BMW 750d: Quadturbo-Diesel debütiert in Frozen Arctic Grey

BMW 7er | 4.10.2016 von 11

Der neue BMW 750d xDrive mit 400 PS starkem Quadturbo-Diesel debütiert mit der Individual-Lackierung Frozen Arctic Grey auf dem Autosalon Paris 2016.

Erst auf den zweiten Blick gibt sich die zweite Weltpremiere am Stand von BMW auf dem Autosalon Paris 2016 zu erkennen, denn auf den ersten Blick könnte man den neuen BMW 750d xDrive mit Quadturbo-Diesel auch für einen ganz gewöhnlichen 7er halten. Wer jedoch genauer hinsieht, erkennt beim Blick unter die Motorhaube – oder auf die Modellbezeichnung am Heck – den neuen Top-Diesel, der mit vier Turboladern antritt und ab dem kommenden Jahr auch kleinere Modelle als den 7er antreiben wird.

Der in Paris präsentierte BMW 750Ld xDrive trägt die matte Individual-Lackierung Frozen Arctic Grey metallic, die bei genauer Betrachtung auch einige Metallic-Flakes beinhaltet. Die verchromten Elemente des gezeigten Ausstattungspakets Design Pure Excellence sorgen für einige glänzende Akzente zur matten Lackierung.

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Unter der Haube des BMW 750d feiert der neue Quadturbo-Diesel, die Top-Ausbaustufen des Reihensechszylinders B57, ihre Weltpremiere. Der 3,0 Liter große Diesel mit vierfacher Aufladung tritt in die Fußstapfen des bisher angebotenen Triturbo-Diesels und bietet im Vergleich zu diesem nochmals einige Verbesserungen – mehr Leistung, mehr Drehmoment, weniger Verbrauch und verbesserte Akustik sind die Kern-Elemente der insgesamt deutlich gesteigerten Motor-Performance.

Mit einer Spitzenleistung von 400 PS muss sich der BMW 750d lediglich unterhalb der Benziner mit acht und zwölf Zylindern einordnen, alle anderen Antriebe steckt er locker in die Tasche. Dass die Fahrleistungen angesichts dieser Leistungswerte ebenfalls extrem souverän ausfallen, ist keine Überraschung: Laut Werksangabe beschleunigt der stets mit Allradantrieb ausgerüstete BMW 750d innerhalb von 4,6 Sekunden von 0 auf 100 und unterstreicht dabei eindrucksvoll, welche Performance moderne Hochleistungs-Diesel bieten können.

Noch beeindruckender werden die Fahrleistungen jedoch, wenn man auch den Verbrauch betrachtet: Im EU-Zyklus fließen auf 100 Kilometern lediglich 5,7 bis 5,9 Liter Diesel durch die sechs Brennräume des Quadturbo-Diesels, auch im weniger verbrauchsgünstigen Alltag sollten Werte zwischen 7 und 8 Liter mühelos realisierbar sein.

11 responses to “BMW 750d: Quadturbo-Diesel debütiert in Frozen Arctic Grey”

  1. ///Martin says:

    Wow, sehr schöne Optik! Von innen muss ich mich an die neuen Design-Elemente im Bereich Klima und Navi erstmal noch gewöhnen; da hat mir der Stil aus der F-Reihe einfach zu gut gefallen.. 🙂

  2. Tom says:

    Das Auto wirkt innen wie außen alles andere als frisch. Da hilft auch weder Effektlack noch teures Individualleder…einer der schwächsten 7er, an den ich mich errinnern kann.

    • Kommissar Freytag says:

      Grundsätzlich ist festzuhalten, Audi ist nicht der einzige Hersteller, der an dem Konzept eines elektrifizierten Turboladers arbeitet.
      Bereits 2014 präsentierte Ford und die Zulieferer-Kombo Schaeffler/Continental auch schon ein ähnliches Modell.
      Das sogenannte “Gasoline Technology Car” basiert auf einem Focus 1.0 l EcoBoost mit einer neuen Motorsteuerung, einem neuen 48-Volt-Bordnetz und einer elektrifizierten Kupplung zur Nutzung von Segelphasen, wobei die Nutzung des Segelns zur Verbrauchsoptimierung wiederum u.a. auch von BMW zur Anwendung kommt.

      Ein gravierender Kritikpunkt an der avisierten Audi-Lösung ist, dass der elektrische Lader die meiste Zeit im Weg steht – die Ansaugluft muss standardmäßig außen herum geleitet werden. Viel eleganter ist doch ein elektrifizierter Abgasturbolader, so wie dieser seit langem in der Formel 1 verwendet wird.
      Diese Lösung hat den Vorteil, dass sie die elektrische Energie für das boosten selber erzeugen kann.
      Mercedes arbeitet an dieser Lösung, und ist weit näher an der Serie als Audi.

      Zur angeblichen erhofften Verbrauchseinsparung beim Elektroturbo nur der Hinweis, mehr Leistung braucht auch nun einmal mehr Treibstoff.
      Das merkt jeder spätestens bei “200plus x” auf der Autobahn. Hier macht es keinen Unterschied, ob das Fahrzeug nun 7 Liter Hubraum hat oder einen riesigen Turbo arbeitet, ein E-Turbo wird an dieser Tatsache nichts ändern.

      • Minga_Bua says:

        So richtig verstehe ich den Vorteil des elektrifizierten Turboladers von Audi in der Serie sowieso nicht. Ziel sollte es doch sein, den Wirkungsgrad zu verbessern und nicht durch einen zusätzlichen elektrischen Verbraucher zu verschlechtern…
        Vielen Dank für die ausführliche Information zu der aktuellen Lage bei den Turboladern. Interessant, an was derzeit so alles entwicklekt wird.

      • B3ernd says:

        Beim Einsatz des e-Turbos wie Audi ihn nutzt, ist das Ansprechverhalten ab Leerlauf enorm verbessert worden und man kann auch bei 1100rpm gemütlich durch die Stadt fahren, ohne dass der Motor beim leichtesten Gasstoß herunter schaltet oder im Turboloch hängen bleibt.

        Wie soll der e-turbo bei Tempo 200 Kraftstoff einsparen? Wurde auch nie behauptet.

        Das Konzept ist doch in erster Linie für niedrige Drehzahlen angedacht und dem typischenTurboloch entgegenzuwirken – dort funktioniert es aktuell konkurrenzlos gut. Natürlich darf man beim e turbo keine Wunder erwarten. Grds. ist der E Turbo die logische Weiterentwicklung des Triturbo. Den Quadturbo halte ich sogar für eine Notlösung. Warum BMW auf dieses uralte Konzept in einem Technologieträger, was der 750d ist, setzt, bleibt mir schleierhaft. Auch BMW wird auf den eturbo umsteigen und den Quadturbo verabschieden. Man kann ebenfalls nur hoffen, dass dem Quadturbo das gleiche Dilemma wie dem Triturbo erspart bleibt und er wenigstens die Leistung bringt, die er verspricht.

        • Kommissar Freytag says:

          Der E-Turbo befindet sich bei diversen Herstellern noch in der Entwicklungs- genauer gesagt Findungsphase, daher auch der Verweis, Audi ist hier kein Vorreiter, andere Player sind auch dabei !

          Parallel stellt sich zugleich die Frage, warum dann nicht einfach einen Kompressor verbauen?
          Damit hat man doch auch kein Turboloch und der ganze Aufwand wie Registerturboaufladung, E-Turbo, 48-Volt-Bordnetz entfällt.

          Da sich das ganze Thema noch weitgehend im Prototypenstadium befindet, muss man wohl noch eine Weile warten, um explizit beurteilen zu können, wohin die Reise geht.

          Ferner gibt es schon länger Versuche mit dem 42 oder 48V Bordnetz den steigenden Energiebedarf zu decken. Dazu könnte möglicherweise mit geringeren Strömen und dünneren Leitungen “gefahren” werden.
          Denkbar ist sicher auch den Turbolader mit einer schmalen E-Maschine zu unterstützen, wie es manche Hybrid Fahrzeuge machen…
          Viele offene Fragen, noch wenig konkretes !

          Der Vorteil beim Quadturbo besteht in seiner lineare Kraftentfaltung, verbunden mit einer riesigen Drehmoment-Welle.

          Denn neben der Erreichung der Maximalwerte wurde auf ein möglichst breit nutzbares Drehzahlband Wert gelegt. So werden einerseits im Motordrehzahlbereich von 1.600 bis 4.100/min mindestens 90 % des maximalen Drehmoments zur Verfügung stehen, andererseits können im Motordrehzahlbereich von 3.000 bis 5.000/min mindestens 80 % der Motorleistung abgerufen werden.

          Man kann es auch so ausdrücken, hier weiß man was man hat. beim E-Turbo bleibt vieles (noch) im vagen.

          Noch der Hinweis auf den angeblichen Verbrauchsvorteil eines E-Turbo, dieser wurde zwar hier von keinem Kommentator genannt, ist aber anderweitig fälschlicherweise Grundlage der Diskussion gewesen.

          • Tom says:

            Ich bin mir nicht ganz sicher was Du da schreibst, aber Audi hat im Q7 bereits einen elektrischen Verdichter in Serie.

          • B3ernd says:

            Genau so sieht es aus. Andere Hersteller sind in der Entwicklung des E Turbos und Audi bietet Ihnen seit einem Jahr in Serie an.

            Ich verstehe deine Angaben nicht. Es ist also besser, 90% Kraft erst ab 1600rpm zu haben, als 100% von 1000rpm?! Der E Turbo erlaubt 100% NM quasi ab Leerlauf bis knapp 4000rpm. Wir reden hier von einem Diesel, der wird ohnehin nicht “getreten” und hochgedreht. Du zeigst mit deinen Beispielen eigentlich wunderbar die Nachteile des Quadturbos auf und warum dies nur eine Übergangslösung von BMW sein wird. Übrigens ist auch der Quadturbo ein alter Hut.

  3. Der Ich Bin says:

    Technisch bin ich bei BMW, aber der Innenraum im 7er erzeugt bei mir nur ein Gefühl: Ich möchte da nicht sitzen..

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