Schoch: BMW i4 wäre auch 2019 möglich gewesen, aber…

BMW i4 | 28.01.2019 von 29

BMW muss sich im Zusammenhang mit den kommenden Elektroautos iX3 und i4 immer wieder den Vorwurf gefallen lassen, aus dem zeitlichen Vorsprung von i3 und …

BMW muss sich im Zusammenhang mit den kommenden Elektroautos iX3 und i4 immer wieder den Vorwurf gefallen lassen, aus dem zeitlichen Vorsprung von i3 und i8 nicht genug gemacht zu haben. Dass der BMW i4 auf Basis der neuen 3er-Generation G20 “erst” 2021 seinen Marktstart feiern wird, hat laut BMW-Betriebsratschef Manfred Schoch aber nicht primär technische Gründe, sondern ist ein Bekenntnis zum Standort Deutschland.

Gegenüber dem Focus sagte Schoch, dass mit der Produktion des BMW i4 bereits 2019 oder 2020 begonnen werden könnte, wenn man sich für eine neue Fabrik auf der grünen Wiese entschieden hätte. Der Betriebsrat hat allerdings persönlich dafür gekämpft, dass auch das wegweisende Elektroauto der BMW Group in Deutschland gebaut wird, damit die Elektromobilität fester Bestandteil des Automobil-Standorts Deutschland wird.

Mit dem BMW i4 bringen die Münchner ab 2021 ihr zweites Elektroauto auf den Markt, das auf einem Band mit Benzinern, Dieseln und Plug-in-Hybriden gebaut werden kann. Der i4 teilt sich wesentliche Teile seiner Technik mit dem 3er G20 und kann daher in gewisser Weise als Elektro-Variante des 3ers bezeichnet werden. Wie Name und Form verraten, sieht das Marketing von BMW den i4 aber eher als Elektro-Version des nächsten 4er Gran Coupé.

Mit dem i4 zielt BMW auf das Tesla Model 3, das im Segment der elektrischen Premium-Mittelklasse derzeit keine direkte Konkurrenz fürchten muss. Noch in diesem Jahr bringt der neue MINI E, der vermutlich Cooper S E genannt wird, frischen Wind in die Liga der elektrischen Kleinwagen. Ende 2020 nimmt der BMW iX3 das Feld der Mittelklasse-SUV ins Visier, außerdem kommt 2021 mit dem BMW iNext auch ein geräumiges Langstrecken-Elektroauto im Format eines X5. Bis 2025 will die BMW Group mindestens 12 vollelektrische Fahrzeuge im Programm haben, um verschiedenste Zielgruppen zu erreichen.

29 responses to “Schoch: BMW i4 wäre auch 2019 möglich gewesen, aber…”

  1. Nozuka says:

    Aha.. in Deutschland kann man also keine neue Fabrik bauen 😉

    • Fagballs says:

      Mein Gedanke! In Deutschland gibt es so viele grüne Wiesen, wo man noch ein schönes BMW Werk hinstellen könnte. Das Argument hab ich echt nicht verstanden. Zumal das Werk Leipzig auch so flexibel (und neu, weil auf grüner Wiese gebaut) sein sollte, dass es in vergleichsweise wenig Zeit umgestellt werden könnte.

      • Pepe Winterkorn says:

        Man möchte den i4 aber nicht nach Leipzig geben! München möchte/ will sein eigenes E-Fahrzeug, ist eine Vereinbarung des Betriebsrates zur Standortsicherung.

        • Mini-Fan says:

          Der Standort München ist bzw. wäre auch über das Jahr 2021 hinaus mit der Produktion von sog. “Verbrennern” gesichert gewesen. Da habe ich keine Zweifel.

          Ich denke, BMW (also: Krüger) hat sich mit dem Einknicken vor dem Betriebsrat einiger Chancen begeben:
          Man hätte mit einem i4 den bei 60.000 EUR beginnenden Tesla 3 – Modellversionen ganz von Anbeginn an das Wasser in D. und Europa abgraben können.
          Stattdessen werden diese wohl von Null auf Platz 1 in der BAFA-Liste 2019 aufsteigen. Sozusagen als Dank von Deutschland an Trump.
          Vielleicht sind die Deutschen wenigstens so intelligent und verlängern die BAFA-Förderung nicht über den 30.06.19 hinaus.

          Nachtrag:
          Hinzu kommt, daß man aufgrund Schoch’s Ausssage davon ausgehen darf, daß der i4 schon vor 2019 zur Serienreife fertig entwickelt war. Er also in 2021 technisch schon leicht angegraut auf den Markt kommen wird. Wenn VW u.a. den e-Markt hierzulande schon beherrschen.

          • Moo says:

            Oder Schoch -auch wenn ich ihn sehr schätze- wollte sich einfach selbst auf die Schultern klopfen 😉 ich bezweifle die Aussage deswegen, da nicht das Fahrzeug (G26) der limitierende Faktor war/ist, sondern die gen5-Komponenten… Und die kommen aus Dingolfing, unabhängig von Mexico, München oder sonst ein Standort.

            @vorredner: ein neues Werk in DE kenn man nicht mit den neuen Werken in China und Mexiko vergleichen, daher ist die Aussage ‘in Deutschland kann man wohl keine neue Fabrik bauen’ etwas zu kurz gedacht. In einem von Brexit, Italien-Schuldenkrise und Diesel-Skandal gebeutelten Mitteleuropa kann man froh sein, wenn die Werke in DE (Muc, Le, Dgfg, Reg) halbwegs ausgelastet werden…

          • gesellschaftlicherGroßkonflikt says:

            i4:

            „Er also in 2021 technisch schon leicht angegraut auf den Markt kommen wird.“

            DAS ist also wirklich Unsinn!

            Denn gerade die Batterietechnik wird in 1-Jahresschritten große Fortschritte bringen – bis dahin.
            DAS war ja wohl der Hauptgrund, weshalb sich das Warten doppelt lohnen soll.

            Und:
            gleichzeitig neue Antriebstechnik UND neue Karosse / Fahrwerk: sollte man eher nicht
            machen. Bringt nämlich UN-zufriedene Kunden.

            BMW sollte keine „AEG“-Produkte auf den Markt bringen:

            Ausgepackt – Eingeschaltet – Garantiefall

    • Mini-Fan says:

      Aber wohl nicht so einfach oder so schnell wie in China,Tschechien, Polen, Ungarn, USA…
      Sieht man an allen Großprojekten in D.

    • gesellschaftlicherGroßkonflikt says:

      Und:
      unserer links-grün-versifften Regierung mal ordentlich das Hinterteil zeigen – DAS ist ja auch nicht das Schlechteste!

      Ein Werk in Tschechien zu bauen – DAS war die richtige Entscheidung – GEGEN DUH-Deutschland.

      BMW bereitet schleichend die Abwanderung vor – völlig richtig – wer´s noch nicht bemerkt hat .

  2. DerOssi says:

    “Wie Name und Form verraten, sieht das Marketing von BMW den i4 aber eher als Elektro-Version des nächsten 4er Gran Coupé.”

    …naja, i3 war halt einfach schon belegt, gell… 😉

  3. Till says:

    Auch eine gute Ausrede bleibt eine Ausrede.

  4. BMarcoW says:

    Hoffentlich wird er bis 2021 auch noch schön und bekommt wieder 2 getrennte Nieren im guten alten Stil.

  5. gesellschaftlicherGroßkonflikt says:

    „Der i4 teilt sich wesentliche Teile seiner Technik mit dem 3er G20 und kann daher in gewisser Weise als Elektro-Variante des 3ers bezeichnet werden.“

    Zunächst muss ja mal der 3er G20 tatsächlich für einige Zeit am Markt sein – bevor weitere Ableitungen kommen (sollten) – und da ist ja zunächst mal der 3er Touring dran.

    TESLA will ja mit seinem „BILLIGheimer“, dem Model 3 in D., auch erst im Herbst 2019 starten. WEIL es hier noch keinen Markt gibt (was sich ändern wird!)
    – und BILLIG heißt bei TESLA nicht 30.000 Dollar, sondern 60.000 Euro !!

    Das Model 3 wird – wie der i4 – in D. ein NISCHENmodell bleiben.

    ABER:
    TESLA ist und bleibt US-BILLIGschrott.
    JEDER, der nicht religiös verblendet ist, kann das beim Probesitzen selbst in den doppelt so teuren Spitzenmodellen SOFORT feststellen.

    LASS DOCH Architekten, evangelische PastorINNEN und weitere typische SPINNER-Gruppierungen diesen TESLA-Schrott kaufen!
    (den LandRover Defender bekommen sie ja nun mal nicht mehr ….)
    WO ist das Problem?

    DIE Chance, breitere Marktschichten zu gewinnen, hat jedoch der konservativ gestylte iX3.
    ICH bin der Meinung:

    das TIMING bei BMW stimmt!
    (ES SEI DENN: BMW hätte Geld verbrennen wollen – wie Tesla – und wie die anderen “mit vozeitigem Samenerguss”.)

    • Thoraxschrauber says:

      tl,dr. Deine Tastatur ist kaputt.

      • gesellschaftlicherGroßkonflikt says:

        „Du hasst alles nicht-deutsche und am meisten “den Ami”.“

        WOHER willst Du eigentlich wissen, dass ich nicht sogar froh bin, dass es Onkel TRUMP gibt?

        „Dummerweise sieht das bei der ZAHLUNGSFÄHIGEN Kundschaft ganz anders aus, weshalb Tesla den Etablierten bis heute den Marsch bläst.“

        Dummerweise sieht das die vermutlich ZAHLUNGSKRÄFTIGSTE Nation, die Hochpreis-Autonation Deutschland, gerade „etwas“ ANDERS:

        DENN:
        In 2018 sind in D. die TESLA-Absatzzahlen um 42,8 % GESUNKEN – auf sagenhafte 1.905 Stück im Gesamtjahr.
        Bei BMW in D. Waren es „NUR“ 265.061 Stück in D. (+ 1,2 %).
        Also „NUR“ 139 : 1 zu Gunsten von BMW.

        Übrigens:
        die BMW-Group hat in 2018 insgesamt 142.617 Elektroautos und Plug-in-Hybride abgesetzt.
        Haben jetzt vielleicht doch eher die Bayern dem Ami „den Marsch geblasen“?
        In D. mal auf jeden Fall.

        KANN also NUR der WLTP schuld sein. ODER eben die „Qualität“- bei Tesla.

        Mal ein paar Zitate.
        „Die Einschläge kommen näher für Tesla“
        „Für Elon Musk wird die Zeit knapp. Die bisherige Alleinstellung von Tesla geht zu Ende.“

  6. Heinz Frangel says:

    Der elektische BMW i4 wurde getarnt gesichtet. https://uploads.disquscdn.com/images/61c9aa9a1b8f51a3de2ef9dd1c7264a71a9c04ce57086c6804076a6759aa8793.jpg
    Wie ich erwartet habe, sieht er kaum dem Showcar ähnlich.
    Der i4 sieht eher aus wie ein weiterentwickelter 4er bzw. 4er Gran Coupe. BMW könnte die Wettbewerber etwas gefoppt zu haben. Wann der Massenmarkt-tauglich elektrische 4er genau auf den Markt kommt wird vielleicht eine Überraschung werden – mal sehen.
    Auswirkungen auf die BMW-Aktie?
    (10) Elektrische Modellpalette?
    (9) Saubere und sparsame Diesel (5er)?
    (8) Sportliche Benziner (3er, 8er, 7er, X3, X5, X7)?
    (7) Umsatzentwicklung?
    (6) Gewinnentwicklung?
    (5) Die Dieselkrise in Deutschland?
    (4) Der Wert der Marke “BMW”?
    (3) Bilanzierte Vermögenswerte (Buchwerte)?
    (2) Nicht bilanzierte Vermögenswerte (stille Reserven)?
    (1) Strategische Partnerschaften?
    Auch wenn dies nur eine unvollständige Auswahl der Faktoren ist, denke ich, dass (3) (2) und (1) unterschätzt wird und zukünftig mehr Einfluss haben könnte.
    https://uploads.disquscdn.com/images/7cc4344ce1a248ef0b4bca246f15784a091cc1542cad0697c70592a1bb58bf29.jpg
    Quelle der Bilder:
    https://www.carmagazine.co.uk/spy-shots/bmw/i4/

    • Thoraxschrauber says:

      Ist das nicht eher ein Mazda?

    • driv3r says:

      Bin ehrlicherweise sehr glücklich, dass er NICHT so aussieht wie das i Vision Dynamics Concept. Weder die Niere, noch der merkwürdige Knick in der Fensterlinie scheinen es in die Serie geschafft zu haben. Das lässt ja für eine Entschärfung des Designs des Vision iNext hoffen.

      Zum Thema Start des i4: Für mich sieht es so aus, als würde das gute Stück eine Elektroversion des nächsten 4er GC werden (wie zuvor ja auch bereits vermutet wurde) und daher verlagert sich eben der Startzeitpunkt ein wenig nach hinten. Plus: Man hat die Möglichkeit die neueste Technologie zu verbauen und eine Integration in ein Bestandswerk zu schultern, wobei MB das in Bremen ja auch während des laufenden Betriebs schafft. BMW wäre das in MUC sicherlich auch schneller möglich gewesen.

  7. Pur Star says:

    Leider etwas hinterher die Entwicklung bei BMW. Man vergleiche den i3 mit einem Hyundai: https://www.autobild.de/artikel/hyundai-kona-elektro-test-14149921.html
    Von der Reichweite können i3-Fahrer nur träumen.

  8. Mini-Fan says:

    “Der Betriebsrat hat … dafür gekämpft, dass .. der i4 … in Deutschland gebaut wird”-

    allerdings erst in 2021 – statt in 2019/ 2020. Und DAS posaunt der Schoch noch laut raus, das muß man sich mal vorstellen.

    Schoch interessieren nur die Arbeitsplätze. BMW hingegen den Gewinn. Zum Glück.
    Weil nur der Gewinn den dauerhaften Bestand von BMW sichert.

    Schoch bezeichnet seinen eigenen Chef (Krüger) als “Unterlasser”.
    Weil dieser nicht 1 Mrd. EUR für – sagen wir mal angenommene – 1000 Arbeitsplätze für einen deutsche Zellproduktion locker macht. Vor der niemand weiß, ob sie überhaupt jemals Gewinn abwerfen wird.
    Sind übrigens nur 1 Mio. “Investition” pro Arbeitsplatz.

    Schlecht, daß man dem Schoch nicht fristlos kündigen kann. Weil er sich rechtzeitig in den Betriebsrat gerettet hatte.

    Gut, daß der Schoch die Altersgrenze von 65 Jahren ereicht hat.

    • Moo says:

      Seh ich anders… Schoch und Krüger arbeiten in der Regel sehr gut zusammen und schätzen sich auch… Schoch lobt in diesem Interview auch Krüger…. Bei der Aussage ”unterlasser’ bezieht er sich explizit auf die Zellfertigung… Und da Teile ich seine Einschätzung! Die Zellen werden keine 08/15 Kaufteile! Das werden sich die Asiaten teuer bezahlen lassen… Eine solche Abhängigkeit ist fatal… Muss man nur aktuell nach Ingolstadt schauen… Was da aktuell abgeht mit dem c-bev… Hurra… Und auch ein Tesla fertigt aktuell Zellen ca 30% günstiger als die Zulieferer! Inhouse wohl gemerkt! Bei dem Thema geht es nicht um paar Arbeitsplätze, sondern um Kostenführerschaft und Unabhängigkeit! Das haben viele leider wirklich nicht nicht kapiert!

  9. Polaron says:

    Super, alles richtig gemacht! 😉

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