Getreu dem Prinzip ‘Local for Local’ hat BMW nun auch mit der Produktion der neuesten Hochvoltspeicher in China begonnen: Das BMW Werk Shenyang ist der dritte Standort, an dem die Lithium-Ionen-Akkus der eDrive Gen6 in Serie produziert werden. Verbaut werden die Akkus im Sinne kurzer Wege gewissermaßen auf der anderen Straßenseite, denn die Akkus werden direkt vor Ort für die Produktion von für China bestimmten Fahrzeugen wie der BMW iX3 Langversion (NA6) und bald auch der BMW i3 Langversion (NA8) genutzt.
Vor Shenyang wurde die Produktion der Akkus bereits im ungarischen Werk Debrecen in Ungarn sowie im bayerischen Irlbach-Straßkirchen begonnen. Im Vergleich zur bisherigen Batteriegeneration bieten die neu entwickelten Rundzellen eine um mehr als 20 Prozent höhere Energiedichte, im gleichen Atemzug wurden Ladegeschwindigkeit und Reichweite um bis zu 30 Prozent verbessert. Damit verbessert BMW gleich mehrere zentrale Anforderungen an Elektroautos, was sich schon jetzt an der hohen Nachfrage nach der Neuen Klasse zeigt: Im Vergleich zu Modellen mit eDrive Gen5 bieten iX3 & Co. mehr Kilometer pro Batterieladung, kürzere Ladepausen und eine effizientere Nutzung des verfügbaren Bauraums.

Ein wichtiger Gedanke der Gen6 ist das “Cell to Pack”-Konzept: Die Rundzellen werden direkt in das Batteriegehäuse integriert, ohne sie zuvor zu einzelnen Modulen zusammenzufassen. Die entfallende Modulebene spart Platz und ermöglicht eine effizientere Integration der Batterie in unterschiedliche Fahrzeugkonzepte. Ergänzt wird das System durch den von BMW entwickelten Energy Master, der als zentrale Steuereinheit direkt auf der Hochvoltbatterie sitzt und wesentliche Funktionen der Energieversorgung und des Batteriemanagements bündelt.
Generell werden die Batterien immer möglichst nahe an den Fahrzeugwerken produziert, in denen sie später verbaut werden. Das verkürzt Transportwege, verbessert die Versorgungssicherheit, macht das Produktionsnetzwerk widerstandsfähiger gegenüber wirtschaftlichen und politischen Störungen – und verkleinert natürlich auch den Carbon Footprint. Neben China und Ungarn beziehungsweise Bayern sollen in den kommenden Monaten auch die Standorte Woodruff in den USA und San Luis Potosí in Mexiko die Serienfertigung aufnehmen. Insgesamt baut BMW damit ein globales Netzwerk aus fünf Batteriemontagestandorten auf drei Kontinenten auf.
Dr. Raymond Wittmann (Produktionsvorstand der BMW AG): “Die Hochvoltbatterie ist eine entscheidende Komponente unserer vollelektrischen Fahrzeuge – und eine der wichtigsten Zukunftstechnologien der BMW Group. Der Start der Gen6-Batterieproduktion in China zeigt, wie schnell und konsequent wir unsere neueste Technologie im globalen Produktionsnetzwerk industrialisieren. Damit schaffen wir eine zentrale Voraussetzung für den erfolgreichen weltweiten Hochlauf der Neuen Klasse. Die Produktion in Shenyang steht exemplarisch für unseren globalen Ansatz: Wir fertigen lokal, marktnah und effizient nach weltweit einheitlichen Standards und in höchster Qualität.”



