Bild-Vergleich: BMW 5er Touring G31 gegen Vorgänger F11 LCI

BMW 5er | 3.02.2017 von 22

Bild-Vergleich: Der neue BMW 5er Touring G31 trifft auf seinen Vorgänger der Generation F11 LCI. Wir klären, wo es die wichtigsten Verbesserungen gibt.

Einer der härtesten Gegner des neuen BMW 5er Touring G31 kommt aus den eigenen Reihen, denn natürlich soll der Edel-Kombi auch möglichst viele Fahrer des Vorgängers vom Wechsel auf die neueste Generation überzeugen. Auch wenn die meisten bisher veröffentlichten Fotos die Neuauflage mit M Sportpaket zeigen und uns keine wirklich passenden Vergleichsbilder des Vorgängers mit Facelift vorliegen, wollen wir beide Modelle an dieser Stelle vergleichen und so einen Eindruck vom Design- und Technik-Fortschritt liefern.

Zu den auffälligsten Veränderungen beim Design zählt die nunmehr direkte Verbindung von Nieren und Scheinwerfern, die den BMW 5er Touring 2017 noch breiter und stämmiger wirken lässt. Unauffälliger und evolutionärer fallen die Neuerungen in der Seitenansicht und am Heck des Kombis aus, unser Bild-Vergleich macht die wesentlichen Updates aber auch hier schnell erkennbar.

Obwohl der BMW 5er Touring G31 im Vergleich mit seinem Vorgänger 36 Millimeter länger, 8 Millimeter breiter und 10 Millimeter höher geworden ist, konnte das Gewicht deutlich reduziert werden. Je nach Motorisierung sinkt das Leergewicht des nun über 4,94 Meter langen Kombis um bis zu 100 Kilogramm, wovon Fahrdynamik und Effizienz profitieren. Das leichteste Modell zum Marktstart im Juni 2017 ist der BMW 530i Touring mit aufgeladenem Vierzylinder-Benziner, er bringt ein DIN-Leergewicht von 1.640 Kilogramm auf die Waage.

Die größeren Abmessungen legen den Grundstein für ein noch etwas größeres und vor allem noch etwas vielseitiger nutzbares Gepäckraum-Abteil. Bei aufgestellter Rückbank wächst der Platz im Kofferraum um 10 auf 570 Liter, bei umgelegter Rückbank stehen mit 1.700 Liter künftig 30 Liter mehr Kofferraum-Volumen zur Verfügung. Ein deutlich größerer Schritt ist den Entwicklern bei der Zuladung gelungen, denn die maximale Beladung liegt mit 720 bis 730 Kilogramm um bis zu 120 Kilogramm höher als beim Vorgänger.

Große Fortschritte im Vergleich zum Vorgänger bietet der BMW 5er Touring G31 auch in den Bereichen Infotainment und Assistenz. Natürlich kommt in der Neuauflage die neueste iDrive-Generation mit Touchscreen, Kachel-Optik, Gestik-Steuerung und nochmals verbesserter Vernetzung zum Einsatz. Auch das Head-Up-Display mit 70 Prozent größerer Projektionsfläche und vielen neuen Anzeigen, die Möglichkeit zum induktiven Laden entsprechend befähigter Smartphones, der WLAN-Hotspot für bis zu zehn mobile Endgeräte, die Integration von Apple CarPlay und viele weitere Detail-Verbesserungen sprechen in diesem Bereich für den G31.

Die leistungsfähigeren Assistenzsysteme ermöglichen dem neuen Kombi außerdem das teilautonome Fahren: Bei Geschwindigkeiten bis 210 km/h kann der BMW 5er Touring die Lenk- und Spurführung für einige Sekunden selbständig übernehmen und dem Fahrer so eine kleine Auszeit bescheren. Noch umfangreicher als bisher unterstützen auch Systeme wie der Spurhalteassistent mit aktivem Seitenkollisionsschutz, der beispielsweise bei einem näherkommenden Nebenmann in engen Autobahn-Baustellen jeden verfügbaren Zentimeter Fahrbahnbreite optimal ausnutzt.

Doch auch wenn der G31 in vielen Situationen autonom fahren kann, steht die Freude am Fahren weiterhin im Mittelpunkt. Die Integral-Aktivlenkung und das M Sportfahrwerk sind nun auch mit dem Allradantrieb xDrive kombinierbar, generell sorgen neu entwickelte Fahrwerkskomponenten und das reduzierte Gewicht gemeinsam für ein deutlich agileres Fahrgefühl.

Die größere Spreizung des adaptiven Fahrwerks, die weiter verbesserten Fahrleistungen und der um bis zu 11 Prozent reduzierte Verbrauch liefern weitere Argumente für die Neuauflage – machen die Vorgänger-Generation aber nicht zu einem schlechteren Auto. Nicht nur die bis zum Schluss starken Verkaufszahlen haben die Qualitäten des BMW 5er Touring F11 unter Beweis gestellt, auch in vielen Vergleichen mit zum Teil deutlich jüngerer Konkurrenz konnte der Kombi bis zum Schluss gut mithalten. Dass die Zeit nicht stillsteht und es immer noch Raum für weitere Verbesserungen gibt, zeigt der Nachfolger mit dem Kürzel G31 nun allerdings in allen relevanten Bereichen.

22 responses to “Bild-Vergleich: BMW 5er Touring G31 gegen Vorgänger F11 LCI”

  1. Luke says:

    M-Paket vs Non-M-Paket zu vergleichen ist n bissl äh… genauso LED vs. Non-LED…

  2. Boba Fett says:

    Die mächtigen Nieren kommen gut aber die in den Kühlergrill gezogenen Scheinwerfer wollen mir einfach nicht gefallen.

  3. Renaco says:

    Im Vergleich ist erst richtig sichtbar was der F11 für ein großer Wurf war.
    Man denke sich die satten Felgen des G31 auf dem F11 vor, dann würde ich glatt den neuen stehen lassen.
    Zumindest optisch…, Technik ist ein anders Thema 😉

  4. Oliver says:

    Es ist schon auffällig, dass BMW den fachgelifteten 5er ausschließlich mit M Paket zeigt. Offenbar ist den BMW Oberen das Normaldesign der “Neuheit” viel zu langweilig… Insofern ist auch der Designvergleich bei bimmertoday unseriös.
    Was mir im Innenraum auffällt: kaum Ablagemöglichkeiten für Kleinkram. Bislang konnte man z.B,. die Parkkarte gut vor dem Navimonitor ablegen; Kleingeld passt prima in den Aschenbecher. Das Handy, Bonbons oder Werksausweise in das Fach vor dem Wählhebel. Was wirklich fehlt: die geniale Schublade aus dem 5er GT.

  5. Meo says:

    Manche Äußerungen gegen dem G30/31 kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Das Auto sieht definitiv frischer (Achtung subjektiv: sportlicher/besser) aus als der F10/11, gerade dieser Bild-Vergleich sollte das für die letzten Skeptiker endlich mal verdeutlichen. Über den Innenraum-Vergleich Hüte ich mich in Schweigen, das ist eine andere Liga und der G30/31 hat da endlich mal einen Klassensprung nach oben vollzogen (Was man ja z. B. bei E9x zu F3x oder auch Audi A6 nicht zwingend behaupten kann)…

  6. Thomas_01 says:

    Habe mir am WE den neuen 5er angesehen. Das Exterieur-Design ist behutsam, aber in eine dynamische Richtung weiterentwicklet worden. Sehr gut, bis auf die schwarze Plastikfläche zwischen den Nieren.

    Innen ist es nicht so mein Geschmack. Da war das F10/F11 Cockpit wesentlich schöner. Man hätte definitiv den Monitor wieder harmonisch integrieren können, stattdessen wirkt er – dem Trend entsprechend – sehr aufgesetzt. Von der Haptik hat sich meines Erachtens nach nicht viel getan. Besonders störend sich die Hochglanzoberflächen, die permanent Fingerabdrücke sichtbar machen. Sehr unschön. Zudem ist die “P” Taste (Parksensoren) ultragroß und aus einfachem Plastik. Die Darstellung auf dem Bildschirm ist voll in die Hose gegangen. Hier hätte man eine Individualsierung der angezeigten Infos erwarten können, wie man es schon beim F10/F11 vermisst hatte. Hier wurde das Potenial leider verschenkt. Schade, es wird zuviel unnötiges dargestellt und vor allem zu wenig. Schade.
    Auch wurde das Rädchen zur schnellen Wärmeverteilung wegrationalisiert. Das Handschufach wurde nich größer und das Mittelkonsolefach ist nur leicht gewachsen. Vermutlich auch nur, weil der Snap-in Adapter fehlt.

    Fazit: Es gibt kein Argument vom F10 zu wechseln.

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