BMW 6er GT: 620d, 630d, 630i, 640i und M650i ab September

BMW 6er | 28.03.2017 von 23

Aus Münchner Sicht ist der neue BMW 6er GT die größte Neuvorstellung des Jahres 2017 – zumindest bezogen auf die Länge des Fahrzeugs. Der Nachfolger …

Aus Münchner Sicht ist der neue BMW 6er GT die größte Neuvorstellung des Jahres 2017 – zumindest bezogen auf die Länge des Fahrzeugs. Der Nachfolger des aktuellen 5er GT nutzt den langen Radstand der nur in China angebotenen 5er Langversion und wird die Fünf-Meter-Marke knapp überbieten. Damit bringt er beste Voraussetzungen für eine elegantere Dachlinie mit, die den Aufstieg des Konzepts in die 6er-Reihe rechtfertigen und den größten Kritikpunkt an der ersten Generation beseitigen soll: Viele potenzielle Kunden konnten sich mit dem Heck-Design nicht anfreunden, obwohl sie von der Idee des Gran Turismo überzeugt waren.

Mit dem BMW 6er GT 2017 sollen diese Probleme der Vergangenheit angehören, wofür man in München auch Opfer bringt: Der Kofferraum fällt ein paar Liter kleiner als bisher aus, soll aber weiterhin mehr als genügend Platz für Gepäckstücke bieten. Gemeinsam mit der Entscheidung für etwas mehr Länge und eine etwas flachere Dachlinie sorgt dieser im Alltag kaum relevante Punkt dafür, dass der Heck-Abschluss erheblich dynamischer und damit auch gefälliger als bisher gezeichnet werden kann.

BMW 6er GT 2017: Starke Tarnung versteckt das deutlich eleganter gezeichnete Gran Turismo-Heck

Wenige Monate vor dem Marktstart im September wird auch der Blick auf die Motorenpalette immer konkreter. Den Einstieg markiert dabei wie erwartet der BMW 620d GT, der als erster BMW 6er ab Werk mit einem Vierzylinder-Motor ausgerüstet sein wird. Ebenfalls mit vier Zylindern geht der BMW 630i GT an den Start, alle übrigen zum Marktstart erhältlichen Modelle werden von Reihensechszylinder-Motoren angetrieben. Mit leichter Verzögerung dürfte der BMW M650i GT mit V8-Biturbo die Motorenpalette nach oben abschließen.

Zwischen Vier- und Achtzylinder platziert BMW mehrere Modelle mit sechs Zylindern in Reihe, wobei der BMW 630d GT zumindest in Europa die Hauptrolle spielen wird. Weltweit betrachtet wird hingegen der BMW 640i GT mit B58-Motor das voraussichtlich meistverkaufte Modell darstellen, schließlich interessieren sich die Kunden in den USA und China weiterhin nicht für Diesel-Motoren. Unseres Wissens noch nicht final bestätigt ist der BMW M650d GT mit Quadturbo-Diesel, aus technischer Sicht spricht aber nichts gegen ein entsprechendes Angebot.

Eine mit Sicherheit verfügbare Alternative für Spritsparer werden hingegen die Plug-in-Hybride von BMW iPerformance sein. Schon kurze Zeit nach dem Marktstart wird der BMW 630e GT mit Vierzylinder-Benziner und Elektromotor angeboten, später könnten 640e und 650e mit mehr Leistung das Programm ergänzen. Unabhängig von der Leistungsklasse kommen alle Plug-in-Hybride der näheren Zukunft mit rund 50 Kilometern elektrischer Reichweite und einem EU-Normverbrauch von etwa 2,0 Liter auf 100 Kilometer.

23 responses to “BMW 6er GT: 620d, 630d, 630i, 640i und M650i ab September”

  1. Meo says:

    Gilt es tatsächlich als sicher, dass das Modell auch als M-Performance Version angeboten wird? Geschweige denn, dass dort wirklich V8-Motoren im Programm sein werden? Beides würde mich sehr wundern.

    Gibt es schon Infos, ob in der 6er Familie noch andere Derivate folgen werden, oder gibt es dann nur noch den 6er als GT (ausgenommen F06/12/13) auf langer Sicht?

    Ich hoffe sehr, dass man diesmal die Dach-/Fensterlinie und vor allem das Heck ansehnlich hinbekommen hat… Beim Kofferraumvolumen muss man nicht immer versuchen Klassenprimus zu sein, wenn dafür die Optik zum Opfer fällt! Da waren wir als BMW-Designliebhaber bei vergangenen Modellen häufig genug die Leidtragenden!

    • Fagballs says:

      Reine Mutmaßung: BMW will den 6er klar oberhalb des 5er platzieren (sonst würden sie ihn nicht so nennen), das fängt ja schon damit an, dass es keinen 618d/i gibt, aber schon ein 518d/i in der Pipe steht. Insofern würde es mich arg wundern, wenn es nicht auch das obere Ende der Skala 650i geben sollte. Klar, einen M6 GT braucht kein Mensch, aber für den amerikanischen Markt wird es sicher den V8 geben, alles unter V8 ist für die Amis doch kommunistischer Rasenmähermotor 😉

  2. Cjkologe . says:

    Boah bittteee nicht. Auch wenn ich mir den niemals leisten werde, finde ich den jetzt schon überhaupt nicht schön! Die sollten das Geld lieber in ein anständiges Sport-Coupe investieren.

    • Pro_Four says:

      …wer welchen Geschmack bei BMW hat und welche Nachfrage für das jeweilige Modell besteht entscheidet ja immer noch der Kunde, die es sich leisten “können” ;D

    • M54B25 says:

      Und was ist dann der kommende 8ter? Wie weit weg ist der von einem Sport-Coupe nach Deinen Vorstellungen?

  3. Dailybimmer says:

    Das wird mit ziemlicher Sicherheit der
    letzte seiner Art werden. Die Kunden wollen bezahlbare 2 türige Coupes mit 6 Zylindermotoren a la M240i , M2, M4 und kein deformierter 5er als 6er GT, der sich von seinem bisherigen Image als das klassische Auto für ältere Herren mit Hut nie richtig trennen konnte.

    • M. Power says:

      Der ist gut “deformierter 5er als 6er GT”
      Mir haben die GT Modelle noch nie gefallen, wir wirken so klobig. Ich verstehe auch nicht wozu die gut sein sollen…?
      Entweder fahre ich eine Limo (was bei BMW eh Tradition hat) oder wenn ich Platz brauche kaufe ich einen Touring. Wenn ich was sportliches mochte gibt es schöne Coupes, was dazwischen finde ich überflüssig.

      • Sniickers says:

        Man will es eben jedem Recht machen wollen

      • Fagballs says:

        Ich habe zumindest mal in einem 3er GT hinten gesessen und war überrascht. 3er GT bietet vier Erwachsenen mehr Platz als alle anderen 3er und 4er. Ich denke, der 6er GT will in dieselbe Schiene gehen. Schön sind die Dinger nicht, praktisch schon, nicht nur, was den Kofferraum angeht. Schließlich will auch nicht die ganze Welt nen Kombi, aber schon mal ein praktisches Auto.

      • Dailybimmer says:

        Mit dem M4 GC hätte wohl die Bmw Ikone M3 seine Daseinsberechtigung verloren. Dem Anschein nach möchte Bmw wohl in Zukunft seinen grossen Namen M3 zu gunsten des M4 GC aufopfern. Das wäre so unlogisch, wie wenn der 911 in Zukunft aufeinmal nicht mehr 2 Türen sondern 4 Türen bekäme und nicht mehr 911er heissen würde, sondern 912er.

        • M. Power says:

          Oh nein bitte nicht das noch, ich hatte schon kein Verständnis als die Bezeichnung M3 zu M4 geändert wurde (bei Coupe).. Sollte nun die Bezeichnung M3 ganz verschwinden, wäre ich sehr traurig.
          Die Bezeichnung M3 ist für BMW mit Tradition und Erfolg im Motorsport verbunden, wie 911 bei Porsche. Da gebe ich dir Recht.
          Leider ist die Verbindung M3 und Motorsport auch nur noch Geschichte, sehr schade finde ich.

          • Pro_Four says:

            ..warum Geschichte? Weil sich die Motoren auch weiter entwickeln?

            • M. Power says:

              Nein, ich meine die Typenbezeichnung M3.
              Die erfolgreiche Geschichte mit dem M3 begann 1986 und hat BMW auf der Rennstrecken viele Erfolge gebracht, bin hin zum M3 E92 am 24H Nürburgring.
              Danach war leider schluss und nun gibt es keinen aktuellen M3 mehr im Motorsport, sonder “nur” noch als Limo für die Strasse.
              Ich finde BMW hätte M3 weiterhin als Coupe anbieten müssen und vor allem im Motorsport als Brand weiterleben lassen.

    • Kev says:

      Sehr subjektives Bild wie ich finde.
      Ich würde mir niemals das 4er Coupe bestellen, wenn ich auch da GC zum gleichen Preis bekomme. Die 2 Türen extra und die große Heckklappe sind super, für mich ist das Auto der perfekte Beweis dass man sich eben nicht entscheiden muss.
      BMW teilte auch bereits mit dass 2türige Coupes aktuell problematisch sind was Absatz angeht.

      Meine Meinung: Käme der M4 GC hätte das M4 Coupe gewaltige Probleme. Und der M3 ebenfalls.

      • Pro_Four says:

        …auf den Punkt gebracht, sehe ich auch so.

      • Fagballs says:

        Ich teile deine Meinung zum Teil:
        Ein Coupé ist das absolute Statement der Unvernunft. Ein Auto mit Limousinen-Länge, aber nur 2 Türen heißt: Ich will meinen Spaß haben, in diesem Auto sitzt einer, maximal zwei. Deswegen sehe ich den M4 als klassischen Zweitwagen.

        Beispielsweise der 420d ist aber ein anderer Fall, der wird als Erstwagen gekauft und da würde ich auch zum Viertürer greifen.

        Mal davon ab, dass ein “Gran Coupé” eigentlich auch nur eine elegante Limousine mit rahmenlosen Fenstern ist 😉

        • M54B25 says:

          Ich schließe mich Deiner Meinung zum Spaß-Auto vom Typ Coupe an – aber da, wie Du schreibst, ein Coupe in der Regel genauso lang ist wie die Limousine, ist der Kofferaum genauso groß und bedeutet keine Einbussen. Einzig und alleine der limitierte Einstieg über die einge Tür ist ein Handicap (gut und die längeren Türen in engen Parklücken). Dafür entschädigt die sportlichere Sitzposition auf den Hinterbänken – Zitat von Mitfahrern.

          Da ich selbst schon seit Jahren diesen Kampf mit meiner Regierung führe und bisher jegliche Versuche des Ersatzes durch einen Kombi/Van erfolgreich abwehren kann, weiss ich wo von ich rede. Im Baumarkt sind die Skidurchreiche oder die umklappbaren Rücksitze genauso praktikabel wie bei einer Limo/Schrägheck. Naja und den obligatorischen Grund eines Kombis -den Kühlschrank-/Waschmaschinentransport- überlasse ich Lieferdiensten – die bringen mir das Ding auch da hin, wo es hin soll und ich muss es nicht aus dem Auto selbst irgendwo hin buckeln…

      • Dailybimmer says:

        Stimmt nicht ganz so. Das was der noch amtierende Vertriebschef Ian Robertson angedeutet hat, trifft eher auf dem 6er GC zu, dessen Anteile wesentlich höher sind als die seiner Coupe und Cabrio Brüder zusammen. Das dessen Nachfolger als 8er Coupe und Cabrio bereits getarnt herumfahren, hast du auch schon bestimmt mitgekriegt, oder?

      • M54B25 says:

        Zu Deiner Meinung eine ernstgemeinte Nachfrage: Wie oft wird ein Coupe-Fahrer (und ich meine 2-Türer!) wohl im Falle eines M4 beim Besuch der Rennstrecke in die Verlegenheit kommen, das hinten jemand einsteigen will, er daher also ein M4 GC benötigt?

        Wer einen M3(<=E92) oder M4 (F82) wählt, entscheidet sich ganz bewusst für 2-Türen, da spielen Kofferraum und hintere Einstiegsmöglichkeiten abe rmal gar keine Rolle in der Entscheidung!

        Ein M4 GC ist für Möchte-Gern-Poser die als Profilierungsfahrer auf dem KuDamm noch jemand hinten zusätzlich drinne sitzen haben wollen – Meine Meinung!

    • M54B25 says:

      Vor einiger Zeit gab es das Interview, dass die 2-türigen Coupes an Bedeutung verlierenm siehe hier: https://www.bimmertoday.de/2017/03/16/bmw-vierturige-gran-coupes-laufen-zweiturern-den-rang-ab/

      Das passt leider nicht zu Deiner Aussage – wobei ich die eher als persönlichen Wunsch interpretieren – richtig?!?

      • Dailybimmer says:

        Kenne ich bereits und wenn ich mir die Erlkönigbilder des künftigen 8er Coupes und Cabrios ansehe ergibt die Aussage seitens Ian Robertson auch keinen Sinn. Vielleicht trifft das auf einigen Märkten zu. Gib jeden Kunden und jeden Markt was es braucht.

        • M54B25 says:

          Der 8ter ist m.N.n. einfach eine Rechenformel wie sie bei Mercedes mit der S-Klasse und dem S-Coupe aufgeht: Gleiche Plattform, anderes Chassis aber extrem hohe Marge bei geringen Stückzahlen. Ich würde mal behaupten, das die Verteilung bei S-Klasse und S-Coupe bei 60 zu 40 stehen, was im Vergleich z.B. zu einem 1er (F20) und einem 2er Coupe (F22) eher bei 90 zu 10 sein wird. Das würde für mich die Aussage von Ian Robertson und der Strategie des kommenden 8ters erklären.

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