Namensrechte: BMW sichert iX1, iX2, iX3, iX4, iX5, iX6, iX7, iX8, iX9

BMW i, BMW X | 15.11.2017 von 19

Der Boom nach SUV ist seit vielen Jahren ungebrochen, der Durchbruch für die Elektromobilität ist aus Sicht vieler Experten nur noch eine Frage der Zeit. …

Der Boom nach SUV ist seit vielen Jahren ungebrochen, der Durchbruch für die Elektromobilität ist aus Sicht vieler Experten nur noch eine Frage der Zeit. Da überrascht es nicht, dass sich BMW für eine Zukunft mit zahlreichen elektrisch angetriebenen X-Modellen rüstet und sich Namensrechte sichert, die den Ausbau der i-Familie erleichtern könnten: Mit den Kürzeln BMW iX1, iX2, iX3, iX4, iX5, iX6, iX7, iX8 und iX9 legen die Münchner den juristischen Grundstein für die Kombination von BMW i und BMW X in allen denkbaren Fahrzeugklassen.

Wie immer gilt, dass sich allein aus dem Sichern von Namensrechten keine Pläne für ein konkretes Modell ableiten lassen. Stattdessen geht es häufig darum, sich Optionen für die Zukunft offenzuhalten und somit Freiraum für spätere Entscheidungen zu schaffen. Die nun gesicherten Rechte müssen also nicht zwingend auf bereits erfolgte Beschlüsse für künftige Fahrzeuge hinweisen, könnten aber durchaus ein Indiz darstellen – beispielsweise für den Namen des rein elektrischen BMW X3, der 2020 auf den Markt kommen wird und durchaus als BMW iX3 starten könnte.

Ein weiterer Kandidat für eine zeitnahe Verschmelzung der Buchstaben i und X ist der BMW X7, der bei seiner Premiere als Concept Car bereits als iPerformance-Modell vorgestellt wurde. Je nach Antrieb könnte so auch das neue Luxus-SUV als BMW iX7 verkauft werden, falls sich BMW für eine derartige Nomenklatur entscheidet und auch Teilzeit-Stromer mit einem eigenen Namen abgrenzen möchte.

Wahrscheinlicher ist allerdings, dass die neuen Kürzel wie iX1 oder iX5 ausschließlich reinen Elektroautos vorbehalten bleiben, während Plug-in-Hybride weiterhin einen Namen im Stil des BMW X5 xDrive40e tragen. Diese Lösung macht schon deshalb mehr Sinn, weil künftig immer mehr Varianten einer Baureihe als Plug-in-Hybrid angeboten werden sollen, die PHEV-Technik folglich zum “dritten Normalfall” neben Benzin- und Dieselantrieb wird und ein stark abgegrenzter Name wie BMW iX5 vor diesem Hintergrund nur bedingt Sinn ergibt.

Unwahrscheinlich ist nach aktuellem Stand auch, dass es sich bei den Modellen von iX1 bis iX9 um völlig eigenständige Fahrzeuge wie i3 und i8 handelt. Wir gehen stattdessen davon aus, dass sich die künftigen SUV-Modelle von BMW i eine gemeinsame Architektur mit den konventionell angetriebenen X-Modellen teilen. BMW hatte kürzlich mehrfach betont, dass sich die Fahrzeug-Architekturen aller kommenden Modelle sowohl für die Nutzung mit Verbrennungsmotor als auch in reinen Elektro-Varianten eignen. Ein paralleles Angebot eines eigenständigen BMW iX3 und eines X3 eDrive auf G01-Basis darf mit Blick auf die unvermeidlichen Kannibalisierungseffekte praktisch ausgeschlossen werden, vielmehr dürfte die Elektro-Version des X3 den Namen iX3 tragen.

Genau wie im Fall von BMW i3 und i8 erinnert die neue Nomenklatur für elektrisch angetriebene X-Modelle an den koreanischen Autobauer Hyundai, dessen Fahrzeuge Namen wie i10, i20 oder i30 tragen. Auch in Südkorea hatte man bereits vor Jahren die Idee, Offroad-Varianten mit Namen wie ix20 oder ix35 auf den Markt zu schicken. Da BMW i aber ausschließlich auf einzelne Ziffern hinter dem i oder dem iX setzt und die Produkte zudem in völlig anderen Fahrzeugklassen antreten, scheint es hier bisher keine juristischen Konflikte zu geben.

19 responses to “Namensrechte: BMW sichert iX1, iX2, iX3, iX4, iX5, iX6, iX7, iX8, iX9”

  1. der_medicus says:

    Diese Stadtgeländewägen sind einfach ein Irrweg. Bei konventionellen Antrieben baut man einfach einen größeren Tank ein.
    Bei den Elektrokarren kostet Akkukapazität noch immer richtig Geld und Gewicht. Mehr Höhe bedeutet mehr Querschnittsfläche, mehr Luftwiderstand und weniger Reichweite. Natürlich bietet die höhere Karosserie die Möglichkeit mehr Akkus unterzubringen. Nur dreht sich dann die Gewichtsspirale nach oben.
    Conclusio: flache Autos sind einfach besser.

  2. Moo says:

    Ich wage jetzt einfach mal die Prognose, dass die ‘vollelektrische Weltpremiere’ Ende des Monats nicht der i8 spyder wird, sondern der iX3?!

    • der_medicus says:

      Der rein elektrische X3 wird 2020 in China vorgestellt werden. Soweit man weiß, wird der über einen 70kWh Akku verfügen, und nur einen E-Motor haben. Wahrscheinlich wird der mangels Konkurrenzfähigkeit gar nicht nach Europa kommen. Zumindest so stand es in mehreren Autozeitschriften geschrieben.

      • Moo says:

        Aha und das glaubst du?

      • Mini-Fan says:

        Stichwort “Konkurrenzfähigkeit von BMW i”

        Haben soeben, zugegebenermaßen mit Schadenfreunde, Folgendes gelesen:

        “Faraday Future wurde lange Zeit als eines der vielversprechendsten
        Elektroauto-Startups gehandelt. Neben finanziellen Problemen hat das
        Unternehmen jedoch zunehmend mit personellen Abgängen zu kämpfen.
        Medienberichten zufolge haben den 2014 gegründeten Stromer-Bauer in
        diesem Jahr gleich mehrere Top-Manager verlassen, darunter zwei
        ehemalige BMW-Führungskräfte.

        Stefan Krause, zuletzt bei der Deutschen Bank beschäftigt und
        früherer BMW-Finanzvorstand, kam erst kürzlich zu Faraday Future. Das
        Arbeitsverhältnis mit Krause wurde im Oktober aber nach nur wenigen
        Monaten beendet. Mit Technikchef Ulrich Kranz – zuvor 30 Jahre bei BMW
        tätigt und ausgewiesener E-Auto-Experte – arbeitet ein weiterer deutscher Automanager künftig nicht mehr für Faraday Future.”

        Und:
        “Mittlerweile soll jedoch eine Insolvenz geprüft werden. Mit seinem ersten Serienmodell, dem SUV-Crossover FF 91,
        wollte Faraday Future bei vollelektrischen, hochautomatisierten Autos
        eine Führungsposition einnehmen. Der Markstart des FF 91 wurde zuletzt
        aber immer wieder verschoben.”

    • Mini-Fan says:

      Zumindest hat BT in seinem letzten Beitrag über den i8 Roadster etwas zurückgerudert:
      Es wird (wieder) ein Plug-in-Hybrid.

      Theoretisch könnte er natürlich einen 400 PS-starken e-Motor an Bord haben, dessen Akku über Kabel oder einen (3-Zyl.?) Benziner-Generator à la i3-REx (vielleicht mit hohem Ladestrom) aufgeladen werden kann.
      Aber dann würde ich nicht mehr von einem “Hybriden” sprechen.
      Der REx treibt ja nicht zusätzlich zu dem vorhandenen e-Motor das Auto an – sondern er füllt nur den “Tank” nach.

  3. M. Power says:

    Ja Ja, dieser Boom vom E-Auto… Ich kann es nicht mehr hören.
    Ich habe mich am Sonntag köstlich amüsiert, bei automobil auf VOX würde über einen Tesla Freak berichtet, der mit seinem S in 3 Jahren 500’000 Km gefahren ist… Aber so nebenbei würde erwähnt das in diesen 3 Jahren 4 Mal die Akkus gewechselt wurden. Eine tolle Ökobilanz ist das…!!!

    • Mini-Fan says:

      Er hat 3 Jahre lang ununterbrochen nichts anderes gemacht, als jeden Tag 6 h lang mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 72,6 km/h Tesla S zu fahren – und die verbleibenden 15 h eines jeden Tages zuzuwarten (und von einem Diesel geträumt). Bis der Akku wieder nachgeladen war.
      Vielleicht wollte er ja ins Guinness-Buch der Rekorde…

      PS: @Daily u.a.
      3 Jahre x 365 Tage/ Jahr x 6 h/Tag x 72.6 km/h = 500.000 km

      Wobei ich denke, daß im (deutschen) Alltag eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 72 km/h schon sehr hoch gegriffen ist.
      Außerdem unter der Prämisse: kein Fahrzeugausfall, kein freier Tag etc.

      • Dailybimmer says:

        Dann rechne mal aus wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass es demnächst zu einer ähnlichen Verschmelzung zwischen i und M kommt, samt Namensrechte für iM1,iM2,iM3, iM4, iM5,iM6, iM7, iM8, iM9.

        • Mini-Fan says:

          Das gibt es nichts zu rechnen.

          Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 1, also bei 100%.
          D.h. also “ganz sicher”.
          (Ich sage jetzt aber nicht: “demnächst”)

          ALLE M-Modelle werden, sofern sie nicht aussterben, in nicht allzuferner Zukunft (zunächst teilweise) elektrifiziert sein (sie werden also mindestens zu Mildhybriden werden). Sinnvollerweise dann, wenn es Akkus gibt, die

          1. in Relation zur Kapazität (kWh) ein wesentlich günstigeres Gewicht aufweisen als heute,
          2. hohe (Brems-) Leistungen (kW) für die Dauer eines kurzen Intervalls speichern können,
          3. und diese gespeicherte Energie unmittelbar für kurzes, starkes Beschleunigen genutzt werden kann.

          Damit die “rasanten” Fahrer weiterhin (“idiotisch”) fahren können.
          Nur mit dem Unterschied, daß die kinetische und die potentielle Energie nun nicht mehr in Wärmemenergie ungewandelt wird.

    • Mini-Fan says:

      Nachfrage:
      Wieviele Jahre und über wieviele km gewährt Tesla eine Garantie auf den Akku?
      Und was kostet ein Akkupaket, incl. Einbau?
      Bei 4 notwendigen Akkuwechseln lag die Lebensdauer eines jeden Akkupaketes bei etwas über 80.000 km.

      • M. Power says:

        Soweit ich weiss Kostet ein Akkupaket ca. 25’000 EUR und Telsa gibt 8 Jahre Garantie ohne Km Begrenzung.
        Man stelle sich mal vor, die Kosten die für Tesla entstehen. So kommen sie ja nie aus den roten Zahlen.

  4. Gregorij Jerkov says:

    Da ist die Singleframe Niere

    • Mini-Fan says:

      wie willst du sonst die Audi-Freaks zu BMW locken?

      • Quer says:

        Das geht auch so, dank dem Abgasbetrug, bei unserem BMW Händler stehen sage und schreibe 7 Audis sich die Reifen platt, weil niemand diese Dinger haben will. Ich vermute diese Fahrer haben die Schnauze voll und möchten nicht mal die horrenden Nachlässe.

      • Dailybimmer says:

        Einerseits mit der Quadrat des Kreises, wie etwa den M2 mit RWD von 0-100Km/h schneller oder gleich schnell zu machen, wie den RS3 mit AWD. Mit mehr Kundenwerbung, wie z.B. Audi USA, die ihre US Kunden bestimmt mit aggressive Telefonwerbung und Preissnachlässe für sich gewinnen. Mit sauberste und modernste Motorentechnik und andere Maßnahmen wie Design, Image, Sportlichkeit, Konnektivität und wahrer Vorsprung durch Technik und durch Revolution. Gemeint ist weder Elektromobilität, noch automatisiertes Fahren.

  5. Mini-Fan says:

    Auszug aus
    https://ecomento.de/2017/11/17/bmw-erstes-elektroauto-suv-koennte-ix3-heissen-weitere-gelaende-stromer-geplant/

    “Offiziell bestätigt hat BMW bisher nur eine vollelektrische Variante des Kompakt-SUV X3, die ab 2019 bei den Händlern stehen soll – vermutlich unter dem Namen iX3. BMWs neue Elektro-Nomenklatur lässt darauf schließen, dass der Premium-Hersteller bei elektrischen SUV zunächst auf bestehende Baureihen setzen wird.

    Bei Kleinwagen und Limousinen stehen hingegen von Grund auf als Batterie-Auto konzipierte Fahrzeuge im Fokus.”

    Also können wir bei Letzteren vielleicht doch noch auf den einen oder anderen CarbonCore hoffen.
    Zumal dort die Querdynamik eher im Fokus liegt als bei den X-SUV’s. Und deshalb eine Gewichtsminimierung dort wichtiger ist.

    Außerdem hätte mich gewundert, wenn ausgerechnet BMW (mit dem i3 als Vorreiter) von dem Konzept einer eigenständigen Karosserie für e-Antriebe abgeht, andere (VW mit dem e-Golf, MB mit der elektrischen B-Klasse) aber nun in die entgegengesetzte Richtung gehen (VW I.D, Mercedes E.Q.)

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Find us on Facebook

Tipp senden