Ziel für 24h Nürburgring 2018: Ein Platz besser als letztes Jahr!

Motorsport | 9.05.2018 von 13

Auf den ersten Blick klingt das Ziel von BMW Motorsport für die 24h Nürburgring 2018 relativ zurückhaltend: Wenn der schnellste BMW M6 GT3 einen Platz …

Auf den ersten Blick klingt das Ziel von BMW Motorsport für die 24h Nürburgring 2018 relativ zurückhaltend: Wenn der schnellste BMW M6 GT3 einen Platz weiter vorn ankommt als das schnellste Auto des Vorjahres, wäre man schon zufrieden. Dennoch könnte die Zielvorgabe kaum anspruchsvoller sein, denn mit dem zweiten Platz des BMW M6 GT3 wurde die Messlatte damals sehr hoch gelegt – und während die Konkurrenz am Nürburgring weiterhin voll auf Angriff setzt und zahlreiche aufgerüstete Fahrzeuge in den Kampf um den Gesamtsieg schickt, hat sich BMW für ein relativ sanftes Update für den BMW M6 GT3 entschieden und schickt den neuen BMW M8 GTE lieber zu anderen Veranstaltungen.

Insgesamt gehen fünf BMW M6 GT3 und drei BMW Z4 GT3 in der Spitzengruppe an den Start, hinzu kommen zahlreiche Kundensport-Fahrzeuge für schwächere Kategorien: Gleich drei BMW M4 GT4 und sogar fünfzehn BMW M235i Racing stellen sich der Grünen Hölle. Insgesamt werden mehr als 40 BMW-Rennwagen am Langstrecken-Klassiker in der Eifel teilnehmen. Ob dabei der 20. Gesamtsieg für BMW gelingt, ist wie immer auch eine Frage des Glücks – und vielleicht machen am Ende ein paar gedrückte Daumen den Unterschied.

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): „BMW M Motorsport hat mit dem grandiosen Saisonauftakt der DTM in Hockenheim, der Europa-Premiere des BMW M8 GTE beim WEC-Auftakt in Spa-Francorchamps und einem Podestplatz für das BMW Team RLL in den USA ein wahres Super-Wochenende hinter sich. Nun steht für unseren BMW M6 GT3 eines der absoluten Highlights des Jahres an. Das Ziel lautet natürlich, den 20. Triumph für BMW bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring zu holen. Aber beim vielleicht härtesten Langstreckenrennen der Welt kann man den Sieg nicht planen. Es gehört auch immer das nötige Quäntchen Glück dazu. Neben dem Kampf um den Gesamtsieg steht speziell bei diesem Rennen natürlich auch wieder die gewaltige Phalanx an BMW Kundenteams im Vordergrund, die in vielen verschiedenen BMW Fahrzeugen auf der Nordschleife unterwegs sind. Zudem bin ich gespannt darauf, die BMW Motorsport Junioren Beitske Visser und Nico Menzel am Steuer des BMW M4 GT4 zu sehen. Das 24-Stunden-Rennen ist ein wahres Fest des Motorsports.“

Hans-Peter Naundorf (Teamchef ROWE Racing): „Eigentlich ist unser Ziel für das 24h-Rennen ganz einfach: Wir wollen eine Position besser abschneiden als bei unserem zweiten Platz im Vorjahr. So einfach das klingt, so schwierig ist das aber auch in der Umsetzung. Denn bei diesem einzigartigen Rennen auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt und mit so vielen hochkarätigen Konkurrenten muss man nicht nur 24 Stunden, sondern vier Tage lang hochkonzentriert und präzise arbeiten und darf sich keinen Fehler erlauben. Wir waren in den vergangenen Jahren mehrfach ganz nah dran, unseren Traum vom Gesamtsieg zu verwirklichen, aber dann hat immer das letzte Quäntchen gefehlt. In diesem Jahr hatten wir eine sehr gute Vorbereitung. Mit dem Sieg im zweiten VLN-Lauf und Platz zwei im Qualifikationsrennen haben wir bewiesen, dass unser Ziel realistisch ist. Ich bin stolz darauf, welch hochkarätiges Fahrerteam wir gemeinsam mit unserem Partner BMW Motorsport an den Start bringen.“

Tom Blomqvist (#98 BMW M6 GT3, ROWE Racing): „Ich kenne ROWE Racing bereits, denn ich bin für sie schon in der Vergangenheit gefahren. Es ist ein großartiges Team, und ich hoffe, dass wir gemeinsam ein tolles Ergebnis erzielen können. Für mich als Rennfahrer ist dieses 24-Stunden-Rennen ein spektakuläres Event. Einen höheren Genuss, als in einem Rennfahrzeug auf dieser Strecke zu fahren, kann ich mir nicht vorstellen.“

Nick Catsburg (#98 BMW M6 GT3, ROWE Racing): „Ich freue mich wirklich sehr auf die 24 Stunden auf dem Nürburgring – genau genommen ist das sogar mein Lieblingsevent des Jahres. Wir haben ein starkes Auto und starke Fahrer. Auch unsere Ergebnisse in der VLN und beim Qualifikationsrennen waren vielversprechend. Ich habe das Gefühl, dass wir sehr gut vorbereitet sind.“

John Edwards (#98 BMW M6 GT3, ROWE Racing): „Die Nordschleife ist die coolste Rennstrecke der Welt, und ich freue mich jedes Mal riesig, dort fahren zu können. Ich war beim 24-Stunden-Rennen schon ein paar Mal gut unterwegs, konnte aber bisher noch nicht das entsprechend gute Ergebnis einfahren. Hoffentlich gelingt mir das in diesem Jahr mit ROWE Racing.“

Richard Westbrook (#98 BMW M6 GT3, ROWE Racing): „Nach zwei zweiten Plätzen mit BMW in drei Jahren muss das Ziel ein Sieg sein. Das wird angesichts der sehr starken Konkurrenz verschiedener Hersteller natürlich nicht einfach. Aber alle meine Teamkollegen und ich haben ein gutes Gefühl für das Auto und sind viele Runden ohne Probleme gefahren.“

Connor De Phillippi (#99 BMW M6 GT3, ROWE Racing): „Ich freue mich unheimlich auf meinen ersten Einsatz als BMW Werksfahrer bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring und die damit verbundene Chance, meinen Gesamtsieg aus dem Vorjahr zu wiederholen. Der BMW M6 GT3 ist auf der Nordschleife besonders stark. In den VLN-Rennen haben wir unseren Speed bereits gezeigt. Jetzt hoffen wir, das beim Saisonhöhepunkt wiederholen zu können.“

Jesse Krohn (#99 BMW M6 GT3, ROWE Racing): „Ich bin super happy, wieder bei diesem großartigen Event dabei sein zu können. Unser Fahreraufgebot bei ROWE Racing ist großartig, die Vorbereitung ist auch sehr gut gelaufen. Jetzt geht es darum, auch dann ganz vorne dabei zu sein, wenn es darauf ankommt.“

Alexander Sims (#99 BMW M6 GT3, ROWE Racing): „Nach dem zweiten Platz im vergangenen Jahr würde ich diesmal auf dem Podium natürlich sehr gerne noch eine Stufe höher steigen. Der BMW M6 GT3 mit dem Evo-Paket macht einen guten Eindruck und hat in der Vorbereitung auf dem Nürburgring auch schon gute Ergebnisse erzielt. Wir sind also in einer guten Position, aber es gibt wohl kein 24-Stunden-Rennen, das schwieriger zu gewinnen ist als das auf der Nordschleife. Dieses Rennen ist immer wieder eine der größten Herausforderungen für mich als Rennfahrer, aber gleichzeitig auch jedes Mal ein großes Vergnügen.“

Martin Tomczyk (#99 BMW M6 GT3, ROWE Racing): „Ich freue mich natürlich sehr auf das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, bei dem ich seit vielen Jahren mit BMW antrete. Bisher hat es mit dem Sieg leider nicht geklappt, wir waren mehrfach kurz davor und hätten das Rennen theoretisch schon zweimal gewinnen können. Doch so ist es – das gehört zum Nürburgring dazu. Es ist eine große Herausforderung, und viele Faktoren spielen dort eine Rolle.“

Augusto Farfus (#102 Shell Helix BMW M6 GT3): „Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ist eines meiner absoluten Lieblingsrennen im Kalender. Dieses Jahr ist die Situation für mich neu, mit einem neuen Team, neuen Teamkollegen und anderen Reifen. Aber ich denke, dass wir gut gerüstet sind, und wir werden versuchen, das Maximum aus unserem Paket herauszuholen. Wichtig wird für uns sein, ein reibungsloses Rennen zu haben. Wenn uns das gelingt, dann werden wir auch ein starkes Ergebnis holen.“

Jens Klingmann (#33 BMW M6 GT3, Falken Motorsports): „Es ist mein erstes Jahr im Team von Falken Motorsports, aber ich hatte im Rahmen von zwei Vorbereitungsrennen ausreichend Gelegenheit, alle Teammitglieder und meine Fahrerkollegen kennenzulernen. Ich bin von der Erfahrung und Professionalität des Teams sehr beeindruckt. Ich habe mich dort von Beginn an sehr willkommen gefühlt, was für mich ein sehr wichtiger Aspekt ist. Alles in allem bin ich mit Blick auf unsere Chancen beim 24-Stunden-Rennen sehr optimistisch.“

Nico Menzel (#60 BMW M4 GT4, Sorg Rennsport): „Wir haben beim 24-Stunden-Rennen die Chance, mit dem Auto, das wir auch in der GT4 European Series einsetzen, auf der schwierigsten Strecke der Welt sehr viel Zeit zu verbringen. Darauf freue ich mich sehr. Auch darauf , gemeinsam mit unserem Junioren-Mentor Dirk Adorf auf einem Auto fahren zu können. Mit Beitske Visser und Tom Coronel sind auch zwei fantastische Teamkollegen aus den Niederlanden dabei. Das wird ein großartiges Wochenende.“

Beitske Visser (#60 BMW M4 GT4, Sorg Rennsport): „Ich freue mich unglaublich auf meinen ersten Start bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring. Ich habe im vergangenen Jahr meine Zulassung für die Nordschleife gemacht und kann es nun kaum erwarten, an der Seite von drei auf dieser Strecke erfahrenen Kollegen so viel wie möglich zu lernen.“

13 responses to “Ziel für 24h Nürburgring 2018: Ein Platz besser als letztes Jahr!”

  1. M. Power says:

    Hoffen wir das es für den lange überfälligen Sieg von BMW reicht.
    Das Ende vom Rennen 2017 war ja wirklich an Spannung kaum zu übertreffen, nur leider mit Audi Sieg.
    Es ist schon unglaublich wie klein die Abstände der Autos sind, früher gab es Rennen das waren am Ende die Unterschiede Minuten und heute sind es Sekunden. Bei einen Rennen über 24 Std…..!
    Ein tolles Motorsport-Wochenende wird es in jedem Fall, drücken wir die Daumen für die BMW-Teams.

    • Meo says:

      Weißt du zufällig, warum nicht der M8 GTE antritt? Ich meine, dass er lieber bei anderen Veranstaltungen eingesetzt wird, ist ja wohl eine schlechte Ausrede, oder?

      • /// RickSupertrick says:

        Solange die Zukunft der DTM durch den Ausstieg von Mercedes nicht gesichert ist, lohnt es sich evtl. nicht ? Nur eine Saison wäre doch den Aufwand nicht wert ?

        • Meo says:

          Da verwechselst du jetzt was: DTM und Langstreckenrennen sind ja zwei ganz verschiedene Paar Schuhe. DTM ist ja quasi für alle Hersteller ein sehr ähnliches und streng reglementiertes Fahrzeug. Der M8 GTE hat nichts mit DTM zu tun.

      • M. Power says:

        Gute Frage, ich weiss es auch nicht genau.
        Am Nürburgring fahren ja Privatteams mit dem M6, vermutlich ist der M8 nur für das Werksteam im Einsatz. Und da der M8 noch so neu ist, wurde der vermutlich noch nicht für ein 24 Std. Rennen getestet.
        Das sind meine Vermutungen, evtl. weiss hier jemand näheres dazu..?

      • quickjohn says:

        Hauptgründe für Nichtantreten des M8 GTE bei den 24h:
        GTE statt GT3 Homologation
        Fehlende Zeit für Nürburgring-Adaption
        Konzentration auf FIA GT-Meisterschaft und IMSA
        GTE‘s sind grundsätzlich für den Werkssport gedacht – wobei am Nbg-Ring natürlich auch mit den GT3 Werkssport betrieben wird.

        • manuelf says:

          Sehe ich auch so! Der M8 GTE würde bzgl. BOP wohl erst mal krass eingebremst (siehe Sebring etc.) und NoS Erfahrung hat man auch noch nicht wirklich gesammelt… mit nem M8 hätte BMW Mototsport quasi selber antreten müssen (oder mit nem Hausteam a la Schnitzer) ob sich die anderen Teams wirklich einen nochmal teureren M8 GTE antun wollen, der evtl. noch nicht so ausgereift ist und den dann noch auf GT3 Niveau herunterkastrieren wollen?

  2. Dailybimmer says:

    Der M5 F90 soll die Nordschleife in 7:38 Min umrundet haben. Zum Vergleich, der M4 GTS ist nur 10 Sekunden schneller.

    • manuelf says:

      Der GTS ist- trotz Semis – nichtmal 10 sek. Schneller… Du musst schon sport auto mit sport auto Zeit vergleichen und nicht optimale Zeit aus X Versuchen eines Werkstestfahrers, der 100te Runden auf der Kiste gedreht hat, mit der Zeit vom Christian Gebhardt, bei dem das die beste Runde aus 3-4Versuchen ist, mit nem Auto, das er einen Tag kennt,

      • Dailybimmer says:

        Ich glaube, dass der M5 F90 mit
        entsprechender Bereifung Michelin Cup2 und bei schönstem Wetter, am bestem um 9.00 Uhr morgens und mit Jörg Weidinger als Werksfahrer, die Zeit des M4 GTS erreichen wird. Der M5 Comp wird da sicherlich noch die eine oder andere Schippe drauflegen.

      • quickjohn says:

        Soweit ich mich erinnere wurde der GTS von sport auto bei indiskutablen 30 Grad+ getestet und im Bericht wurde ein alsbaldiger Nachtest versprochen – was nun auch schon fast 2 Jahre her ist ohne Einlösung desselben.

        Bedeutend für mich daß – der M4 GTS auf spa-level jeden F90 M5 rd. 20 sec. auf der NS abnimmt – alles andere wäre doch eher ein Außerkraftsetzen physikalischer Gesetzmäßigkeiten.

  3. Dailybimmer says:

    MB Boss Dr. Zetsche hat soeben auf RTL in einem Interview vor dem Formel 1 Rennen Timo Glock zu seinem Sieg in der DTM beglückwunscht, mit dem Worten no bad feelings zu Glocks ” ihr seid fucking Idioten”, wenn ihr die DTM verlässt Kommentar. Nichts desto trotz drücke ich als Bmw M Fanboy aus Wettbewerbsgründen natürlich Ferrari die Daumen und nicht AMG, auch wenn ich kein Vettel Fan bin, denn AMG Verkaufserfolge resultieren in erster Linie durch den Abstrahleffekt im F1 Circus als 4 maliger F1 Champion.

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