Audi A8 2017: Viel Aluminium, viel Stahl und ein wenig Carbon

BMW 7er | 5.04.2017 von 12

Bis vor wenigen Jahren schien sich die Gewichtsspirale unaufhörlich in die gleiche Richtung zu drehen: Autos wurden immer größer und gleichzeitig immer schwerer. Inzwischen gibt …

Bis vor wenigen Jahren schien sich die Gewichtsspirale unaufhörlich in die gleiche Richtung zu drehen: Autos wurden immer größer und gleichzeitig immer schwerer. Inzwischen gibt es – auch dank BMW – einige Beispiele dafür, dass Autos auch bei größeren Abmessungen signifikant leichter werden können. Hierbei hilft die intelligente Kombination von höchstfesten Stählen, Aluminium und vergleichsweise jungen Werkstoffen wie Carbon. Auch der Audi A8 2017 gewährt nun einen ersten Blick unter seine Außenhaut, denn lange vor der Premiere auf der IAA verraten die Ingolstädter erste Details zur Karosserie ihrer Luxuslimousine.

Wer nun auf eine ähnliche Zahl wie im Fall von BMW 7er oder 5er und folglich auf eine Gewichtsreduzierung um rund 100 Kilogramm spekuliert hat, muss sich allerdings eines besseren belehren lassen: Der neue Audi A8 2017 wird im Vergleich zu seinem Vorgänger offenbar eher schwerer als leichter. Zwar gibt es noch keine Zahlen für das Gesamtfahrzeug, aber die Rohbau-Karosserie wird laut Audi rund 50 Kilogramm schwerer als bei der aktuellen Generation. Als Gründe dafür führen die Ingolstädter unter anderem höhere Anforderungen in Sachen Crash-Sicherheit an, weshalb der Stahl-Anteil erhöht werden musste.

Während der neue BMW 7er mit Carbon Core-Technologie an vielen Stellen auf den leichten Hightech-Werkstoff setzt, muss sich der Audi A8 2017 mit zwei vergleichsweise kleinen Teilen aus kohlefaserverstärktem Kunststoff begnügen: Lediglich die Rückwand zwischen Innen- und Kofferraum und die darüber platzierte Hutablage werden aus CFK gefertigt, die restliche Karosserie besteht aus den konventionellen Werkstoffen Aluminium, Stahl und Magnesium. Den größten Anteil an der Gesamtkarosserie hat mit 58 Prozent Aluminium, es folgen Stahl, Magnesium und Carbon. Der Mix der vier Werkstoffe sorgt laut Audi für mehr Sicherheit und eine um rund ein Viertel verbesserte Verwindungssteifigkeit.

In voller Pracht enthüllt wird der neue Audi A8 auf der IAA 2017 in Frankfurt, der Marktstart ist ebenfalls für den Herbst geplant. Schon im Sommer sollen erste Fotos und weitere Infos zur Technik Lust auf die Luxuslimousine machen. Dabei dürfte auch der Innenraum viel Aufmerksamkeit erhalten, denn die Ingolstädter wollen beinahe vollständig auf konventionelle Knöpfe verzichten und so gut wie alle Funktionen über Touchscreens bedienbar machen.

Wie tiefgreifend Carbon in die Karosserie der BMW 7er Limousine integriert ist, zeigt das folgende Video sehr anschaulich:

(Fotos & Infos: Audi | Direkt-Link zum Video für Mobile User)

12 responses to “Audi A8 2017: Viel Aluminium, viel Stahl und ein wenig Carbon”

  1. jerryre89 says:

    Vorsprung durch Technik …

    • Tobias says:

      Vorsprung duch Carbon-Hutablage… Wichtig für die Klorolle der betagten A8-Fahrer

      • Mini-Fan says:

        Das ist ja noch wesentlich schwachsinniger als ein Dach aus Carbon für die M-Modelle!
        (Ja, ich weiß schon, das senkt den Schwerpunkt..)
        2 kg Ersparnis an Masse für wieviel tausend EUR?

        Aber der (finanzielle) Aufwand steht auch dort in keiner Relation zum realen Nutzen – es sei denn, man meint den Nutzen, den das BMW-Marketing daraus zieht…

        Carbon ist ganz sicher dort und nur dort richtig, wo es auf Steifigkeit und passive Sicherheit ankommt. Siehe i3, i8 und 7er.
        Und im 7er bezahlt der Kunde dann auch wenigstens diesen wirklichen Fortschritt. Das könnte z.T. die beträchtliche Preisdifferenz zwischen G30 und G11 rechtfertigen, bei ansonsten im Wesentlichen identischer Technik.

      • Dailybimmer says:

        Audi diese billige Nachahmer werden schon noch ihren Fett abkriegen.

  2. Meo says:

    Wenn schon nachmachen, dann wenigstens gut…

  3. Dailybimmer says:

    Schade das Ulrich Hackenberg nicht mehr Entwicklungshelfer bei Audi ist, der hätte den Carbon Einsatz im neuen A8 als Audi’s Erfindung angepriesen.

    • Quer. says:

      Deine Sorgen hätte ich gerne – zumindest bestätigst du meine Meinung über die Intelligenz von Securities/ex-Securities.

      Vielen Dank!

      • Tobias says:

        dümmer geht immer, danke sehr, deine Beiträge hier sind der traurige Beweis.
        PS: niemand will Audi etwas böses (sie könnens nur einfach nicht :-D)

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Find us on Facebook

Tipp senden