DPolG kritisiert: BMW 3er G21 im Polizei-Einsatz häufig überladen

BMW 3er | 29.09.2020 von 0

Die Zuladung und das zulässige Gesamtgewicht bleiben aus Sicht der Polizei auch beim neuen BMW 3er Touring G21 zwei der zentralen Kritikpunkte. Anlässlich der Übernahme …

Die Zuladung und das zulässige Gesamtgewicht bleiben aus Sicht der Polizei auch beim neuen BMW 3er Touring G21 zwei der zentralen Kritikpunkte. Anlässlich der Übernahme der neuen Einsatz-Fahrzeuge durch die bayerische Polizei hat sich die Gewerkschaft nicht nur für die Verjüngung der Flotte bedankt, sondern die Gelegenheit auch für Kritik am Auswahlverfahren der Fahrzeuge genutzt. Aus Sicht der DPolG Bayern steht nämlich fest: Wer andere für Verstöße gegen die StVO und anderes Fehlverhalten im Straßenverkehr kritisieren will, muss sich auch selbst an die Regeln halten.

Genau hier kommen die Beamten aber an ihre Grenzen, denn bei Fahrzeugen wie dem BMW 3er Touring G21 oder seinen direkten Wettbewerbern aus der Premium-Mittelklasse ist das kaum möglich. Die Ursache für den regelmäßig nicht zu vermeidenden Verstoß gegen das zulässige Gesamtgewicht liegt in der für den Polizei-Einsatz relativ geringen Zuladung: In einem BMW 320d Touring liegen zwischen Leer- und Maxialgewicht nur knapp 600 Kilogramm. Was zunächst völlig ausreichend klingt und für die meisten Kunden kein Problem darstellt, relativiert sich beim Blick auf die umfassende Ausrüstung der Beamten im Einsatz schnell. 

Wenn neben der Ausrüstung für verschiedenste Einsätze, von Verkehrshütchen über Schutzwesten bis hin zur Bewaffnung, auch noch zusätzliche Fahrgäste im Fond mitgenommen werden sollen, sind die Obergrenzen endgültig nicht mehr einzuhalten – zumal es sich bei Kollegen oder mitfahrenden Tatverdächtigen nicht immer nur um “zierliche Mädels”, sondern hin und wieder auch um “schwere Jungs” handelt. Ein weiteres Problem sind die Sitze, denn diese sind natürlich nicht auf die speziellen Anforderungen von Polizisten mit Dienstwaffe im Holster ausgelegt, sondern für gewöhnliche Kunden. Das führt mitunter dazu, dass die Beamten nicht für längere Zeit bequem in ihrem Streifenwagen sitzen können.

Polizei-Gewerkschaftern sind die Probleme mit BMW 3er Touring & Co. seit Jahren bekannt, eine einfache Lösung gibt es aber nicht. Zwar könne die Polizei etwa in Bayern prinzipiell auch zu geräumigeren Fahrzeugen wie BMW 5er Touring G31 oder X3 G01 greifen, die notwendigen Budgets für einen flächendeckenden Wechsel zu größeren Streifenwagen will aber niemand bereitstellen.

So bleibt es dabei, dass sich die Polizei mitunter nicht an die eigentlich für alle Verkehrsteilnehmer geltenden Regeln halten kann: Spätestens mit zwei Fond-Passagieren überschreitet auch der BMW 3er Touring G21 als vollausgerüsteter Streifenwagen regelmäßig das zulässige Gesamtgewicht.

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