BMW: 2 Flexible Architekturen für Elektro, Hybrid & Verbrenner

BMW i, Videos | 29.05.2018 von 3

Die BMW Group sieht hohe Flexibilität als Schlüssel für die auch zukünftig optimale Auslastung ihrer Werke. Flexibilität meint dabei, dass am gleichen Band hintereinander Fahrzeuge …

Die BMW Group sieht hohe Flexibilität als Schlüssel für die auch zukünftig optimale Auslastung ihrer Werke. Flexibilität meint dabei, dass am gleichen Band hintereinander Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, Elektro- und Plug-in-Hybrid-Antrieb gebaut werden können. Der Hintergrund ist klar: Da niemand weiß, welches Antriebskonzept wann und in welcher Region die größte Nachfrage genießen wird, ist auch eine exakte Planung der benötigten Produktions-Kapazitäten so gut wie unmöglich.

Wer sich heute dafür entscheidet, bestimmte Kapazitäten für den Bau von Elektroautos und Plug-in-Hybriden aufzubauen und dabei die Flexibilität aus den Augen verliert, kann sich schnell mit zwei Problemen konfrontiert sehen: Entwickelt sich die Nachfrage nach Elektroautos stärker als erwartet, kann die Kapazität nicht auf die Schnelle gesteigert werden. Bleibt sie hinter den Erwartungen zurück, ist das Werk nicht ausgelastet und muss im schlimmsten Fall zeitweise komplett ruhen. Das gleiche Dilemma ergibt sich für Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.

Gelöst wird das Problem bei der BMW Group mit zwei hochgradig flexiblen Fahrzeug-Architekturen, die jeweils alle drei Antriebskonzepte beherbergen können. Je nach Bestellungs-Eingang können im gleichen Werk und am gleichen Band beispielsweise ein BMW X3 M40i oder X3 xDrive30d, aber auch ein X3 xDrive30e und ein iX3 gebaut werden. Benziner, Diesel, Plug-in-Hybrid, Elektroauto – gebaut wird, was der Kunde wünscht. In keinem Fall sorgt eine Verschiebung innerhalb der X3-Nachfrage dafür, dass einzelne Bänder nicht arbeiten können oder keine ausreichende Kapazität für einen bestimmten Antriebstyp vorhanden ist.

Oliver Zipse (Mitglied des Vorstands der BMW AG, Produktion): “Entscheidend ist für uns die Auslastung unserer Werke. Deshalb gestalten wir das Produktionssystem so, dass wir künftig Modelle mit einem vollelektrischen Antrieb, einem teilelektrischen Antrieb oder einem Verbrennungsmotor auf dem gleichen Band fertigen können.”

Einige Hintergründe zur BMW-Strategie liefert das folgende Video.

(Direkt-Link zum Video für Mobile-User)

3 responses to “BMW: 2 Flexible Architekturen für Elektro, Hybrid & Verbrenner”

  1. Gregorij Jerkov says:

    Wird es noch Diesel Hybriden geben? Liefert man Motoren an Toyota oder macht auch BMW schluss mit Diesel?

    • Pride of the West says:

      Wir schreiben das Jahr 2018 und leben in Deutschland. Die Dieselwelle geht doch grade erst los 😉

    • Fagballs says:

      Ich denke, den Diesel wird es noch eine Weile geben. Gerade erst ist mit dem Partikelfilter für Otto-Motoren der Komplexitätsabstand wieder kleiner geworden. Vielleicht besinnen sich demnächst auch wieder mal die Medien darauf, dass CO2 auch ein Thema ist, bei dem Diesel einfach die Nase vorn hat. Firmenflotten haben einen ganz klaren Fokus auf Diesel, weil es Ersparnisse für Langstreckenfahrer bedeutet, sowohl pekuniär als auch ökologisch in Bezug auf CO2. So einen hohen Wertverlust können die Karren gar nicht haben, dass das den Mehrverbrauch ausgleicht.

      Einen Dieselhybrid könnte ich mir vorstellen, aber nur als sanften Hybrid mit kleiner Batterie, einfach weil sonst das Gewicht aus dem Ruder läuft. Theoretisch fände ich den auch als Plug-In gut, wenn du wirklich klar trennst: Lange Strecken Diesel, kurze Strecken elektrisch. Aber so viel Carbon verbauen, dass der Wagen dann noch unter 2 Tonnen bleibt, wird teuer.

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