Die Serienproduktion des neuen BMW i3 (NA0) beginnt zwar erst im August, aber im BMW Werk München ist der Elektro-3er dennoch längst ein vertrauter Anblick. Aktuelle Fotos zeigen uns die Vorserien-Produktion im Stammwerk, das in den letzten Jahren mit zahlreichen Umbau-Maßnahmen auf die Fertigung der Neuen Klasse vorbereitet wurde. Nach dem bereits erfolgten Anlauf des BMW iX3 (NA5) im neuen Werk Debrecen wird München der zweite Standort im weltweiten Produktionsnetzwerk der BMW Group sein, an dem die Neue Klasse und damit die eDrive Gen6 in Serie gebaut wird. In den nächsten Monaten werden in schneller Folge weitere Standorte folgen, denn gemäß der Maxime einer möglichst kundennahen Produktion sollen i3, iX3 und Abwandlungen wie die BMW iX3 Langversion (NA6) auch auf anderen Kontinenten gebaut werden.
Im Werk München läutet der neue BMW i3 das Abschied von der Verbrennner-Produktion ein: Schon 2027 soll der letzte neue BMW mit Benzin- oder Diesel-Motor gebaut werden, im Lauf des nächsten Jahres wird die Produktion vollständig auf Elektroautos umgestellt sein. Für diese grundlegende Transformation und die Befähigung zur Fertigung von Elektroautos in großen Stückzahlen wurden allein im Werk München rund 650 Millionen Euro investiert. Parallel zu den Umbauten und Modernisierungen wurden weiterhin bis zu 1.000 Fahrzeuge pro Tag gebaut.

Die aktuellen Fotos liefern Eindrücke aus dem Presswerk, dem Karosseriebau, der Lackiererei, der Montage und der Sitzefertigung. So dürfen wir dem neuen BMW i3 an einigen Stellen unters Blech schauen und Details erkennen, die normalerweise verborgen bleiben.
Am Ende des exakt durchgetakteten Prozesses steht ein Elektroauto im 3er-Format, das mit 900 Kilometer WLTP-Reichweite die Benchmark in der elektrischen Mittelklasse darstellt. Schon 2027 wird der Limousine mit dem BMW i3 Touring (NA1) eine weitere Variante mit identischem Antrieb zur Seite gestellt – und natürlich wird es in Form des BMW 3er (G50) auch weiterhin Modelle mit Verbrenner geben, die allerdings im Werk Dingolfing vom Band laufen werden.
Milan Nedeljković (Produktionsvorstand der BMW AG): “Darauf haben wir uns intensiv vorbereitet. Mit der BMW iFACTORY haben wir einen konsistenten strategischen Rahmen für unsere Produktion erarbeitet. Wir haben in all unseren Werken die Weichen für die anstehenden Anläufe gestellt und stark in Technologien, Digitalisierung und KI investiert.”
Peter Weber (Leiter BMW Group Werk München): “Bereits in den vergangenen Jahren haben wir Produktionskosten deutlich gesenkt. Mit dem Produktionsstart des BMW i3 werden wir die Produktionskosten am Standort München um weitere zehn Prozent reduzieren und damit unter dem Niveau der aktuellen Fahrzeuggeneration liegen. Diese Transformation gelingt nur gemeinsam mit den Menschen im Werk. Unsere Mitarbeitenden haben mit hoher Kompetenz, Begeisterung und großem Einsatz gezeigt, dass industrielle Spitzenproduktion auch unter anspruchsvollsten Bedingungen möglich ist. Der BMW i3 ist dabei erst der Anfang – künftig werden in München mehrere Modelle der Neuen Klasse gefertigt. Wir haben den gesamten Wertstrom vom Lieferanten bis zum fertigen Kundenfahrzeug neu gedacht und jeden einzelnen Prozess im Detail angeschaut und optimiert. Heute ist unser Werk noch effizienter, flexibler und noch digitalisierter als je zuvor. Damit sichern wir die Zukunftsfähigkeit des Werks.”
































































