IAA 2019: BMW plant deutlich kleineren Messe-Auftritt

Sonstiges | 20.04.2018 von 15

BMW wird seinen Messe-Auftritt auf der IAA 2019 deutlich kleiner gestalten und damit Geld für andere Messen und Events sparen. Wie das Handelsblatt …

BMW wird seinen Messe-Auftritt auf der IAA 2019 deutlich kleiner gestalten und damit Geld für andere Messen und Events sparen. Wie das Handelsblatt berichtet, wollen die Münchner künftig nur noch rund 5 bis 6 Millionen Euro für Messe-Auftritte zahlen, bisher wurden bei großen Automessen wie der alle zwei Jahre stattfindenden IAA in Frankfurt bis zu 25 Millionen Euro investiert. Die Einsparungen bei der IAA 2019 sollen genutzt werden, um künftig mehr Budget für aufsteigende Messen in China oder spezielle Technik-Messen wie die CES in Las Vegas oder den Mobile World Congress in Barcelona zu haben.

Mit der deutlichen Einsparung geht auch eine deutliche Verkleinerung des Messestands einher. Nutzte die BMW Group bisher eine ganze Halle für sich und konnte ihre Produkte auf einer Ausstellungsfläche von rund 11.000 Quadratmetern präsentieren, sollen künftig rund 3.000 Quadratmeter genügen. Mit diesem Schritt wird zwangsläufig auch eine Konzentration auf die wichtigsten Fahrzeuge verbunden sein: Während BMW auf der IAA bisher fast die komplette Modellpalette gezeigt hat, werden es künftig nur noch die Highlights und Premieren sein.

Die Verkleinerung des IAA-Auftritts 2019 passt ins Bild der neuen Strategie des Vertriebsvorstands Pieter Nota: Bereits vor einigen Wochen wurde bekannt, dass BMW nächstes Jahr der North American International Auto Show in Detroit 2019 fernbleiben wird und sich den teuren Auftritt bei der NAIAS komplett spart.

Auch viele andere Hersteller gehen derzeit ähnliche Wege und haben die Automessen als Möglichkeit zum Sparen von Marketing-Millionen erkannt, denn natürlich steht hinter den opulenten Messeständen letztlich immer die gleiche Frage: Verkauft man weltweit betrachtet wirklich mehr Autos, weil man auf der IAA 2019 einen besonders großen Stand hat?

Das Sparprogramm betrifft laut Handelsblatt auch den Genfer Autosalon, auch dort soll das Budget auf rund 5 bis 6 Millionen Euro für den kompletten Messeauftritt reduziert werden. Vom alle zwei Jahre im Wechsel mit der IAA stattfindenden Pariser Autosalon ist zwar derzeit noch nicht die Rede, auch hier dürften aber spätestens ab 2020 die gleichen Regeln gelten.

15 responses to “IAA 2019: BMW plant deutlich kleineren Messe-Auftritt”

  1. Nozuka says:

    Unglaublich was so ein Messestand kostet.. und erreicht dann nur einen Bruchteil der möglichen Kunden.
    Ist wohl definitiv nicht mehr Zeitgemäss…

    Die Presse erreicht man ja auf anderen Wegen auch viel günstiger

    Trotzdem schade drumm.

  2. Stefan says:

    Schade, auch wenn diese Entscheidung nachvollziehbar ist. Dann war wohl 2017 meine letzte IAA…

  3. Hans Wurst says:

    Ich konnte 2017 das erste und dann wohl auch letzte Mal die BMW Lounge auf der IAA genießen. Schade.
    Bisher war die IAA für mich seit 20 Jahren ein Pflichttermin, aber immer mehr Hersteller reduzieren oder bleiben komplett fern. Das finde ich wirklich bedauerlich.
    Wenn BMW jetzt nach Audi auch verkleinert, muss nur noch Mercedes die übliche Präsentation aufgeben. Dann rutscht die einst so wichtige IAA bald vollständig in die Bedeutungslosigkeit.

    • Kommentator says:

      „Dann rutscht die einst so wichtige IAA bald vollständig in die Bedeutungslosigkeit.“

      >> dann können sie ja auch nach Berlin gehen. Zu den anderen, in die Bedeutungslosigkeit. Zu denen, denen man bei vielen Dingen schon ´Vorsatz´ unterstellen muss. Damit ihr ´Versagen´ kein Versagen ist, sondern ´Erfolg´.

      Wollten ja schon immer dorthin zurück, nach Berlin.

      Mein Tipp:

      Berlin Tiergarten. In die Pampa. Sogar die Klos die sind schon da. Hinter jedem Busch. Sogar überall schon mit viel Vorrat an Recycling-Klopapier. Unweit vom Haus „Dem Deutschen Volke“. Drauf geschissen!

  4. Martin 79 says:

    Für mich kommt es darauf an ,ob der BMW Stand was zu bieten hat ,oder das wie bei allen anderen einfach nur ein paar Autos rumstehen und das war’s.
    Dann kann man sich die Messe sparen und sich das ganze im Netz usw. anschauen.
    Könnten dann aber auch gleich eine Internet Messe erstellen und sich denn IAA Auftritt komplett sparen.

  5. DropsInc. says:

    Wenn ich mir so die Summen der letzten Jahre für einen Messeauftritt anschaue, ist es folgerichtig dort einzusparen. Im Endeffekt ist es doch nur ein gesehen und gesehen werden. Und für die Leute die nicht von Autohaus zu Autohaus wandern wollen ne gute Alternative. Andererseits gibt’s dort oft Premieren, der ein oder andere hat sich evtl. schon am Messestand verliebt und entsprechende Verträge abgeschlossen. So spart man meist Zeit bis das entsprechende Fahrzeug dann auch endlich beim Händler steht. Ganz weg ist ja BMW auch nicht, im Gegenteil, so sichert man sich gegebenenfalls auch Auftritte in anderen Umsatzstarken Ländern.

  6. Kommentator says:

    IAA – nicht mehr das, was sie mal war.

    So, wie das Auto übrigens auch nicht das ist, was es mal war.

    Ob Mercedes DA mitmachen wird? – bei der Verkleinerung??
    Jetzt, wo man sich wieder als die Nr. 1 fühlt?? – doch eher nein.

    … wo sich bisher (bei Mercedes) stündlich Zehntausende durch die Ausstellung, d.h. die Rolltreppen hoch, gequetscht hatten?

    Gespart wurde übrigens schon das letzte Mal, auch bei Mercedes – Prospekte: Fehlanzeige!

    Probesitzen-Schlangestehen hingegen: ja.

    TESLA war übrigens schon 2017 nicht mehr da. Warum auch.

    Hatten den derzeitigen Total-Produktionsstopp beim Model 3 – ohne Information der Arbeiter! („sollen unbezahlten Urlaub nehmen!!“) – wohl vorhergeahnt.

    Stand: 17.04.2018:

    Ende März fertigte Tesla gut 2000 Model 3 wöchentlich.

    https://www.wiwo.de/unternehmen/mittelstand/hannovermesse/elektroautopionier-elon-musk-stoppt-teslas-model-3-produktion/21181646.html

    Elektroautopionier Elon Musk stoppt Teslas Model-3-Produktion

    >> So will Tesla im Mai auf 3000 bis 4000 Fahrzeuge pro Woche kommen und bis Ende Juni auf 6000 Model 3 pro Woche.

    • Kommentator says:

      Nachtrag per 18.04.2018 zur „Qualitätssicherung“ bei TESLA:

      Das Ziel sei, das Model 3 mit einer zehn Mal höheren Präzision “als jedes andere Auto auf der Welt” zusammenzubauen, schrieb Musk.

      UND:

      >> Wenn Käufer beim Nachprüfen von Abmessungen oder Spaltmaßen irgendwelche Abweichungen von den offiziellen technischen Daten entdeckten, “bedeutet das nur, dass deren Maßband falsch ist”.

      … sagt ELONder MURKS.

      Oder:

      ´Gestern standen wir vor dem Abgrund – heute sind wir schon einen Schritt weiter.´

  7. f1300 says:

    Schon auf der letzten IAA 2017 war mir als seit Jahrzehnten regelmäßiger Besucher der IAA ein gewisser -für mich enttäuschender-Trend in diese Richtung aufgefallen. Es erscheint, dass der “Endkunde” auf der Messe nicht mehr erwünscht ist. Es geht gefühlt zunehmend nur noch um den B2B-Bereich und Elektronikzulieferer.
    Durchaus verständlich, mag man sagen, wenn man 99% der globalen Kundschaft über diese Präsentationsform nicht erreichen kann, da diese nicht vor Ort sein können.
    Durchaus unverständlich, dass man den Sinn von direkten und (durch z. B. positive Presseberichte) indirekten Multiplikatoren zunehmend verkennt.
    Ich bin mal gespannt, wie es Firmen ergehen wird, die den (besonders auf Messen hergestellten) Bezug und Kontakt zur Basis verlieren…

  8. Salih Erden says:

    Ist für mich verständlich die Entscheidung.
    Denkbar ist auch, dass BMW & Co. ein wenig Druck ausüben wollen auf die FFM Messe. Es sind auch horrende Summen die zum Teil verlangt werden!

    • B3ernd says:

      Es sind auch horrende Kosten für die Messe Frankfurt. Die Sicherheitsanforderungen, wie z.B. Brandschutz, Sicherheitsleute etc. werden strenger und müssen angepasst werden. Der Messe sollte man keine Schuld geben. Die Messen sind einfach stink langweilig. Meine erste IAA war 2001. Die letzte 2009?! Ich gebe mir diesen Krampf nicht mehr. Wenn ich einen Wagen sehen/fühlen will, gehe ich ins Autohaus.

  9. […] publication Handelsblatt first reported BMW’s plans, which will see its spending on the biennial show drop to around 5 million or 6 million euros ($6.1 […]

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