Deutschland im Oktober 2017: Diesel-Nachfrage sinkt, auch BMW schwächelt etwas

News | 3.11.2017 von 44

Auch wenn die Zahl der Neuzulassungen im Bereich PKW im Vorjahresvergleich im Oktober 2017 um 3,9 Prozent angestiegen sind, so sind die Zahlen für Dieselfahrzeuge …

Auch wenn die Zahl der Neuzulassungen im Bereich PKW im Vorjahresvergleich im Oktober 2017 um 3,9 Prozent angestiegen sind, so sind die Zahlen für Dieselfahrzeuge doch weiterhin rückläufig. Die Diesel-Nachfrage in Deutschland sank im Vergleich zum Herbst 2016 um 17,9 Prozent und auch BMW schwächelte im vergangenen Monat etwas. Grund zur Freude gab es dagegen bei der BMW-Tochter MINI.

Im insgesamt auch weiterhin schwierigen Marktumfeld muss BMW leicht zurückstecken. Im Oktober sank die Zahl der Neuzulassungen bei der bayrischen Premiummarke laut Kraftfahrtbundesamt (KBA) um 9,1 % auf aktuell 18.734 neu zugelassene Fahrzeuge im vergangenen Monat. Und auch wenn der Markt im Gesamten um 3,9 % zulegen konnte (insgesamt 272.855 Neuzulassungen), so gab es bei der Diesel-Nachfrage in Deutschland erneut einen Dämpfer. Hier ging es im Vergleich zu 2016 um 17,9 Prozent nach unten, während der Anteil der Benziner binnen Jahresfrist um 18,8 Prozent zulegen konnte.

Die sinkende Diesel-Nachfrage hat nun offenbar auch BMW eingeholt und dem Absatz einen Dämpfer verliehen. In den nächsten Monaten dürften die jetzt neu vorgestellten Modelle wie der X2 den Abwärtstrend umkehren. Ein Modell mit großem Nachfragepotential hat man mit dem neuen Premium-Kompakt-Crossover sicher im Portfolio.

So legte auch insgesamt kein Segment mehr zu als das der SUV (+30,9 % im Vergleich zum Vorjahresmonat; 16,4 % Marktanteil). Nur die Kompaktklasse war trotz eines ganz leichten Rückgangs um 1,6 Prozent noch traditionsgemäß stärker vertreten (Marktanteil bei 23,2 %). An dritter Stelle nach den SUV folgen die Kleinwagen, die um 2,3 % auf nun 14,7 % Marktanteil zulegen konnten.

Das Bild bei den deutschen Premiumherstellern bleibt hingegen auch trotz der leichten Schwäche der Münchener unverändert. Mercedes (+6,9 %) vor Audi (-7,0 %) vor BMW. Den noch im September eingefahrenen zweiten Rang bei den Premium-Autobauern musste das Münchener Unternehmen bereits im Oktober wieder abgeben. Einen erfreulich starken Zuwachs gab es hingegen bei der BMW-Tochter MINI. Hier ging es sowohl in der bisherigen Jahresbilanz von Januar bis Oktober 2017 nach oben (+4,6 %), als auch im Vergleich zum Vorjahresmonat (+15,8 %).

Eine positive Zulassungsbilanz gab es weiterhin auch bei den Fahrzeugen mit alternativem Antrieb. Mit 2.180 Elektro-Pkw (+86,8 %), 8.410 Hybriden (+67,8 %), darunter 2.885 Plug-in-Hybriden (+99,1 %), gab es dabei auch im Oktober 2017 wieder ordentliche Zuwächse bei den umweltfreundlichen Antrieben im Vergleich zum Vorjahresmonat.

(Grafik & Infos: KBA)

44 responses to “Deutschland im Oktober 2017: Diesel-Nachfrage sinkt, auch BMW schwächelt etwas”

  1. Dailybimmer says:

    Am Dieselschwund in D ist einzig und allein Audi daran schuld.

  2. Fagballs says:

    Was passiert denn hier? BMW und Audi im Minus und MB im Vergleich dazu so deutlich im Plus, nicht nur im Monatsvergleich sondern auch YTD? Was hab ich verpasst?

    • Moo says:

      Meiner Meinung nach zwei Aspekte:

      BMW verlangt weitaus höhere Leasing-Raten, weshalb viele Außendienstler auf MB umsteigen (müssen). In eigenen Freundeskreis schon mehrfach erlebt/erfahren.

      Ein mittlerweile angestaubtes, sattgesehenes Design. Und vor allem unser Butter-& Brot-Auto (3er) sieht mittlerweile einfach alt aus.

      Zumindest Punkt 2 wird sich aber bald von selbst auflösen 🙂

      • B3ernd says:

        Auch hier wäre ein Link zu den extrem günstigen Leasinraten nett. Ich stehe kurz vor der Ablösung meines aktuellen Wagen und freue mich über jeden Schnapper – Vielen Dank

      • Fagballs says:

        Das mit den Leasingraten habe ich auch schon mitbekommen im Großkundenumfeld. Allerdings kann das doch im Prinzip nur so gehen, weil sie es a. nicht nötig haben nachzugeben und b. MB dann zugunsten von Stückzahlen Profit liegen lässt. Oder haben Benze so einen hohen Wiederverkaufswert, dass die Leasingraten entsprechend niedriger sein können bei gleichem Listenpreis? Was ich bezweifeln möchte.

        Gerade beim 3er kann ich deinen Einwand mit dem Design verstehen, aber das geht mir bei der direkten Konkurrenz auch so. Ist es nicht langsam Zeit für den neuen 3er?

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