BMW Group baut “auf lange Sicht Verbrennungsmotoren”

News | 31.05.2017 von 16

Elektromobilität erscheint vielen Menschen als Ausweg aus Benzin und Diesel, aber zumindest auf absehbare Zeit scheint dennoch klar zu sein: Ohne saubere und effiziente Verbrennungsmotoren …

Elektromobilität erscheint vielen Menschen als Ausweg aus Benzin und Diesel, aber zumindest auf absehbare Zeit scheint dennoch klar zu sein: Ohne saubere und effiziente Verbrennungsmotoren wird der Automobilmarkt auch im Jahr 2030 nicht funktionieren. Die BMW Group bietet ihren Kunden schon heute die Wahl zwischen zahlreichen Plug-in-Hybriden, hat seit Jahren eines der weltweit erfolgreichsten Elektroautos im Programm und zählt auch auf dem Gebiet der Otto- und Dieselmotoren zur absoluten Weltspitze. Damit das so bleibt, wurden nun weitere Investitionen in das BMW Werk Steyr beschlossen, das in diesem Jahr sein 35. Produktionsjubiläum feiert.

Das Werk in Steyr ist das größte Motorenwerk der BMW Group und hat allein im Jahr 2016 fast 1,3 Millionen Motoren produziert, wobei die Selbstzünder mit rund 860.000 Einheiten klar die Mehrheit stellen. Derzeit läuft ein 180 Millionen Euro teurer Umbau, der die Linien für neue Motoren anpasst und die Flexibilität weiter steigern soll. Eine weitere Investition in Höhe von 63 Millionen Euro soll wird die Linie der Kurbelwellenfertigung umfangreich modernisiert, ein seit Werkseröffnung im Jahr 1982 für den Härtungsprozess genutzter Nitrier-Ofen wird dabei ausgemustert und in den wohlverdienten Ruhestand befördert.

Dass die BMW Group auch weiterhin an den Diesel-Motor glaubt, zeigt sich am derzeit stattfindenden Ausbau des Diesel-Entwicklungszentrums. Rund 100 Millionen Euro werden unter anderem in 30 neue Prüfstände investiert, die die Entwicklung von noch effizienteren Selbstzündern vorantreiben sollen. Auf den neuen Motorenprüfständen können unter anderem diverse Klimabedingungen simuliert werden, die Einsätzen in bis zu 5.000 Meter über dem Meeresspiegel sowie bei Temperaturen von minus 40 bis plus 50 Grad Celsius entsprechen.

Gerhard Wölfel (Geschäftsführer BMW Werk Steyr): “Wir werden noch auf lange Sicht hocheffiziente Verbrennungsmotoren brauchen und bauen. Wir bekennen uns zu Österreich und werden auch in den nächsten 35 Jahren weiter investieren – in unser Entwicklungszentrum, in die Modernisierung unserer Produktionsanlagen und in digitale Innovationen. Unser erklärtes Ziel dabei: Das weltweit führende Produktionssystem im Automobilbereich zu werden.”

16 responses to “BMW Group baut “auf lange Sicht Verbrennungsmotoren””

  1. Mini-Fan says:

    Ja, “natürlich”.
    H2-Hubkolbenmotoren. BMW Hydrogen7.
    Statt Brennstoffzelle.

    H2 hergestellt mittels Elektrolyse/ Sonnenenergie.

    • Dailybimmer says:

      V16 bauen so lange es geht.

      • Mini-Fan says:

        Und das denkst Du wirklich, wo doch schon der V12 im M760Li gegen den Panamera V8 turbo kein Land sieht – trotz eines Hubraum-Plus’ von über 50%?
        Die Trinksitten des BMW sind schlicht indiskutabel

        (Test AutoZeitung von gestern).

        • Dailybimmer says:

          Also Mini-Fan, ich bitte dich. Der eigentliche Gegner für den Porsche Panamera Turbo S ist nun wirklich nicht der M760i Xdrive sondern der neue M5, der zumindest den Kapitel 0-100 gegen den Panamera Turbo S für sich entscheiden dürfte. Bin auf den ersten Test gespannt.

  2. PHoel says:

    Bitte keine 3-Zylinder die dann nur noch 100.000km halten aber die Abgasnormen erfüllen. So sieht das leider die Politik vor.

    Ich sehe momentan die Zukunft in Erdgas. Es gibt viel davon und es kann aus Biomasse hergestellt werden, mit extrem niedrigen Emmissionen.
    Der einzige Nachteil gegenüber Benziner oder Dieseln ist dass der Tank unter Druck steht. Da muss für ausreichend Sicherheitsmaßnahmen im Falle einer Beschädigung des Tanks gesorgt sein.

    Da ist auch das praktische dass Benzinmotoren mit vergleichsweise wenig Aufwand umgebaut werden können und somit nicht jeder ein neues Auto kaufen muss wie es beim Elektroauto der Fall ist.

  3. Pepe says:

    Wenn BMW den Verbrenner behalten will… warum wird sich dann vermehrt ins Fahrwasser der Beliebigkeit begeben? Bis auf die R6 und V8 sind alle Motoren graue Einheitsware geworden wegen der niemand einen BMW kauft. Alleinstellungsmerkmale werden viel zu leichtfertig hergegeben. Die Ingenieurstätigkeit der bayrischen Motorenwerke erstreckt sich noch auf die Positionierung von möglichst vielen Turboladern pro Zylinder.

    • Quer says:

      Da musst du dich bei der EU wegen dem CO2 Wahn beschweren, weil Europa die ganze Welt retten soll, damit andere Länder außerhalb der EU noch mehr Dreck in die Atmosphäre blasen können.

      • Dailybimmer says:

        Weg mit dem Männern des Systems und weg mit dem furchtbaren Folgen ihrer Politik. Wir wollen R6 bis V16 Motoren im Bmw Portofolio haben und nicht nur lächerliche 1.5 Liter 3 Zylinder und 4 Zylinder Motoren gepaart mir Elektro Motoren was sich Hybrid nennt.

        • Pepe says:

          Die EU ist nicht für die Umsetzung von CO2 Vorgaben verantwortlich. Sie gibt lediglich den Rahmen vor. Was ein Hersteller daraus macht bleibt ihm überlassen.

          Nach 1.200km in einem 225xe diese Woche kann ich ruhigen Gewissens wiederholen was ich bereits nach einer i8 Tour sagte. Ein Dreizylinder klingt besser als ein Vierzylinder. Leider ist der Hybrid blutleer sobald der Akku alle ist; aber für Langstrecke ist er ja auch nicht gedacht.

          Ich finde es schade dass jedes Gespräch über die Abschaffung von Markenmerkmalen der BMW AG in Blödeleien wie “V16 Motoren” aufgehen muss.

          Niemand hat was gegen 2l Vierzylinder. Mich persönlich beeindruckt lediglich die konsequente Tritesse mit der die Automobilhersteller auf einen Einheitsmotor zusteuern.

          • Mini-Fan says:

            Wenn man für (!) einen 2ltr-R4 ist, dann ist man gegen (!) einen 2ltr-R6.
            Aber das wird irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft sowieso obsolet, weil das e-Zeitalter kommen wird – weil die Politik es so will. Dann aber mit er Einheitsmotor.
            Sound kommt dann (nur noch) aus dem Lautsprecher.

            Und zum 225xe:
            Aber er “kann” immerhin Langstrecke. Notfalls halt mit (nur) 136 PS. Ich würde es allerdings

            • Dailybimmer says:

              Die Politik wollte schon vor Jahren 2 Millionen Elektroautos bis 2020 auf deutschen Straßen haben. Ziel verfehlt.

              • Mini-Fan says:

                e-Autos sind derzeit wegen des stark eingeschränkten Interessentenkreises (Reichweite/ Nutzungsverhalten, Eigenheimbesitzer in Vorstädten/ Vororten mit eigener Lademoglichkeit, überdurchschnittliches Einkommen …) nicht in derartigen Größenordnungen absetzbar. Daran wird auch der Umweltbonus nicht viel andern.

                Und der “Wunsch” der Politik schon gar nicht.

          • Mini-Fan says:

            Der i8 hat ein geiles Motorengeräusch. Wenn man ihn tritt.
            Erinnert dann mit seiner Rauhheit etwas an die alten luftgekühlten, heiseren 911er-Porsche-6-Zyl. Boxer.

            Der 3-Zylinder-Diesel im 1er hingegen ist eine Zumutung.

        • Mini-Fan says:

          à propos Elektromotoren:

          Habe gerade eben gelesen,
          das GM sich darauf eingestellt habe, pro Stück Chevrolet Bolt/ baugleicher Opel Ampera-e einen Verlust zwischen 8000 und 9000 USD einzufahren.

          (Quelle: Finanznachrichtendienst Bloomberg)

          Dazu kommt im Falle von Deutschland ja noch, dass der Hersteller die Hälfte des “Umweltbonus” trägt, also nochmals 2000 EUR.

          Jetzt wissen wir wenigstens, warum deutsche Privatkäufer bei Opel nicht vor 2019 bedient werden.
          2019 dürfte der große Akku auch wesentlich günstiger im Einkauf sein.

  4. Pepe says:

    Also ist ein R4 Turbo DER EINZIGE WEG? 😉 😉

    Glaub ich nicht. Wenn man nur schwarz/weiss denkt, bei allem weiss wer Schuld hat und voll im digitalen ja/nein Zeitalter lebt vielleicht?

  5. Mini-Fan says:

    Was mich im Text etwas beunruhigt:

    BMW will das “weltweit führende Produktionsystem im Automobilbereich” werden.

    Da ist keine Rede von BMW als in irgendeiner Weise führender “Automobilhersteller”.
    Es hört sich eher an wie “BMW als Komponentenlieferant” für die Autoindustrie.
    Auf welche Weichenstellung, auf welches Zukunfts-Szenario will uns BMW damit vorbereiten?

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