BMW iNext: Batterien kommen aus neuer CATL-Fabrik in Erfurt

BMW i | 10.07.2018 von 2

Die BMW Group zieht den chinesischen Batterie-Giganten CATL mit einem Großauftrag nach Deutschland. In Erfurt wird schon bald mit dem Bau einer neuen Batterie-Fabrik begonnen, …

Die BMW Group zieht den chinesischen Batterie-Giganten CATL mit einem Großauftrag nach Deutschland. In Erfurt wird schon bald mit dem Bau einer neuen Batterie-Fabrik begonnen, in der das Unternehmen aus China die Lithium-Ionen-Akkus für den BMW iNext bauen wird. Rund 1,5 Milliarden Euro umfasst der Auftrag, für den aus Münchner Sicht auch die Nähe zu den großen BMW Automobilwerken in Deutschland spricht. Der BMW iNext wird ab 2021 im Werk Dingolfing gebaut.

Mit der Batterie-Fertigung in Thüringen möchte BMW Unsicherheiten und Verzögerungen umgehen, die aus dem Transport von Teilen aus Asien resultieren. Da die Lithium-Ionen-Akkus nicht geflogen werden können und per Schiff transportiert werden müssen, gab es hier immer wieder kleinere und größere Probleme. Die komplexe Logistik kann daher leicht zu unverschuldeten Verzögerungen bei der Produktion von Elektroautos führen, was im Fall des BMW iNext offenbar unbedingt vermieden werden soll.

Die Produktion der Hochleistungs-Akkus für den BMW iNext ist allerdings nur ein Teil des Auftrags, den die BMW Group an CATL vergeben hat. Insgesamt hat der Auftrag ein Volumen von rund 4 Milliarden Euro und umfasst auch Lithium-Ionen-Akkus für den neuen MINI E, der ab 2019 gebaut wird. Die Akkus für den neuen Elektro-Kleinwagen im Design der britischen Kult-Marke werden von CATL wie gewohnt in China gebaut.

Der BMW iNext soll im zweiten Halbjahr 2021 seinen Marktstart feiern und ähnlich wie die bisherigen i-Modelle i3 und i8 neue Maßstäbe setzen. Das gilt nicht nur für den rein elektrischen Antrieb mit hoher Reichweite, sondern auch für Assistenzsysteme und Autonomes Fahren. In einem ersten Teaser-Bild war bereits zu erkennen, dass der BMW iNext mit einer Formensprache antreten wird, die ein großzügiges Raumangebot verspricht. Noch im Jahr 2018 soll es einen sehr viel konkreteren Ausblick in Form eines Concept Cars geben.

2 responses to “BMW iNext: Batterien kommen aus neuer CATL-Fabrik in Erfurt”

  1. Quer says:

    Statt das sich die dt. Autobauer zusammenschließen um selbst eine Batterienfabrik aufzubauen überlässt man es den Chinesen.

    • gesellschaftlicherGroßkonflikt says:

      Jedenfalls tragen die Chinesen das (sehr hohe) finanzielle Risiko des Einstiegs in einen neuen Markt. Diese denken über längere Amortisationszeiträume, auch bei deutlich > 10 Jahren.

      Wenn sich die Chinesen mal was vorgenommen haben – und umsetzen wollen (wie diese Fabrik in D.) – dann lassen sie sich nicht stoppen.

      Diese chin. Fabrik in D. hätte nicht „verhindert“ werden können, etwa durch Aufbau einer „eigenen“ deutschen als Konkurrenz.
      Da kann sich die Merkel oder sonstwer aus Prestigegründen das noch so wünschen.

      Wahrscheinlich meint sie aber sowieso schon längst, dafür “verantwortlich” zu sein, „die Chinesen hierher geholt zu haben“. Sie wird es schon für sich so hindrehen.

      Dass der BMW iX3 komplett in China auch für den europäischen Markt hergestellt wird, also hierher exportiert wird, ist nur konsequent. Wenn das Kompetenzzentrum schon mal dort liegt.

      Und im Übrigen hat BMW dann endlich mal die Chance, zu beweisen, dass auch in China BMW-Qualität möglich ist, sofern dort BMW die Überwachung darüber hat.
      Geht das aber schief (oder gibt es nicht die erwünschte Nachfrage), so ist BMW zumindest nicht als Ganzes beschädigt.

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