Provokation als Prinzip: Alle Bilder und Infos zum BMW XM

BMW XM | 28.09.2022 von 0

Schon lange vor dem Marktstart im April 2023 steht so gut wie fest, dass der BMW XM zumindest in Europa häufiger mit Kopfschütteln als mit …

Schon lange vor dem Marktstart im April 2023 steht so gut wie fest, dass der BMW XM zumindest in Europa häufiger mit Kopfschütteln als mit anerkennendem Nicken bedacht werden wird: Das Power-SUV mit 653 PS und 800 Newtonmeter Drehmoment dürfte für so manchen hiesigen Betrachter eine rollende Provokation sein – und doch ist man in München sicher, dass viele Menschen nur auf ein Fahrzeug wie dieses gewartet haben und sich auch von einem Grundpreis in Höhe von 170.000 Euro nicht abschrecken lassen werden.

Um im Segment der extrem leistungsstarken SUV nicht übersehen zu werden, durften die Designer jede Zurückhaltung über Bord werfen und dem ersten eigenständigen M-Modell seit dem legendären M1 eine unverwechselbare Außenhaut verpassen. Größter Hingucker sind sicher die beleuchteten Nieren und die Split Headlights, aber auch die Seitenansicht und das Heck mit seinen beiden in die Scheibe gravierten BMW-Logos links und rechts, extrem flach gezeichneten Rückleuchten sowie den vier übereinander angeordneten Endrohren bieten viel Raum für Diskussionen. Ein spannendes Detail sind auch die Naben-Abdeckungen auf den bis zu 23 Zoll großen Felgen, denn statt einem BMW-Logo tragen diese einen schwarzen BMW-Schriftzug. "

Zunächst wird es den BMW XM “nur” mit 653 PS geben, aber schon im Herbst 2023 folgt das Topmodell LABEL RED mit noch mächtigeren 748 PS und sogar 1.000 Newtonmeter Drehmoment. Zur Einordnung: Schon der fast 100 PS schwächere “Basis-XM” ist der bisher stärkste Serien-BMW. Beide Varianten eint die Kombination des neuen V8-Biturbo S68 mit einem starken Elektromotor, der in das Gehäuse der Achtgang-Automatik integriert ist.

Im Fall des regulären XM leistet der V8 im Alleingang 489 PS, die E-Maschine unterstützt mit weiteren 197 PS sowie einem maximalen Drehmoment von 280 Newtonmeter, das dank einer Vorübersetzung am Getriebeeingang sogar auf 450 Newtonmeter erhöht werden kann. Dass es hier weder an Leistung noch an Spontanität mangelt, versteht sich von selbst – und doch gelten die Gesetze der Physik auch für den BMW XM: Bis der 2,7 Tonnen schwere Plug-in-Hybrid die 100er-Marke erreicht hat, vergehen vergleichsweise unspektakuläre 4,3 Sekunden, glatte 10 Sekunden später liegen 200 km/h an.

Neben seinen Vollgas-Qualitäten hat der BMW XM aber auch eine zweite, beinahe brave und zumindest in gewisser Weise auch sehr saubere Seite: Dank eines Lithium-Ionen-Akkus mit 25,7 kWh Netto-Kapazität fährt er 82 bis 88 Kilometer rein elektrisch und somit nicht nur lokal emissionsfrei, sondern auch weitgehend lautlos. Der Normverbrauch von 1,5 Liter auf 100 Kilometer gemäß WLTP ist die logische Konsequenz des Plug-in-Hybrid-Antriebs und man muss kein Prophet sein um zu erahnen, dass die meisten Kunden ihren XM in der Praxis mit deutlich höherem Verbrauch bewegen werden.

Spätestens seit unserer Vorab-Fahrt im Prototypen ist kein Geheimnis mehr, dass der BMW XM für schnelle Fahrten ein wahres Technik-Feuerwerk zündet: Vom vollvariablen Allradantrieb M xDrive – erstmals mit 4WD Sand-Modus für Fahrten auf Dünen und anderem losen Untergrund – über ein Adaptives M Fahrwerk mit aktiver Wankstabilisierung und Hinterachslenkung bis hin zur aktornahen Radschlupfbegrenzung (ARB) und dem M Sportdifferenzial für eine gezielte Kraftverteilung zwischen den Hinterrädern hat der XM alles an Bord, was teuer ist und schneller macht.

Im Interieur, das sich mit seinem Curved Display und iDrive 8 wesentlich näher an aktuellen Modellen bewegt als das Concept Car, lässt sich auch ein ganzes Paket von Assistenzsystemen erleben. Denn klar ist: Neben Performance und einem exklusiven Design erwarten die Kunden auf den wichtigsten Märkten – neben den USA und China sind das vor allem Länder im Mittleren Osten – auch ein überlegenes Komfort-Level.

Ein eher untypisches Argument für einen Sportwagen könnte früher oder später die Möglichkeit sein, mit ihm auch weiterhin in Städte wie London fahren zu dürfen: Der temporäre Elektroantrieb des Plug-in-Hybriden bringt so nicht nur einen Leistungs-Schub mit sich, sondern vielleicht auch die begehrte Einfahrerlaubnis in diverse Metropolen.

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