BMW, Mercedes und Audi konnten im 1. Quartal 2026 nicht an ihre weltweiten Verkaufszahlen aus dem Vorjahr heranreichen und müssen allesamt einen leichten Absatz-Rückgang vermelden. Prozentual herrscht dabei weitgehend Einigkeit, denn mit Minuswerten von 4,6 Prozent (BMW), 6,0 Prozent (Mercedes) und 6,1 Prozent (Audi) bewegen sich alle drei Premiummarken auf einem ähnlichen Niveau. Anders sieht es bei den absoluten Zahlen aus, denn hier konnte BMW seinen bereits im Vorjahr deutlichen Vorsprung auf Verfolger Mercedes dank des kleineren Rückgangs erneut ein wenig ausbauen.

Mit 496.050 Einheiten der Kernmarke BMW liegen die Münchner über 76.600 Einheiten vor Mercedes-Benz, der Abstand ist damit erneut um knapp 3.000 Einheiten gewachsen. Audi spielt mit 360.100 Einheiten de facto in einer anderen Liga und kann nicht annähernd mit den weltweiten Verkaufszahlen der Premium-Konkurrenz mithalten. Dass der Rückstand in absoluten Zahlen einen Hauch kleiner geworden ist, dürfte die Stimmung bei den Verantwortlichen in Ingolstadt kaum bessern und verkommt mit Blick auf den weiterhin großen Rückstand beinahe zur Randnotiz.

Alle drei Marken haben weiter mit der gesunkenen Nachfrage nach deutschen Premium-Automobilen in China zu kämpfen. Mercedes meldet einen Rückgang um 27 Prozent auf 111.600 Einheiten, die BMW Group (inklusive MINI und Rolls-Royce) kommt bei einem Minus von 10 Prozent auf 143.958 Einheiten. Für die Kernmarke BMW wurden ebensowenig konkrete Zahlen veröffentlicht wie für Audi, aber das Minus von 14,8 Prozent für die gesamte Volkswagen Group ist mehr als nur ein Hinweis auf die auch in Ingolstadt spürbaren Probleme.

Bei den Elektroautos konnte Mercedes seinen Rückstand auf BMW verkürzen, auch wenn keine exakten Zahlen vorliegen: Die Stuttgarter legten beim BEV-Absatz um 9 Prozent auf 44.300 Einheiten zu und widersetzten sich damit dem allgemeinen Trend, denn die bayerischen Konkurrenten lagen in Q1 2026 beide unter dem Vorjahreszeitraum. Die BMW Group verzichtet bei den bisher veröffentlichten Zahlen auf eine konkrete Aufschlüsselung der BEV-Zahlen nach Marken, sodass in den 87.458 Einheiten (-20,1%) auch MINI und Rolls-Royce enthalten sind. Die sehr starken Auftragseingänge für die Neue Klasse lassen allerdings erwarten, dass der Münchner BEV-Absatz in den nächsten Monaten wieder deutlich anzieht.