AutoCar: BMW M130iX M Performance als F40 Topmodell?

BMW 1er | 15.03.2018 von 15

BMW M130iX M Performance oder BMW M135i xDrive? Wie auch immer, der sportliche BMW 1er F40 kommt 2020 mit Allradantrieb und Turbo-Vierzylinder.

Lange vor dem Marktstart des neuen BMW 1er F40 im nächsten Jahr will die AutoCar bereits einige Infos zum Topmodell von BMW M Performance erfahren haben. Stimmen die Infos von Greg Kable, geht die sportlichste Variante der dritten 1er-Generation als BMW M130iX M Performance an den Start, was im klaren Gegensatz zur aktuell gültigen Nomenklatur stehen würde. Wir halten eine Bezeichnung als BMW M135i xDrive weiterhin für deutlich wahrscheinlicher, wollen den Vorschlag von der Insel aber nicht unerwähnt lassen.

Keine Fragen gibt es bezüglich der grundlegenden Technik, denn die Umstellung auf die Frontantriebs-Architektur macht die Sportversion des BMW 1er F40 zwangsläufig zum Allradler. Da der Motor nicht wie bisher längs, sondern wie bei den wichtigsten Wettbewerbern Audi S3 und Mercedes-AMG A 45 quer zur Fahrtrichtung montiert wird, kommt als Kraftquelle nur ein Turbo-Vierzylinder und kein Reihensechszylinder mehr in Frage.

Laut Greg Kable wird der B48-Ableger im BMW M130iX oder M135i 2020 rund 300 PS leisten und sich damit nicht am Leistungs-Wettstreit der Klasse beteiligen. Wir halten eine solche Strategie für durchaus denkbar, allerdings nur für den Beginn des Lebenszyklus. Es wäre eine echte Überraschung, wenn sich BMW dauerhaft aus dem Wettstreit um den schnellsten Kompaktsportler heraushält und dem Wettbewerb das Feld kampflos überlässt.

Dank eines weiterentwickelten Allrad-Systems mit Haldex-Kupplung werden der nächsten 1er-Generation Traktionsprobleme völlig fremd sein. Die elektronische Steuerung des Allradantriebs xDrive erlaubt es, die Kupplung schon vor einem Traktionsverlust an der Vorderachse zu schließen und für eine Kraftübertragung an die Hinterachse zu sorgen. So wird der BMW M135i 2020 wann immer nötig alle vier Räder antreiben, in vielen Situationen des Alltags aber als sparsamer Fronttriebler unterwegs sein.

Unabhängig von der Motorisierung soll der BMW 1er 2019 dank der Umstellung auf die UKL-Architektur spürbar leichter als die aktuelle Generation werden. Außerdem fällt der Innenraum geräumiger aus, weil der bisher für einen längs montierten Reihensechszylinder dimensionierte Motorraum dank der Quermotor-Lösung deutlich weniger Platz in Anspruch nimmt. Das deutlich modernere Infotainment, das wie im X1 auch um ein Head-Up-Display ergänzt wird, soll nicht nur junge Kunden für den 1er begeistern.

15 responses to “AutoCar: BMW M130iX M Performance als F40 Topmodell?”

  1. Tigerfox says:

    Den können sie behalten. Ich werde dann weiter nach gebrauchten 1ern und 3ern gucken.

    • Quer says:

      Uch wetten das es ab 3er immer noch 6 Zylinder gibt.
      Ach ja beim 2er Coupé und Cabro gibt es auch 6 Zylinder.
      Übrigens als der X1 auf Frontantrieb umgestellt würde, war der Aufschrei groß und jetzt ist der bei BMW ein Verkaufsschlager. Das Werk Regensburg musste auf Zweischichtbetrieb umgestellt werden, der X1 wird zusätzlich auch noch in Holland bei Netcar gebaut.

      • Tigerfox says:

        1. Ja, das ist ja schon bestätigt, aber in welcher Form: Nurnoch als M340i mit zwangs-xDrive und zwangs-Automatik, durch alles drei also mit wesentlich höherem Einstiegspreis und weniger puristisch. Nicht, dass der 340i aktuell nicht auch schon viel zu teuer und auch imho viel zu stark als Einstieg in die Sechszylinderwelt ist.

        2. Aber jetzt schon gibt es seit letzten Sommer im 2er keinen Benziner mehr mit Handschalter außer 218i und M2. Wie der 2er nach Umstellung des 1er positioniert wird ist noch völlig unklar, ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass der dann noch seinen Hinterradantrieb behalten wird.

        3. Beim X1 war es nicht so dramatisch, weil die SUV Puristen eh nicht so interessieren und weil ein ordentliches SUV auch xDrive haben sollte, da find ich tatsächlich eine SUV-Motorisierung mit Frontantrieb sinniger als mit Hinterradantrieb.
        Aber allgemein sind die Verkaufszahlen kein Argument, wenn es allein danach geht, dann macht BMW in den letzten Jahren alles richtig, aber das sind größtenteils Käufer, die sich nicht für die Technik sondern nur für die Marke, das Aussehen und vielleicht noch die Leistung interessieren, auf welcher Achse die anliegt, aus wievielen Pötten die kommt und wie sie auf die Achse kommt ist egal.

        • Quer says:

          Das der 30i auf vier Zylindern umgestellt wurde finde ich auch Schade, aber vielleicht ist das dem Umweltwahn der EU geschuldete, aber schau dir Audi oder Mercedes an, bei denen wird es bestimmt auch nicht anders sein, weil sonst drastische Strafzahlungen auf die Autobauer zukommen werden, die die Unweltziele nicht erreichen.

          • Tigerfox says:

            Das ist mir klar, aber dass die R4-Turbos soviel besser weggkommen als die R6-Sauger liegt imho auch sehr stark am NEFZ.
            In der Realität nimmt sich das nicht soviel, bei Spritmonitor liegt zwischen 528i/530i N53 und 528 N20 gerademal 0,5L/100km, beim Z4 knapp 1L/100km (N52 vs N20). Das ist gerade mal soviel, wie beim E9x zwischen N52 und N53 leigt oder weniger.

            • Pro_Four says:

              …meist verbraucht der R6 im realen Betrieb weniger als die 4 Zylinder Motoren der Konkurrenz.

              • Mini-Fan says:

                und ein 730d braucht in der Realität weniger Sprit als ein X3 20d.
                Wie vor einigen Wochen in einer Autozeitschrift in 2 Vergleichstests ermittelt wurde.

            • Mini-Fan says:

              Bin mal gespannt, wie “groß” die Verbrauchsdifferenz zwischen 520d und 530d beim WLTP liegen wird.

        • Mini-Fan says:

          zu 2.
          … und ich glaube es auch nicht. Dafür ist er zu nah am 4er.
          In dieser Klasse werden wir zukünftig vielleicht nur noch einen (zusätzlichen) “elektrischen” Heckantrieb à la 225xe angeboten bekommen. Sie wissen aber schon, warum sie das “x” klein geschrieben haben…

      • Pro_Four says:

        Verkaufsschlager, ja, aber wieviel Motoren bietet er denn, massig?! Früher gab es eine Handvoll von Motoren für die Kleinen.

        • Quer says:

          Die Zeiten wo eine Handvoll Motoren angeboten werden ist nicht nur bei BMW sondern auch bei andren Autobauer schon lange vorbei. Gut das ich 1983 noch einen 323i mit dem herrlichen sechs Zylinder fahren konnte.

    • Pro_Four says:

      …yep, das was die kleinen Kompakten ausgemacht hat, wird auch dort über Bord geschmissen. Auch die etwas schlechter Materialanmutung war mir schnuppe, war denn Motor, Getriebe und Fahrwerk über jeden Zweifel erhaben. Jetzt gleicht sich auch noch an.

      Ich lease 03/19 noch den M240i, einmal noch eine richtige Krawallbüchse mit famosen R6 !!

      • Mini-Fan says:

        und am besten gibst du ihn zum Leasingende nicht zurück -sondern kaufst ihn zum kalkulierten Restkaufwert.

  2. Oliver says:

    Als Fahrer seit fast 10 Jahres eines E82 125i stellt diese neu 1er-Baureihe für mich keine Option dar. Durch den Wegfall des Reihensechsers, des Heckantriebs und die Umstellung auf quer eingebaute Motoren ist die künftige 1er Baureihe lediglich ein weiteres (überteuertes) Mini-Derivat. Schon bei der aktuellen F20-Baureihe finde ich es bedauernswert, dass es den Reihensechser lediglich in der 300+ PS-Klasse gibt. Einem freisaugenden 200PS starken Reihensechser würde ich immer gegenüber einer 400PS starken aufgeblasenen Vierzylinder-Möhre den Vorzug geben.
    Leider scheint es zukünftig die klassische Antriebskonfiguration nur noch ab dem 3er, und auch dort nur als Topmodell mit pseudo M-Performance zu geben. Und auch der 3er wird von Generation zu Generation immer größer.
    Um mich auch weiterhin an der Laufkultur und am Klang eines BMW-Reihensechsers zu erfreuen bleibt mir also gar nichts anderes übrig als meinen E82 auch weiterhin zu fahren. Dank der hervorragenden Qualität des Fahrzeugs sollte dies auch noch einige Jahre möglich sein. Dann sind vielleicht die i-Modelle soweit ausgereift, dass mein E82 einen elektrisierten Nachfolger findet. Zumindest in Bezug auf die Laufkultur kann der E-Motor die Reihensechser toppen.

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