BMW M5 3.6 E34: Auch für den Winter-Einsatz gut gerüstet

BMW M5 | 9.02.2017 von 24

Im September 1988 begann mit der Produktion des BMW M5 3.6 der Generation E34 die Zeit einer der schnellsten, stärksten und exklusivsten Limousinen ihrer …

Im September 1988 begann mit der Produktion des BMW M5 3.6 der Generation E34 die Zeit einer der schnellsten, stärksten und exklusivsten Limousinen ihrer Zeit. Die im BMW Werk Dingolfing produzierte Karosserie wurde für die seinerzeit noch in Handarbeit umgesetzte Verwandlung vom 5er zum M5 nach Garching zur BMW Motorsport GmbH geliefert. Dort erhielt der BMW M5 E34 auch sein intern S38B36 genanntes Hochdrehzahl-Herz, das auf dem Reihensechszylinder des legendären BMW M1 E26 basiert und gemeinsam mit einem voluminösen Luftsammler und sechs Einzeldrosselklappen verbaut wurde.

Der in dieser Konfiguration ausschließlich im BMW M5 E34 eingesetzte Motor leistet 315 PS und stemmt ein Drehmoment von 360 Newtonmeter auf die Kurbelwelle. Aufgrund der guten Traktion des Hinterradantriebs beschleunigt der M5 in 2,4 Sekunden von 0 auf 50 km/h. Der Beschleunigungsakt aus dem Stand auf 100 km/h ist in 6,3 Sekunden erledigt. Bei 250 km/h wird der M5 genau wie der BMW 750i E32 künstlich eingebremst.

Die Innenausstattung der zweiten M5 Generation ist sportlich, aber auch sehr elegant. Bis März 1990 war das damals stärkste BMW-Modell ein echter Viersitzer, denn im Fond wurde die M Technic Sitzanlage mit Einzelsitzausformung und Mittelarmlehne mit integrierter Schublade installiert. Auf Wunsch wurde aber auch die normale dreisitzige Rückbank der gewöhnlichen 5er-Varianten verbaut.

Trotz der hohen Motorleistung und ihrer sportlichen Performance gibt die bayrische Powerlimousine auch bei winterlichen Bedingungen eine hervorragende Figur ab und eignet sich durchaus für den Skiurlaub. Wir zeigen auf, welche Aspekte des BMW M5 3.6 E34 dazu beitragen:

  • Die zu übertragenden Antriebsmomente werden durch das Lamellen-Selbstsperrdifferential mit einem Sperrwert von 25% effektiv reduziert.
  • Die große 85 Ah Batterie sitzt direkt unter der Rücksitzbank und bringt so zusätzliches Gewicht auf die Hinterachse.
  • Eine Niveauregulierung stellt auch bei Beladung eine ausreichende Bodenfreiheit sicher.
  • Der Inhalt des Metall-Kraftstofftanks wurde um 10 auf 90 Liter erhöht.
  • Die optionale Standheizung mit der 25 Ah Zusatzbatterie im Kofferraum sorgt vor Fahrtantritt für einen wohltemperierten Innenraum.
  • Die M Technic Leichtmetallräder im Styling 20 mit Luftschaufeln zur Bremsenbelüftung sind mit Winterreifen im Format 235/45 R 17 erhältlich.
  • Zusätzlich sind auch die Kreuzspeichenfelgen im Styling 5 vom M5 E28 mit Winterreifen der Dimension 225/50 R 16 und Schneeketten zulässig.
  • Bei einer Drehzahl von 2.500/min liegen etwa 100 PS Motorleistung an.

Der 1.670 Kilogramm schwere BMW M5 3.6 E34 hat nicht nur ein Hightech-Triebwerk, ein auf dem Nürburgring erprobtes Fahrwerk oder ein für damalige Verhältnisse opulentes Interieur, sondern geht mit dem Durchschnittsverbrauch von 11,9 Litern/100 Kilometer ebenfalls effizient mit dem Kraftstoff um: Gegenüber dem BMW 535i E34 stellt das trotz der Mehrleistung von 104 PS und dem Mehrgewicht von 145 Kilogramm lediglich einen Mehrverbauch von 0,9 Litern auf 100 Kilometer dar!

24 responses to “BMW M5 3.6 E34: Auch für den Winter-Einsatz gut gerüstet”

  1. Dailybimmer says:

    Ein teutonischer Bmw wie aus dem Bilderbuch. Wie hieß noch sein Designer? Gott segne ihn.

    • der_ardt says:

      Dem E30 und E32 sehr ähnlich. Ich mag die überstehende Motorhaube so gerne. Aber Fußgängerschutz lässt sowas vermutlich nicht mehr zu

      • Dailybimmer says:

        Der E34 wirkt Zeitlos elegant. Die Proportionen sind stimmig, weit und breit kein Gramm Fett und die hintere Stoßstange wirkt sauber in die Karosserie integriert und and der Technik von damals ist auch nix auszusetzen, der M5 war schliesslich der Begründer seines Segments.

      • Mini-Fan says:

        BMW nannte sie, schon damals beim Fünfer E12, “überkragende” Motorhaube,
        Auch war sie, wie es sich für einen sportlichen BMW damals gehörte, vorne angeschlagen.
        Dafür mit Fanghaken, für den Fall der Fälle.

        Und nicht, wie bei Mercedes üblich, hinten.

  2. Dailybimmer says:

    Claus Luthe

  3. Mat says:

    Immer noch ein sehr schönes Auto der E34 und als M5 natürlich umso begehrenswerter. Das schöne: in der Garage meines alten Herrn Vaters steht einer dieser e34 M5, Bj. ’93, mit dem größeren 3.8l Motor und 340PS. Seit Ende der 90er in seinem Besitz und wird auch nicht verkauft 😉

  4. Olüm Digga says:

    natürlich ist das eine geile karre und besser als 99% der heutigen BMW, aber normalerweise werden solche autos (ohne ESP, ohne allrad und ohne head-up display) im winter gerne als lebensgefährlich eingestuft. warum ist der M5 plötzlich der winterakrobat vor dem herrn? wegen der batterie im heck?

    • Pro_Four says:

      …nee, sicher (;p) wegen guten Winterreifen, denn dies reicht meist, auch bei RWD im Winter!

    • M54B25 says:

      Welche heutigen BMW-Fahrzeuge befinden sich denn in dem 1% die NICHT BESSER sind als der E34M5?

    • Mini-Fan says:

      Wenn sich bei Schneeglätte am Berg vor Dir kein Depp quer stellt: dann kommst du mit einem BMW mit RWD über all hin. Vorausgesetzt, Du hast keine Hochsommerreifen, und Du kannst fahren. Und bist im richtigen Gang.
      Und den Berg runter bist du eh genau so gut und schlecht dran wie mit FWD oder quattro.Und die Anzahl der Menschen in Deutschland war im Frühjahr noch immer signifikant niedriger als wie Herbst zuvor. Weil so viele BMW-Fahrer in ihren lebensgefährlichen Autos verstorben sind.
      Vermutlich den Heldentod.

  5. stupid_man_suit says:

    Immer wieder verwunderlich oder erstaunlich, wie sich (Stammtisch-/Papier-) Fahrleistungen bis heute verändert und verbessert haben, wenn man Fahrzeuge mit ähnlichem (oder tendenziell gar mehr) Gewicht und gleicher oder weniger Leistung heranzieht. Zum Beispiel ein etwa 50 kg schwerer 530d.

    • M54B25 says:

      Mag das etwa an der Getriebeauslegung (Steuerelektronik, Materialentwicklung, etc.) liegen, die einem 8Gang ZF-Automaten knapp 30 Jahre später erheblich besser die vom Triebwerk bereitgestellte Kraft von der Kurbelwelle an die Hinterachse übertragen lässt?

      Oder gar an dem Drehmoment des von Dir angesprochenen R6 Diesels von 620Nm bei 2000 U/Min im Vergleich zu 360Nm des M5 – das ist die doppelte Schubleistung!

      Oder auch an den Reifen, die wie aus dem Testfahrten bzw. dem Motorsport bekannt, gut und gerne für einige Sekunden schnellere Rundenzeiten und natürlich auch eine bessere Grundbeschleunigung gut sind?

      Oder eventuell die Areodynamik die sich in wesentlich geringeren cw-Werten bemisst, die ab 50km/h schon merklich für weniger Leistungsaufwand sorgt beim Weiterbeschleunigen.

      Nimm einfach diese Faktoren, transferiere sie auf einen E34M5 und Du bist bei den gleichen Beschleunigungszeiten.

      Daher sorry – aber Stammtisch-Parolen sehe ich eher in Deinen unbegründeten Behauptungen.

      • stupid_man_suit says:

        “Unbegründete Bahauptungen” — zeig mir eine? Ich habe lediglich geschrieben, dass ich es verwunderlich oder erstaunlich finde, wie sehr sich zB die Fahrleistungen verbessert haben. Das hat nichts mit Stammtischparole zu tun.

        Lustig, dass man sich alleine dadurch offenbar schon angegriffen fühlt.

        Ich sehe den Haupteinfluss im Getriebe, die anderen Faktoren machen sich da denke ich weniger stark bemerkbar. Klar bringen Reifen Rundenzeiten, bei einer kurzen Beschleunigung auf 100 km/h, noch dazu wenn warm, glaube ich ist das absolut minimal. Für mein Verständnis sollte das Drehmoment alleine überhaupt keinen Einfluss auf die Beschleunigung haben, da es ja lediglich die Schubkraft bestimmt. Sprich ein 20-PS-Motor mit 500 NM würde nichts reißen.

        • M54B25 says:

          Du glaubst jetzt nicht ernsthaft, dass ich bei Deinem (nicht vorhandenen) Grundlagenwissen bzgl. Leistung/Drehmoment/Getriebe die Diskussion fortführe? Alleine schon Drehmoment mit Schubkraft gleichzusetzen disqualifiziert Dich für jegliche ernsthaften Diskussionen zum von Dir aufgebrachten Thema.

          Bzgl. der Reifendiskussion ist dies ähnlich. Der Verweis auf den Motorsport sollte verdeutlichen, dass die Reifenentwicklung der letzten 30 Jahre bei Rundenzeiten erheblich, bei 0-100km/h Beschleunigungen signifikant ist. Leider müsste ich jetzt dazu wieder mit physikalischen Grundlagen kommen (z.B. Haftreibungskoeffizienten oder Masseträgheitsmomenten), aber bis das mit Dir geklärt ist, wäre dein Stammtischbier kalt.

          Und ich fühle mich mitnichten “angegriffen” – ich sitze nicht am Stammtisch und fabuliere physikalisch unsinnige Behauptungen vor mich hin. Deswegen halte ich es mit Dieter Nuhr…

          https://www.youtube.com/watch?v=rq68A07CDcM

          • stupid_man_suit says:

            Hihi, witzig mit dir.

            Ich sitze noch immer nicht am Stammtisch, fyi.

            Und den Mund oder das Wort kannst du mir zum Glück auch nicht verbieten. Das von mir aufgebrachte Thema war “erstaunlich, wie sich Dinge verändern”, immer noch nicht mehr und nicht weniger. Darin war überhaupt keine Wertung enthalten. Lies mal den Kontext nach, in welchem ich das Wort “Stammtisch” gebraucht habe, ehe du es wieder und wieder aufwärmst.

            Dafür, dass du dich nicht angegriffen fühlst, wirst du ganz schön schnell unhöflich. Für mich eher ein Grund, eine Diskussion einzustellen, als eventuell unterschiedliche Wissensstände.

            • M54B25 says:

              Würdest Du mir freundlicherweise mitteilen, wo genau ich unhöflich geworden sein sollte?

              • moehre says:

                Brauchst du da wirklich einen Hinweis? Bis das erklärt ist, wäre dein Stammtischbier warm.

                Du gehst den User hier einfach nur an, auch wenn mich “Stammtisch-Leistung” auch irritiert.

                • M54B25 says:

                  Hinweise wären nur wieder schwammig, eine konkrete Textpassage wäre schon mal nett. Möglicherweise habe ich auch einfach nur eine andere Auffassung von Unhöflichkeit, lasse mich aber gerne belehren.

  6. Tobias says:

    der e 34 ist mein all-time-favorite, was bmw limousionen betrifft, sein Design ist und bleibt GENIAL!!!
    PS: hatte vor 20 Jahren mal nen 520i, sein Fahrwerk war ne Wucht, der 24Ventiler ein Traum!!!

  7. Bricko says:

    Damals waren die Lenkräder noch ohne “Tastatur”, alle wichtigen Tasten waren in griffnähe … Good Old Days.

    • Mini-Fan says:

      ja, die 4 Huptasten im BMW hätten gereicht.
      Um notfalls jemand auch in einer Kuve “verscheuchen” zu können …

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Find us on Facebook

Tipp senden