BMW iNext: Leichtbau-Konzept mit viel Carbon offiziell bestätigt

BMW i | 19.12.2018 von 3

Der Hightech-Werkstoff Carbon wird bei künftigen BMW i-Modellen wie dem iNext eine kleinere Rolle als bei i3 und i8 spielen. Während die ersten beiden eigenständigen …

Der Hightech-Werkstoff Carbon wird bei künftigen BMW i-Modellen wie dem iNext eine kleinere Rolle als bei i3 und i8 spielen. Während die ersten beiden eigenständigen i-Modelle seit Jahren mit einer kompletten Fahrgastzelle aus Carbon unterwegs sind, soll das teure Material künftig gezielter und folglich in geringerem Umfang eingesetzt werden.

So wollen die Münchner die Vorteile von Stahl und Aluminium besser nutzen und unterm Strich einen Materialmix nutzen, der ein optimales Verhältnis von mechanischen Eigenschaften und Kosten bietet. Eine ähnliche Strategie nutzen bereits BMW 7er und 8er: Der BMW Carbon Core-Ansatz kombiniert die Stärken der verschiedenen Werkstoffe zu einer Karosserie, die vergleichsweise niedriges Gewicht mit hoher Stabilität vereint.

Für den BMW iNext gab es bisher keine konkreten Aussagen zum Umfang des Carbon-Einsatzes. Wer allerdings befürchtet hat, dass Carbon im Fall des iNext zum Alibi-Argument wird und keine wirklich wichtige Rolle in der Karosserie mehr spielt, kann sich nun von SGL Carbon beruhigen lassen. Der Zulieferer bestätigt per Pressemitteilung offiziell, dass er die Carbon-Fasern und -Gelege für den iNext liefern wird – und dass sich der iNext hinsichtlich der Menge verwendeter Carbon-Fasern nur hinter dem i3 einreihen wird.

Zwar wird das nächste BMW i-Modell prinzipiell kein Leichtgewicht, gemessen an der Größe im Format eines X5 und dem großen Akku-Paket soll der iNext aber dennoch sehr leicht sein. BMW verspricht, dass der iNext 2021 über 600 Kilometer Reichweite bieten wird. Gleichzeitig soll er in der Lage sein, in unter vier Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen.

Andreas Wüllner (President Composites – Fibers & Materials (CFM) der SGL Carbon): “Die SGL Carbon verstärkt mit diesem Projekt ihre Position als Faser-, Material- und Bauteillie-ferant in der Automobilindustrie. Bezogen auf die voraussichtlich insgesamt eingesetzte Menge an Carbonfasern handelt es sich im Bereich der Elektrofahrzeuge unseres Wissen nach um das branchenweit zweitgrößte Serienprojekt nach dem BMW i3.”

3 responses to “BMW iNext: Leichtbau-Konzept mit viel Carbon offiziell bestätigt”

  1. Mini-Fan says:

    “bezogen auf die insgesamt eingesetzte Menge an Carbonfasern .. das zweitgrößte Serienprojekt nach dem i3 … Im Bereich der Elektrofahrzeuge”

    welche Insiderinformationen will uns BT bzw. SGL Carbon damit zukommen lassen, wie haben wir das zu interpretieren?

    Ich denke mal, daß damit über die gesamte Modellaufzeit hinweg die für die insgesamt produzierte/ prognostizierte Fahrzeugmenge benötigte Menge an Carbonfasern gemeint sein könnte.

    Was natürlich Spekulationen offen lässt:

    – wie hoch ist der %-Anteil an Carbonfasern/ pro Fahrzeug iNext?
    – wie hoch (oder wie klein) ist die prognostizierte Absatzmenge eines iNext über dessen gesamte Modellaufzeit hinweg?
    – läuft der i3 vielleicht doch in 2021 aus, nach noch maximal 1-2 kommenden technischen Facelifts bis dahin (weil er preislich gegen einen dann sich etablierenden VW I.D. Neo chancenlos sein wird, seine Absatzzahlen dann zurückgehen werden – zumal der e-Mini 3-Türer mit i3-Technik 2019/ 2020 kommt)
    – kalkuliert man mit maximal insgesamt 240.000 Stck. i3 (2014-2021 = 8 Jahre * 30000 Stck i3 p.a.) ?
    – folglicherweise vom iNext mehr als diese 240.000 Stck? (weil sein Carbon-Anteil doch wesentlich geringer sein wird)
    – aber weniger als vom derzeit noch aktuellen 740e/ 745e (oder zählt der nicht als “Elektrofahrzeug”, und der i8 auch nicht?)

    Meine Tesla-Freunde auf ecomento.de jedenfalls werden den iNext sowieso in der Luft zerreißen.

    • manuelf says:

      Der Herr Wüllner von SGL kann dazu jetzt nicht so viel sagen, denke ich. BMW hat eben mit SGL Lieferkontingente vereinbart … macht man ja bei allem, was dann so im Auto landet …
      Da SGL ja Grundgewebe liefert, wundert es mich eh, dass SGL weiß für welches Fahrzeugprojekt diese Liefermengen eingesetzt werden?
      Überspitzt gesagt:
      – Wissen die Stahllieferanten von BMW, ob daraus ne Karroserie für 1er/2er/3er/…/8er gepresst wird?
      – Weiß Castrol, in welches Derivat das gelieferte Motoröl als Erstbefüllung gekippt wird?

      Warten wir also noch n bissl, um rauszufinden, ob beim iNext tatsächlich mehr Kohlefasern eingesetzt werden als beim Carbon-Core Feigenblatt G11 😉

  2. […] und weitere Informationen: Bimmer Today, SGL […]

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