DUH kontert KBA-Test und wiederholt Vorwürfe gegen BMW

News | 16.02.2018 von 46

Auch nach der unmissverständlichen Erklärung und der Kritik an den Messmethoden der DUH durch das Kraftfahrtbundesamt sieht sich die Deutsche Umwelthilfe weiterhin im Recht. In …

Auch nach der unmissverständlichen Erklärung und der Kritik an den Messmethoden der DUH durch das Kraftfahrtbundesamt sieht sich die Deutsche Umwelthilfe weiterhin im Recht. In einer Pressemitteilung bringt DUH-Chef Jürgen Resch sein Unverständnis bezüglich der KBA-Untersuchung zum Ausdruck und wiederholt die bereits widerlegten Vorwürfe in Richtung BMW. Als Reaktion auf den “Freispruch” für BMW fordert die DUH eine Offenlegung sämtlicher Messergebnisse, weil der BMW 320d in den DUH-Tests einen deutlich höheren Stickoxid-Ausstoß als im Labor hatte.

Wie das Kraftfahrtbundesamt und BMW einstimmig festgestellt haben, waren die DUH-Messungen auf eine praxisferne Fahrweise zurückzuführen und haben daher nichts mit illegalen Abschaltvorrichtungen zu tun. Es liegt schlicht und ergreifend in der Natur der Sache, dass Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor bei einem Betrieb mit höheren Drehzahlen einen höheren Verbrauch und folglich auch höhere Emissionen haben. Die DUH hat in ihren Versuchen durch manuelle Gangwechsel des Automatikgetriebes künstlich für höhere Drehzahlen gesorgt und damit auch bewusst den Schadstoffausstoß in die Höhe getrieben. Das KBA wertete dieses Vorgehen als “nicht normale Betriebsbedingungen”, BMW spricht von ” erzwungenen Fahrsituationen und fehlerhafter Versuchsdurchführung”.

Unabhängig vom kräftigen Denkzettel aus Flensburg fühlen sich Jürgen Resch und seine Deutsche Umwelthilfe weiterhin im Recht: “Wir stehen zu unseren Messungen und fordern das KBA auf, die Messdaten und eine mögliche Beteiligung von BMW an den Messungen zu veröffentlichen. Darüber hinaus sollte das KBA alle festgestellten bzw. durch BMW nachgemeldeten, vom KBA aber offensichtlich als ‚legal‘ eingestuften Abschalteinrichtungen veröffentlichen. Die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, unter welchen Fahrbedingungen Abschalteinrichtungen aktiviert werden.”

Die provozierte Fahrt bei konstanter Geschwindigkeit mit hohen Drehzahlen, die ohne das Ziel hoher Emissionen weder vom Automatik-Getriebe noch von einem einigermaßen vernünftigen Autofahrer dauerhaft praktiziert werden würden, beschreibt die DUH als “dynamische Fahrweise”. Oder in den Worten von Jürgen Resch: “Selbst, wenn der BMW wie ein Postzustellfahrzeug gefahren wird, hält er die Euro 6 Grenzwerte auf der Straße nicht ein. Richtig schlimm werden die NOx-Emissionen, wenn der BMW ‚dynamisch‘ gefahren wird.”

Auch der verantwortliche DUH-Versuchsleiter Axel Friedrich vom DUH-eigenen Emissions-Kontroll-Institut (EKI) weist die Vorwürfe von KBA und BMW zurück: “Wir können die Aussage des KBA nicht nachvollziehen. Unsere Messungen wurden mehrmals wiederholt, die Prüfstandsmessungen vom TÜV Nord durchgeführt und wir haben unsere Daten auch offengelegt.”

Die DUH wiederholt damit ihre Vorwürfe in Richtung BMW ausdrücklich und unterstellt nicht nur dem Autobauer das Anbieten eines nicht Euro-6-konformen Fahrzeugs, sondern wirft auch dem Kraftfahrtbundesamt eine fehlerhafte Nachprüfung vor. Ob das KBA oder BMW mit einer weiteren Stellungnahme auf die eigentlich offiziell entkräfteten Vorwürfe reagieren werden, bleibt abzuwarten.

46 responses to “DUH kontert KBA-Test und wiederholt Vorwürfe gegen BMW”

  1. Till says:

    Der gute Herr Resch weiß wohl nicht, wann er verloren hat. Aber so zurückhaltend „dynamisch“ wie man den 320d getreten haben muss, um auf solche Testwerte zu kommen, genauso dummdreist fährt sich auch die DUH an die Wand. Hätten sie doch einfach dankbar bei der VAG weitergemacht. Da lässt sich auch ganz ohne „Dynamik“ immer was finden.

  2. bayern-express says:

    Lieber Herr Resch, mit Verlaub, sie sind ein Ar…..loch. Jetzt können sie Anwälte zu mir losschicken, meine warten schon darauf und werden ihnen gehörig in den Hintern treten. Was sie hier abziehen, ist schlimmste Verbrauchertäuschung, wenn nicht sogar der Anfahrtsverdacht des Betruges.

  3. Quer says:

    Sogar die AMS konnte bei Test‘s nichts negatives feststellen. Wann werden dem Resch von Gerichten endlich das Maul gestopft.

    https://www.auto-motor-und-sport.de/news/manipulationsvorwuerfe-gegen-bmw-keine-hinweise-auf-abschaltsoftware-12812679.html

  4. Thomas says:

    Ich bin kein Jurist …, gibt es mittlerweile nicht eine Möglichkeit die Abschalteinrichtung der DHU zu aktivieren?
    Sofern es eine juristische Grundlage dafür gibt, sollte man spätestens jetzt zurück schießen.

    Normalerweise würde ich das Kind in diesem Fall einfach weinen lassen, aber der Verein hat zu viel Einfluss auf die geistig schwachen.

  5. quickjohn says:

    Ich denke daß sich jede weitere Reaktion – zumindest seitens BMW – auf Herrn Resch’s Egotrip erübrigt.

    Allerdings glaube ich daß die DUH und ihr sauberer Chef nun – auch ohne Anzeige – ein Fall für die Staatsanwaltschaft sind. Aber auch das wäre noch ein Zuviel an Publicity.

    Derartige Provokateure muß man ab einem bestimmten Zeitpunkt (der erreicht ist!) einfach mit Nichtbeachtung strafen.

    • Mini-Fan says:

      Natürlich, der Flotte Hans steht natürlich über den Dingen….

      BMW soll einfach stillhalten – und die “Deutsche” Umwelthilfe weiter gewähren lassen (also nach der linken Wange nun vielleicht auch die rechte hinhalten?)
      “Anzuzeigen” gibt es allerdings nichts mehr: Ein Staatsanwalt, der lesen und hören kann, der soll(te) von Amts wegen eine strafbare Handlung verfolgen, wenn/ sobald er davon Kenntnis erlangt.
      Aber nein, das geht ja nicht. Das wäre ja Publicity für die DUH.
      Vielleicht sollte der Vorstand (statt Nichtbeachtung der DUH) einfach für Herrn Resch beten.

      • MARTIN Amberger says:

        Wo hast Du O-Ton BMW : die schweine aus Wolfsburg gefunden?

        • Mini-Fan says:

          Habe ich so in Erinnerung.
          Letztes Jahr im Sommer/ Herbst irgendwo im (gedruckten) Spiegel gelesen – im Zusammenhang mit der “Kartell-Affäre”.
          Wo VW seinen Partner BMW durch seine heimliche und hinterlistige “Selbstanzeige” verraten hat – um sich einen Vorteil zu verschaffen. Der Ausdruck wird/ wurde so in der obersten Führungsetage von BMW verwendet – als Synonym für “VW”.

  6. tho says:

    Lieber Herr Resch,
    legen sie doch erstmal offen wer die DUH finanziert, dann erübrigen sich viele viele Diskussionen…
    Sind Sie es der jeden Tag so „dynamisch“ ins Büro oder zum Einkaufen fährt, dann sollten sie dringend eine Fahrschule aufsuchen oder sich einen Chauffeur nehmen bzw. ein Taxi…
    Das neudeutsche Wort dafür ist „Bullshit“…

  7. Jan2x says:

    Da wird BMW wohl oder übel juristisch aktiv werden müssen. Dieser Verein betreibt Rufschädigung ohne Grundlage.

  8. Meo says:

    Am besten wäre doch folgender Plan:

    – „Versuche“ identisch mit min. 10 vergleichbaren Fahrzeugen von jeweils anderen Herstellern über Ford, Renault, Volvo, Kia bis hin zu selbstverständlich den nachweislich betrügenden Herstellern wie Fiat, Audi, Mercedes und natürlich unser Liebling VW durchführen und diese als Vergleich veröffentlichen (um das Ganze endlich mal glaubwürdig aufzuziehen, Nachweiserbringung einfach)

    – Offenlegung der scheinbar mit hohen Schmiergeldern initiierten Vorgehensweisen (ich tippe hier zu 99% auf Mercedes oder VW) – und das wäre dann ein echter Skandal! (Nachweiserbringung leider nicht einfach)

  9. Florian Reger says:

    ZDF WISO blockiert nun kritische Kommentare zu ihrem DUH-Bericht auf der Facebook-Seite.

  10. Dailybimmer says:

    Ob DUH mit Mercedes und Audi unter einer Decke stecken?

    • Daniela Wolf says:

      mit Toyota im Bunde….

      • DropsInc. says:

        Da soll es angeblich um 80k jährliche Zuwendung oder auch Spende gehen. Wer’s glaubt wird seelig. Für diese Öffentlichkeitsarbeit für TOYOTA und seine Hybride, ein Schelm wer böses dabei denkt. Daimler liegt ihm bestimmt noch schwer im Magen…2004 gabs den Arschtritt und heut perfide geplant der Racheakt. Oder vielleicht die Prostitution um seinen kleinen Verein über Wasser zu halten. Pinky & Brain ala Umweltschutz. Dabei vergisst man die Herstellung seitens Toyota zu 100% Atom. Zweierlei Maß scheint im Trend zu liegen.

        • Daniela Wolf says:

          das wird sich nur lösen lassen, wenn Deutschland einen alternativen Klageclub aufbaut. Vielleicht sollten wir dann mal die EPA verklagen oder die Freunde von der DUH selbst. Das es in Wahrheit die Arbeitsnehmer und Autofahrer trifft, ist einfach nur bitter.

          • DropsInc. says:

            Da sind wir uns einig…den guten alten Michel trifft’s am Ende. Bin gespannt wie es mit den Benzinern läuft. Wer sich heute für einen entscheidet, sollte wohl schon nach Otto-Partikelfilter schauen…

            • Daniela Wolf says:

              mit denen wird man es in 3,4 vielleicht 5 Jahren genauso machen, denn das Elektroauto muss ein Erfolg werden.

              • Mini-Fan says:

                Warum MUSS das Elektoauto ein Erfolg werden?
                Ja, wenn es nach den Chinesen und nach Tesla geht.
                Weil es die einzige Chance für China ist, daß es die BRD als die weltweit führende “Automobilnation” ablösen kann.

                Ob man in China wohl auch gleichzeitig alle Atommeiler abschaltet, die Kohlekraftwerke ebenso? Und die e-Mobilität flächendeckend einführt?

                Natürlich nur für eine saubere Umwelt, dafür war China ja schon immer bekannt:
                “Blühende Landschaften”. Wie in Bitterfeld. Liegt doch in China?

                PS.
                Den Dreck, also den Atommüll, liefern uns die Chinesen direkt “vor die Haustür”, schön in Afrika verteilt.

          • Kommentator says:

            „das wird sich nur lösen lassen, wenn Deutschland einen alternativen Klageclub aufbaut“

            >> ´wir´, d.h. ´Deutschland´ HAT doch schon alles was es braucht:

            eine alterNAIVen Klageclub … ist sicher alternativlos … es wurde doch schon längst für alles unterwanderungsmäßig „gesorgt“ … wozu doppelt machen …

            DAS „Original“ will sicher sein ´Alleinstellungsmerkmal´ behalten wollen … heißt ja schließlich „DEUTSCHE umwelt hilfe“

            P.S.
            Ich habe heute „MSC“-zertifizierten Fisch gegessen, Daniela.
            Ist bestimmt auch so ein Verein, der aus Nichts Geld macht. Mit bestimmt vielen ´Meistern aller Wissenschaften´ im Hinterngrund.

      • Mini-Fan says:

        angeblich nur ein Betrag im 5-stelligen Bereich, von Toyota.

        Aber die haben es doch gar nicht nötig.
        Vom Yaris werden (zu recht) 70% als Mild-Hybrid verkauft.

        Auch bedient sich Toyota, in Ermangelung eigener, guter Diesel, bei BMW im Teileregal.
        Warum es sich mit dem Partner BMW verscherzen? Zumal “die” Supra fast zu 100% eine BMW-Entwicklung ist (Z4).

  11. Dailybimmer says:

    Was lese ich da? BMW Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich soll als Rupert Stadler Nachfolger im Gespräch sein. Verkaufen Sie ihre Bmw Seele nicht an Audi für Millionen, Herr Fröhlich.

    https://www.google.de/amp/s/amp.focus.de/auto/news/audi-vor-dem-comeback-zurueck-an-die-front_id_8477132.html#ampshare=https://www.focus.de/auto/news/audi-vor-dem-comeback-zurueck-an-die-front_id_8477132.html

  12. Ringrichter says:

    Wenn man wie die Prüfer der DUH die Automatik eines ausschaltet, um möglichst über dem Grenzbereich (über 3500 U/Min.) zu fahren, braucht sich nicht zu wundern, dass Verbrauch und Abgase ansteigen. Den Idioten hätte man auch empfehlen können, im 1 Gang mit Vollgas um die Hütte zu rasen. Das Ergebnis wäre das gleiche geblieben. Nur ist das klein praxisrelevanter Test, sondern der böswillige Versuche eine renomierte Firma, die zu den Pionieren der Elektromobilität gehört, in iden Dreck zu ziehen. Es wird Zeit, dass diese Sptizbuben das Handwerk gelegt wird, notfalls mit einer Millionenklage wegen Rufschädigung. .

    • Thilo Langbein says:

      Sollten die Abgasgrenzwerte nicht in jedem Drehzahlbereich eingehalten werden oder nur mit Standgas? Sonst wäre der Begriff Grenzwert ja ein Witz und müsste “Abgaswert mit Standgas” heißen. Etwas mehr erwarten wir schon von Premiumherstellern.

      • Mini-Fan says:

        Es gibt keine absoluten Grenzwerte, die einzuhalten sind.
        Sondern genau so, wie es in der Norm (Gesetz) vorgeschrieben ist – in Abhängigkeit vom Fahrzustand, Last etc.

        Stell dir mal vor:
        Mein Auto braucht im Stand, also im Leerlauf, mehr als 100 ltr Sprit/ 100 km.
        Ein bißchen mehr Nachdenken sollte man schon erwarten …

        • Thilo Langbein says:

          Im Stand auf 100km? Wie geht denn das?

          • Mini-Fan says:

            Nein, ich schrieb

            “Mein Auto braucht im Stand … ‘mehr als’ 100 ltr Sprit auf 100 km”,

            also ganz bewußt “mehr als..”
            Und ein Verbrauch von “unendlich” Liter Sprit auf 100 km, meinst du, das hätte mir hier jemand auf BT abgekauft?
            Außerdem hat meine Tastatur keine “liegende Acht”.

            Du weißt ja: Die mathematische Definition für “fast alles” ist “alles bis auf endlich vieles”. Wenn ich also von “unendlich” 100 (oder auch 100 Billionen) abziehe – dann bleibt immer noch …
            Richtig. “Fast alles”.

      • Ringrichter says:

        Nein. Je höher die Drehzahl, desto mehr Sauerstoff braucht der Motor und das kollidiert mit der Abgasreinigung. Der Bereich liegt i.d.R. außerhalb der normalen Drehzahlbandes, was von der Automatik zur Verfügung gestellt wird. Dreht man zu hoch, schaltet die Automatik rechtzeitig zurück. die Abgasreinigung ist weiterhin wirksam. Jeder Motor hat Grenzbereiche, wo die Abgasreinigung ausgeschaltet werden muss, weil sonst der Motor Schaden nähme. Die DUH hat nach meinem Verständnis genau in diese Grenzbereiche gemessen. in dem man sich üblicherweise nicht bewegt, weil die Automatik rechtzeitig runter schaltet.

        • Thilo Langbein says:

          Die Betriebsbereiche (in der Norm: was normal ist) bei Last und bei Temperatur sind meist sehr weit von der normalen Betriebsart entfernt. Im Testzyklus müsste auch mal mit 160 über die Autobahn gebrettert werden. Das wäre normal.

          • Mini-Fan says:

            “mit 160 über die Autobahn gebrettert”

            Aber bitte nicht im fünften Gang (von vorhandenen acht Gängen).
            Was die DUH genau so gemacht hat.
            Zumal man ein “Automatik”getriebe genau dafür hat, daß es automatisch (richtig) schaltet (also für Deppen wie Resch..)

            Der 320d dreht beim 160 km/h etwa 2500 /min. Und benötigt dafür (selbstverständlich im größten Gang) weder Volllast, noch Dreiviertel- oder Halblast. Die bringt er locker im Teillastbereich (denn dafür reichen ja schätzungsweise 80 der vorhandenen maximalen 190 PS).

            Und unter einer “Norm” ist (auch hier) das zu verstehen, was in einem Gesetz “normiert” ist.

            Und “normal” ist, daß man sich gesetzeskonfom mit dem Auto bewegt, also schön ordentlich die Geschwindigkeitsbegrenzungen einhält, nicht “unnütz” beschleunigt und abbremst (StVO!), keinen unnötigen Lärm verursacht etc.

        • Mini-Fan says:

          Du meinst bestimmt, “dreht man zu hoch, schaltet die Automatik rechtzeitig hoch” – und nicht zurück (bzw. runter).

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