DTM 2018: Kein Glück für BMW-Fahrer in Zandvoort

Motorsport | 16.07.2018 von 1

Weniger erfolgreich als erhofft reist BMW Motorsport von den DTM-Rennen in Zandvoort ab. Zum Abschluss der ersten Saison-Hälfte gehörte der BMW M4 DTM ausnahmsweise nicht …

Weniger erfolgreich als erhofft reist BMW Motorsport von den DTM-Rennen in Zandvoort ab. Zum Abschluss der ersten Saison-Hälfte gehörte der BMW M4 DTM ausnahmsweise nicht zur absoluten Spitze und schaffte es in keinem der beiden Rennen auf das Podium. Am Samstag war Mercedes die klar dominierende Marke und sicherte sich nach einer Vierfach-Pole auch einen Vierfach-Sieg, die Punkte für die BMW-Piloten auf den Rängen 6, 7, 8 und 9 waren dabei ein eher schwacher Trost.

Etwas besser sah es am Sonntag aus, denn Philipp Eng fuhr mit seinem BMW M4 DTM auf den zweiten Startplatz. Im Rennen war es allerdings Audi-Pilot René Rast, der vom dritten Startplatz aus zum Sieg fuhr. Philipp Eng kam als bester BMW-Pilot auf dem vierten Rang ins Ziel, außerdem holten Augusto Farfus und Timo Glock auf den Rängen 5 und 10 Punkte für die Meisterschaft.

In der Gesamtwertung war das Wochenende in Zandvoort ebenfalls kein Grund zur Freude für BMW. Mit einem Sieg am Samstag und einem zweiten Platz am Sonntag konnte sich Mercedes-Pilot Gary Paffett klar an die Spitze fahren: Er führt mit 148 Punkten deutlich vor Paul di Resta in einem weiteren Mercedes-AMG, die BMW-Piloten Timo Glock und Marco Wittmann folgen mit 101 und 98 Punkten auf den Rängen 3 und 4 der Fahrerwertung. Auch in der Herstellerwertung hat Mercedes mit nun 547 Punkten einen deutlichen Vorsprung vor BMW (358) und Audi (165).

Rudolf Dittrich (Leiter BMW Motorsport Fahrzeugentwicklung): „Insgesamt müssen wir mit diesem Ergebnis hier in Zandvoort zufrieden sein. Nach dem Qualifying hatten einige unserer Fahrer im Rennen schwierige Ausgangspositionen. Marco Wittmann und Bruno Spengler wurden durch Fremdeinwirkung um mögliche Punkte gebracht. Dennoch haben wir bei Philipp Eng und Augusto Farfus gesehen, dass wir die Pace der Spitze mitgehen konnten. Timo Glock wurde für seinen Kampfgeist noch mit Platz zehn belohnt. Am Ende konnten wir mit drei Fahrzeugen Punkte sammeln. Glückwunsch an René Rast und Audi zum Sieg.“

Stefan Reinhold (Teamchef BMW Team RMG): „Es ist schön, dass wir mit Augusto wieder ein gutes Ergebnis erreicht haben. So soll es in der zweiten Saisonhälfte unbedingt weitergehen. Bei Marco und Timo lief es heute im Qualifying nicht optimal. Wir waren im Rennen mit allen drei Autos auf einer guten Strategie. Die Zwischenfälle haben uns dann aber zurückgeworfen. Jetzt schauen wir aber wie immer nach vorn. Jeder im Team hat auch hier in Zandvoort einen guten Job gemacht.“

Marco Wittmann (#11 BMW Driving Experience M4 DTM, BMW Team RMG – Qualifying-Ergebnis: 12. Platz, Rennergebnis: 17. Platz, Punkte: 98): „Ich hatte einen guten Start, auch die erste Runde war in Ordnung. Von Platz zwölf konnten wir uns in die Punkte vorarbeiten. Trotz der schwierigen Ausgangsposition wären also heute durchaus Zähler möglich gewesen. Leider hat mich Loic Duval beim Re-Start in Edoardo Mortaras Auto geschoben. Ich stand voll auf der Bremse, aber wir haben uns verhakt. Die Konsequenz war ein Reifenschaden bei mir.“

Augusto Farfus (#15 Shell BMW M4 DTM, BMW Team RMG – Qualifying-Ergebnis: 8. Platz, Rennergebnis: 5. Platz, Punkte: 22): „Wir hatten heute ein starkes Rennen. Endlich ist es uns gelungen, einen guten Kompromiss bei der Balance zu finden. Es ist schade, dass mir im Qualifying ein Fehler passiert ist. Sonst wäre es im Rennen vielleicht noch weiter nach vorn gegangen. Aber diesen fünften Platz nehme ich natürlich gerne mit.“

Timo Glock (#16 DEUTSCHE POST BMW M4 DTM, BMW Team RMR – Qualifying-Ergebnis: 17. Platz, Rennergebnis: 10. Platz, Punkte: 101): „Das war wirklich nicht unser Tag heute. Im Qualifying war der Speed eigentlich gut. Allerdings haben wir aus irgendwelchen Gründen im letzten Sektor zu viel Zeit verloren. Deshalb mussten wir von hinten losfahren. Am Start ging direkt das Auto aus, dann bin ich dem Feld hinterher gefahren. Mit einer guten Strategie konnte ich mich aber wieder nach vorn kämpfen. Ich habe mich aus den Zwischenfällen herausgehalten und so zumindest noch einen Punkt geholt.“

Bart Mampaey (Teamchef BMW Team RBM): „Zunächst herzlichen Glückwunsch an René Rast zum Sieg. Ich denke, bei Philipp hatten wir ein gutes Gesamtpaket. Natürlich wäre es schön gewesen, auf das Podium zu fahren. Wir werden es in Brands Hatch erneut versuchen. Der Zwischenfall zwischen Bruno und Jamie Green war unglücklich. Nach Joels Unfall im freien Training war es für ihn kein einfaches Rennen. Das war insgesamt nicht unser glorreichstes Wochenende, aber wir werden in Brands Hatch wieder alles geben.“

Philipp Eng (#25 SAMSUNG BMW M4 DTM, BMW Team RMR – Qualifying-Ergebnis: 2. Platz, Rennergebnis: 4. Platz, Punkte: 67): „Das Qualifying war mit Startplatz zwei natürlich super. Speziell nach der Safety-Car-Phase war ich dann auch im Rennen richtig gut unterwegs. Das Auto war konstant und gut, ich habe mich sehr wohl gefühlt. Auf dieser Rennpace kann man auf jeden Fall aufbauen.“

Bruno Spengler (#7 BMW Bank M4 DTM, BMW Team RBM – Qualifying-Ergebnis: 7. Platz, Rennergebnis: 13. Platz, Punkte: 43): „Von Startplatz sieben war sicherlich viel mehr drin. Leider haben wir zu Beginn des Rennens an Boden verloren. Dass ich dann von Jamie Green getroffen wurde und im Kiesbett landete, hat natürlich auch nicht geholfen. Jetzt hake ich dieses Rennen ab und schaue auf Brands Hatch.“

Joel Eriksson (#47 BMW M4 DTM, BMW Team RBM – Qualifying-Ergebnis: 14. Platz, Rennergebnis: 11. Platz, Punkte: 27): „Für uns war es ein hartes Wochenende. Unsere Strategie hat sich heute nicht wirklich ausgezahlt. Trotzdem konnten wir im Verlauf des Wochenendes eine Menge lernen. Daraus werden wir die richtigen Schlüsse ziehen.“

One response to “DTM 2018: Kein Glück für BMW-Fahrer in Zandvoort”

  1. M. Power says:

    Schade, ich hatte mir mehr erhofft von BMW.
    Glock muss Gas geben um nicht den Anschluss zu verlieren.

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