Premium-Absatz 2017: BMW Group und Mercedes als Nr. 1

News | 15.01.2018 von 8

Dreikampf mit zwei Siegern: Mercedes-Benz und BMW Group sehen sich als weltweite Premium-Marktführer, beide haben gute Argumente auf ihrer Seite.

Wie schon im Jahr davor gibt es auch 2017 zwei Sieger im Kampf um die automobile Premium-Krone. Während sich Mercedes-Benz als “Nummer 1 im Premiumsegment” bezeichnet, sieht sich die BMW Group als “weltweit führender Premium-Automobilhersteller” und bringt dabei neben BMW auch die Verkaufszahlen von MINI und Rolls-Royce ins Spiel. Keine Rolle im Wettstreit der beiden Unternehmen spielt derzeit Audi, die Ingolstädter sind unabhängig von der Betrachtungsweise klar auf dem dritten Rang und können den Kampf um die Spitze lediglich aus der Ferne beobachten.

Wie unsere Grafik zeigt, liegen sowohl Mercedes als auch die BMW Group mit ihren jeweiligen Behauptungen richtig. Für beide Betrachtungsweisen gibt es gute Gründe, schließlich sind die von BMW entwickelten Fahrzeuge der Marke MINI unstrittig dem Premium-Segment zuzurechnen – aber ebenso unstrittig werden sie eben nicht als BMW verkauft, sondern als eigenständige Marke. Welche Sichtweise man vertritt, dürfte daher stark mit persönlichen Präferenzen und Sympathien zusammenhängen, ein eindeutiges “Richtig” oder “Falsch” gibt es zumindest aus unserer Sicht nicht.

Auf jeden Fall lässt sich festhalten, dass sowohl die BMW Group als auch Mercedes-Benz auf ein ausgesprochen erfolgreiches Jahr 2017 zurückblicken dürfen. Beide konnten ihren Vorsprung auf den Verfolger Audi vergrößern und haben für 2018 spannende Neuheiten geplant, mit denen der Kampf um die Premium-Spitze erneut auf höchstem Niveau ausgetragen werden kann. Betrachtet man die Zahlen der abgelaufenen 12 Monate und den großen Vorsprung von Mercedes bei den Kernmarken wäre es keine Überraschung, wenn es auch im Gesamtjahr 2018 zwei je nach Zählweise unterschiedliche Marktführer geben würde.

Die Verantwortlichen der drei deutschen Premium-Anbieter äußerten sich bisher wie folgt zum Absatz 2017:

Ian Robertson (bis 31. Dezember Mitglied des Vorstands der BMW AG, zuständig für Vertrieb und Marke BMW): “Wir freuen uns über diese neuen Rekordabsatzzahlen, die zeigen, dass die BMW Group mit ihren drei Premium-Automobilmarken BMW, MINI und Rolls-Royce der weltweit führende Hersteller von Premium-Automobilen bleibt. Wir haben unseren Absatz erneut gesteigert – und das trotz schwieriger Bedingungen in etlichen großen Märkten und Modellwechseln bei einigen unserer wichtigsten Fahrzeuge. Das unterstreicht die hohe Begehrlichkeit unserer Marken und Produkte, die vom i3 bis zum M5 und vom BMW 1er bis zum BMW 7er reicht. Unser Ziel, mehr als 100.000 elektrifizierte Fahrzeuge in einem einzigen Kalenderjahr zu verkaufen, haben wir klar erreicht und freuen uns, dass der BMW 5er nach seinem Modellwechsel in den letzten Monaten des Jahres 2017 auf seine Position als Segment-Marktführer zurückgekehrt ist.”

Dieter Zetsche (Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars): “Mercedes-Benz Cars hat im vergangenen Jahr mehr als 2,4 Millionen Mercedes-Benz und smart an Kunden weltweit ausgeliefert. Wir haben uns damit das siebte Jahr in Folge selbst übertroffen. Mit unserer Kernmarke Mercedes-Benz waren wir 2017 erneut die absatzstärkste Premiummarke. Darauf können wir stolz sein – und darauf bauen wir auf. Der Erfolg in unserem Kerngeschäft ist die Basis, die Mobilität der Zukunft aktiv zu gestalten. In 2018 gehen wir diesen Weg mit CASE konsequent weiter.”

Bram Schot (Vorstand für Vertrieb und Marketing der AUDI AG): “2017 haben wir trotz einer herausfordernden Ausgangslage in allen Kernmärkten positiv abgeschlossen und einen neuen Rekordwert bei unseren weltweiten Auslieferungen erzielt. Jeder einzelne Markt hat zu diesem Ergebnis beigetragen und zeigt, wie attraktiv unsere Produktpalette für unsere Kunden ist.”

8 responses to “Premium-Absatz 2017: BMW Group und Mercedes als Nr. 1”

  1. Dailybimmer says:

    Die Bmw Group wird auch 2018 klar Nr. 1 Premium NEXT sein, dessen bin ich mir sicher! Neue und bereits ausverkaufte Modelle wie den M2 Competition, M5 oder E Mini werden Bmw’s Führungsposition für 2018 auch ohne Händlerrabatte untermauern können.

    • DropsInc. says:

      Ach komm, dann holen wir unseren persönlich am Werk ab, bringen Ihn zum HUB und holen das Schmückstück in Leipzig ab. Volga-Dnepr hat dort seine Antonow AN-124 Flotte geparkt. Diese haben mit dem X7 kein Problem, deiner passt auch gleich mit rein. Das lass ich mir nicht versauen.

      • Hank Moody says:

        Also schmuggeln kenn’ ich nur aus Maastricht und Schiphool. Wenn die Papiere auf Kutsche für Zwölfspänner mit Tandemachse und Zwillingsbereifung lauteten…, hm?

  2. quickjohn says:

    Zahlen haben ja gemeinhin den Vorteil der Objektivität weshalb Vorlieben eben keine Rolle spielen müssen (dürfen).

    Die hier als Präferenz aufgeworfene Fragestellung der No. 1 steht somit nicht wirklich zur Diskussion. Daß man sich hier dennoch so verbiegt scheint mir eher der Vermeidung geschäftlichen Ungemachs geschuldet – wofür ich durchaus noch ein gewisses Verständnis (nicht zu verwechseln mit Akzeptanz) aufbringen kann.

  3. Stefan says:

    Ich finde wir sollten uns freuen, wenn es bei allen deutschen Premiumherstellern gut läuft. Wenn sie untereinander Kunden tauschen ist das relativ egal. Wichtig ist denke ich dass die Kunden bei einem der drei Herstellern bleiben. Klar habe ich auch meinen Favouriten unter den drei Herstellern. Aber letztendlich freue ich für alle drei wenn sie Rekorde feiern können. Hilft auch der deutschen Wirtschaft im Ganzen. Und schlechte Autos baut keiner von denen. Design ist Geschmackssache. Und im Fahrverhalten gibt es auch unterschiedliche Kundenansprüche. So soll jeder das kaufen was er denkt, wo er persönlich am zufriedensten wird.

  4. Zo77 says:

    Kann mal jemand, der es auch Belegen kann, für Klarheit sorgen, welche Modelle von MB dazu oder auch nicht mirgerechnet werden. Sprinter, Vito, Citan und V Klasse. In USA gilt der Sprinter als PW, in der Schweiz geht selbst die V Klasse unter Nutzfahrzeuge, also ein ziemlich undurchsichtiges Chaos…

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