Autonomes Fahren: BMW darf als erster in Shanghai testen

News | 16.05.2018 von 27

Als erster und bisher einziger internationaler Autobauer hat die BMW Group eine Test-Lizenz für Autonomes Fahren in Shanghai erhalten. Die „Shanghai Intelligent Connected Autonomous Driving …

Als erster und bisher einziger internationaler Autobauer hat die BMW Group eine Test-Lizenz für Autonomes Fahren in Shanghai erhalten. Die „Shanghai Intelligent Connected Autonomous Driving Test License” ermöglicht es der BMW Group, in der chinesischen Metropole umfassende Tests mit Prototypen durchzuführen. Im Fokus steht dabei zunächst das Autonome Fahren Level 4, für das im hochkomplexen Stadtverkehr einer Millionen-Metropole innerhalb kurzer Zeit mehrere Petabyte an Daten gesammelt und schließlich ausgewertet werden können.

Mit Hilfe der in Shanghai gewonnenen Daten können Machine Learning Algorithmen entwickelt werden, auf deren Basis sich intelligente Fahrstrategien für autonom fahrende BMW-Modelle definieren lassen. Die Tests beginnen zunächst mit zwei BMW 7er-Prototypen auf einer Strecke von 5,6 Kilometern, bis Ende des Jahres soll die Testflotte auf 7 Fahrzeuge und in Abstimmung mit den chinesischen Behörden auch die Teststrecke vergrößert werden. Zur Betreuung, Konfiguration und Weiterentwicklung der Testfahrzeuge hat die BMW Group ein Team von 60 Experten in Shanghai stationiert.

Schon 2016 hat die BMW Group die chinesischen Behörden auf einem Autobahnabschnitt bei Chengdu von den Fähigkeiten der eigenen Level-3-Software überzeugt. Bisher wurden auf chinesischen Straßen rund 30.000 Kilometer von autonom fahrenden BMW-Modellen unfallfrei zurückgelegt. Mit Hilfe von Simulationen konnten auf Basis der real gefahrenen 30.000 Kilometer weitere rund 200.000 Kilometer Erfahrung gesammelt werden. Dass die Behörden in China von der Sicherheit der Systeme überzeugt sind, zeigt die bisher einzige Genehmigung für Testfahrten in Shanghai für einen internationalen Autobauer.

Dr. Martin Sautter (Senior Vice President, BMW Group Entwicklung China): “Die BMW Group verfolgt konsequent ihre Entwicklungsstrategie ‘In China, für China’. Somit haben wir ein umfassendes und kundenorientiertes Entwicklungsprogramm mit unseren Standorten Peking, Shanghai und Shenyang etabliert. Für uns ist eine große Ehre, der erste Internationale Automobilhersteller zu sein, der eine Testlizenz zur Erprobung des Autonomen Fahrens auf der Straße in China erhält. Mit den höchsten Sicherheitsstandards, werden wir die Entwicklung des Autonomen Fahrens weiter vorantreiben, um einen Beitrag zu mehr Sicherheit und Komfort im öffentlichen Verkehr zu leisten.”

27 responses to “Autonomes Fahren: BMW darf als erster in Shanghai testen”

  1. M. Power says:

    BMW – Freude am Mitfahren
    Nein danke, kein Interesse an dieser Entwicklung.

    • Daniel Förderer says:

      Spätestens wenn du Kinder hast, die mal unter Schlafmangel Auto fahren und denen der Autopilot beim Sekundenschlaf das Leben rettet, wirst du ziemlich dankbar für diese Entwicklung sein, an der du aktuell kein Interesse hast.

      • Dailybimmer says:

        Und die vielen Menschenleben die es kostete, bis es in Serienreife ging? Findest du das moralisch überhaupt vertretbar? Wer sich müde hinter dem Lenkrad setzt, darf sich im nachhinein nicht wundern, wenn’s kracht.

        • Daniel Förderer says:

          Wie viele Menschenleben hat es denn bisher gekostet (Unfälle mit Teslas mal ausgeschlossen)? Bitte seriöse Quelle nennen, danke.

          Moralisch vertretbar ist allein schon ein Auto mit Sitzen aus Echtleder nicht, und ein Sportwagen schon mal gar nicht.

          Ob sich jemand wundert, wenn es kracht, weil er müde Auto gefahren ist, steht doch gar nicht zur Diskussion. Es geht darum, dass die Assistenzsysteme ihre Daseins-Berechtigung haben und nützlich sein können. Und der Aussage von @disqus_bzYZTkcZRS:disqus könnte man fast schon urteilen, dass man gar nicht mehr selbst fahren kann/darf, sobald autonome Fahrzeuge zum Standard werden… was natürlich völliger Unsinn ist.

          • Dailybimmer says:

            Reichen die Tote bei Tesla etwa nicht oder müssens erst 1000 werden bis man die rote Linie zieht. Bis es flächendeckend und insbesondere hier in Deutschland, aber auch in Europa und einige Teilen in der Welt mit dem autonomen Fahren soweit ist, werden noch etliche daran sterben, leider.

            • Daniel Förderer says:

              Wie gesagt, bitte Zahlen nennen inkl. Quelle, sowie die Zahlen in den Kontext zu im Straßenverkehr ohne Autopilot sterbende Menschen setzen. Dann reden wir weiter.
              In Deutschland allein sterben jedes Jahr 3.177 Menschen im Straßenverkehr. Das sind 8,7 Verkehrstote jeden einzelnen Tag – nur allein in Deutschland.
              Wie viele Menschen sind denn nun aufgrund eines fehlerhaften Autopiloten gestorben, @dailybimmer:disqus ?

            • M. Power says:

              Ja so ist es leider, aber die Tesla-Jünger finden diese Technik ja super.
              Gerade am vergangenen Wochenende gab es im Tessen CH einen Unfall mit einem 49 Jähren deutschen Tesla Fahrer. Auf gerader Strecke ist der Wagen aus unerklärlichen Gründen in die Leitplanke gekracht und die Batterie fing sofort Feuer.
              Den Fahrer konnte man leider nicht mehr retten, R.I.P.

              In Norwegen wurde auf der Autobahn ein Motorradfahrer vom Tesla “Autopilot” nicht erkannt und fuhr diesen ungebremst über den Haufen. Der Tesla Fahrer durfte dafür 18 Monate hinter Gitter, Glückwunsch weiter so…

          • M. Power says:

            Stimmt nicht, es wurden bereits Studien von Auto ohne Lenkrad gezeigt. Viel Spass beim selber fahren.

            • Daniel Förderer says:

              “Stimmt nicht, es wurden bereits Studien von Auto ohne Lenkrad gezeigt.”
              Und deshalb ist deine Schlussfolgerung, dass das bedeutet, dass es irgendwann gar keine Autos mehr mit Lenkrad geben wird. Nur weil es Studien (also noch nicht mal fahrfähige Autos) dazu gibt?

              Mal nicht gleich den Teufel an die Wand, nur weil es in der Theorie sein kann, dass die Menschheit in 200-300 Jahren mal großteils von autonomen Fahrzeugen transportiert wird 😉

              • M. Power says:

                Wir beide wissen nicht was in Zukunft auf uns zukommt, schauen wir mal.
                Fakt ist, die Grundidee vom selbstfahrenden Auto ist das es für nur noch solche hat. Die anderen, wo durch Menschen gefahren werden, stören den Verkehrsfluss.
                Das ist ein Grund, warum ich so dagegen bin… man will es uns aufzwingen.

                Was in 200-300 Jahres ist interessiert mich nun gar nicht, möglicherweise gibt es dann gar keine Menschen mehr auf dieser Erde.

                • Daniel Förderer says:

                  “Fakt ist, die Grundidee vom selbstfahrenden Auto ist das es für nur noch solche hat.” <- das ist mir völlig neu! Kannst du Quellen für diesen Fakt nennen? Wieso können selbstfahrende Autos neben von Menschen gelenkte Autos nicht koexistieren? Motorräder sind doch ebenfalls Fahrzeuge, die von Menschen gelenkt werden und das wird sich auch zu unseren Lebtagen nicht ändern. Nach deiner Theorie müssten dann Zweiräder komplett vom Straßenbild verbannt werden, denn sie stören ja den Verkehrsfluss…. halte ich für extrem unwahrscheinlich.

                  • Daniel Förderer says:

                    Okay, ich hatte jetzt eine offizielle Quelle erwartet, z.B. vom Verkehrsministerium, nicht irgendein Blog-Artikel mit einem subjektiven Kommentar.

                    Das dort Geschriebene ist nämlich leider nur von der Wand bis zur Tapete gedacht. Es gibt – man mag es kaum glauben – auch heutzutage Menschen, die bei erlaubten 50 km/h auch genau das fahren. Und es gibt Menschen, die dann sogar nur 40 km/h fahren. Und der Verkehr funktioniert trotzdem. Verrückt, nicht wahr?
                    Autonome Fahrzeuge würden daran also gar nichts ändern. Zumal im Großstadtverkehr oftmals ein “hüpfen” von Ampel zu Ampel stattfindet, und der dazwischen liegende Teil aufgrund des starken Verkehrs seltener richtig ausgefahren werden kann.

                    Abgesehen davon kommen autonome Fahrzeuge – im Gegensatz zu Menschen – auch vom Fleck, wenn die Ampel grün wird. Sie würgen keine Autos ab, sie schneiden keine andere Fahrzeuge unnötig, sie bremsen nicht abrupt ab und verursachen damit Auffahrunfälle, sie rasen nicht bei rot über die Ampel, sie kommunizieren miteinander und teilen sich Gefahren mit, etc.

                    Das heißt: das, was sie am Verkehrsfluss angeblich verschlechtern würden durch regelkonformes Fahren, verbessern sie wieder durch andere Stärken.
                    Autonome und menschlich gelenkte Autos harmonieren super! Mischverkehr funktioniert prima, auch ohne separate Fahrspuren (was für ein schwachsinniger Vorschlag).

        • Mini-Fan says:

          Sekundenschlaf kündigt sich nicht an….

          Wenn man auf eine Umfrage hin ehrliche Antworten bekäme, wievielen Autofahrern das schon mal passiert ist, dann wäre das Ergebnis wohl eine knapp 3-stellige Prozentzahl.

          • Daniel Förderer says:

            Eben. Ich hatte auch schon Sekundenschlaf, Freunde von mir hatten das, meine Frau hatte das auch schon und ich habe auf der Autobahn einen Unfall direkt vor mir erlebt, bei dem das auch der Fall war.

      • M. Power says:

        Zum Glück habe ich keine Kinder und der Unfall mit dem Uber-Volvo in der USA hat wunderbar gezeigt wie toll diese System funktionieren.
        Dann erklär du mal den Kinder diese Frau, das ihre Mutter ein Opfer von einem sichern selbstfahrenden Auto geworden ist.

        • Daniel Förderer says:

          Nur zur Info: das “erklär mal …” kann man auch umdrehen.
          Erklär mal, weshalb in Deutschland jeden Tag 8,7 Menschen im Straßenverkehr sterben, obwohl man die meisten der Leben durch bessere Assistenzsysteme hätte retten können?

          Ich will damit gar nicht sagen, dass man auf Teufel komm raus das autonome Fahren weiter entwickeln soll, egal wie viele Menschenleben es kostet – absolut nicht!
          Ich möchte nur sagen, dass diese Funktion einen Sinn hat und dass es sich lohnt, in diese Richtung weiter zu forschen. Und zwar unter Kontrollierten und sicheren Bedingungen, also NICHT im Tesla-Style.

          • M. Power says:

            Unfälle wird es immer geben und leider auch Tote.
            Das Problem ist, je mehr Assistenzsysteme Autos haben um so weniger aufmerksam ist der Fahrer. Ich bin überzeugt, die bekannten Unfälle mit “selbstfahrenden Autos” wären nicht passiert wenn der Fahrer aufmerksam gewesen wäre.
            Das zeigt mir, die Systeme sind nicht 100 % sicher und gehören für den Strassenverkehr verboten.

    • Gregorij Jerkov says:

      Gut fur dich, wenn du mit Fahrrad zur Arbeit faehrst und nie durch die rush hour oder uber limitierte Autobahn musst.

  2. Gregorij Jerkov says:

    Da wird jetzt in China oefter Mal ein Sack Reis um fallen. ^^

  3. Stefan says:

    Das wird lustig. Autonomes Fahren in Westeuropa und den USA – ok.
    Autonomes Fahren bei der Rücksichtslosigkeit der Verkehrsteilnehmer, den Tuc Tucs usw. in China oder Indien wird intressant.

    • Dailybimmer says:

      Autonomes fahren bei den vielen holbrigen Strassen in der Republik und diese vielen Baustellen in den Innenstädten. Ich habe mir ein Ziel gestellt, nämlich autonomes Fahren aus meinem Kopf zu verbannen, m.M.n. Kein Plagiat!

  4. DerOssi says:

    Das “Problem” ist meines Erachtens, dass man die Toten/Unfälle, die ein Assisstenzsystem oder autonomes System VERHINDERN konnte, NICHT zählen kann… die Unfälle, die jedoch durch diese Systeme verursacht werden, schon… deshalb wird es immer/sehr lange die Diskussion über Sinn und Unsinn geben…

    …gegen einen Assisstenten, der meine Karre z.B. bei Sekundenschlaf sicher zum Stillstand bringt, habe ich nichts… jedoch komplett selbst fahren lassen, die Beine übereinanderschlagen und Zeitung lesen?! …da bin ich aktuell doch noch sehr sehr skeptisch…

  5. Kommentator says:

    Daniel Förderer > Dailybimmer • vor einem Tag

    „Und der Aussage von M. Power könnte man fast schon urteilen, dass man gar nicht mehr selbst fahren kann/darf, sobald autonome Fahrzeuge zum Standard werden

    … was natürlich völliger Unsinn ist.“

    >> ich hoffe, das sagt nicht ausgerechnet jemand, der grün-links politisch MUTTIviert ist …

    VÖLLIGER UNSINN ???

    JEDER deutsche Wähler sollte wissen, dass den Deutschen auch der letzte Spaß genommen werden soll – und genommen werden WIRD.

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article165359594/Als-Merkel-in-die-Zukunft-blicken-soll-lacht-das-Auditorium.html

    Als Merkel in die Zukunft blicken soll, lacht das Auditorium
    Veröffentlicht am 09.06.2017

    Zitat Madame Merkel:

    … Dann aber sagte die Kanzlerin unvermittelt:
    „Wir werden in 20 Jahren nur noch mit Sondererlaubnis selbstständig Auto fahren dürfen.“
    … und das war 2017 vor Studenten in Argentinien

    ALSO WIRD !!!! es genauso kommen!

    = DAS Ende von BMW ! ? !
    (aber den ´Freude am Fahren´-Slogan haben sie ja schon länger auch offiziell abgeschafft …)

  6. Ringrichter says:

    Interessant! aber dass mit den Höckern am hinteren Fenster müssen sie noch abstellen, sonst haben die Autos bald den Titel “Warzenschwein”.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Find us on Facebook

Tipp senden