Trotz des leichten Absatz-Rückgangs im 1. Quartal 2026 konnte BMW USA seine Position als Premium-Marktführer souverän verteidigen: Neben BMW mussten auch der auf dem US-Markts wichtigste Rivale Lexus in den ersten drei Monaten des Jahres ein leichtes Minus hinnehmen und auch die deutsche Konkurrenz von Mercedes blieb unter dem Vorjahr. Zwischen BMW und Lexus ist das Duell durchaus eng, denn die japanische Toyota-Tochter konnte auf ihrem wichtigsten Markt 80.952 Fahrzeuge verkaufen und liegt damit keine 3.300 Einheiten hinter BMW. Die Münchner kamen auf dem US-Markt auf 84.231 Einheiten.
Mit relativ großem Abstand folgt Mercedes-Benz auf dem dritten Rang, die Stuttgarter verkauften 70.000 Fahrzeuge. Andere amerikanische Marken mit Premium-Anspruch können nicht mit den Top-3 mithalten, so kommt Cadillac beispielsweise nur auf 31.098 Einheiten und muss dabei ein Minus von 25,5 Prozent verkraften. Von Audi liegen bisher keine Quartalszahlen für den Absatz auf dem US-Markt vor.

Bemerkenswert ist auf den ersten Blick, dass BMW in den USA einen deutlichen Rückgang seiner xEV-Verkäufe melden musste, während Lexus seine Elektro-Verkaufszahlen steigern konnte. Auf den zweiten Blick fällt allerdings auf, dass die Lexus EV-Zahlen neben Elektroautos (BEV) und Plug-in-Hybriden (PHEV) auch die Mild-Hybride ohne Stecker (MHEV) umfassen, die in mehreren Baureihen als effiziente Alternative zu starken Benzinern angeboten werden. Eine direkte Vergleichbarkeit der xEV-Zahlen ist deshalb nicht gegeben.
Die weltweiten Verkaufszahlen von BMW und Audi dürften im Lauf der Woche veröffentlicht werden. Bereits gemeldet hat Mercedes seinen Absatz, mit 419.400 Einheiten blieben die Premium-Pkw dabei 6 Prozent unter dem Vorjahresquartal. Ob die bayerische Konkurrenz besser oder schlechter abgeschnitten hat, wird sich erst in ein paar Tagen mit Sicherheit sagen lassen.
