  – und polnische aus Dieb-Stahl

                  • M54B25 says:

                    Na da bleiben wir uns ja nichts schulding – Wenn Dir mein Bezug zu Bayern und deren “Nationalstolz” nicht genug Ironie waren, dann kann ich Dir auch nicht mehr helfen 😉

                    Was ich allerdings ernst meinte, war der Kommentar zum Vergleich des Ereignisses an sich. Man(n) kann so ein Ereignis auch einfach mal so stehen lassen und nicht noch für seltsame Vergleiche heranziehen. Das waren mehr als dumme Umstände und der Umstand, dass jetzt staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen Polizisten laufen, die das Ganze hätten vorab verhindern können/können, zeigen wie ernst dieses Ereignis ist. Das für eine logistische JIT Argumentation heranzuziehen, nur weil eine Zulieferkette für so ein paar dämliche Autos nicht klappen, ist m.M.n. äußerst pietätlos.

                  • Kommentator says:

                    so wie ich NUR die logische Kausalkette der hier von einigen propagierten generelle Schuldhaftigkeit von ´just in time´ fortgeführt habe – j.i.t ist an allem schuld –

                    … so führt uns die Presse derzeit auch die logische Kausalkette vor für das was passiert ist:
                    – der arme Amri, Gott hab ihn selig
                    – der muss jetzt bei den 72 Jungfrauen weilen, die ihn fertig machen
                    – dabei wurde er doch nur zu dem Anschlag gedrängt, der Arme
                    – weil ihm selbst ja kein Gewissen gegeben wurde
                    – und er wurde dann ja auch ganz brav und zahm und hat sogar eine Woche vorher vollständig aufgehört, Pornoseiten zu besuchen,
                    – er hat sogar darauf verzichtet, zu vergewaltigen, also ein guter ehrenwerter Mensch
                    – und vorher hat er ganz sicher auch unfreiwillig Drogenkriminalität begangen, wie alle diese und solche Typen, die man nicht kennen und hier haben muss, weil er den inneren Druck sonst nicht ausgehalten hat

              • Mini-Fan says:

                Tja, ich habe zwar nichts zu dem polnischen Scaniafahrer geschrieben. Dennoch musste ich sofort, als ich meinen ersten Post hier zum Lenkgetriebe-Lieferproblem absetzte, an diesen “Fall” denken. Natürlich ist die just-in-time-Problematik weder für dessen Tod kausal, noch für den Tod der Weihnachtsmarkt-Besucher.
                Nur, wenn jemand meint, just-in-time sei ökologisch sinnvoll, so ist nicht nur jener Fall ein Gegenbeispiel dafür.
                Im Übrigen habe ich meine Position zu j-i-t klar dargelegt. Und für ein, zwei Gegenargumente einen Bullshit-Storm geerntet. Man darf wohl sonst nichts erwarten.

                • Wombat says:

                  Interessant, wie du aus einer – zumindest von meiner Seite – ernsthaft und ohne Beleidigungen geführten Diskussion gleich einen “Bullshit-Storm” machst. Das bedeutet, daß du alles, was dir andere geantwortet haben, als “Bullshit” abtust..? Interessant. Aber sich dann selber sofort beleidigt fühlen…

                  Vernünftige Antworten auf meine bereits mehrfach – ganz ernsthaft! – gestellten Fragen (“Kostenerhöhung?”, “Warum sind die Kosten für den Endkunden mit JIT deiner Meinung nach höher?”, “Warum ist JIT un-ökologischer als Lagerhaltung?”) lieferst du nicht.

                  Nur plumpe Verallgemeinerungen (diese bösen BWLer sind doch alles arrogante Idioten) und leere Worthülsen a la “Grenzen des Wachstums”, “immer diese potenziellen Möchtegern-Unternehmer hier”, “volkswirtschaftliche Schäden durch egoistisches unternehmerisches Handeln” (btw: Hat der Kommunismus etwa in der Praxis funktioniert..?) — klare Kante und Fakten auf den Tisch!

                  Bei einer nachvollziehbaren Argumentation wäre ich durchaus ehrlich an Ansichten und Fakten interessiert gewesen, daher meine Nachfragen.

                  Und damit meine ich keine Argumente wie “Streß für die Spediteure” oder “Geschwindigkeits- bzw. Lenkzeitüberschreitungen”. Termindruck haben die Spediteure ohne JIT auch und den muß man mit und ohne JIT in den Griff bekommen. Genauso hat mir meine Erfahrung bei vielen Kunden, die viel per LKW (und JIT) beliefert werden, gezeigt, daß an großen Werken oder Umschlagplätzen (z.B. Häfen, Güterbahnhöfen) meist großzügige Areale zur Verfügung stehen, wo LKW bis zum abladen in Ruhe parken können, sollten sie zu früh ankommen. Dies müssen sie nicht zwingend auf Autobahnparkplätzen tun, hier geht es wohl eher tatsächlich um Ruhezeiten etc.

                  Nichtsdestrotrotz nervt mich das hohe LKW-Verkehrsaufkommen auf unseren Autobahnen natürlich auch. Aber – wie ja auch bereits mehrfach richtig argumentiert wurde – müssten die Teile ja auch ohne JIT vom Zulieferer zum Lager / Werk transportiert werden.

              • Mini-Fan says:

                Habe ich irgendwo von soetwas wie “Schuld” gesprochen?
                Das kann ich im Falle Bosch ohnehin nicht beurteilen.

        • Mini-Fan says:

          “es wird verbraucht, was benötigt wird”

          ist nicht ganz korrekt.
          “Es wird genau zu dem Zeitpunkt geliefert, zu dem es dort (z.B. am Fließband) benötigt wird”

          Ist ein extremer Stress für die Spediteure.
          Die Teile dürfen natürlich auch nicht zu spät eintreffen. Im Ernstfall werden Pausen nicht gemacht, Geschwindigkeiten überschritten, Lenkzeiten nicht eingehalten.
          Selbstverständlich entfallen die Kosten der (Zwischen-) Lagerung beim Warenempfänger.

      • Mini-Fan says:

        Du meinst “anstatt des Lagers Autobahn”?
        Tja, ist halt so eine Errungenschaft dieser “Wissenschaftler” der BWL.

        Eine andere Erkenntnis dieser selbsternannten Elite à la Middelhoff:
        “Ein Sklaventreiber ist wichtiger als 100 Arbeiter”.

    • Wombat says:

      Naja, “Wahnsinn”….
      Was dadurch in den 99% der Zeit, in denen alles reibungslos läuft, eingespart wird, davon redet natürlich niemand. Sonst würden die Hersteller es ja kaum so machen…

    • Mini-Fan says:

      Genau mein Gedanke.

      Kostenerhöhung mittels Kosteneinsparungen.
      Durch das Teilelager auf der Autobahn.
      Zahlt letztendlich immer der End-Kunde.

      • Wombat says:

        Bitte erkläre mir, inwieweit das der End-Kunde bezahlt?
        Das Gegenteil ist der Fall, weil der Hersteller dadurch ja Kosten (auch Lager kosten Geld) einspart. Sonst würde er es ja nicht so machen, wenn es teurer wäre (siehe mein Post oben)…

        • Mini-Fan says:

          Schön, wenn/ dass du das so siehst, dass der Hersteller Kostenersparnisse DURCH just-in-time (sicher werden Lagerkosten eingespart – wenn es klappt!) an den Endkunden weitergibt!
          Logischerweise -wenn das Gegenteil vom Gegenteil eintritt- gibt er bei Kostenerhöhungen diese auch an den Endkunden weiter.

          Seinem Unternehmensziel (“Gewinn erwirtschaften”) würde es zuwiderlaufen, wenn er erzielte Gewinne weitergeben würde, Kosten aber selbst tragen wollte.

          ALLE anfallenden Kosten zahlt der Endkunde.
          Selbst wenn BMW die Kosten erstattet bekommt und Bosch (vorerst) dafür aufkommt:
          Bei den nächsten Verträgen mit Bosch werden deren Teile teurer werden – um die angefallenen Kosten aufzufangen.

          • Wombat says:

            Dass ein Hersteller Kostenersparnisse nicht 1:1 an den Endkunden durchreicht, ist mir auch klar. Ändert aber nichts an meiner Aussage.

            Anders herum: Sollte es für einen Hersteller tatsächlich günstiger sein, auf “just-in-time” zu verzichten und riesige eigene Lager zu errichten, so würde er dies doch machen. Noch mehr Geld eingespart = noch mehr Gewinn…

            Und dass bei Bosch deshalb die Teile teurer werden, halte ich für ein Gerücht. Die haben nach so einem Vorfall doch eh schon keinen leichten Stand als Zulieferer. Wenn sie dann bei den nächsten Preisverhandlungen auch gleich noch mit einer Preiserhöhung ins Haus fallen, werden es zumindest lustige Preisverhandlungen… Das können sie sich leisten, wenn sie eine Monopolstellung haben, aber mit Wettbewerbern wird das schwierig, dann kauft BMW auch ganz schnell mal woanders ein. Von Produktionsausfallversicherungen usw. die so etwas evtl. auffangen mal ganz abgesehen.

            Mich nervt nur etwas dieses ewige Gejammere: “Mimimimimi, und wie immer ist der kleine Mann von der Straße der Dumme, der alles bezahlt…”
            Logisch! Letzten Endes werden sämtliche Kosten einer Produktion vom End-Kunden / Käufer (oder genauer: vom kleinen Mann auf der Strasse) bezahlt. Aber gute Rentabilitäten, Gewinne, funktionierende Unternehmen, etc. sichern auch wieder Arbeitsplätze (damit der kleine Mann auf der Strasse überhaupt Geld zum ausgeben hat), bringen Steuern, Wohlstand, fördern die (Volks-)Wirtschaft etc. und tragen letztlich zum Wohlergehen der ganzen Gesellschaft bei. Aber das geht dann schon in den Bereich VWL und damit kann man eher ganze Bücher füllen…

            • Mini-Fan says:

              Ich wüsste nicht, dass ich irgendetwas vom “kleinen Mann”, an dem alles hängen bleibt, geschrieben habe.
              Der 760Li-Kaufer ist auch Endkunde.
              (Und der sog. “kleine Mann” kauft ohnehin nicht bei BMW)
              Im übrigen habe ich just-in-time nicht per se verteufelt. Sondern nur mal auf die andere Seite der Medaille hingewiesen. Dass man einkalkulieren muss, dass dies u.U. auch mal Geld kostet (!) – statt Geld zu bringen.

              Jedenfalls werden Lagerkosten dabei z.T. auf andere (!) abgewälzt. Was aus betriebswirtschaftlicher Sicht ja nicht zu beanstanden ist.

              PS.
              Außerdem ist mir jeder 760Li-Kaufer lieb und teuer.
              Mit seinen 150.000 EUR werden Löhne bei BMW bezahlt + Teile und Material eingekauft.
              Ich habe da keinerlei Aufklärungsdefizit.

            • Mini-Fan says:

              Ich bin sicher, deine Ausführungen hier sind “nicht für die Katz'”:
              Es wird bestimmt Leute geben, die hier im Forum “nur mitlesen”. Und so ganz nebenbei Weiterbildung erfahren.
              Und sie dürfen auch (von mir) erfahren, dass die am wenigsten intelligenten, gleichzeitig aber arrogantesten Studenten, die ich an der Uni kennengelernt hatte, BWL’er sind (allen voran: diejenigen, die in Richtung Marketing gehen). Noch arroganter, aber dafür meist wesentlich intelligenter sind lediglich noch die Juristen.
              Deshalb scheitern wohl auch so viele Betriebswirte (“Nieten in Nadelstreifen”) schon im Studium an der VWL. Was tragisch für “unsere” Volkswirtschaft ist.

          • DropsInc. says:

            das kannste aber knicken, ein herr bosch kann es sich beim besten willen nicht leisten, ein großkunden zu verkraulen, geschweige denn durch eigenes verschulden, die preise beim nächsten mal anzuziehen. dann würdest du dich für eigenes versagen belohnen…funktioniert nicht. bosch hat genug probleme, abgas_geschichte, tesla rauswurf und und und….nun bei bmw in die minuskiste gegriffen. BOSCH wird im endeffekt dafür gerade stehen müssen. Verträge unterzeichnet man, mit risiko behaftet.

            • Mini-Fan says:

              Ich kann es auch anders ausdrücken: Derartige Kosten werden – bzw. sind (!) – “eingepreist”.
              Natürlich, sofern man nicht gerade Trump, Erdogan oder gar Hitler heißt: pacta sunt servanda.

              • DropsInc. says:

                dann dürften aber nach deinem credo, die preise beim nächsten mal nicht anziehen…da drehen wir uns im kreise. dennoch liegt der nachteil des just in time models auf der hand, jedoch musst du abwegen, auf dauer und zeit, wann passiert mal so ein lieferengpass in diesem ausmaß. im großen und ganzen wird es sich lohnen, sonst würde das modell keinen anklang finden. erdogan würde ich hier nicht ins spiel bringen, schau dir die momentane wirtschaftslage der türken an, sie hängen am nabel der EU.

                • Mini-Fan says:

                  Die “Herren” Erdogan, Trump und Hitler haben ich nur deswegen erwähnt, weil auch sie (ebenso wie Bosch) besser daran täten (bzw. getan hätten), ihre Verträge (Flüchtlngspakt, Hitler-Stalin-Pakt, und ganz aktuell: Klimaschutzvertrag) einzuhalten. Erst recht, weil es “nur” völkerrechtliche Verträge sind.

              • Kommentator says:

                “pacta sunt servanda”
                = bekanntes Zitat von FJS
                – der wollte nicht nur das Beste für Bayern, sondern vor allem auch für Deutschland.
                Etwas anderes wollte auch Hitler nicht (deswegen ! musst Du ihn jedenfalls nicht beleidigen) – leider, wie damals in ganz Europa üblich, nur zusammen mit Judenverfolgung + Vernichtung.
                Und Trump, was unterstellst Du ihm denn – nur, weil er “America first” sagt?

                Du hast schon eine besondere Art, alle und jeden anzugreifen; es fällt schon auf hier – nämlich immer alles besser zu wissen, wenn auch nur nach viel google-Wissen.

                >> Reise am besten NIE in die Türkei ein, und am besten auch nicht in die USA. Die haben sich längst schon „dein Gesicht gemerkt“
                … also Dein Bild, ggf. auch Traum- oder auch Phantasiebild, siehe: ´Vis´umspflicht

                Um zum Thema zu kommen:
                – noch nie konnte man – für so wenig Geld, gemessen am allgemeinen Einkommensniveau – so günstig und zudem vor allem so gute und haltbare Autos kaufen
                – früher konnten sich das viele auch in D. nicht leisten
                – warum wohl?
                – nämlich weil alle versucht haben, Kosten zu optimieren! – in allen Phasen
                – und dazu gehören halt vor allem mal die Logistik-Kosten
                Dann musst Du auch die Discounter anklagen – aber warum? – etwa weil sie mit (für alle und für jeden) erschwinglichen Preisen für tatsächlich hohen Wohl-(ergehen)stand(ard) gesorgt haben?
                Diese haben nämlich – so gesehen – mehr für das Volk getan als alle Politiker zusammen.
                Und so gesehen, manche Nicht-!-Premium-Autohersteller auch. Da muss man keine Nase drüber rümpfen.
                Immerhin baut ja sogar manch (wirklicher) Premium-Hersteller (= Mercedes) sogar Dacia-Motoren ein, zur Kostensenkung – so schlecht können die also nicht sein (zumindest aber „preiswert“, was ja auch ein positives Kriterium ist)
                – vielleicht für die „Basis“ sogar das Richtige, weil „Vernünftige“ ?? – statt einer eigenen Billigmarke
                Und wer dann noch bereit dazu ist, nicht immer das Allerneueste haben zu wollen (oder aus gesellschaftlichem vermeintlichen Druck heraus haben zu müssen), der kann auch mit geringen laufenden Kosten rechnen.
                Für mich sind das alles Fortschritte.
                WER allerdings denkt „Wenn Du einen Mercedes hast, DANN hast Du´s geschafft!“
                – so wie ein Freund von mir, selbst BMW-Fahrer und BMW-Fan – nur weil sich sein Vater vor langer Zeit, statt ehemals anderen Premium-Neuwagen – einen damals 10 Jahre alten 560SE gebraucht gekauft hat – als Firmenfahrzeug mit USt-Rückerstattung (… und dies dann genauso kommentiert hat!) – dann zeigt das, wie „arm“ mancherlei Denken doch geblieben ist. Und sicher auch heute noch ist.
                Habe gestern wieder einen „Rotzlöffel mit cooler Sonnenbrille und Türken´vis´age“ in Stuttgart Stadtzentrum gesehen – aber mit M-Emblem am Kotflügel seitlich gesehen (Wichtig!)
                – und was war es?
                – NUR ein davon gebrauster BMW 640d GC,
                … bis zur nächsten „Feinstaub“-Erzeugungsampel mit selbstverständlich roter Welle, Hauptsache wo es nur geht Tempo 40 eingeführt … und für LKW Tempo 30 … in weiten Bereichen in der Stadt, damit man läänger was davon hat, im 3. Gang zu fahren …

          • Wombat says:

            Auch noch kurz zu deinen Punkten:

            “Kostenerhöhung mittels Kosteneinsparungen.”
            Welche Kostenerhöhung genau meinst du?
            Klar, in so einem Ausnahmefall wie jetzt fallen zusätzliche Kosten an. Bei BMW, bei Bosch, bei den Sub-Zulieferern von Bosch, etc. Ist klar.
            Aber das ist doch ein Bruchteil dessen, was im “Normalfall”, wenn jahrelang alles geregelt und optimal läuft, eingespart wird. Das muß man doch über einen längeren Zeitraum sehen. Und da sehe ich den Punkt “Kostenerhöhung” einfach nirgends.

            “ALLE anfallenden Kosten zahlt der Endkunde.”
            Klar, logisch. Habe ich ja schon geschrieben.
            Also würde der Endkunde ABER AUCH die Kosten für eine evtl. Lagerhaltung zahlen. Und daß Lagerhaltung mehr Kosten verursacht als “just-in-time” ist ja wohl Fakt.

            Wir drehen uns also im Kreis…

            • Mini-Fan says:

              Ist mir alles nichts Neues, was Du schreibst. Von daher kann ich jetzt aber dennoch nicht schreiben, das sei für mich “nach”-vollziehbar: Argumente für (!) jjust-in-time kannte ich vor 20 Jahren schon zur Genüge.
              Deswegen darf man dennoch in einer Diskussion auf einen nicht genannten Aspekt hinweisen.
              Das gilt natürlich ganz allgemein für volkswirtschaftliche Schäden, die durch (egoistisches) unternehmerisches Handeln verursacht werden.

  2. Moo says:

    Was für eine Diskussion…

    • Mini-Fan says:

      Wer hat denn DAS behauptet???

      • Moo says:

        Was willst du uns denn mit deinen Ergüssen sagen? Habe alles nachgelesen.
        Weder ist Just in Time ein Wahnsinn, noch eine Erfindung von bwlern noch lässt sich bestreiten, dass man damit bzw allgemein mit reduzierten und standardisierten Beständen sehr viel Geld sparen lässt, bzw überhaupt eine Produktion mit dieser Variantenvielfalt umsetzen lässt.
        Jetzt ist einmal ein größeres Problem aufgetreten, in der Regel (über 99,9% der Zeit) funktioniert das Prinzip aber.

        Also noch mal: was diskutieren wir hier? Gibt es günstigere Versorgungskonzepte mit höherer Flexibilität und Versorgungssicherheit? Dann bitte diese erläutern.

        • Pepe says:

          Ist doch klar was passiert ist.

          Entweder hat Bosch in der Buchhaltung ein Softwareupdate gemacht und in Folge dessen die Rechnungen an den Zulieferer nicht gezahlt

          oder

          der Zulieferer hat ein Softwareupdate in der Wawi gefahren und kann keinen Lieferschein drucken!!

          EROBERER DER DIGITALEN WELT!!!

        • Mini-Fan says:

          Zum Ersten:
          Ich verstehe nicht, warum irgendwelche User hier sich das Recht herausnehmen, andere persönlich beleidigen zu dürfen.

          Weiter, wenn du “alles nachgelesen hast”, dann muß dir klar sein, das ich nie geschrieben habe, das just-in-time “Schwachsinn” ist.

          Es ist nur komisch, daß sich hier einige potenzielle Möchte-gern-Unternehmer bei einem Gegenargument direkt auf den Schlips getreten fühlen.
          Es gibt eben nicht nur die BWL auf dieser Welt.

          Empfehle einigen Leuten hier mal nach “Grenzen des Wachstums” zu googlen.

          • Wombat says:

            Sorry, aber mir ufert da ganze hier auch zu sehr aus…

            Wer beleidigt dich denn hier persönlich? Moo hat lediglich geschrieben Zitat: “Wer denkt, dass man heutzutage noch ohne JIS/JIT Fahrzeuge wirtschaftlich bauen könnte, hat keine Ahnung von der Produktion, sorry…”. Zitat Ende.

            Ist das eine persönliche Beleidigung? Er spricht dich ja noch nicht mal persönlich an (“Wer denkt, dass…”). Du bist doch derjenige, der hier einfach mal pauschal in den Raum stellt, dass alle BWL’er skrupellose und arrogante Vollidioten sind und in Sachen Arroganz nur noch von Juristen übertroffen werden. Darüber würde ich mir an deiner Stelle mal Gedanken machen.

            Ich bin weder Jurist, noch BWLer, aber solche verallgemeinernden Aussagen – das war vielleicht in deinem Studium oder an deiner Uni so… – sind ungefähr genauso gehaltvoll wie “Alle Ausländer sind faul/Verbrecher/….” (Beliebiges bitte einsetzen).

            Vernünftige Antworten auf meine bereits mehrfach – ganz ernsthaft! – gestellten Fragen (“Kostenerhöhung?”, “Warum sind die Kosten für den Endkunden mit JIT deiner Meinung nach höher?”, “Warum ist JIT un-ökologischer als Lagerhaltung?”) lieferst du nicht.

            Nur leeres Geschwafel a la “Grenzen des Wachstums”, “diese bösen bösen BWLer sind doch alles arrogante Gangster”, “immer diese potenziellen Möchtegern-Unternehmer hier”… Wenn du alles so toll besser weisst (vor 20 Jahren schon gewusst hast), dann laß uns doch daran teilhaben – nichts anderes wollte ich als interessierter Leser durch meine ernst gemeinten Fragen bewirken, dass da mal klare Fakten auf den Tisch kommen. Oder nutze dein Wissen doch und mache es in einem Unternehmen besser oder lehre an einer Hochschule o.ä. andere, wie sie es besser machen können.

            Ich bin dann mal raus.

          • Moo says:

            Hallo.
            1. Der einzige der persönlich wurde, bist du, indem du pauschal mal alle BWLer verurteilst. Ich habe lediglich das herablassende Wort ‘Erguss’ verwendet, sorry dafür.
            2. Ich schrieb nichts von Schwachsinn, sondern von Wahnsinn… Captainbmw: “der just-in-time Wahnsinn” Mini-fan: “genau mein Gedanke”. Q.e.d.
            3. Niemand fühlt sich auf den Schlips gefühlt, ich würde nur gern wissen worauf du hinaus willst? Gibt es etwas besseres als JIS/JIT für entsprechende Teilefamilien? Wenn ja welche? Wie funktionieren die?
            Ansonsten: wie alles in der realen Welt gibt es vor und Nachteile. Dass bei einem plötzlichen Produktionsaustall JIS/JIT Risiken birgt, weiß jeder. Und weiter?

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