September 2018: Fünf BMW in den deutschen Top-10

Sonstiges | 15.10.2018 von 8

Der September 2018 war eine seltene Momentaufnahme in der Geschichte des deutschen Automarkts. Was sich bereits beim ersten Blick auf die Zahlen gezeigt hat – …

Der September 2018 war eine seltene Momentaufnahme in der Geschichte des deutschen Automarkts. Was sich bereits beim ersten Blick auf die Zahlen gezeigt hat – erstmals und vermutlich auch zum letzten Mal war BMW die erfolgreichste Marke in Deutschland – bestätigt sich nun beim Blick auf die Verkaufszahlen nach Baureihen: Unter den 10 meistverkauften Autos Deutschlands finden sich im September 2018 gleich fünf Modelle der BMW Group, wobei sich der BMW 1er mit 4.876 Einheiten auf dem dritten Rang platzieren konnte und nur hinter VW Golf und Opel Corsa einreihen musste. Ebenfalls ungewöhnlich stark waren MINI sowie BMW 5er, 2er und 3er.

Im BMW-internen Wettstreit unter den Baureihen ist die Reihenfolge naturgemäß identisch, der Abstand des BMW 1er ist aber größer als üblich: Fast 1.400 Einheiten trennen den kompakten Hecktriebler von der BMW 5er-Reihe, 2er und 3er liegen mit jeweils rund 3.200 Einheiten auf Augenhöhe. Relativ schwach schneidet der BMW X1 ab, der im nächsten Jahr ein Facelift erhält und dessen Performance sich nach mehreren Jahren als Bestseller langsam normalisiert – woran natürlich auch der BMW X2 seinen Anteil hat, der einige Kunden vom X1 abwerben kann und allein im September 1.088 Kunden fand.

Auch beim Blick auf das bisherige Gesamtjahr ist der BMW 1er F20 / F21 die meistverkaufte Baureihe: Nach dem starken September 2018 kommt der Hecktriebler bereits auf 31.191 Einheiten. Der BMW 5er liegt mit bisher 30.491 Einheiten in Schlagdistanz, auch die BMW 2er-Reihe ist mit 29.546 noch nicht aus dem Rennen der erfolgreichsten BMW-Baureihe auf dem Heimatmarkt.

Wie immer gilt beim Blick auf den Absatz, dass der Erfolg der Mittelklasse-Modelle rund um den BMW 3er keinesfalls unterschätzt werden sollte: Obwohl der BMW 3er unmittelbar vor seiner Ablösung steht und im März 2019 die nächste Generation G20 ihren Marktstart feiert, steht der 3er für beachtliche 25.194 Einheiten. Die Modelle der 4er-Reihe, die in früheren Generationen noch zur 3er-Reihe gezählt haben, kommen auf über 10.000 Einheiten und unterstreichen die ungebrochen große Nachfrage nach der Premium-Mittelklasse aus München.

8 responses to “September 2018: Fünf BMW in den deutschen Top-10”

  1. Fagballs says:

    Ist ja eigentlich wieder ein Zeichen dafür, wie klug BMW agiert. Auch wenn sie nicht alle Modelle am Start haben, so haben sie doch die wichtigen Volumenmodelle rechtzeitig WLTP-zertifiziert, sodass der Verkauf weiter gehen konnte, während die anderen deutschen Hersteller irgendwie die Hoffnung hatten, dass der Zauber noch abgeblasen wird. Gut gemacht. Bitte weiter so (siehe die Geschichte mit der weiteren CO2 Senkung, die gerade EU-seitig beschlossen wird)

    • Quer says:

      Aber dafür wird es in den USA ernst, da hat Tesla bereits Mercedes überholt und auf BMW fehlt auch nicht mehr viel.

      https://www.automobilwoche.de/article/20181013/NACHRICHTEN/181019966/1109/absatz-im-dritten-quartal-tesla-ueberholt-mercedes-in-den-usa

      • Fagballs says:

        Tja, nach dem großen Startschuss ist leider nicht mehr viel passiert. Die Tatsachen, dass man zur Zeit drei elektrifizierte BMWs und die zweieinhalb i’s bekommt, dass seit 5 Jahren nur Varianten aus der i-Schiene kommen und der neue 3er nicht mal zum Start zumindest teilelektrisiert ist (was ja so semi-angekündigt war), ist schon bezeichnend.

        Auf der anderen Seite ist der Vergleich mit Tesla immer so ein bisschen halbgar. Weil 1, sie ein Quasi-Monopol haben: Wer eine elektrische Limousine haben will, kauft sich halt einen Tesla. Wer eine Verbrenner-Limousine haben will, hat die Wahl zwischen deutschen, französischen, britischen, schwedischen, japanischen, koreanischen und amerikanischen Marken. Weil 2: es wird nur der amerikanische Markt betrachtet. Noch hat es Tesla nicht geschafft, den europäischen oder den chinesischen Markt auch nur ansatzweise zu bedienen. Also wenn Tesla in den USA im dritten Quartal 70k Autos verkauft und BMW auch, dann sind es bei BMW aber im Rest der Welt nochmal fast eine Größenordnung mehr. Absatzziel pro Quartal müsste irgendwo zwischen 600k und 700k liegen. Aber ja, ein Weckruf, nicht nur ständig Visionen zu zeigen, sollte es sein. Zumal der E-tron auch schon dieses Jahr ausgeliefert wird, der i-Pace schon lieferbar ist und der EQC auch schon ziemlich fertig aussieht.

        • gesellschaftlicherGroßkonflikt says:

          „Zumal der
          E-tron auch schon dieses Jahr ausgeliefert wird, der
          i-Pace schon lieferbar ist und der
          EQC auch schon ziemlich fertig aussieht.“

          ABER alle die haben bzw. werden prohibitiv hohe Preise haben.

          SO wird der Markt NICHT erobert. Sondern nur Aufmerksamkeit erweckt.

          NICHT so beim iX3 in der angekündigten Form! Für 20.000 Euro WENIGER.

          Übrigens:
          Würde ab sofort JEDES ZWEITE Neufahrzeug ein Hybrid mittatsächlichen 50 km Reichweite werden (und würde so oft es geht vollgeladen werden), dann wurde das Stromnetz ganz schnell zusammenbrechen.
          DAZU braucht es keine reinen E-Autos.

          • Fagballs says:

            Wir sprachen gerade von Tesla, die auch nicht unbedingt ein Schnäppchen (und trotzdem noch mit Verlust verkauft werden – wichtiger Punkt) und in Bezug auf Interieur und Verarbeitung nicht auf Augenhöhe mit Audi und Jaguar sind.

            Das Stromnetz, in dem jetzt schon Probleme herrschen ist eine ganz andere Baustelle, da bin ich bei dir. Ich dachte nur, es wäre jetzt Konsens, dass alles gut wird, wenn nur alle Autos elektrisch fahren. *hustbrennstoffzellehust*

  2. quickjohn says:

    Für die weitere Entwicklung wird entscheidend sein mit welchem Erfolg (sprich Preisdurchsetzung) BMW sein aktuelles Neuheiten-Feuerwerk in den Weltmarkt bringt.

    3er, 8er, X5, X7, Z4 (und später 4er) stehen bereit und sollten Marke/Group einen ziemlichen Boost geben können.

    Das alles vor dem Hintergrund der übelsten Handelsturbolenzen seit dem II. Weltkrieg.
    Was aber hilft – i.S. X3 Produktion in China und SA hatte BMW ein äußerst glückliches Händchen. Und die per Ende 2019 erwarteten 500.000 Elektro-Kunden sind schon ein wichtiges Startpotential wenn es zu Beginn der 20er Jahre dann wirklich erst wird.

    • gesellschaftlicherGroßkonflikt says:

      interessantes Wort:

      ….. übelste Handels“turbo“lenzen

      …….. ich hätte da auch eins:

      Willkommenskul“turbo“lschewisten

  3. DanielS says:

    @bimmertoday

    Man hätte im Artikel eigentlich eine Graphik einblenden können – mit den “Fünf BMW in den deutschen Top-10” auf einen Blick

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Find us on Facebook

Tipp senden