Premium-Marktführer 2017: BMW Group liegt in China vorn

News | 19.12.2017 von 13

Noch ist die Entscheidung auf dem größten Automarkt der Welt nicht gefallen, aber nach elf von zwölf Monaten hat sich die BMW Group immerhin in …

Noch ist die Entscheidung auf dem größten Automarkt der Welt nicht gefallen, aber nach elf von zwölf Monaten hat sich die BMW Group immerhin in eine sehr starke Position gebracht: Wie ein Blick auf den November-Absatz von BMW Group, Audi und Mercedes-Benz zeigt, liegen die Münchner derzeit an der Spitze des Verkaufszahlen-Rankings im Premium-Segment und könnten damit auch für das Gesamtjahr der China-Marktführer werden. Sicher ist das allerdings noch nicht, denn angesichts der Stückzahlen im Reich der Mitte ist der Vorsprung bisher nicht mehr als eine gute Ausgangsbasis.

Den Grundstein für die momentane Führung haben die Münchner in den ersten zehn Monaten gelegt, aber erst im November 2017 konnte schließlich ein gewisser Vorsprung herausgefahren werden: Obwohl Mercedes im elften Monat des Jahres um 22,2 Prozent zulegen konnte, kamen die Stuttgarter “nur” auf 50.813 Einheiten. BMW steigerte seinen Absatz zwar “nur” um 12,0 Prozent, kam damit aber auf 55.293 verkaufte Fahrzeuge. Noch erfolgreicher war Audi, denn die Ingolstädter kamen bei einem kleinen Plus von 6,5 Prozent auf 56.208 Einheiten.

Betrachtet man das bisherige Gesamtjahr, liegt Audi mit 528.706 Einheiten allerdings relativ klar auf dem dritten Rang. Die Ingolstädter hatten in China diverse Probleme mit dem Händlernetzwerk, weshalb sie im Jahresvergleich ein leichtes Minus von 2,1 Prozent vermelden müssen. Wie der November 2017 zeigt, ist mit den Ingolstädtern aber ab 2018 wieder zu rechnen.

An der Spitze liefern sich BMW und Mercedes weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei die Münchner mit knappem Vorsprung auf die Zielgerade eingebogen sind. Daimler steigerte sich in China um 27,3 Prozent und kommt nach elf Monaten auf 539.728 Einheiten, BMW legte um vergleichsweise moderate 14,7 Prozent zu und konnte bisher 542.362 Fahrzeuge verkaufen. Die Zahlen machen jedoch klar: Entschieden wird das Rennen erst im Dezember.

China ist längst zum wichtigsten Einzelmarkt für alle drei deutschen Premium-Autobauer aufgestiegen, alle verkaufen im Reich der Mitte erheblich mehr Fahrzeuge als in den früher dominierenden Märkten Deutschland und USA. Folglich ist eine starke Performance in China auch zum zentralen Bestandteil weltweiter Erfolge geworden – wenn der Absatz auf dem wichtigsten Einzelmarkt schwächelt, kann der Rest der Welt das kaum ausgleichen.

Die BMW Group hat in den letzten Jahren auf vielfältige Art und Weise auf die Sonderrolle Chinas reagiert. Besonders greifbar wird das beim Blick auf die Modellpalette, denn gleich mehrere Karosserie-Varianten wurden speziell für die Bedürfnisse chinesischer Kunden entwickelt und werden im Rest der Welt gar nicht angeboten: BMW 1er Limousine, BMW X1 Langversion, BMW 3er Langversion und BMW 5er Langversion zeigen, wie lohnenswert eine exakt auf China zugeschnittene Modellpalette sein kann und wie hoch man diesen Aspekt im Münchner Vierzylinder aufhängt.

13 responses to “Premium-Marktführer 2017: BMW Group liegt in China vorn”

  1. Fagballs says:

    Mal ne blöde Frage: Werden BMWs (und meinetwegen auch die anderen auch), die in China verkauft werden, nicht auch in China gebaut? Also findet ein großer Teil der Wertschöpfung in China statt und es werden chinesische Arbeitsplätze geschaffen, sodass am Ende nur der Gewinn nach Deutschland überwiesen wird. Soweit richtig?

    • DropsInc. says:

      Es dürfen sogar in China produzierte Fahrzeuge ins Ausland exportiert werden.
      Wer in China Autos bauen will, darf das nur mit einem Partner vor Ort. Die staatlich kontrollierten Joint-Ventures haben diverse Submarken und sorgen zudem dafür, dass viele westliche Modelle auch in China gebaut werden können (z.B. 3er BMW, Mercedes A-Klasse, VW Passat). Durch diese Kooperationen fließen sowohl Gewinne als auch Know-How nach China.

      • Fagballs says:

        Ich finde es schon beeindruckend, wie die chinesische Zentralregierung die Kapitalisten mit ihren eigenen Waffen schlägt.

      • quickjohn says:

        “….. Durch diese Kooperationen fließen sowohl Gewinne als auch Know-How nach China ….”

        Also (Konstruktions-)know-how fließt m.E. nicht so reichlich – zumindest nicht mehr als in jedem anderen Land in dem BMW Zulieferprodukte einkauft. Von der Konstruktion bekommen die Chinesen nicht mehr mit (mit Ausnahme des zeitlichen Faktors) als sie auch durch schlichtes Nachbauen abgreifen können – will sagen: die konstruktive Hohheit liegt klar bei BMW.

        Was jedoch unvermeidlich ist – die chin. Partner haben vollen Zugang zum Produktions-konw-how von BMW. Und dass die Produktion zum Core-Business eines Automobilproduzenten gehört sehen wir ja aktuell am Fall Tesla ……….

  2. Dailybimmer says:

    Für Dezember erwarte ich für Bmw in China einen Wachstum von 25%. Der neue 5er ist in China noch gar nicht in allen Varianten eingeführt worden. Der 6er GT dürfte ebenfalls in China ein Hit werden. Neuere Modelle wie den1er Sedan,X3, X2, X5, M5, 8er, Z4 warten darauf in China eingeführt zu werden. 2018 wird Bmw’s Jahr werden.

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