Premium-Absatz 2016: Auch BMW Group sieht sich ganz vorn

News | 9.01.2017 von 43

Sowohl die BMW Group als auch Mercedes feiern neue Absatz-Rekorde 2016 und sehen sich an der Spitze des Premium-Segments – und beide haben Recht.

Nur Stunden nach Mercedes hat auch die BMW Group ihre weltweiten Verkaufszahlen 2016 verkündet – und dabei genau wie die Konkurrenz aus Stuttgart betont, Premium-Marktführer zu sein. Im Grunde genommen sind beide Seiten im Recht, weil sie von unterschiedlichen Zahlen sprechen: Während sich Mercedes korrekterweise als erfolgreichste Premium-Marke bezeichnet, ist die BMW Group der erfolgreichste Anbieter von Premium-Automobilen.

Aus Münchner Sicht dürfte die eigene Sichtweise dennoch nur bedingt Trost spenden, denn trotz des sechsten Rekord-Jahrs in Folge wird man sich kaum über den Verlust des Spitzenplatzes unter den Premium-Marken freuen. Und von einem knappen Ausgang kann beim Blick auf den Premium-Absatz 2016 ebenfalls nicht die Rede sein: Mercedes-Benz verkaufte im vergangenen Jahr 2.083.888 Fahrzeuge seiner Kernmarke, BMW liegt mit 2.003.603 Einheiten klar dahinter. Dass die Münchner 2016 erstmals die Marke von zwei Millionen BMW in einem einzigen Jahr knacken konnten, rückt dabei leider in den Hintergrund.

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Dem noch stärkeren Wachstums bei Mercedes-Benz zum Trotz hat man aber auch in München großen Grund zur Freude: Neben den beiden bereits erwähnten Bestwerten beim Absatz von BMW und für die BMW Group insgesamt konnte auch MINI erstmals mehr als 360.000 Fahrzeuge verkaufen und damit das beste Jahr der Markengeschichte vermelden. Gemeinsam konnten BMW und MINI erstmals die Marke von über einer Million verkauften Fahrzeugen auf dem Heimatkontinent Europa knacken.

Einen neuen Bestwert stellen auch die über 62.000 verkauften Fahrzeuge mit elektrischem oder elektrifiziertem Antrieb dar und auch auf zwei Rädern verlief 2016 äußerst erfolgreich: BMW Motorrad verkaufte 145.032 Fahrzeuge und stellte damit ebenfalls einen neuen Rekord auf. Immerhin den zweitbesten Wert in 113 Jahren Firmengeschichte verzeichnete Rolls-Royce, die Engländer verkauften 2016 weltweit 4.011 Automobile der absoluten Luxusklasse und wuchsen dabei um sechs Prozent.

Ihre Rolle als äußerst wichtige Säule des Erfolgs unterstrichen erneut die BMW X-Modelle, die für einen Absatz von 644.992 Fahrzeugen und damit für ein knappes Drittel der BMW-Verkaufszahlen stehen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dieser Wert einer Steigerung um 22,3 Prozent. Noch etwas stärker hat sich die BMW 2er-Reihe entwickelt, die vom Erfolg der Van-Modelle Active Tourer und Gran Tourer profitiert und 196.183 Kunden (+24,8%) fand. Mit 61.514 Fahrzeugen und einer Steigerung um 69,2 Prozent hat auch der BMW 7er eine starke Performance gezeigt.

Dr. Ian Robertson (Mitglied des Vorstands der BMW AG, zuständig für Vertrieb und Marketing BMW): “Mit dem Ausbau unserer Modellpalette haben wir auch unseren Absatz gesteigert und damit das Jahr 2016 zu unserem bislang erfolgreichsten gemacht. Ungeachtet aller Herausforderungen in einigen Märkten zahlt sich unsere Strategie des global ausgewogenen Absatzes aus, mit der wir unseren weltweiten Absatz Monat für Monat gesteigert haben. Besonders positiv war die Absatzentwicklung unserer elektrifizierten Modelle, von denen wir 2016 über 62.000 Einheiten ausgeliefert haben. Ich bin überzeugt, dass wir diesen Schwung mitnehmen und auch 2017 auf unseren Kurs des profitablen, nachhaltigen Wachstums aufbauen können. Die Einführung neuer Modelle hat eindeutig das Absatzwachstum dieser innovativen Fahrzeuge beschleunigt, und wir freuen uns, dass im November 2016 der einhunderttausendste elektrifizierte BMW auf die Straße gekommen ist. 2016 hat außerdem gezeigt, dass die Elektromobilität in jenen Märkten am schnellsten wächst, die die Entwicklung der Technologie aktiv fördern, indem sie die richtige Mischung aus Kundenanreizen und öffentlicher Ladeinfrastruktur schaffen.”

Peter Schwarzenbauer (Mitglied des Vorstands der BMW AG, zuständig für MINI, BMW Motorrad und Rolls-Royce): “Dieses Rekordergebnis zeigt, dass MINI mit den neuen Cabriolet und Clubman Modellen als seinen stärksten Wachstumstreibern auf dem richtigen Weg ist. Anfang 2017 bringen wir mit dem neuen MINI Countryman eines der wichtigsten Modelle für die Marke auf den Markt. Die elektrifizierte Version folgt im Sommer. Damit schließen wir die Überarbeitung der MINI Modellpalette ab und ich bin überzeugt, dass wir über die kommenden zwölf Monate ein noch stärkeres Absatzwachstum verzeichnen werden.”

43 responses to “Premium-Absatz 2016: Auch BMW Group sieht sich ganz vorn”

  1. Bricko says:

    Also aus dieser Perspektive ( vorne unten ) sieht der 7er schon stark aus.Hat seine Präsenz.Vielleicht seine Schokoladenseite.
    Ansonsten, sehr schöne Zahlen!

    • DropsInc. says:

      Zum 7er, ja der ist Schmuck. Die Zahlen sind super, habe mir es ehrlich gesagt schlimmer vorgestellt nachdem Daimler sich im Halbjahr schon uneinholbar gesehen hat. Kein Grund sich zu verstecken. BMW muss die Palette erneuern. Ab 2018/19 wird BMW frischen Wind blasen. Mit neuen Designs. Denke da wird Daimler dann das Nachsehen haben mit dem Einheitsdesign. Da laufen die ersten Leasingverträge aus. Dennoch gute Zahlen von Daimler und Audi.

      • Bricko says:

        Ja man soll schon fair sein und sagen daß sowohl Mercedes wie auch Audi 2016 ein gutes Jahr hatten. Und ja, für uns, BMW-Fans gibt es überhaupt keinen Grund sich zu verstecken.Wir sollen sich alle freuen und angespannt sein auf das was in den nächsten Jahren kommt – X2/5/7 , 4erLCI , 3er , 6er/8er , Phantom…Es wird spannend bleiben…The Game goes on…

        • DropsInc. says:

          Und das waren noch nicht alle Auszüge was BMW noch auf Lager hat. Die nächste 4Jahre gibt’s ordentlich Nachschub. Keiner wird stehen bleiben, denke die große Frage wird sein, wer trifft den Geschmack des Kunden am besten.

        • Pro_Four says:

          ..du hast das 2er Coupé für 2017 vergessen, auf das ich in ca. 2 Jahren gierig schauen werde.

    • Syberian Sybian says:

      Sind das nicht Tag Fahrleuchten?

  2. Quer says:

    Wieso stand im BR Text das BMW über 2,3 Mio Autos verkauft hat, ach ja BT weiß es immer noch nicht das nach der Herstellernummer 0005 der Mini auch ein BMW ist.

    • Syberian Sybian says:

      Ein Mini ist eine Front kratzende Hering Dose fur Zahnarzt Begattinnen. Aber niemals ein BMW!!!
      Und das ist auch gut so!

      • Bricko says:

        Mini:

        1)Design-Ikone schlechthin
        2)Technisch-vollblut BMW
        3)GoKart ähnliches Fahrgefühl-sucht seinesgleichen

        Und last but not least – die Briten konnten ohne Ihre Königin warscheinlich leben, aber ohne Mini bestimmt nicht!

        • B3ernd says:

          “Technisch-vollblut BMW”??

          Der Mini ist ein ganz nettes Auto, aber Vollblut BMW?? Nur wenn ein quer eingebauter Motor auf/vor der VA, winzige Luftpumpenmotoren und FWD als Vollblut-BMW durchgehen, dann hast du Recht. …….die modernen FWD BMW Kröten lasse ich mal außen vor…..

          • Bricko says:

            Zum Mini:

            1)Hat er jemals RWD gehabt?
            2)Jemals vieleicht R6 oder sogar V8 geschweige denn V12?

          • Bricko says:

            Vielleicht habe ich mich “falsch” ausgedrückt, oder bin falsch verstanden worden.
            Mit “vollblut BMW” meinte ich, dass Mini auf UKL(BMW) Platform aufbaut, mit Motoren aus dem Hause BMW.Aber das weißt du natürlich,will nicht beleidigend sein.
            Ich wollte nur ein bisschen provozieren, besonders diejenige die meinen Mini sei Schrott aus England.Und du bist nicht einer von denen.

            • Mini-Fan says:

              Zitat: “Aber ich mag den Mini. Ist niedlich”

              Ja, niedlich ist der richtige Ausdruck.

              Deshalb gefällt mir auch das Gesicht des allerersten 1er BMW’s. Derjenige, den es nur als Viertürer gab.
              Und aus gleichem Grund das Gesicht des i3.

              Scheint irgendwie den “Beschützerinstinkt” im Manne zu wecken.
              Vielleicht sind’s auch einfach nur die großen, runden Augen.
              Wie bei einem Katzenbaby.

              Überhaupt. Früher hatten die Autos wenigstens noch Gesichter.
              Heute. Aufgerissene Mäuler.

      • Tobias says:

        das Fahrgefühl vom Mini ist eines BMW absolut würdig!

      • Fagballs says:

        Jein, Mini, AT/GT/X1 sind Frontkratzer aus dem Hause BMW, A, B, CLA, GLA sind Frontkratzer aus dem Hause Mercedes. Beide Firmen brauchen diese Volumenmodelle (und deren CO2 Ausstoß), damit der Rest klar geht.

  3. B3ernd says:

    Ich warte schon sehnsüchtig auf das nächste FWD Volumenmodell aus München und neue Zahlen aus Stuttgart – vielleicht kann man ja die MAN Sparte ins Premiumsegment heben?!^^

    Schaut man sich diese Absatzsschlacht an, ist es scheinbar egal wie die Zahlen erreicht werden. Früher wurde noch mit Umsatz pro Fahrzeug geprahlt, mittlerweile hört man nichts mehr davon. Mercedes dürfte sich mit dem Sprinter in den Absatzzahlen beim Umsatz keinen gefallen beim Umsatz pro Fahrzeug getan zu haben, aber da bei BMW die kleineren FWD Modelle von Jahr zu Jahr steigen, dürfte sich das wieder ausgleichen. Ich mein, das mit Abstand erfolgreichste Modell der 2er Familie, sind die FWD Derivate – weitere werden folgen.

    Wenn ich an die Koop mit Toyota denke, sehe ich nicht nur einen Plattformsportler, sondern noch richtig tolle Modelle auf Toyota-Basis, denkbar ist es auf jeden Fall. Der Satz “Das wird niemals kommen” habe ich in den letzten 5 Jahren schon zu oft gehört, was plötzlich alles machbar, sieht man ja – hauptsache Masse.

    Souverän sieht anders aus.

    • Bricko says:

      Warum noch immer dieses Gejammer über FWD?Man muss nicht einen BMW mit FWD kaufen, es gibt ja mehr als genügend Auswahl von BMWs mit RWD,also “echten” BMWs.Oder sind jetzt 2/3/4/5/7er und Co. auf einmal schlechter geworden, nur weil BMW dazu noch Autos mit FWD anbietet?Man soll sich nicht verleugnen, die Konkurenz ist da, schläft nicht, und letztendlich muss man da mitspielen.Ich wage es sogar zu sagen,dass die Zukunft von BMW , hätten sie sich diesen Schritt zum FWD nicht gewagt, düster aussehen würde.Alles eine frage des Geldes.

      PS.Fahre 530d – also RWD

  4. Fagballs says:

    Das ist wie am Wahltag, am Ende haben alle gewonnen 😉

  5. Dailybimmer says:

    So oder so ist Bmw Nr 1 Premium. Wenn ich die über 300000 Sprinter, Grossraumvans und Kleinlastwagen fairerweise abziehen muss, ist Bmw erster und Mercedes nur noch dritter hinter dem zweitplazierten Audi.

    • Aloys Haydn says:

      Anruf eines gewissen dailybimmer beim Psychiater: “Herr Doktor können Sie mir helfen, ich leide unter einem Sprinter-Syndrom” Antwort des Doktor “kein Problem, kommen sie morgen zu mir in die Sprechstunde” Antwort von dailybimmer “geht nicht morgen bin ich als Sani mit dem Sprinter unterwegs und muß auch noch quer ins Tatoostudie bringen”

  6. Samet says:

    WTF Mini zählt als Premium???

    • Dailybimmer says:

      Smart, Citan und Sprinter doch auch?

      • Marvin Knoll says:

        Der Citan ist das Zeichen dafür das man ein qualitativ niedrig eingestuften Franzosen mit einem Stern bestückt und ihn mit der schlechtesten aller Qualitäten überhaupt ( Die außerordentlich hässlich noch dazu aussehen ) aussehen lässt …
        Allgemein lässt MB immer mehr zu wünschen übrig …
        So haben alle neuen Modelle nur noch ein kläglichen Lichtbogen in den Rückleuchten und Glühobst Blinker auch in der neuen E Klasse … Da gönn ich mir doch lieber nix als das ( scheinheilige ) beste 😉
        Und bevor Aloys auch nur den Mund aufmachen will soll er es lieber lassen … Ich führe keine Debatte mit einer Person die nicht im Stande is Tatsachen so hinzunehmen …

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