BMW Produktion: Computer-Tomographie prüft Prototypen

Sonstiges, Videos | 20.07.2018 von 0

Als erster Autobauer überhaupt hat die BMW Group Computertomographie in die Produktion von Prototypen integriert. Die bisher vor allem aus der Medizin bekannte Technik kommt …

Als erster Autobauer überhaupt hat die BMW Group Computertomographie in die Produktion von Prototypen integriert. Die bisher vor allem aus der Medizin bekannte Technik kommt zum Einsatz, um Prototypen frühzeitig überprüfen und so sicherstellen zu können, dass alle Komponenten wie erwartet aufgebaut sind. Insgesamt werden komplette Fahrzeug-Prototypen von vier Robotern umfahren, wobei tausende Schnittbilder erstellt werden. So können beispielsweise neuartige Verbindungstechniken überprüft werden, ohne das Fahrzeug zu beschädigen.

Die Computertomographen zum Röntgen der Prototypen wurden in den vergangenen zwei Jahren gemeinsam mit dem Fraunhofer Entwicklungszentrum für Röntgentechnik entwickelt und befinden sich im Münchner Forschungs- und Innovationszentrum der BMW Group. Im FIZ-Pilotwerk werden Prototypen von BMW, MINI und Rolls-Royce aufgebaut, bevor sie in der Erlkönig-Werkstatt getarnt und schließlich auf der Straße erprobt werden können.

Mit Computertomographie können Objekte ab einer Größe von 100 Mikrometern erfasst und exakt verortet werden. So lässt sich das komplette Innenleben eines Prototypen exakt betrachten und prüfen. Zukünftig soll Künstliche Intelligenz eine automatische Auswertung der Ergebnisse erlauben und selbständig erkennen, wenn bestimmte Bereiche nicht der gewünschten Qualität entsprechen.

Udo Hänle (Leiter Produktionsintegration und Pilotwerk): “Der Einsatz der neuen Computertomographie-Anlage ist ein entscheidender Schritt für uns, um die Qualität unserer Produkte weiter zu steigern. Ohne die Fahrzeugprototypen in ihre Einzelteile zerlegen zu müssen, können wir diese dreidimensional und mit höchster Präzision analysieren – und damit eine Prüfung unserer Fahrzeuge vornehmen, die mit konventionellen, statischen Computertomographie-Anlagen so nicht möglich ist. Dies hilft uns letztendlich dabei, neue Technologien schneller in Serienfahrzeuge zu integrieren.”

Michael Koch (Leiter Technologie Werkstoff- und Verfahrensanalytik): “Bereits seit vielen Jahren setzen wir die CT und Röntgenbilder ein, um die Qualität von Bauteilen zu überprüfen. Mit unserer Anlage haben wir nun eine neue Dimension erreicht und können gesamte Fahrzeuge bis in den Mikrometerbereich analysieren.”

(Direkt-Link zum Video für Mobile-User)

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