McLaren und BMW: Allianz für Entwicklung neuer Motoren

News | 1.02.2017 von 29

Gemeinsam mit vier weiteren Partnern arbeiten McLaren Automotive und die BMW Group künftig an der Entwicklung ebenso sparsamer wie kraftvoller Motoren.

Lange wurde hartnäckig dementiert, nun ist es plötzlich offiziell bestätigt: McLaren und die BMW Group werden künftig gemeinsam an der Entwicklung neuer Hochleistungs-Motoren arbeiten. Mit einer kurzen Pressemitteilung verkündet McLaren Automotive nicht nur die Zusammenarbeit mit BMW, auch die Motoren-Profis von Ricardo sowie Grainger & Worrall, Lentus Composites und die University of Bath sind an dem Projekt beteiligt.

Ziel der Kooperation ist es, Motoren mit niedrigerem CO2-Ausstoß bei gleichzeitig gesteigerter Motorleistung zu entwickeln. Weil die Reduzierung von CO2-Emissionen eines der erklärten Kooperationsziele ist, wird die Zusammenarbeit von McLaren, BMW und den vier weiteren Beteiligten auch von der britischen Regierung unterstützt und im Rahmen des Advanced Propulsion Center APC gefördert. Die Ergebnisse der Kooperation sollen zunächst künftigen McLaren-Motoren dienen, die BMW Group wird sich aber mit Sicherheit ebenfalls ein Nutzungsrecht an gemeinsam erarbeiteten Erkenntnissen gesichert haben.

Wann das Projekt unter der Führung von McLaren Automotive erste Früchte trägt, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Sicher ist aber, dass man sich in München nicht ohne Grund an einer entsprechenden Entwicklung beteiligen wird: Auch für die BMW M GmbH sind sparsame und leistungsstarke Motoren in Zukunft ein ausgesprochen wichtiges Thema, um auch unter dem Eindruck einer weltweit immer strenger werdenden Gesetzgebung überdurchschnittlich starke Triebwerke anbieten zu können.

Mike Flewitt (Chief Executive Officer von McLaren Automotive): “Dies ist ein spannendes Projekt, das die Stärken aller Partner ausspielt. McLaren Automotive hat einen außergewöhnlichen Ruf für den Bau der weltweit besten Motoren, wie die jüngste Auszeichnung unseres M838T in seiner Kategorie bei dem International Engine of the Year Awards gezeigt hat. Wir werden weiterhin eigenständig eigene Motoren entwickeln und bauen, und die Vorteile dieses Projekts werden uns helfen, die Entwicklung der nächsten Generation unserer Antriebe zu beschleunigen, wie wir in unserem kürzlich angekündigten Track22-Businessplan bestätigt haben.”

(Bilder & Infos: McLaren Automotive)

29 responses to “McLaren und BMW: Allianz für Entwicklung neuer Motoren”

  1. M. Power says:

    Was soll man denn dazu sagen ? Gut oder schlecht ?
    Ich als BMW Fan sage mal, BMW ist (oder war ?) einer der besten Motorenbauer weltweit. Wozu brauchen die eine Allianz mit McLaren ?

    • DropsInc. says:

      sei deinen freunden nah, doch deinen feinden noch näher^^ nein im ernst, was spricht dagegen? jeder kennt mclaren, jeder kennt bmw…zwei headliner wie sie im buche stehen. warum keinen schulterschluss zusammen wagen? sie werden in der globalisierten welt als einzelgänger untergehen. warum es noch vorteile hat, steht oben deutlich geschrieben. ich als bmw fahrer habe kein thema damit. im gegenteil, auf so eine kooperation kann man stolz sein, denn jede marke steht für sich. wenns der umwelt dient und beide daraus lernen und schlüsse ziehen, why not.

      die ansprüche und vorschriften gehen fast ins unmachbare, bzw extrem teure unterfangen. bleibt abzuwarten wie sich das bündnis entwickelt. bmw hat dennoch riesige werke in old uk, mc laren ist british stuff, ziehen wir einen roten faden.

      (vielleicht wird alles vielleichter) hoffe das solche nachrichten das wertpapier mal wieder ausbrechen lassen.

      • M. Power says:

        Ja da kannst du Recht haben, man muss abwarten was sich aus der Zusammenarbeit ergibt. Wäre ja cool wenn die zusammen ein Sportwagen bauen würden.
        Schaun mer mal, dann sehn mer scho.

        • DropsInc. says:

          genau das war auch mein gedanke als ich die headline gelesen habe^^ why not, potenzial haben beide…und da alle nach einem ssw schreinen…klar, obwohl das schon oft dementiert worden ist. bmw hat weniger erfolg mit ssw. dem kunden reicht hier das M vorne dran…das können sie sehr gut und schnell^^ abwarten

    • M54B25 says:

      Die Allianz geht für mich ganz klar in Richtung der neuen V8 Motoren für M5 und aufwärts. Bei McLaren wird seit Jahren ein 3,8L V8 mit Leistungen bis über 800Ps eingesetzt (in der P1 GTR Spec), bei BMW ist der aktuelle 4,4L leistungsmäßig schon eher ausgelutscht. Wird jetzt sicherlich im G30 M5 noch mal auf 600PS+ kommen, aber dann muss mal was Neues her für die zukünftigen Fahrzeuge.

      Und da dürfte die Allianz einsetzen einen Motoren-Nachfolger zu entwickeln. Die beiden Hersteller kommen sich dabei in den PKW-Endprodukten nach meinem Dafürhalten nicht in die Quere. Die Kosten für Entwicklung und vermutlich auch die Produktion können mit dieser Allianz schon merklich gesenkt werden, so dass beide davon profitieren. Ich gehe ja sogar davon aus, dass es auch um die Integration von Hybridkomponenten geht. Hier ist McLaren mit dem P1 ja auch schon einen Schritt weiter als BMW (die F1 Zeit 2009 mit KERS mal ausgenommen).

      Das wären für mich mal die Argumente – und McLaren hat mit dem V8 anerkanntgermaßen auch einen hervorragenden Motor gebaut.

    • Quer says:

      Wieso nicht, zur Erinnerung BMW hatte mit McLaren bereits zusammenarbeitet als ein gewisser Herr Pitschesrieder Vorstandsvorsitzender bei BMW war. Ich kann mich noch gut erinnern als er einem McLaren BMW schrottete.

      https://www.welt.de/amp/print-welt/article659234/Der-ultimative-Sportwagen-hat-nicht-einmal-ABS.html?client=safari

      • M. Power says:

        Wenn die Zusammenarbeit in die Richtung geht, habe ich nichts dagegen.
        Ein Höllenrenner fehlt schon lange im BMW Portfolio.

        • Quer says:

          Es muss ja keiner für 1,6 Mio sein, es würden auch einer reichen denn wir uns noch leisten können. So um die 200.000€

          • Mini-Fan says:

            Erinnerung:

            VW bezuschußt (!) jeden Veyron mit 4.7 Mio. EUR.

            Bei einem effektivem Kaufpreis von 1.74 Mio.
            Der kalkulatorische Kaufpreis müßte bei 6.44 Mio. liegen.

            Entspricht einem Rabatt von 73%.
            Beim Phaeton legte VW “nur” 30.000 EUR pro Stück drauf. “Fast” ein Geschäft.

            Bei ihrer Abgassoftware legen sie nur 18.000.000.000 EUR drauf.

            BMW sollte sich Audi/ VW nicht zum Vorbild nehmen.
            VW könnte in seine Einzelteile zerfallen …

            “Hochmut kommt vor dem Fall”

            • B3ernd says:

              Hatte Bmw auch schon. Der M1 war ein Flopp und kostete richtig Geld und war BMW eine Lehre.

              Einen SSW in traditioneller Bauart ist quasi ausgeschlossen und allein wird BMW ohnehin nichts reißen. Es wird eher etwas in Richtung Hybrid SSW. Die Kooperation mit Toyota wurde nicht ohne Grund eingegangen.

              McLaren wird sich hüten zu viel mit BMW zu machen – einkaufen ja, Motorenentwicklung ist auch wahrscheimlich, aber sonst? Ich sehe sogar mehr Kompetenz auf diesem Gebiet in England, wovon BMW profitieren würde. Wie man erfolgreich SSW baut, muss man McLaren nicht mehr erklären.

              Bmw hat gerade erst 3mrd+? In die i sparte gesteckt – das dauert Jahre bis das wieder drin ist.
              Ein SSW kostet hunderte Millionen für vielleicht 20.000 Stück(was schon extrem viel ist) Das wird nicht durchgewunken. So wie es aussieht wird es einen Z4/Z5 auch nur noch auf Toyota Plattform geben.

              • Mini-Fan says:

                Ist ja wohl überhaupt nicht vergleichbar!
                Ein M1 kostete vor 40 Jahren 100.000 DM + 11% MwSt. Ich weiß nicht, OB BMW beim M1 überhaupt Geld drauflegte. Ums Geldverdienen ging es weder bei M1 noch beim M1 – sondern nur um eine Homilogationsserie. Und beide wurden erfolgreichste Sportler.
                Schon von daher kann man nicht von einem Flop reden (es sei denn, man heißt A.H.): Der Imagegewinn durch den M1 ist für BMW unbezahlbar (die Betriebswirte bei BMW werden diesen wohl intern irgendwie beziffern).
                Davon abgesehen wurde der von Paul Rosche entwickelte Motor ja auch im M5 CSU und im 735i (Südafrika) eingesetzt.

                Und es war nichts anderes als RICHTIG, daß BMW 3 Mrd. EUR in project i gesteckt hat! Natürlich wussten Sue, daß man dabei einen langen Atem beweisen muss. Das Geld wird allemal dort besser investiert sein als in einen (herkömmlichen) SSW. Wenn man mal von Deinen sehr hochgegriffenen 20.000 Stück ausgeht + unterstellt einfach mal, daß man pro SSW 50.000 EUR auf den Käufer abwälzen kann, dann ergäbe das einen Betrag von 1 Mrd. EUR, die man für die Entwicklung eines SSW aufwenden könnte. Bei einem angenommenen Kaufpreis von 150.000 EUR blieben BMW gerade mal 100.000 EUR für Gestehungskosten und Gewinn. Wenn man über die gesamte Modelllaufzeit aber nur 10.000 Stück – oder gar nur 5.000 Stück – absetzen kann: legt man schon gewaltig drauf.
                Dann lieber ein Hybrid – SSW à la Honda NSX entwickeln und bauen. Wenn man dabei drauf legt, dann ist es wenigstens (investiertes) “Lehrgeld” im wahrsten Sinne des Wortes + im Sinne von ‘project i’.
                Daß BMW einen (konventionellen) SSW bauen KANN, da habe ich keine Zweifel. Ob er sich rechnet, schon. Auch würde er nicht (mehr) zum (neuen) Selbstverständnis von BMW passen.
                Da weiß ich schon nicht, wie sie 8- und 12 – Zylinder rechtfertigen können – ausser mit Rolls-Royce.

                • Quer says:

                  Soviel ich mal gelesen habe wird die Procar Serie (M1) seit 2016 im Vorprogramm der Formel 1 zu sehen sein.

                  https://www.projekt-spielberg.com/de/formel-1/news/comeback-der-bmw-m1-procars-bei-der-legends-parade-2016

                • B3ernd says:

                  Kein Grund, dass du dich direkt auf den Schlips getreten fühlst. Der M1 war durch und durch ein finanzielles Desaster für MW. Du hast Recht, dass der Wagen der Homologation diente und genau da war der Fehler. BMW hatte seinerzeit nicht im Ansatz die Möglichkeiten einen solchen Serienrenner zu bauen. Aus diesem Grund hatte man den Wagen bei Lamborghini bauen lassen mit entsprechenem SSW Know-How der Italiener. Da du so auf Zitate stehst, zitiere ich gern den von dir geposteten Spiegel Artikel : “Schon das Original(M1), auch “Bayern-Flunder” genannt, war nämlich bis zum Produktionsende 1981 ein Verlustgeschäft.”

                  BMW hat mit ach und Krach in drei Jahren 454 M1 verkauft.

                  Wie viel BMW drauf gelegt hatte weiß ich nicht. Dass es ein finanzieller Flopp war, ist hinlänglich bekannt.

                  Zu SSW generell: Damit verdient ein Hersteller heute so gut wie nichts, z.T. wird drauf gezahlt. Der Marketingeffekt ist allerdings enorm hoch, was den Absatz der Volumenmodelle vorantreibt. Mercedes wird mit dem SLS ordentlich drafgezahlt haben (ca. 8000Stk.) Ich bezweifle sogar, dass der R8 I(22.000 Stk+) in den schwarzen Zahlen lag, trotz Lambo Derivat.

                  “Da weiß ich schon nicht, wie sie bei BMW die 8- und 12-Zylinder rechtfertigen können – ausser mit Rolls-Royce.”

                  Den 12 Zylinder hätte BMW ohne RR wohl nicht mehr im Programm. Der 7er V12 ist RR wird in Zukunft nicht ohne Grnd weiter ausgebaut. RR SUV wird kommen, einen Bentley Continental Gegner hat man nun auch – das Portfolio wird wachsen.

                  Zitat aus dem Der Welt https://www.welt.de/motor/modelle/article153181324/Warum-BMW-trotz-Elektrostrategie-am-V12-festhaelt.html

                  “Tatsächlich verkaufen die Bayern in China nur 1,4 Prozent ihrer 7er-Modelle mit Zwölfzylindermotor, in den USA und Europa liegt der Anteil noch leicht tiefer. Dazu kamen im vergangenen Jahr[2015] 3785 V12-Motoren für die englische Tochter Rolls-Royce – Tendenz fallend.”

                  “warum schreibst Du eigentlich so abwertend, “BMW allein wird ohnehin nichts reißen”” Das ist nicht abwertend gemeint, sondern meine Meinung. Der ein oder andere sollte eventuell mal etwas locker werden und nicht bei jeder Kritik an BMW direkt in den Verteidigungsmodus gehen – egal ob BMW Fanpage oder nicht. Vor einigen Jahren gab es hier tolle Diskussionen mit BMW Fans und Autobegeisterten. Jetzt äußert jemand Kritik am Design und man wird von 24/7 Usern direkt als dumm betitelt – tolle neue Internetwelt.

                  • Mini-Fan says:

                    Ich fang mal ganz hinten an:

                    Als “dumm” habe ich niemand betitelt, auch Dich nicht.

                    Ich bin auch nicht nicht persönlich beleidigt, wenn es um Kritik an BMW geht.

                    Aber als BMW-Fan suche ich vielleicht Erklärungen (man kann es auch Entschuldigungen nennen) – egal ob es um das Thema “i”, M1, Z1 oder Z4 oder sonstwas geht.

                    Ich weiß, daß BMW – als Großserienhersteller – nach Möglichkeiten suchte, den Bau dieses Fahrzeuges auslagern zu können. Allerdings fing das Desaster damit er richtig an: Die Italiener lieferten keine richtige Qaualität, waren unzuverlässig etc. (selbes Spiel mit der CS-Reihe bzw. dem 6er in Osnabrück). Letztlich hätten sie ihn besser selbst (!) und alleine “von Hand” in DGF oder München gebaut. Vor allem hatte BMW ja keine Erfahrung im Bau von Kunststoffkarossen (selbes Problem später beim Z1, in 1989)

                    BMW hatte seinerzeit nicht im Ansatz die Möglichkeiten einen solchen Serienrenner zu bauen.

                    Trotzdem wehre ich mich in diesem Zusammenhang gegen das Wort “Flop”.

                    JEDES Motorsport-Engagement “kostet” (viel Geld).

                    Egal, ob damals mit den M1, M3 oder 1983 mit der Formel 1. Oder Le Mans mit dem McLaren V12.

                    Das trifft Mercedes mit ihrer F1 natürlich genauso.

                    Und wenn man das (vorher) weiß, dann kann man hinterher nicht von einem “Desaster” oder “Flop” sprechen.

                    Wenn ich Geld “zu meinem Vernügen” ausgebe – dann ist es eben weg.

                    Da geht es ja auch nicht um “Gewinn” oder “Verlust”.

                    Übrigens: ich stehe nicht aus Prinzip auf Zitate.

                    Nur wenn bestimmte Typen (Du weißt schon, solche wie A.H.) hier immer wieder etwas posten (bzw. posteten), was schlicht falsch ist – dann sind mir Quellenangaben schon lieber.

                    Und mit dem “BMW allein wird ohnehin nichts reißen”:
                    Es hört sich nun mal einfach abwertend an, so ungefähr wie “die können das sowieso nicht”. Zumindest kam es so bei mir an (ich nehme das aber wirklich nicht persönlich – aber “dank” A.H. ist man hier vielleicht wirklich automatisch “im Verteidigungsmodus”, das kann schon sein)

                    Also gute Fahrwerke und gute Motoren bauen – das können sie bestimmt, bei BMW.

                    Und auch wenn beim RR-Motor “RR V12” drauf steht: Es IST ein BMW-Motor.
                    Und nicht umgekehrt.
                    Und natürlich sind die genannten 3785 V12-Motoren alles andere als zu verachten.
                    Sondern Bestandsgarantie für Autos wie den 760Li – und hoffentlich für einen 860 CSi und einer 960i oder 960e (Hybrid).

                    Ein 760Li wird dennoch nie in derart “homöopathischen Dosen” (abgeändertertes, korrigiertes Zitat von A.H.) verkauft werden wie ein Audi A8 mit dem W12-Motor (der überlebt auch allenfalls wegen des Bentley)

                  • Mini-Fan says:

                    zu: “einen Bentley Continental Gegner hat man nun auch”

                    Habe gerade gelesen:

                    “Der Allradantrieb gilt als beschlossene Sache, was vom W12 nicht behauptet werden kann.”

                    (Zitat AB v. 18.01.17)

              • Mini-Fan says:

                Habe mal gegoogled:

                Spiegel online vom 06.08.2009:

                “Der BMW M1”

                Kantige Optik, kompromisslose Power und
                eine Höchstgeschwindigkeit, die nicht einmal der Porsche 911 Turbo
                erreichte: 1978 brachte BMW den M1 auf den Markt. Drei Jahre später,
                nach nur 454 Exemplaren, stellten die Bayern die Produktion ihres
                Supersportwagens wieder ein.

                Es war eine automobile Kühnheit, die BMW dem Publikum des Pariser
                Autosalons im Herbst 1978 zumutete. Der BMW M1 (intern E 26 genannt)
                besaß alle nennenswerten Eigenschaften eines Supersportwagens: Mit einer
                Höhe von lediglich 114 Zentimeter sagenhaft flach, dank 277 PS über die
                Maßen leistungsstark und aufgrund seiner keilförmigen Karosserie extrem
                aerodynamisch. Auch der Basispreis von 100.000 Mark trennte den M1 von
                schnöden Straßenrowdys. Stattdessen schrieb er Geschichte als erster
                deutscher Sportwagen im Lamborghini-Look.Der M1 war das erste eigene Modell des firmeneigenen Werkstuners BMW
                Motorsport GmbH. Zunächst war “Das Geschoss”, so der Titel eines
                Fahrberichts im Fachmagazin “auto motor und sport” aus dem Jahr 1978,
                als reiner Rennwagen konzipiert worden. Doch zusätzlich musste BMW auch
                eine Serienversion auflegen, weil die damaligen Rennsport-Reglements
                vorsahen, dass die auf der Strecke eingesetzen Fahrzeuge auch in einer
                gewissen Stückzahl im Normalbetrieb eingesetzt werden mussten.

                Der straßentaugliche Zweisitzer, von dem 404 Exemplare entstanden,
                erreichte dank eines 3,5-Liter-Reihensechszylinder-Motors eine
                Spitzengeschwindigkeit von 262 km/h und absolvierte den Sprint von null
                auf 100 km/h in 5,6 Sekunden.

                Kräftiger kamen die 50 Exemplare daher, die BMW für die Procar-Serie
                entwickelte, ein Rennen, in dem Formel-1-Fahrer gegen private Teams
                antraten. In der stärksten Variante rotierte ein Turbolader, der 850 PS
                aus dem Motor herauskitzelte. Solch brachiale Kraft schrie natürlich
                nach einem adäquaten Design.

                Kalt, kantig und kompromisslos – so lässt sich die M1-Optik
                beschreiben. Eine erste Studie hatte BMW-Designer Paul Braq bereits 1972
                angefertigt, Giorgio Giugiaro brachte sie dann in modifizierter Form
                zur Serienreife. Mit seinen versenkbaren Frontscheinwerfern, dem großen
                Lufteinlass auf der Motorhaube und den schwarzen Lamellen an Heck- und
                Seitenscheiben wurde der M1 zur Stil-Ikone und ist es unbestritten heute
                noch.

                Zum seinem 30. Jubiläum erwiesen die Münchner ihrem einstigen
                Renommierprojekt deshalb die Reverenz und enthüllten beim Concorso
                d’Eleganza 2008 am Comer See den BMW M1 Hommage – eine zeitgemäße
                Neuinterpretation des Klassikers.

                Ob die Studie den Weg in die Serienfertigung finden wird, ist jedoch
                fraglich. Schon das Original, auch “Bayern-Flunder” genannt, war nämlich
                bis zum Produktionsende 1981 ein Verlustgeschäft.

                Genaueres weiß der Spiegel also auch nicht.

                Wichtig erscheint mir der Passus “als reiner Rennwagen konzipiert worden. Doch zusätzlich musste BMW auch eine Serienversion auflegen, weil die damaligen Rennsport-Reglements …”

                Insofern ist es Unfug, von “Verlust” zu reden.
                Sie MUSSTEN ihn über 400x bauen und MUSSTEN ihn auch verkaufen.
                Und wenn es zu Dumping-Preisen sein mußte.

                • B3ernd says:

                  Du sagtest:
                  “Insofern ist es Unfug, von “Verlust” zu reden.” – doch, es war ein gewaltiger Verlust.

                  Hast du gelesen was du zitiert hast? Dein geposteter Artikel sagt doch exakt das Gegenteil von dem was du behauptest und gibt mir mehr als deutlich Recht.

                  Zitat Spiegel:

                  “Schon das Original, auch “Bayern-Flunder” genannt, war nämlich
                  bis zum Produktionsende 1981 ein Verlustgeschäft.”

                  Du sagtest:

                  “Sie MUSSTEN ihn über 400x bauen und MUSSTEN ihn auch verkaufen.
                  Und wenn es zu Dumping-Preisen sein mußte.”

                  Der Wagen wurde vor 40 Jahren für 100.000 Mark verkauft – mal zum Vergleich, ein 911 2,2S Modeljahr 1971 hatte in Deutschland den Grundpreis von 29800 DM. Von Dumpingpreisen kann hier nicht die Rede. 100.000 Mark von 1970, entsprechen.

                  • Mini-Fan says:

                    ja ja, ich weiß schon, was ich gepostet habe.
                    Der Spiegel behauptet (wie Du), (der M1 war) “ein Verlustgeschäft”.
                    Ich habe ja auch ganz bewußt nach “Verlust” gegoogled.

                    Ich hatte ja auch geschrieben, daß der M1 auch gar nicht als “Geschäft” geplant war – sondern als Sportgerät (und nicht originär als zu verkaufender Supersportwagen). Er mußte aufgrund des Reglements allerdings in einer gewissen Stückzahl produziert werden.

                    Und Dumping heißt für mich “bezuschussen”. Das heißt der “richtige” Kaufpreis hätte dann eigentlich (noch) höher sein müssen als die 100.000 DM netto damals.

                    Und WENN er ein Verlustgeschäft war, DANN haben sie ihn logischerweise auch “bezuschußt”. Was nichts anderes heißt, als das der Kaufpreis von 100.000 DM nicht ausreichte, um die Kosten zu decken. Auch wenn der schon exorbitant hoch war (ich weiß allerdings nicht, was eine entsprechende italienische Funder damals neu kostete).

                    Was ich gerne wissen von Dir wollte (wird mir aber anscheinend niemand sagen können, auch DerSpiegel nicht):
                    Wie hoch (wieviele Mio. DM?) war der Verlust der gesamten M1-Produktion denn nun wirklich?

                    Außerdem war der M1 nun wirklich mit keinem Porsche von damals zu vergleichen.
                    Er war ein gleichberechtigter Gegner von Ferrari, Lamborghini & Co.

                    PS.
                    Ich habe wirklich GAR NICHTS gegen einen alten luftgekühlten Porsche-Sechsyzlinder!

                    Und nochmal zum ursprünglichen Thema:
                    Beim Thema Veyron ist das Dumping” ja von seiner Größenordnung her wohl mindestens um den Faktor 100, wenn nicht sogar um den Faktor 500 größer – pro Stück!

              • Mini-Fan says:

                “Die Kooperation mit Toyota wurde nicht ohne Grund eingegangen”

                Eine Kooperation wird wohl immer zu beiderseitigem Nutzen eingegangen.

                Für Toyota als Massen- und eindeutigem Nicht-Premium-Hersteller mit einfacher, günstiger und robuster Technik ist die Zusammenarbeit mit BMW ganz sicher image-fördernd:
                Ein Toyota Supra, der zusammen mit BMW entwickelt wurde, wird sich weltweit ganz anders verkaufen lassen.

                Und einen Diesel, den hat Toyota auch benötigt, vor allem in Europa.

                Und BMW widerum verspricht sich wohl etwas von der Hybrid-Technik-Kompetenz von Toyota. Obwohl BMW das Thema “Hybrid” ganz anders umsetzt als Toyota, vgl. den BMW 225xe z.B. mit Prius (ob BMW es besser umsetzt als Toyota, da habe ich meine Zweifel – jedenfalls fahren sich die Toyota Hybriden “perfekt”, zumindest, wenn man es gemächlich angehen läßt).
                Und wenn es BMW nur um die Umgehung von Hybrid-Lizenzgebühren geht.

                Habe ohnehin irgendwo gelesen, daß BMW die Hybrid Technik kürzlich “von Toyota erworben” hätte. Weiß leider nicht mehr, wo.

                Nachfrage:
                Bist Du sicher, daß der Z4/Z5 auf einer “Toyota Plattform” realisiert wird?

                Sicher, großartige Stückzahlen sind von einem Z4/ Z5 ja auch nicht zu erwarten. Aber ein SLK (oder SLC, wie er jetzt heißt), der rechnet sich ja auch.

                Frage mich nur, warum diese “Geburt” Supra/ Z4/5 so lange dauert.

                • B3ernd says:

                  Toyota hat im Premiumsegment mindesten so viel Kompetenz wie BMW – und zwar mit Lexus. Die sind außerhalb der EU als Premiummarke auf dem Markt und werden als solche wahrgenommen. Ich bezweifle sehr starkt, dass die irgendwas von uns lernen müssten.

                  “Bist Du sicher, daß der Z4/Z5 auf einer “Toyota Plattform” realisiert wird?”

                  Da kann ich mich auch nur auf die Gerüchte und Artikel von BT oder BP stützen. Wenn man die Erlis sieht, kann man erahnen, dass das ein echter Spaßbringer werden wird.

                  • Mini-Fan says:

                    Ja, Lexus habe ich “übersehen”.
                    Was in Deutschland ja auch nicht schwerfällt.

                    “Premium” definiert die Welt und Toyota aber auch ganz anders als BMW oder Deutschland. Von daher können die sehr wohl von BMW etwas lernen.
                    (Nicht umsonst verkauft sich Lexus hierzulande “nicht so toll”; vermutlich ist der gesamte Werbe- und Vertriebsaufwand für Lexus so hoch wie der gesamte Umsatz – in Deutschland)
                    Umgekehrt natürlich auch. BMW muß ja schließlich auch z.B. die asiatischen Märkte bedienen.

                  • Mini-Fan says:

                    zu: “der Z4/Z5 auf einer “Toyota Plattform” realisiert”

                    Hab dazu gestern später noch was bei AB gesehen, Bericht vom 25.01.17:

                    “… arbeiten an einem Sportler auf gemeinsamer Plattform”

                    Und Zitat n-tv v. 24.05.16

                    “.. soll Magna den Zuschlag für die Produktion der Sportwagen erhalten haben”.
                    Also Supra UND Z4.

          • Mini-Fan says:

            Zu “uns” zahle ich (!) mich nicht dazu.
            Ich würde NIEMALS 200.000 EUR für ein Auto ausgeben.
            Selbst wenn ich sie 10x hätte.

    • Mini-Fan says:

      Na ja, die hatten ja schon mal zusammengearbeitet (aber eigentlich reichte es, wenn McLaren ein Chassis bauen würde):

      Zitat aus wiki:

      “Der McLaren F1 ist ein Supersportwagen, der zwischen 1993 und 1997 von McLaren Automotive 106-mal gebaut wurde und mit einem 12-Zylinder von BMW motorisiert war. Davon wurden 72 als straßenzugelassene Fahrzeuge verkauft, 28 wurden gemäß dem FIA-Regelwerk zu GT1-Rennwagen umgerüstet, deren Haupteinsatzgebiet die FIA-GT-Meisterschaft war, weitere sechs Exemplare waren Prototypen.
      Der McLaren F1 wurde ab 1989 bis 1992 unter der Federführung des damaligen McLaren-F1-Designer Gordon Murray entwickelt

      Die Motoren basierten auf leistungsgesteigerten Zwölfzylindermotoren der Firma BMW Motorsport GmbH und wurden unter der Leitung von Paul Rosche entwickelt, dem Mann, der auch für die Formel-1-Turbomotoren von BMW verantwortlich war. Die BMW-V12 hatten einen Hubraum von 6,1 Litern und wurden in mehreren Leistungsstufen von 461 kW (627 PS) bis 500 kW (680 PS) eingesetzt. Die internen Bezeichnungen für diese Motoren von BMW waren S70/2 und S70/3, die Grundversion (S70) der Motoren wurde in dem BMW-Modell 850 CSi eingesetzt.

      Die (S 70/1)-Version mit 404 kW (550 PS) sollte ursprünglich im
      geplanten Topmodell (M8) der BMW 8er-Serie Anwendung finden, das jedoch
      aus Kostengründen nie verwirklicht wurde und nicht mit dem 850 CSi (eine
      Art „Sparversion“ des M8 mit 279 kW (380 PS), die ohne
      Vierventiltechnik, VANOS und Einzeldrosselklappen auskommen muss) identisch ist.

      Dieser Motor ist ebenfalls nicht zu verwechseln mit den im 750i und 850i eingesetzten M70 und M73 Motoren, welche aber weitläufig miteinander verwandt sind.

      Die Motoren haben 4 Ventile pro Zylinder und eine variable Nockenwellensteuerung (VANOS). Das Gewicht beträgt 266 kg. Das Triebwerk kam später auch im BMW V12 LMR zum Einsatz und war nochmals beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans erfolgreich.”

      “Im Guinness-Buch der Rekorde aus dem Jahr 2000 galt der McLaren F1 6.1 als stärkster Serienwagen.”
      „Der stärkste Serienwagen der Welt ist gegenwärtig der McLaren F1 6.1, der eine Bremsleistung von über 627 PS entwickelt. Er beschleunigt auf 95,6 km/h in 3,2 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von über 370 km/h“

      “Der F1 galt als schnellster Serienwagen, bis er – je nach Definition des Begriffs „Serienwagen“ – durch den Dauer 962 LM[1] oder den Bugatti Veyron 16.4 abgelöst wurde.

      Der F1 gilt bis zum heutigen Tage als das schnellste Serienauto weltweit, das durch einen Saugmotor angetrieben wird.”

      “Motorsporterfolge:
      Zu den größten Erfolgen des F1 gehört der Gesamtsieg des 24-Stunden-Rennen von Le Mans im Jahr 1995.
      Der McLaren F1 konnte dabei gleich bei seinem ersten Start in Le Mans das Rennen gewinnen, was vorher noch keinem Fahrzeug gelungen war.
      Außerdem belegten vier weitere F1 die Plätze 3, 4, 5 und 13.

      “Prominente Besitzer:
      Elon Musk, Gründer von PayPal und Tesla Motors”

      Trump, Erdogan und Aloys Haydn sind nicht darunter zu finden.

      Und einen davon hat, glaube ich, der Pischetsrieder mal gecrashed.
      Der gehörte aber BMW.

  2. Olüm Digga says:

    was stimmt mit dem mclaren-mike nicht, das der behauptet, sein laden würde die besten motoren bauen, weil man einen marketing award gewonnen hat? ist der auf meth? naja, vielleicht kommt ja bald ein echter mittelmotorsportler mit BMW logo. alleine kriegt man das ja nicht gebacken.

    • Mini-Fan says:

      Es gibt noch einen prominenteren Meth-Junkie:

      Adolf I.

      Er war zwar nicht der Beste-Motorenbauer-aller-Zeiten, sondern nur der GröFaZ.

      Ergebnis: bekannt.

  3. Dailybimmer says:

    Bmw und McLaren hört sich gut an. Vielleicht entspringt bald ein Kind daraus.

  4. Thomas says:

    McLaren und BMW, wieso bekomme ich plötzlich so feuchte Hände? 😀
    Die Kooperation klingt zumindest im Moment noch nach einem Händedruck. Aber wer weiß, vielleicht wird ja mal ein richtiges Date draus, oder gar eine Hochzeit 🙂
    McLaren selbst baut ja im grunde keine Motoren. Die werden von Ricardo gefertigt. Darum sind die auch involviert. Hat jemand zufällig mitbekommen, was so ein P1 effektiv verbaucht? Er ist mit 8,3L im Mix angegeben. Aber ich denke, wir sind alle nüchtern genug um das zu hinterfagen 🙂

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